Montag, 4. Dezember 2006

Nach der Glühwein-Sause.....

Die Weihnachtsbudenbesitzer meiner Stadt schließen ihre Tore so gegen 20 Uhr. Danach verpieseln sich die letzten Schlachtenbummler des Marktes. Artig warten sie an den Haltestellen auf ihre Linie, die sie in ihre Stadtviertel bringen.

Für manchen ist die Glühweinsause hart, wirklich hart. Dann kostet es nicht nur Kraft, die Einkaufbeutel nach Haus zu schaffen, sondern auch die Beine, die im sich GlühweinRausch kaum auf den Füßen halten können.

Es ist schon 21 Uhr und ich bin erst auf den Weg nach Haus. Nur noch ein Umsteiger von eine Bahn in die andere und dann hab ich es geschafft - Feierabend. Meine Anschlußbahn fährt in 10 Minuten,ich stehe in der wartenden Masse und schau mir das Treiben der Leute um mich herum an. Von fast jeder Seite weht eine seichte Fahne von süßlichen Glühwein um meine Nase. Andere haben ihre Nasen so tief in den Becher gesteckt, das ihre Nasen ebenfalls glühen.

Zwei "schwere" Jungs halten sich an einem Pfeiler der Haltestelle fest. Ihre Gelenke scheinen aus Gummi, denn sie knicken von Zeit zur Zeit weg. Doch sie halten sich mit der Kraft ihrer schmächtigen Arme entschlossen am Pfeiler fest. Der Kleinere von den beiden ist betört von den Größeren und er himmelt ihn wie eine Wiederholungsschleife "Du bist ein richtiger Kumpel" an, während der Angehimmelte seine Einkaufstüte, die schwer nach unten zieht, fest un seiner Hand hält.

In der vorgefahrene Straßenbahn erreichen die Trunkenbolde, trotz gestörter Koordination, die Sitzplätze gleich neben der Tür. Mit der letzten Konzentration, die ihr vernebelter Geist noch aufbringen kann, lassen sie sich - alá Marlene Jaschke - auf die Sitzpläze nieder. Der Kleinere nimmt gleich wieder seinen himmlischen Gesang auf und sabbert die Einkauftüte mit seinen glasigen Augen an: "Du bist ja ein richtiger Kumpel".

Nach ein paar Haltestellen arbeiten die beiden Trunkenbolde sich schwankend von ihren Plätzen und schieben sich - gegenseitig stützend - Richtung Ausgangstür.

Die Bahn hält, die Türen öffnen sich und die frische Luft weht wie eine starke Brise den beiden um ihre glühenden Köpfe. Das kann so starke Männer, wie beiden, nicht umhaunen und tapfer treten sich auf den Bahnteig. Doch gegenseitig eingegehackt? Sieht das nicht zu weibisch aus? Sie lösen sich von einander und während der Größere die Kurve nach rechts auf den Bahnsteig nachtlos hinbekommt, fällt der Kleinere auf dem blanken Bahnsteig der Länge nach hin. So, als wäre das das normalste der Welt, er macht es sich gemütlich. Mit angezogenen Beinen schiebt er sich seine Hände sanft unter den Kopf und macht den Eindruck eines friedlich schlafenden Kindes.

Nach ein paar schwankenden Schritten merkt der andere erst, das sein zweiter Mann sich nach der harten NIederlage schon mal aufs Ohr gelegt hat.

Und jetzt beweist er sich als wahrer Kumpel. Vorsichtig stellt er seinen Einkaufbeutel auf den harten Boden ab, läuft zu seinem Saufbruder und reist ihn aus seinen Glühweinrausch, in den er sich grade sanft abgleiten lassen wollte.

Doch dann rauscht die Bahn mit mir weiter und bringt mich heim.

Die beiden - wie sie wohl den Abend beenden werden?

Vielleicht enthielt der Einkaufbeutel noch genügend Nachschub für den nächsten DauerRausch....

Freitag, 1. Dezember 2006

verlorene Väter..

Vollgestopfte Wochentage lassen meine Haushaltsarbeiten schleifen und wenn wieder die Zeit der Besinnung kommt, sehe ich, was sich im Laufe der Woche wieder mal eingeschliffen hat. Klamöttchen hier, Zeitschriften da und der Dauerbrenner "Mach ich morgen" stapelt die abgelegten und zwischengelagerten Sachen zu einem Turm, der sich nur noch mit Mühe überschauen läßt.

So teile ich die Zeit der Besinnung in aktive und passive Besinnung ein. Doch aus Erfahrung weiß ich, stürze ich mich nicht sofort auf die aktive Besinnung wie ein Tiger, läuft der Turm Gefahr, um einen weiteren Wochensatz in den Himmel zu wachsen.

Das Zimmer meines Frischlings von 17 Lenzen würde ich - kreativ gedacht - als eine TropfsteinHöhle bezeichnen. in der die kleinen Türme von unten nach oben und in hoher Dichte wachsen. Ich selbst ziehe es vor, das Zimmer nicht zu betreten. Obwohl ich klein von Wuchs und schmal im Umfang laufe ich Gefahr. mir an drei Türmen gleichzeitig die Nase zu stoßen. Deshalb überlasse ich meiner Stimme den Vortritt Doch auch sie verfängt sich ungehört im Echo der Türme und in der einzigen Laufrille des Ohrwurms meines Sohnes "Mach ich morgen". Das Mantra lullt mein Sohn täglich neu ein und legt ihn sanft wieder auf sein Ruhekissen, dass kaum noch Platz in der Tropfsteinhöhle hat. Meine Sohn fehlt entweder ein Druck, der ihm auch noch im Nacken steht, wenn ich nicht vor Ort bin (Mutter ais Schreckgespenst?) oder ein männliches Vorbild, an dem er sich orientieren kann.

verlorene-vaeterHeut früh stürzte ich mich gleich wie ein Tiger auf die Türme, die im Laufe der Woche wie der Blitz in die Höhe schossen. Beim Staubwischen fiel mir nach langer Zeit ein kleines Schälchen in die Hände, in der alles landet, was ich nicht richtig zuordnen kann. Ein Gefäß für kleines Sammelsorium sozusagen.

Heut hielt ich inne und schaue mir an, was ich darin abgelegt hatte. Unter anderem Kram fand ich zwei alte Paßbilder Eins ist ein Negativ und eins ist noch in Schwarz-Weiß und aus alten Zeiten. Darauf sind die zwei Väter meiner zwei Söhne. Warum warf ich die Bilder nie weg oder legte sie ins symbolische Familienalbum ? Die Paßbilder der Väter schwirren schon seit Jahren in alten Gefäßen für Sammelsorium, so als seinen die Gefäße auch Urnen, in der ich die Asche meiner (verflossenen) Lieben aufbewahre.
  • Vater im Negativ
Es gibt ihn noch und er lebt in der Nähe seiner abgesplitterten Familie. Kurz nach unserer dramatischen Trennung - nach 8 Jahren einer gescheitereten Ehe - nahm der Vater einen damals von mir so nebenher ausgesprochene Satz zum Vorwand für mich und als Anlaß und Rechtfertigung für sich und verschanzte seine Präsenz als Vater für immer hinter der beleidigten Leberwurst und damit aus der Verantwortung gegenüber seinen Kindern. Sein Besitzergeist befahl ihn "Wenn mir die Kinder nicht ganz gehören, dann will ich sie gar nicht" Bevor ich diese Botschaft erkannte, zermürbte mein schlechtes Gewissen mein Leben mit dem Selbstvorwurf "du hast dem Vater die Kinder entzogen"

Während unsere Tochter an ihrer jungen Familie bastelt und schon die erweiterte Verwundbarkeit - die man als Mutter erleben kann - erfahren hat, zog sich unser Sohn unbermerkt in eine suizid gefährdete Deperession zurück. An einem kritischen Punkt in seinem Leben gipfelte die Depression in einen Suizit. Der Körper überlebte den Suizid, seine junge Seele jedoch war schon verbrannt. Jetzt lebt unser Sohn verkracht mit Gott und der Welt zurück gezogen. Nur die Tatsache, dass keine Todesmeldung von unserem Sohn bei mir eintrifft. sagt mir. dass mein Sohn noch lebt und mir bleibt die Hoffnung, dass die Seele meine Sohnes wie Phönix aus der Asche wieder an meiner Haustür klingelt.

Als sein Vater vom Suizid seines Sohnes erfuhr, sagte er nur "Er ist ja noch kaputter im Kopf als ich" und sprach damit seine eigene unverarbeitete Enttäuschung über seinen Vater aus, der in den Nachkriegsjahren seine Famile mit sechs Geschwistern für immer verlies.
  • Vater in SchwarzWeiß.
Neue Liebe, neues Glück, doch die Liebe als Glück reichte ihm nicht. Er wollte mehr Glück erfahren, er wollte das Glück als Dauerbrenner. So zog er als Hans im Glück ins Leben und eines Tages hielt er eine Flasche mit dem Teufel so fest in der Hand, dass niemand ihm aus seinen Händen reißen konnte. Der Teufel in der Flasche versprach ihm das Dauerglück und er belohnte ihn mit jeden tiefen Zug aus der Flasche mit einer GLückseeligkeit, die kein Erdenmensch ihm hätte geben können.

Der Vater in SchwarzWeiß schloß gegen jedes Aufbegehren aus seiner Umwelt einen unwiderruflichen Pakt mit dem Teufel und der zog ihn nach seiner BlutUnterschrift mit jedem Schluck tief und tiefer in seine Hölle. Statt der erhofften und versprochene Glückseeligkeit litt der Vater in Schwarz-Weiß fortan nur noch Höllenqualen.

Wer auf diese Weise vom Teufel in die Zange genommen wird, dem erscheint der Tod dann eines Tages lebenswerter als das Leben selbst. Bestürzt stand ich dann an seinem Grab. Was das Leben im nicht geben konnte, fand er dort, wo immer das Dort auch sein mag. Und Dort liegt er nun schon 7 Jahre lang neben seinem Vater- der seinen Pakt mit dem Teufel auch mit dem Leben bezahlte - in Ruhe, Frieden und unendlicher Glückseeligkeit, die bei uns Lebenden jedoch nur eine tiefe Traurigkeit erzeugt.

Ja und sein Sohn - unser Sohn?

Sein Geist treibt noch im All der Träume und ich weiß nicht wirklich, ob er bereit ist, sich auf der rauhen Erde niederzulassen.

Hinterliessen die verlorenen Väter ihren Söhnen als Erbe tiefe Spuren, so tiefe Spuren, dass sie die Spuren als Laufspur für ihr eigenes Leben nahmen bzw. nehmen werden ?


LaWe

Mittwoch, 29. November 2006

Wieder frei für den Neuanfang

Zwei Jahre war ich nicht mehr an dem Ort. Als ich das letzt mal noch dort stand, fühlte ich mich von einer Sekunde zur anderen bis ins Mark erschüttert. Es sah kein zurück mehr für mich. Nur noch aushalten - die letzten Stunden - die letzten Minuten. Der Boden unter meinen Füßen war damals so erschüttert, das ich nie wieder ein Bein darauf aufsetzten wollte.

Damals brach für mich schmerzvoll eine Welt zusammen, von der ich bis heut noch nicht weiß, ob es nur meine Welt war, die einstürzte.

Die letzten Stunden wurden zum Marathon, denn die Stresshormone hatten meinen Körper und Geist in der Zeit überflutet. Um sie wieder los zu werden, brauchte ich mehr als 12 Monate. Später dann, künstlich, ja künstlich hätte ich die Enttäuschung noch wütend in die Luft halten können, die Wut, die mich damals so sehr in ihre Zange nahm.

Doch dann tat ich etwas für mich. Ich riß mir die Wut aus dem Bauch, die sich nur noch in ihrem Widerhall halten konnte. Ans Tageslicht gezerrt, zappelte sie noch ganz schwach bis sie ganz verrauchte, wie ein Feuer im Wind erlosch.

Gestern kehrte ich wieder zurück . Der Ort hatte seinen Schrecken für mich verloren. Das Licht ist wieder hell, der Boden fest unter meinen ebenso festen Schritten. Nur meine Kondition hat nachgelassen, doch ich stehe wieder fest auf der Matte neben oder vor mir mein Trainer und wie damals war ich ihm zu zappelig, zu fest, zu ruckig oder auch mal zu sehr ein Durchreißer.

Doch die Arbeit auf der Matte macht Spaß und das Training mit dem Trainingspartner ein spaßiges Erlebnis.....wie konnte ich nur solange ohne sie auskommen...

LaWe

Dienstag, 28. November 2006

Wie sage ich es meinem Kinde...?

Wie die Großen stürmen die Kleinen – ach was schreibe ich, die ganz Kleinen – die Sporthalle. Sie wollen Sport – sie wollen Bewegung. Grade mal 3Käse hoch, doch die ihre Motivation reicht für einen Riesen. Ein Hallenwart hält die Sporthalle sauber und in Ordnung, damit jedes Training auch sauber über die Bühne geht.

Ein freundlicher Hallenwart ist Einzelkämpfer in der Sporthalle und so freut er sich schon, wenn die Trainer um die Ecke kommen. Das bringt Gespräche und Abwechslung in seinen Tag.

Auf meine Gewohnheiten hat er sich schon eingestellt. Die Eingangstür wird schon geöffnet, wenn er mich um die Ecke kommen sieht. Und die Tür mit dem Mädchensymbol drauf ist ebenfalls schon weit geöffnet. Aus Erfahrung weiß er, ich trinke zum Frühstück mehr als eine Tasse Kaffee.

So kann ich gleich ungehindert in die Sporthalle und wie jeden Dienstag und Donnerstag kommt er mir mit freundlichen Augen entgegen. Seine Augen leuchten, wenn ihm mit der Begrüßung gleich mit einem Lobgesang ein hüllte, denn in der Halle sind schon ein paar Aufbauten für das Training zu sehen. Er strahlt mich an und vor dem Leuchten ist heut ein rosa Schleier über seiner Augäpfel gezogen.

Mit schwebenden Schritten folgt der Hallenwärter später. Er will mir helfen, die Aufbauten zu vervollständigen. Die Kinder sollen heut sehr viel hüpfen und balancieren. Dazu brauche ich weitere Matten und Hocker. Gemeinsam tragen wie die Sportgeräte in die Halle und er erzählt mir etwas im Vertrauen. Damit es nicht durch die Halle schallt, kommt er ganz nah an mich ran.

Mit wehend bläulicher Fahne, die mir um die Nase fächelt, singt er mir ein Klagelied vor. Die eine Erzieherin, die hat ihn geärgert. „Was ist denn passiert“ frage ich ihn, denn ich merke, sein Ego schwimmt im Selbstmitleid.
„Dabei hab ich doch nur die Kinder in die Halle gelassen. Sie sollten draußen nicht frieren“ Naja -Frost ist heut doch noch nicht, ganz im Gegenteil – die Sonne lacht heut vom Himmel, als würde die Frühling einziehen.

„Wo war denn die Erzieherin“ frage ich nach. „Na, die war noch nicht da“ Ich erinnere mich, die Erzieherin hatte Nachzügler, die mussten erst an die Gruppe angeschlossen werden, bevor es in die Halle ging. Ich erklärte dem Hallenwärter die Regeln, die sich aus ihrer Aufsichtspflicht ableiten. Etwas enttäuscht zieht er Leine und zur nächsten Trainerin und nach ein paar Worten im Vertrauen zu ihr, zieht er zur nächsten Erzieherin, mit der er auch noch ein paar Worte im Vertrauen wechselt.

Doch zufriedener scheint er nach den vertrauensvollen Worten nicht und seine Stimmung von Selbstmitleid wechselt auf reuevolles Wehklagen.

Das Training ist im Fluss, die Kinder springen, hopsen und laufen um die Wette. Der Hallenlärm schwillt an und doch entgeht mir das Telefonat, das der Hallenwärter im Nebenraum führt, nicht und ich schnappe Wortfetzen auch „Ich wollte mich .......entschuldigen. Ich glaube ich .......gestern unhöflich zu Ihnen“ Naja, daraus kann ich mir den Reim singen, denn mit den reuevollen Anrufen sucht er jetzt nach einer gute Chance, das jemand sein Taschentuch vorkramt und seine Tränen wischt.

Das Training ist beendet. Hilfsbreit und mit vorsichtig schwebenden Schritten ist er gleich zur Stelle. Er hilft mir, wo er kann. Die Zeit heilt alle Wunden, sagt der Volksmund. Doch die Zeit von 50 Minuten hat für seine Wundheilung, die die Erzieherin in seine alkoholisierte Seele geschlagen hat, nicht gereicht.

Während wir die Aufbauten für das Training gemeinsam in den Geräteraum tragen, stimmt er noch einmal sein Klagelied an. „Dabei hab ich es doch nur gut gemeint, sie sollten doch nicht frieren“ Ich erkläre ihm noch einmal die Regel, die eine aufsichtspflichtige Person aufstellen muss, damit sie ihre Pflicht auch nachkommen kann.
„Aber - Ich hab es ihr aber gezeigt“ antwortet er mir, so als hätte er mir gar nicht zugehört. „Ich hab ihr gesagt, die soll ihre Straßenschuhe ausziehen. Damit darf sie nicht in die Hallen“ gesteht er mir erleichtert seinen kleinen Rachefeldzug.

Wie sage ich es meinem Kinde? Dass der Mann ein heimlicher Trinker ist, ahnte ich nicht. Ich kenne ihn aus anderen Hallen. Doch dort war er in einem Team und nicht wie in dieser Halle der Alleinherrscher. Die Kontrolle der Kollegen ist weg.

„Junge, Junge. Lass die Flasche zu Haus, sonst bist du bald für immer zu Haus“ muss ich ihm an nächsten Donnerstag sagen.

Doch warum fällt mir so schwer, ihm direkt und unverblümt die Wahrheit ins Gesicht zu sagen?

Vielleicht, weil er nach Lobgesängen süchtig ist und ich ihn nicht enttäuschen will ?????
LaWe

Montag, 27. November 2006

Entscheidungsqualen

So,als müßte es so kommen, bringen mich kleine unbedeutende Entscheidungen an den Punkt, den ich als Entscheidungsitauation bezeichne. Dieser entscheidende Moment ist wieder eingetreten und er unmißverständlich sagt mir:
  • So geht es nicht!!!!
  • So geht es nicht weiter !!!!!
Damit schließt sich die Frage für mich an:
    Was geht für mich nicht?
Darüber zerbreche ich mir schon mehr als 48 Stunden den Kopf.
  • Ich kann meinen kleinen Freiraumn nicht aufgeben. Er ist für meine Regeneration wichtig
  • Ich kann mich nicht für andere verantwortlichen fühlen. Das stresst mich und raubt mir Energie
  • Ich kann mich nicht zerreißen, nur, weil ich niemand enttäuschen will.
Doch die Feststellung bringt mich nicht weiter, denn ich muß demnächst herausfinden, was ich unbedingt abstellen sollte?
    Was geht für mich nicht weiter?
  • mich unter Zeitdruck setzen
  • mich unter Druck setzen lassen
  • mich im Alltag aus den Augen verlieren
  • mich verzetteln
Das sind die Themen, um die sich mein Geist während der letzten Tage drehten. Dabei wedelten meine Gedanken mit den Entscheidungsvarianten wie ein Pfahl im Wind hin und her. Alternativen zogen wie Bäume am Straßenrand an mir vorbei, bis mein Blick an einer oder anderen möglichen Alternative haften blieb. Will ich mich ihnen nähern, mit Ihnen sympatisieren, dann stellen sich einige Zweifel zwischen mir und der Möglichkeit.

Die Zweifel haben, wenn ich genau hinschaue, nur eine einzige Ursache. Es sind die Menschen, die von meiner Entscheidung betroffen sind......

was wächst .....

LaWe

Sonntag, 26. November 2006

meine Bedürfnisse

Das Thema "meine Bedürfnisse" ist schwer zu beherrschen. Es ist glitschig-rutschig und schnell lande ich im seichten Sumpf der Selbstbedauerung.

DemontgeDeshalb hier und an dieser Stelle - es gibt z.Zt. kein Bedürfnis, das sich in meinen Alltag nagt, bzw. mir im Stundentakt meldet - ich bin unbefriedigt. Mit den Jahren hab ich gelernt, sie im Zaum zu halten, denn die meisten von ihnen hätten mir eh keinen Nutzen gebracht.

Doch irgend ein unterschwelliges Bedürfnis nach Veränderung nagt an mir. Denn ich baue fast meinen täglich meinen Blog um, sei es in der Farbgebung, oder BIld oder im gesamten Layout.

Damals, als es noch keinen PCs hab, tat ich dies mit meinen Möbeln. So war der Vormittag mit Möbelrücken - zum Leidwesen meiner Familie - schon mal ausgiebig damit ausgelastet.

Ich hoffe, ich komme bald hinter die Schliche meiner verborgenen Bedürfnisse...
LaWe

Samstag, 25. November 2006

"Höööör mir doch mal zu...!!!"

Das tägliche Leben zu meistern ist mit einer tägliche Reise mit Pferd und Karren durch das eigene Leben vergleichbar.

Mal läuft die Fahrt fast störungsfrei und es bleibt zum zurück lehnen etwas Zeit. Doch dann kommt es danz dick und die Hindernisse scheinen nicht abzureißen. Ich spring in dem Fall spontan aus meiner ruhigen Kugel wieder in meine Püschen und ziehe die Seile straff die im Wind flattern, drohen abzureißen und mich abzuhängen.

Oft fuhr der mein "Karren" in eine ganz andere Richtung, als ich wollte. Da half kein Schreien, kein Zurren am Seil, die eingeschlagene Richtung lies sich trotz Verbissenheit nicht ändern. Dabei zerrte das Leben zwar nicht mehr an dem Seil sondern an meinen Nerven, die dann für mein Umfeld alles andere als eine Freude waren.

Doch jetzt hab ich gelernt und akzeptiert, das das Leben seine eigenen Wege einschlägt und bestimmt. Ich kann die äußeren Umstände nicht ändern, ich kann sie nur akzeptieren, um mich auf die äußeren Umstände besser einstellen. Seit dem läuft mein Leben wieder geschmeirt und stressfreier, weil ich mein hausgemachtes Nervenzerren auf ein Minimum herunter fuhr.

Doch das war für mich ein lange Weg und ich kann die Beulen gar nicht zählen, ich mir bis zu dieser Erkenntnis holte.

Zur Zeit bin ich nicht nur Zeugin sondern auch davon betroffen, wie sich jemand eine Beule nach der anderen holt,weil der Kopf einfach nicht durch die Wand will.

Dabei bekomme ich auch ein paar Verletzungen ab, weil die abgenervte Person im eigenen inneren Chaos kein Land mehr sieht. Sie ist nur noch auf die Seile fixiert, die sich im Leben sich nicht so spannen lassen, wie ihr Eigensinn es möchte. Das bringt nicht nur Stress und Beulen, das zieht auch aus dem eigen Schutzverhalten heraus Verletzungen der anderen Person nach sich.

Ich selbst bin dann mit dieser Person böse, weil sie mich zwingt, mich vor ihr zu schützen.

Der überraschende Angriff lies mir keine Wahl. Doch wenn Angriffe von Außen mich zwingen, diese Person zu verletzen, weil ich sie mir sonst nicht von Leib zu halten, dann bin ich ihr im Nachhinein böse und brauche lange um Abstand davon zu gewinnen.

Am Donnerstag kam er zu einer überraschenden Karambolge, die mich zwang, sofort auf diese Weise zu reagieren. Es flogen heftig die Fetzen "Hör mir mal zu..." "Nein, hör mir mal zu.." und jeder hielt seine Argumente die Hieb- und Stichfest. So zogen wir Wunde für Wunde durch die Haut des anderen und damit es nicht noch tiefer geht, zog ich mich aus dem Wortgefecht konsequent heraus.
Ziel der Auseinandersetzung war nicht Klarheit in das scheinbare Problem zu bringen, sondern das Abreagieren einer Tonnenladung von selbstorganisierten Frust.

Ich sagte schon vor Wochen:"Ändere deine Taktik - mit dem Kopf durch die Wand geht nicht" Doch wie so oft werden gut gemeinte Ratschläge in den Wind geschlagen. Ich erinnerte mich - ich wollte sie auch nicht - die gut gemeinten Ratschläge.

Meine schmerzvollen Erfahrungen brachten mich dann Stück für Stück auf den Sinn der alten guten Ratschläge.

Doch es ist für mich schwer - mit anzusehen - wenn sich jemand, den ich mag, den Kopf einrennt und seine Nerven so aufreibt, das er kaum noch ansprechtbar ist und nach wenigen Sekunden das PingPong-Spiel "Hör mir doch mal zu.." einleitet.

Was steht im Hintergrund von "Höör mir doch mal zu...!!!!!!" dass den anderen nicht zur Sprache kommen lassen soll?.

In meinem beschriebenen Fall die zwanghafte Kontrolle über einen Prozeß, der nicht kontrollierbar ist und das eigene schlechte Gewissen über einen sinnlosen Angriff, den man in tiefsten inneren schon in der Sekunde bedauerte, als man ihn gestartete.

Das was man dem Anderen verzweifelt ins Ohr brüllen möchte ist im Grunde eine Rechtfertigung vor sich Selbst...
LaWe

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

alles muss raus

Test
Test und das war es auch schon
Lange-Weile - 16. Aug, 14:56
vermüllt bis zum...
Als braver Bürger trenne ich den Müll sorgsam, so wie...
Lange-Weile - 20. Aug, 13:27
Nostalgische Erinnerung
Als ich Federhalter, Feder sowie das kleine Tintenfass...
Lange-Weile - 14. Aug, 14:25
Für alle Sushi Friends
Beeindruckender Film, auf jeden Fall sehenswert. Hat...
sushi-friends - 11. Apr, 14:40
Hallo Lo.
..ja ich denke, er hätte sich gefreut, auch wenn mein...
Lange-Weile - 20. Aug, 08:50

Das Neuste von

Hallo ;-)

meine Randbemerkungen

Achja...
das wusste ich gar nicht. Diese Art feinsinnigen Humor...
abendGLUECK - 5. Mai, 09:48
wie makaber ;-) Bei...
wie makaber ;-) Bei uns wurde es ähnlich, aber anders...
abendGLUECK - 4. Mai, 08:13
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Hallo Bo., gestern las ich über eine amerikanische...
abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

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