Sonntag, 1. Januar 2006

Freier Fall

Der unerwartete Tod eines Freundes. Ein erschütterndes Ereignis.

BildQuelle=http://www.triacon.chNach der ersten Bestürzung folgt ein Gefühl einer unendlichen Verlassenheit. Zeitgleich mit dem Eintreffen der Nachricht entzieht sich der vertraute Boden der Geborgenheit unter den Füßen. Ich fühle buchstäblich meinen Fall in die frisch ausgehobene Grube des Grabes, die für den Freund bestimmt ist.

Verschüttet unter dem Druck der Betroffenheit und der Fassungslosigkeit fühle ich mich unter meiner Ohnmacht dann schließlich lebendig begraben.

Von nun an fühle ich für ihn, was er nicht mehr zu fühlen kann.

Von nun an fragen ich für ihn, was er nicht mehr zu fragen kann.

“Warum?“

Aber weder Gott noch die Welt werden meine und seine Frage beantworten. Die Feststellung „Gestern war doch noch alles OK!“ bringt ebenfalls keine anderen Erkenntnisse.

Damit muß ich fassen lernen, was nicht zu fassen ist.

Die Zeit bleibt stehen, doch die Uhren gehen weiter. Sie ticken ohne Unterbrechung ihren monotonen Ton stets im selben Takt und tragen unberührt eine Sekunde zur der anderen.

Ich will, dass die Zeit nicht stehen bleibt.

Ich will, dass die Zeit sich wieder bewegt.

Ich will, dass die Zeit sich rückwärts dreht.

Ich will die heile Welt zurück.

Ich will, dass sie wieder herstellt, was sie mir vor kurzer Zeit genommen hat, den Freund.

Die Zeit ist eisern, lässt sich von ihrem Weg nicht abhalten.

Doch sie bietet mir an, die Wunde zu heilen. Nach dem Zusammenbruch meiner letzten Illusion ich ihr Angebot an. Als Gegenleistung erwartet sie von mir, dass ich mich abfinden, was ich nicht mal zu fassen glaube.

Ähnlich verlassen fühlte ich mich, wenn ich mich als Kind an einem Ort aufhielt, der mir fremd war. Dabei war es nicht das Unbekannte, was ich als mulmig empfand.

Ich fühlte etwas Fremdes neben mir, das nicht fassbar war. Schatten und ähnliches, diese Dinge gibt es in jeder Fantasien und dort blieben sie ungeachtet.

Das Fremde ist ein selbsternannter Begleiter, der in einem Monolog behauptete, er gehöre zu mir, wäre ein Teil von mir, der Teil, den ich noch kennen lernen werde. Seine imaginäre Gegenwart strömte Unbehaglichkeit aus und dann verschwand es wieder.

Vielleicht war es seine Aufgabe, starke Empfindungen in mir zu erzeugen. Vermutlich gibt es für auch die Sinneseindrücke so etwas wie ein Regenmacher. Sie sorgen mit Knopfdruck dafür, dass durchdringende Sinnesreize in Umlauf gebracht werden.
Warum sonst würde er sich in Situationen einloggen, die für ihn heikel sind. Sie machen ihm den Mund wässrig und beleben seine Fantasie zusätzlich.

Dann flößte er mir Angst ein, obwohl ich keinen Grund sah, der beängstigend war.
Ein andermal lies er eine Lichtquelle gespenstisch erscheinen und die Welt in einem eiskalten Licht untergehen. Ein weiteres Mal überhäufte er mich mit dem Gefühl einer bedrückenden Einsamkeit. Er konnte den Boden unter meinen Füßen schwanken oder auch versinken lassen. Er lieferte mich den irritierenden Indizien chancenlos aus und konnte mich so für eine fremde Schuld büßen lassen.

So hielt das unbekannte Fremde neben mir eine Gefühlspalette in seiner Hand und war damit jederzeit bereit in mein Leben einzugreifen.

Die Verlassenheit schient ihm ein geeignetes Spielfeld für sein geliebtes Instrument zu sein. Er setze sich unauffällig neben meinen Platz, auf dem mein Freund saß. Nach wenigen Augenblicken floß er mit ihm zusammen und ich konnte sie nicht mehr unterscheiden. Mein Freund und das Fremde waren jetzt eine Person.

BildQuelle=http://www.odins-gift.comDie Gegend, in der wir unsaufhalten, ist kahl und doch unübersichtlich. Nichts vom dem, was ich sehe, weist Menschenhände hin. Auch sehe ich nicht die Hand der Natur. Alles ist untypisch und unbekannt. Alles macht einen schaurigen Eindruck auf mich. Das Gefühl ist schwer zu beschreiben. Ich kann mich nicht zurechtfinden und fühle michwie in einem Fahrstuhl. Der Zeiger auf dem Geschwindigkeitsmesser stiegt auf 200 und doch, der der Fahrstuhl und die Zeit scheinen still zu stehen. Im Überholtempo habe ich das Gefühl, ich bewege mich auf der Stelle.

Und wieder einmal wurde mir bewusst, die Zeiten sind nicht auf Ewig haltbar....


LaWe

Lebensvorstellung oder Lebens Vorstellung

Ein Kommentar ist immer Reaktion auf den Text, den ich grade in einem Blog las. Und jeder Eintrag ist bemerkens- und nachdenkenswert. Sie bringen mich auf neue andere Denkstrukturen. Andere wieder verführen mich zur Abgrenzung, weil sich innerlich eine Art Unverständnis anzeigt.

Die gelesenen Zeilen wirken auf mich und hinterlassen dann ihre Wirkung.

Das kann einmal eine gewisse Verbundenheit mit dem Thema des Beitrages sein. Mit einem verbalen Schulterklopfe weise ich im Kommentar auf meinen gleichgesinnten Geist hin: "Das kenne ich auch" so sinngemäß meine Eintragung.
BildQuelle=http://www1.yatego.com/
Oder der Beitrag ruft mich als Ratschlager auf den Plan. Aber will jener Blogger einen Rat? Oder möchte er sich über das Schreiben eine momentane Stimmung befreien? Sie ablegen in einen themantisierten Order?

Aber alles sind Reaktionen auf Beiträge, auf Niederschriften von augenblicklichen Stimmungen der Blogger hier und anderswo.

Es ist schwierig immer mit der richtigen oder vielleicht auch erwarteten Reaktion in ein Kommentarfenster zu gehen. Dann überlge ich genau, was und wie ich meinen Kommentar formuliere. Im meinem Kommentar sollten auf jeden Fall die verarbeiteten Gedanken zum Beitrag ihren Niederschlag finden.

Aber alles sind Reaktionen auf Beiträge, auf Niederschriften von augenblicklichen Stimmungen der Blogger hier und anderswo.

In einem Kommentar erkannte ich einen Unterschied zwischen einer
  • Vorstellung vom Leben
  • und einer LebensVorstellung
  • Ich sehe da einen gravierenden Unterschied für die Lebensgestaltung, ob ich

    • eine klare Vorstellung von meinem Leden habe
    • Oder ob ich mein Leben als Vorstellung definiere
    Diesen unterschiedlichen Gedankengängen folgen, das wird vielleicht noch eine denkbare NachtArbeit.

    Der Bloggerin jedenfalls danke ich für ihren Eintrag, denn der brachte mich auf die kleine Denkaufgabe.


    LaWe

    Neujahrsgrüße

    BildQuelle=http://seriss.com


    LaWe

    Donnerstag, 29. Dezember 2005

    Tief-Druck

    Grüß dich alter Schwede,

    es schneit heut wie verrückt und die Landschaft sieht wieder einmal bezaubernd aus. Die Ruhe, die Stille der Stadt und die quirligen Kinder und quitschenden Hunde im Schnee. Ein schöner Anblick, wenn ich aus dem Fenster schau.

    Kommst du zu mir, um mir von der schönen Winterlandschaft zu erzählen?

    Ja und nein. Es ist einfach schön, der Anblick, der Schee auf den Bäumen. Der Schnee ist noch weiß und unbefleckt und er schluckt den Lärm der Großstadt.
    Ob im Kopf meiner Schwester jetzt auch so eine Ruhe herrscht?

    Das weiß ich nicht. Aber warum fragst du mich das?

    Genau heut vor einer Woche fiel sie in einen für uns unbekannten Dämmerzustand. In der Nacht und im Schlaf hatte sie der Schlag getroffen. Nun ist sie für die Familie körperlich noch da, aber ihr Geist liegt unter einer meterdicken Schneedecke.

    Macht dich das traurig?

    Mein Aufschrei steckt mir noch im Halse fest und ich fühle mich neben der unendlichen Ohnmacht beinahe gefühlstaub. Ich kann kaum in Worte fassen, was mich schon sein ein paar Tagen bewegt.

    Magst du einen Versuch machen, einfach versuchen,
    mir zu erzählen, was dich bei den Gedanken deiner Schwester beschäftigt?

    Im Grunde fühle ich mich wie meine Schwester. Eine Ohnmacht breitet sich wie ein schwere und schon lange ausgediente Decke über mich aus.
    Ich liege unter der Decke und kann durch sie meine Schwester weder hören noch sehen. Ich wünsche mir von Herzen, dass sie uns noch bleibt und ich wünsche mir für sie von Herzen, dass ihre Qualen so schnell wie möglich ein Ende haben.

    Von welchen Qualen sprichst du?

    Schon seit 3 Jahren muß sie sich mit dem Tod ernsthaft auseinander setzten. Damals stand ich neben ihr, als der Arzt ihr sagte: "Wenn sie eine Theraphie machen, dann können sie für immer geheilt sein". Der Arzt lies sie mit der Hoffnung nicht darüber im Unwissen, dass sie Theraphie lebensgefährlich ist.

    Und hat sie die Theraphie gemacht?

    Ja, sie hat eine gemacht und die harte Nummer überlebt. Was von meiner Schwester blieb, war ein Knochengerüst mit Haut drum herum. Und, obwohl die Kraft auf der Strecke blieb, die Hoffnung auf Besserung hielt an ihr fest. Meine Schwester und die Familie, wir alle hielten sich an der Hoffnung fest.

    Doch täglich wurde die Hoffnung hoffnungsloser. Der Zerfall ihres Körper lies sich ums Verrecken nicht aufhalten. Kaum erholte sich meine Schwester und stand wieder auf ihren Beinen, kam ein Donnerschlag und haute ihr die Beine unter dem Hintern wieder weg.

    Was meinst du mit Donnerschlag?

    Das sind Ereignisse, die sie immer zum Stillstand und Rückschlag ihrer Genesung zwangen. Und sie traten immer dann ein, wenn sie sich grade aus dem Krankenbett erheben und wieder am Familienleben teilnehmen wollte. Dazu gehören unter vielen ähnlichen Ereignissen auch ein Knochenbruch am Hüftgelenk auf offener Straße. Das künstliche Hüftgelenk sollte ihr wieder eine neue Chance geben am Familienleben teil zu haben.

    Hat deine Schwester die Chance nutzen können?

    Ja, mühsam und Kräfte zährend stellte sie sich wieder auf die Beine. Aber dann trafen zwei schlechte Nachrichten ein, die sie wohl in die Knie zwangen.

    Nachrichten?

    In der Regel rief ich von Zeit zu Zeit meine Schwester an, erkundigte mich nach ihrem Befinden und dann plauschten noch ein bißchen miteinander. Meine Schwester hatte schon immer einen interssierten Geist und so erschöpften sich unsere Gesprächsthemen nie.
    Aber als die schlechten Nachrichten bei ihr eintrafen, rief meine Schwester bei mir an.
    "Die Krankheit ist wieder zurückgekehrt" sagte sie mir mit fester Stimme. "Wie geht es dir damit?" fragte ich zurück und verdrängte jeden Gedanken an die Konsequnez der Rückkehr. "Ich stehe unter Schock" antwortete sie mir.

    Und die andere Nachricht?

    Die letzte Nachricht liegt nur ein paar Wochen zurück und betraf ihre Nachbarin, die ebenfalls schwer erkrankt war. Wieder im fester Stimme am Telefon hörte ich meine Schwester sagen: "Ich will dir nur sagen, dass K.... gestern eingeschlafen ist" Ich wußte, dass die Nachbarin eine Freundin von ihr war und ich wußte, dass der Kampf, in dem sie beide steckten, sie miteinander verband. Wieder stellte ich meiner Schwester die Frage: "Wie geht es dir damit?" "Ich fühle mich jetzt so allein gelassen" Bei dem Satz lief mir ein Schauer über den Rücken.

    Wie kam sie danach mit dem Leben zurecht?

    Ein paar Tage später erzählte sie mir am Telefon, dass sie am Grab ihrer Freundin stand. Ich machte mir große Sorgen wegen der seelischen Belastungen, die ein frisches Grab auf meine Schwester haben würde.
    Danach zogen sie ihre versiegten Kräfte aus dem Familienleben und sie litt täglich unter neuen Beschwerden, die sie nicht aus dem Bett lassen wollten.

    Sie wollte weiter leben und konnte es nicht mehr. Der Donnerschlg war doch zu hart für sie.

    Seit einer Woche liegt sie in der Klinik und zu einer Kommunikation nicht mehr fähig.

    Das Medikament, dass die lebensbedrohliche Krankheit eindämmen sollte steht unter Verdacht, den Schlaganfall ausgelöst zu haben und wurde abgesetzt.

    Jetzt liegt meine Schwester sprachlos im Krankenbett und muß den endlosen Weg der Erlösung ganz allein gehen.

    Und wie geht es dir damit?

    Mein Aufschrei liegt noch sehr tief in der Brust und ich hoffe für sie, dass ihr Weg im Dämmerzustand, in dem sie sich jetzt befindet, besser aussieht, als es für uns den Anschein hat. Das ist meine letzte Hoffnung.

    LaWe

    Mittwoch, 28. Dezember 2005

    immer der falscher Zeitpunkt

    Schlimme Befürchtungen warten mit ihrem Eintreffen gern auf den Zeitpunkt, an den man nicht mehr sie denkt.

    Doch sie kommen und bevorzugt in dem Augenblick, wenn sie sich einem geschickt aus dem Blickfeld entzogen haben.

    Oder haben sich die schlimmsten Befürchtungen nur hinter der Hoffnung auf ein Wunder versteckt?


    LaWe

    Donnerstag, 22. Dezember 2005

    Kampf der Ziele

    Der Feierabend ist die Zeit für die Familientreffs. Wer am Morgen ausschwärmte, ist froh, am Abend wieder in der warmen Wohnung zu sein.

    Nach getaner Arbeit widmet sich jeder seinen Interessen, macht nur noch die Dinge, die Spaß machen, denkt bevorzugt nur noch über entspannendes und erfreuliches nach.

    Und dennoch, die Arbeit lauert überall, auch zu Haus. Die diese Art Arbeit ist nur zu sehen, wenn sie nicht gemacht wurde, wie z.B. die Hausarbeit, Zimmerpflanzenpflege oder die Erziehungsarbeit.

    Beide Tätigkeiten liegen sehr eng beieinander, denn in beiden Fällen habe ich es mit heranwachsenden Sprößlingen zu tun. Während ich für das Wachstum der Zimmerpflanze die Sprößlinge mit Wasser begieße, muß ich meinen Ableger, den Sprößling, mit Weisheiten berieseln, die ihn ins Leben führen.

    Für meinen Sprößling sind die Lebensweisheiten nur langweilig und er läßt sie geduldig an sich abrieseln. Aalglatt die Haut und das Gehirn durchlässig wie ein Sieb, da bleibt ohne Taktik kein Tropfen Weisheit an meinem Sprößling hängen.

    Aber auch der Sprößling hat Wünsche und die müssen an die Mutter gebracht werden. Seine langjährige Erfahrung - wie wickel ich eine Mutter um den Finger - hilft ihn dabei, in einer Gesprächslücke den Wünsch zu plazieren.

    Ich bin clever und lasse mich darauf ein und gehe im Zuhören in Vorleistung. Dann kann er mir später meiner "Brause voll Lebensweisheit" nicht entweichen. Gelangweilt warte ich auf die nächste Gesprächlücke und halte im Kopf an die Lebensweisheiten fest, damit ich sie für die nächste Berieselung nicht vergesse.

    So springt das Pendel der Gesprächsführung zwischen uns hin und her, mein Sprößling, wie auch ich, jeder von uns hat nur einen Gedanken im Kopf: "Wie kann ich meine Interssen bei dem anderen so perfet platzieren, dass sie auch von den anderen gehört werden und hängen bleiben?"

    Während mein Sprößling mit Vorliebe an seinem Lieblingsthema herumnagt, schalte ich meine Ohren auf Duchgang, denn ich will ja meine Rede nicht vergessen.

    Und dann, endlich ist es so weit, meinem Sprößling ist grade mal der Text ausgegangen - Pech gehabt - jetzt bin ich am Zug und nehme ohne Zeitverzug und resolut die bereitgestellte Kanne mit Lebensweisheit in die Hand und beriesele meinem Sprößling ausgiebig, aber nicht zu viel, damit nicht wieder alles ungenutzt abläuft.

    Das erste mal sind wir an diesem Abend auf einer Gesprächsebene.
    "Ich werde nicht zu viel erzählen, sonst überschütte ich dich"
    Mein Sprößling antwortet: "Ja, wenn einer zu viel redet, ist es, als würde man auf ein fertiges Bild zu viel malen und es ist nichts megr zu erkennen."

    Eine kluge Weisheit, die ich von meinem Sprößling gehörte und wieder mal hab ich von ihm gelernt.

    LaWe

    Hoffnungsschimmer am Firmament

    Die Schlagzeilen der Medien sind meist negativ

    "Ist dies und das noch zu retten?" oder sie sich verdeckt negativ
    "200 Arbeitsplätze gerettet - und im Kleingedruckten kann man nachlesen - Wenn wir nicht 2000 Mitarbeiter entlassen hätten und unsere Produktion nach Polen verlegt hätten, dann wäre die Firma ganz den Bach runter gegangen"

    Das sind die Nachrichten, die mich aus dem Schlaf reißen und gleichzeitig daran hindern, am Morgen überhaupt aus den Federn zu steigen.

    Und es kostet jeden Tag ein bißchen mehr Kraft, dem nachfolgenden negativen GedankenDruck: "Wofür soll ich noch aufstehen? Das hat sowieso keinen Zweck mehr, warum soll ich mich überhaupt noch anstrengen?" nicht nachzugeben.

    Aber heut früh rüttelte mich eine positive Nachricht wach "Immer mehr Länder prüfen die Anträge der EnergieKonzerne auf Preiserhöhungen und immer mehr Länder lehnen die Preiserhöhungspolitik der EnergieKonzerne ab!"

    Endlich, endlich, endlich nimmt, auch wenn nur zagthaft, aber doch an wichtiger Stelle, die Politik das Ruder wieder in die Hand.

    Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk, wes sie Politik ihren Bürgern machen kann und bringt sogar mich noch in letzter Sekunde Weihnachtsstimmung.

    LaWe

    Mittwoch, 21. Dezember 2005

    Stimmungsladen

    Stimmungen transportieren Gefühle und Emotionen jeglich Art. Wie in einem Kaufmannsladen liegen die zahlreichen Stimmungen in den Reaglen und ich muß mich nur bedienen.
    1. heut nehm ich mir mal was zum lachen mit
    2. oder morgen werde ich mir etwas zum heulen aussuchen
    3. und wie wäre es in der nächste Woche mit glücklich sein?
    4. zur Abwechslung, damit es nicht zu langweilig wird, auch mal was zum fürchten
    5. und zur Steigerung gibt es etwas zum gruseln
    Ach, wenn das so einfach wäre mit den Stimmungen, dann würde ich jetzt in den Kaufmannsladen gehen und mir eine große Tüte Weihnachtsstimmung abpacken lassen müssen. Dann ginge ich konform mit der Zeit der Tannenbäume, den Weihnachtsmännern und dem Glockengeläut, das in weinigen Tagen zu hören sein wird.

    Aber diesen StimmungsLaden suche ich ebenso wie der kleine Muck, der den Kaufmann suchte, der das Glück zu verkaufen hat. Und wie der kleine Muck werde ich die weihnachtsliche Stimmung nicht dort finden, wo ich glaube, sie zu finden.
    Die Weihnachtsstimmung schleift sich wie fast jedes Jahr schon in Frühherbst ab, dann wenn der Handel die Lebkuchen und Weihnachtsmänner in die Regale stellt. Die ersten kleinen VorBoten sollen "Lust" auf Weihnachten machen und nehmen mir mit ihrem frühzeitigen Geläut die richtige Stimmung.

    So werde ich auf die Stimmung und wie auf die Geschenke noch warten müssen und mit beiden ist erst am heiligen Abend zu rechnen

    LaWe

    Dienstag, 20. Dezember 2005

    Über Reaktionen

    Nach ein paar Stunden einer bedrückenden Aufregung zeigten meine ersten klaren Gedanken die Ursache zum spontan vegitativen Zusammenbruch meines Sohnes in der Schule.

    Es war nicht der Leistungsdruck, der ihn sponatn so in die Knie gehen lies. Das paßte irgendwie nicht in das Bild der vorhergehenden Ereignisse, sie waren auch nicht ohne Leistungsdruck.

    Er reagiert auf eine seiner Lehrerinnen allergisch, wie auch sie auf meinen Sohn allergisch reagiert. Jeder reagiert auf den anderen, wenn sie einander begegnen, mit Überreaktionen

    Die Lehrerin erteilte meinem Sohn in einem Atemzug 3 mal eine Sechs für nicht gemachte Hausaufgaben. 6 , 6 , 6 so steht es im Klassenbuch, gefolgt von weiteren Sechsen. Das ist ein Turm, den nur ein Bestschüler wegstecken und ausbügeln kann. Aber nicht ein Schüler, auf den die Lehrerin sauer und überreagiert.


    Lehrer sind auch nur Menschen- und das meine ich jetz nicht abwertend - sie unterliegen auch ihrer organischen Chemie, die auf den einen Schüler süß und auf den anderen Schüler sauer reagiert.

    Das geht den Leuten so wie den Leuten - wenn die Chemie nicht stimmt, dann kann es knallen, puffen und stinken.

    Ein Schüler hat in so einer Situation immer die schlechteren Karten, weil die sauren Reaktionen des Lehrers immer im Klassenbuch ihren Niederschlag finden.

    Und das sind mitunter DIE Zensuren, mit dem ein jugendlicher ins Berufsleben starten muß, wenn die Eltern ihr Kind nicht aus dem Reagenzglas - spricht aus der Klasse - zieht.


    LaWe


    Nachtrag:
    Ein Gespräch mit der Schulleitung ergab, mein Sohn wird in eine andere Klasse versetzt, damit es nicht wieder zu einer unangenehmen Eskalation zwischen Lehrer und Schüler kommen kann.

    Guten Morgen liebe Sorgen

    Die Melodie summt wie ein Ohrwurm in meinem Kopf. Was von Van der Lippe ein kleiner musikalischer Spaß gedacht war, ist an so manch Tag für mich ein rätselhafter Alltag.

    Für jedes Handeln gibt es eine ganze Reihe von Motivationen.

    Einige Motive sind bekannt . Andere werden geheimgehalten, damit niemand dahintersteigt, welch wahres Ziel das Handlen verfolgt.

    Und wieder andere Motive sind nicht bewußt, aber beherrschen ebenso das Handeln, wie die anderen Motive. In solchen Fällen helfen weder Zureden, Ar...tritte oder Androhung von irgewelchen Strafen oder gar Liebesentzug. Die Reaktionen darauf werden immer Versprechen sein, die sich später als Lippenbekenntnisse entlarven.

    Die unbewußten Motive des Handles liegen für jeden außerhalb der Kontrolle.


    Und genau vor so einem unkrotrollierbaren Motiv stehe ich jetzt. Nein, nicht bei mir. Meine versteckten Motive hab ich mit den Jahren schon aufgestöbert, mich mit ihnen vertraut gemacht und mit ihnen ausgesöhnt - sie gehorchen mir jetzt.

    Bei meinem Sohn wirken solch für mich noch ungekannten StörMechanismen, die in sein Handeln und in seine Spontanentscheidungen hineinwirken. Nur mit ihm gemeinsam kann ich die verdeckten Motive seines Handels aufstöbern und kontrollieren lernen.

    Ich stehe vor der Frage, wie ich ihm das Kontrollieren der störenden Motive beibringen kann. Aber ohne seine Mitwirkung wird es schwierig sein.

    Das heißt, ich stehe erst einmal vor der Frage, wie ich die Mitwirkung gewinnen kann.



    LaWe

    Umbauten

    Endlich, nach tagelangen herumprobieren hab ich jetzt mein Layout gefunden.

    Kaum zu glauben, dass das Erscheinungsbild des Blog für mich so wichtig ist. Wenn es mir nicht gefällt, dann komme ich kaum zum schreiben, finde keine Ruhe und suche wie zwanghaft nach neune Gestaltungsmöglichkeiten und treibe dabei immer mehr vom bloggen ab.

    Parallel zu diesem Blog lasse ich den 20six-Blog weiter laufen. Die Tränen, die aus den verlassenen Blog fließen wollen kein Ende nehmen. Es ist irgendwie eine Gemeinschaft zerstört worden.

    Auch meine Suche bei anderen BlogServern brachte mit Ausnahme von BlogHof.net wenig Ergebnisse.

    Jetzt hab ich mir meinen Schlaf verdient und husche ab ins Körbchen



    LaWe

    Montag, 19. Dezember 2005

    aufreibende Übergabe

    An den Augen der Besitzerin kann ich ablesen, wenn ich auf so eine Front treffe.

    Mit den unterschiedliche Arbeits- und Herangehensweisen stoßen auch die unterschiedlichsten Auffassungen aufeinander.

    Wehe dem, der sich grade in der Vermittlerposition zwischen den unterschiedlichen Auffassungen befindet oder dem, der sich einer unpolulären Auffassunge nähert, der bekommt schon den ersten Stromschlag des Besitzers des gegenüberliegende Prinzips zu spüren.

    Die Ahungslosen, die Scheuen oder solche, die sich nicht trauen, sich ebenso absolut zu positioenieren, wie es die Prinzipiellen tun, sie laufen mitunter in diese Fronten und werden von den Stromschlägen getroffen.


    Während die Prinzipiellen auf ihre Position bestehen, an ihren Standpunkt festhalten, schwimmen die Vermittler zwischen ihren Fronten und suchen nach unsichtbaren Gleichnissen zwischen den unterschiedlichen Auffassung um alle auf einen Nenner zu bekommen.
    LaWe

    In den Wind geschrieben

    hat Tränen aus dem Haus getrieben

    alles muss raus

    Test
    Test und das war es auch schon
    Lange-Weile - 16. Aug, 14:56
    vermüllt bis zum...
    Als braver Bürger trenne ich den Müll sorgsam, so wie...
    Lange-Weile - 20. Aug, 13:27
    Nostalgische Erinnerung
    Als ich Federhalter, Feder sowie das kleine Tintenfass...
    Lange-Weile - 14. Aug, 14:25
    Für alle Sushi Friends
    Beeindruckender Film, auf jeden Fall sehenswert. Hat...
    sushi-friends - 11. Apr, 14:40
    Hallo Lo.
    ..ja ich denke, er hätte sich gefreut, auch wenn mein...
    Lange-Weile - 20. Aug, 08:50

    Das Neuste von

    Hallo ;-)

    meine Randbemerkungen

    Achja...
    das wusste ich gar nicht. Diese Art feinsinnigen Humor...
    abendGLUECK - 5. Mai, 09:48
    wie makaber ;-) Bei...
    wie makaber ;-) Bei uns wurde es ähnlich, aber anders...
    abendGLUECK - 4. Mai, 08:13
    Gegenmittel
    Hallo Bo., gestern las ich über eine amerikanische...
    abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

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