Mittwoch, 13. Dezember 2006

die Geister, die ich rief...

Nach 6 Jahren AikidoTraining und 2 Jahre Pause stehe ich jetzt wieder fast täglich auf der Matte und übe weiter die Hebel und Drehungen, suche nach den Vorwärtskommen in meinen Bewegungen, in meinem Fluss.

Mit der Trainingstunde stehen alle meine guten und auch schwierigen Geister mit auf der Matte.

Da ist zum Beispiel mein kleiner Held. Der hatte sich heut in die äußerste Ecke verkrochen und statt dessen den Feigling vorgeschoben. Der machte aus meinem Angriff eine Flucht. Mit gesenktem Haupt und Rückzug im Hintern giff ich meinen Trainingspartner an. Ich glaube, mein Trainingspartner mußte mich eher fangen, um halbwegs das üben können, was er aus seinen Verteidigungsregister zog...

Ja..nach 2 Jahren Pause stehe ich wieder am Anfang und lerne das Laufen wieder neu. Mein Ehrgeizlingzog sich verschämt in die Ecke zurück, als er merkte, er kann ohne tägliche Erfahrung auf der Matte nicht viel bekennnen.

Naja und mein Schlappschwanz wedelte nach 1 Stunde so kräftig mit seinen Schwanz, dass es mir fast die Füße vom Boden riss. "Hunger, Durst, ich mag nicht mehr, ich will nicht mehr" damit setzte er mich unter Druck. Nur mit Mühe konnte ich ihn in Schach halten und seinen Blick von der Uhr lösen, damit sein sehnen nach dem Ende der Veranstalung nicht die Konzentration nah.

Und nicht zuletzt hängte sich mein Hungerhacken auf der Matte fest. Mit einem Pfiff sauste er an mein Ohr vorbei. "Wo ist die süße Schokolde" hörte ich es in mir schnurren. Doch keine Schokolade weit und breit, nur gähnende Leere, in der Halle und im Magen.

Meine Ignoranz bestrafte der Hungerhacken mit einem Schwächeanfall, der mir die Beine wegziehen wollte um mich in ein schwarzes Loch zu zerren. Da hieß es für mich standhaft sein, denn an das schwarze Loch erinnerte ich mich noch aus alten Zeiten. Das passiert immer dann, wenn der Stoffwechsel auf Fettverbrennung umschaltet. Bevor der Körper die eiserne Reserven freigibt, gaukelt er einem absolute Schwäche vor "Ich kann nicht mehr" schrie es aus mir heraus. Doch nach 2 Minuten kam mein Stoffwechsel an die Reserven und brachte mich wieder auf Trap...
LaWe

Dienstag, 12. Dezember 2006

Alleinsein - Allein sein

Alleinsein kann ein Graus aber auch Erholung sein.

So kann die Wertigkeit des Alleinseins sich je nach Lebenssituation ändern.

Ich kenne Zeiten, da fühlte ich mich unter tausenden von Menschen allein und verlassen. Niemand sah mich, niemand sah mich an oder nahm mich wahr - so glaubte ich - . Ich glaube, ich war sogar davon überzeugt, dass mich niemand von den Menschen überhaupt sah.

Heut genieße ich es, allein zu sein.

Das ist der Moment,
  • der mich zu mir führt.
Das ist der Moment,
  • in dem ich mich erlebe
Das ist der Moment,
  • in dem ich transparent werde
Das ist der Moment,
  • in dem ich mich entfalte.
LaWe

Montag, 11. Dezember 2006

Entscheidungsituationen

Das sind die Momente, die ich lieber hinter mir liegen sehe. Doch kommen sie wie ein Kreuzung im Straßenverkehr von Zeit zu Zeit auf mich zu und ziwngen mich zu einer Entscheidung, in welche Richtung ich mein Leben weiter steuern muß.

Ein nagende Gefühl, das ich auch etwas zurück lassen muß, was mir liebt und teuer ist, ist eine Begleitmusik. das die ich mich mit den Jahren schon gewöhnt hab. Doch ein Verharren am Kreuzungspunkt ist noch schmerzhaftes, als das Nagen und der Zweifel "Hab ich die richtige Enscheidung getroffen?"

Doch was ist Richtig und was Falsch - darin liegt für mich nicht der alleinige Sinn der Entscheidung, sondern dass ich überhaupt die Kraft dazu auifbringe, sie zu treffen, auch wenn Sehnsüchte, die sich auf den anderen Wegen dann ins Nirvana verlaufen.

Nach Wochen in einer Entscheidungssituation fühle ich mich befreit vom Druck, den die Situation auf mich ausgeübt hat. Ich sehe wieder klarer und kann weiter sehen, als bisher.

Sicher, von meiner Entscheidung sind Menschen betroffen, die einen anderen Weg von mir erhofft oder auch erwartet haben. Darauf Rücksicht nehmen? Das tat ich früher, damals, als ich glaubte, ich wäre dafür verantwortlich, dass es den anderen gut geht. Doch mir ging es dabei schlecht.

Mit eine kleinen Portion Egoismus geht es nicht und ich muß in solchen Momenten an mich denken, dann läuft es auch mit den Entscheidungen.

Also in fühle mich heut befreit und wieder kraftvoll, nur weil ich die Entscheidung fällte, die schon überfällig war.
LaWe

Samstag, 9. Dezember 2006

Sie haben mein Handy gestohlen..

Für fast jeden gehört ein Handy zur Standardausstattung seiner Habseeligkeiten. Auch wenn das Handy ein vorerst stummer Geldfresser ist, so hofft doch jeder, dass der andere ihn angeruft und vielleicht tief in seine eigene Tasche greift.

Auf die Erreichbarkeit setzte ich auch und trage mein Handy fast ungenutzt in meiner Handtasche. Ins Seitenfach meiner Handtasche verschwindet mein kleines klappbares Handy und wartet darauf, dass er klingelt. Seit ein paar Tagen erst hab ich das kleine schicke Zusammenklappbare und deshalb wollte ich es mir in der Straßenbahn noch einmal ansehen und die Funktionen testen. Dabei bin geselle ich mich zu vielen Handybesitzern, denn fast jeder Zweite tackert auf seinen Handy.

Gewohnheitsgemäß will ich aus dem Seitenfach meiner Handtasche das Handy ziehen, doch greife ich ins Leere. Nichts da und sofort durchgrabe ich in die dunkle Tiefe meiner Handtasche. Nicht da und nichts da. Meine Körpertemperatut steigt spontan an und die Hitze wird mir gleich in den Kopf steigen.

"Das Handy ist weg" schießt es durch den Kopf. Die Lasche an der Seitentasche war vielleicht nicht verschlossen und jetzt hat jemand anderes mein Handy. Gedanklich gehe ich die letzten Schritte durch, nach dem ich das Handy zu Hausen noch in der Hand hielt um es ins gewohnheitsgemäß ins Seitenfach zu verstauen. Ich grabe noch einmal mein HandtaschenInneres durch und finde nichts nichts nichts nichts.

Ich vertreibe die aufkommende Panik und gehe davon aus, dass ich das Handy zu Haus dann wohl doch nicht mehr in die Tasche gesteckt hab. Diese Feststellung ist gewagt, doch ich will nicht aufgeregt aus meinen Latschen kippen, ich muß zu den Kleinen Dreijährigen und ein lustiges Training mit ihnen machen.

Nach dem Training stürme ich gleich nach Haus und durchsuche noch einmal ganz gründlich meine Handtasche, mit anderen Worten gesagt - ich kippe sie einfach aus. Nichts - nichts - nichts - nichts - mein kleines neues zusammenplappbares Handy bleibt verschwunden.

Jetzt ist es soweit, mein Herzschlag steigt an und doch ich mache noch einen Versuch und rufe mich selber über das Festnetz an. Der Rufton g eht raus und ich warte gespannt darauf, aus welcher Ecke der Klingelton wohl kommt. Das ausgehende Rufzeichen wiederholt sich, einmal, zweimal, dreimal und ich höre nichts aus meiner Handtasche oder sonst einer Ecke in meiner Wohnung. Jetzt bin ich mir sicher, mein Handy ist mir gestohlen worden.

Nach scheinbar endlosem Warten meldet sich eine harmlose weibliche Stimme auf der anderen Seite. Mein Stimme rast mir schon weit voraus und wirft der jungen Frau ihre kriminelles Vorgehen vor: "Sie haben mein Handy gestohlen"
"Nein" antwortet die Frau zurückweisend "habe ich nicht"
"Klar" sage ich "SIE haben mein Handy gestohlen.
Die Frau wehrt sich, ist klar, denke ich. Wer gibt schon gern zu, dass er ein Diebstahl begangen hat und deshalb werfe ich ihr noch einmal mit Nachdruck vor: "SIE haben mein Handy gestohlen. Ich rufe ja grad übers Festnetz meine Nummer an und sie sind jetzt ja dran" "Dann müssen sie sich verwählt haben" erhalte ich als Antwort auf meinen Vorwurf. "Faule Ausrede" denke ich mir und bezichtige sie noch einmal wegen Diebstahl meines Handys.

Doch sie will nicht klein beigeben und sagt ebenfalls mit Nachdruck: "Ich hab ihr Handy nicht gestohlen.Woher kommen sie denn?" sie lenkt mich ab. "Aus Rostock" antworte ich und bin mir nicht sicher, ob ich die Frage hätte überhaupt beantworten solllen, doch ich tat es. "Na sehen sie und bin in Osnabrück" "Das kann mir jeder erzählen" doch weiß ich nicht, wie ich die junge Frau noch länger am Apparat halten soll.

Nagut, ich gebe klein bei und biete ihr an, dass ich gewählte Nummer noch einmal überprüfen werde und beende das Gespräch mit Wehmut. Mein schönes neues Handy hat jetzt jemand fremdes in der Hand, das schmerzt.

Noch einmal wähle ich die Nummer meines Handys, aber diesmal mit mehr Konzentration und warte mit mit bangem Herzen. Nach der Funkstille geht der Ruf endlioch raus und dauf folgt noch ein Moment der Funkstille. In meiner Wohnung ist es totenstill und dann endlich höre ich das vetraute Rufsignal meines Handys aus dem Verborgenen. Mit meinen Ohren nehme ich die Peilung auf und bleibe an meinem Sportrucksack stehen. Wie die Handtasche kippe ich ihn ohne Zeitverzug aus und finde nichts nichts nichts.

Doch der Klingelton kommt ohne Zweifel aus meinem Rucksack, den ich ja nun schon auf den Kopf gestellt habe. Doch das Seitelteil hatte ich noch nicht inspitziert und grabe es nach meinem Handy ab. Ich werde nicht pfündig. Das Klingel ist dicht an meinen Ohren und ich fühle mich dabei, als spielte ich das Speil "Heiss- Warm -Kalt" Bin ich in der Nähe des gesuchten Gegenstandes rufen alle Mitspieler "Warm, warm, warm" entferne ich mich wieder rufen sie "kalt, kalt kalt" doch bin ich ganz in der Nähe dann ist es "Heiss, heiss, heiss mehr als heiss"

Und nach der Nähe des Klingeltons zu urteilen ist es heiss, heiss, ja sogar superheiss. Der Rucksack ist schon auf den Kopf gestellt und die Seitentasche untersucht. Doch wo steckt denn nun mein kleines zusammenklappbares Han dy, wenn nicht hier oder da?

Da sehe erst sehe ich noch ein Seitenfach vom Seitenfach und jetzt bin ich nur noch ein Handgriff von meinem Handy entfernt. Erleichtert und überglücklich halte ich es in meiner Hand und entschuldige mich in Gedanken bei der fremden Unbekannten für meine haltlose Anklage.

Taschen oder Rücksäcke mit vielen Neben- und Seitentaschen können doch schon mal ein Irrgarten sein, in denen sich sogar die kleinen privaten Habseeligkeiten verlieren können..
LaWe

Freitag, 8. Dezember 2006

Dummenfang über E-Mail


Gewinn....... Letzte Mahnung Fr, 01. Dez. 2006 4k
Mahnung..... Bitte Geld abholen !! Mi, 22. Nov. 2006 4k
Mahnung..... Kündigung Mo, 20. Nov. 2006 5k
Gewinn .......Bitte Geld abholen !! So, 19. Nov. 2006 4k


Reizwörter sollen Aktivitäten auslösen - das tun sie auch

DEL DEL DEL DEL DEL DEL

LaWe

Norm-Schilder- (Ur)Wald?

Für Autofahrer ein Horror - Baustellen auf der Strecke umsäumt von Schildern mit zahlreichen Hinweisen, wie es weiter geht. Das verlangt nicht nur Konzentration auf die Wegführung, sondern läßt keinen Raum für entspanntes Fahren, denn an der nächsten Kurve kann schon das nächste Schild mit Hinweisen für die Weiterführung warten.

Ähnliche Verkehrsmuster finde ich mitunter auch bei Menschen wieder. Sie können nicht einfach so durchs Leben fahren und es dabei genießen. Nein - sie haben ihr Leben mit Normschilder umzäunt und die Wegführung mit VerhaltensNormen gepflastert, die auch für den Rest der Welt zwanghafte Gültigkeit haben.

Zur Zeit habe ich es mit 3 Personen zu tun, die nach dem Muster ihr Leben mit diesem Raster überziehen. Das Raster ist ihre Orientierung, ihre Stabilität und ihr Halt.
Doch wird das Raster mit den installierten Normschildern über das Leben imUmfald ausgebreite, gibt es Differenzen, die aus meiner Sicht - eine Folge der individuellen Einstellung ist.

Doch ich beobachte, wie diese 3 Personen immer wieder ins Wanken geraten, wenn ihr individuelles Raster sich mit dem Alltäglichen nicht in Übersinstimmung bringen läßt.

Doch statt das eigene Raster zu überarbeiten und auf die Erfordernisse des Lebens neu einzustellen, wird das innere Wehklagen über die schlechte Welt immer lauter, bis es schließlich als stummer Vorwurf nach außen dringt und in den Bezugspersonen ein schlechtes Gewissen erzeugt, das bedrückender sein kann, als die Finsternis der Nacht.

In dieser bedrückenden Beklemmung stecke ich zur Zeit in Zusammenarbeit mit einer jungen Kollegin, die - für mich schon sichtbar - förmlich aus den Latschen kippt, wenn das prall gefüllte Leben eine kleine Abweichung zum eigenen Raster aufweist. Verzweifelt versucht sich, alles eingehende in ihr Raster zu pressen und alles unpassender zu verbannen. Ich sehe ihren zerbürbenden Kampf, die Vielfalt des Leben auf Abstand und unter Kontrolle zu bekommen.

Ihr Rückzug ins selbst erschaffene Raster scheint der einer Maus zu sein, die sich in einer schwerelosen Welt aufhält, In einem Käfig aus bizarrem Metallgewebe, das sie vor dem Rest der Welt schützt. Die kleinen aufgeregten Füße halten zwar den bizarren Käfig in Bewegung, doch ihr Standpunkt bleibt der Selbe. Die ausgesendeten Signale sind in der Hülle des stummen Vorwurfs eingehüllt "Warum arbeitet ihr nicht mit !!!".

Die ausgesendeten Signale besetzen nicht nur den Sendekanal, sondern auch den Bereich, der für den Empfang zuständig ist. "Ändere dein Raster. Deine kleinen Füße brauchen festen Boden für eine Vorwärtsbewegung".

Doch ihre Ausgangssignale übertönen alles eingehende und ich stehe unerhört vor ihrem Käfig, muß zusehen, wie sie sich von weiter von der Bödenständigkeit entfernt....


LaWe

Wut-Entladung

Meine Wut hat binnen kürzester Zeit den Siedepunkt erreicht. Sie brodelt, schäumt und droht unendlich über meine Kontrolle zu laufen - wie der süße Brei in einer alten Geschichte.

Wut ist ein Energiebündel, der wie ein Laser unkontrolliert aus dem Inneren heraus schießen kann, alles zerstört, was seinen Weg kreuzt. Binnen weniger Sekunden muss ich einen sinnvollen Kanal für die gebündelte Energie meiner Wut finden, die mich jetzt unter Druck setzt und nach einen Weg nach außen sucht. Das angerichtete Chaos in meiner verwüsteten Wohnung gibt meiner Wut genügend Raum, sich zu entladen.

Wie unter Düsenantrieb jage ich mit Besen, Schrubber, Staubsauger und Staublappen durch meine Wohnung und stelle den alten Zustand vor der Verwüstung wieder her.

Von Zeit zu Zeit mischen dich unter meine Wut starke Impulse von Aggressionsgefühlen, die ebenfalls auch nach drängen. Will ich daran nicht ersticken, muss ich ihnen nachgeben und drehe mich wie eine Pirouette- Königin Richtung Zimmer meines Sohnes, stoße mit kontrollierter Aggression erst einmal die Lautsprecher seiner PC-Anlage auf den Boden, werfe das Ladeteil seines Handy durch das Zimmer, stelle das mit Essensreste angetrocknetes Geschirr auf den Boden, dann übersähe ich den Fußboden mit leeren Bierflaschen und und und und so gebe ich weiter dem Drang meiner Aggression nach.

Am Ende ist sein Zimmer chaotisch verwüstet und kein Platz mehr um überhaupt ein Fuß auf den Boden zu bekommen. Dann klemme ich noch auf die Schnelle alle Leitungen der möglichen Ablenkung ab - Fernsehkabel, Stromleitungen für den Rechner und das Internet. Mein Sohn muss sich mit seinem Chaos, das er angerichtet hat, jetzt mit jedem seiner Fußtritte auseinandersetzen.

Nach 3 Stunden lässt der Druck meine Wut und Aggression nach, ich stehe nicht mehr so unter Dampf. In meine Wohnung hat die Wut sich sinnvoll entladen können, hat den alten Zustand in meinen Räumen wieder hergestellt und das Zimmer meines Sohnes verwüstet. Erleichtert und von Genugtuung erfüllt setze ich mich an den Kaffeetisch, auf den mich schon vor meinem Eintreffen freute.

Was vom Ansturm meiner Wut und Aggression zurück bleibt sind das nagende Gefühl der Enttäuschung über meinen Sohn und der Verletzung, die ich an meinem Herzen spürte und ich falle in Sprachlosigkeit, die mich vor einen Ausbruch der Vorwurfstiraden schützt.

Es vergehen drei Tage in Sprachlosigkeit..........

- Fortsetzung folgt -
LaWe

Donnerstag, 7. Dezember 2006

Land unter .....

Ihre verlorenen Väter waren ja auch mal Söhne von verlorenen Väter. Und so setzt die Verkettung sich fort, am laufenden Band, von Generation zu Generation.

Die von Berufs wegen oft überlasteten Mütter mutieren zum allgegenwärtigen Auffangbecken aller Fragen ihre Söhne, die sie nur ihren Vätern stellen können.

Doch woher will Mutter wissen, wie Jungs sich unter Jungs verhalten?

Und woher will Mutter wissen, wie die großen Jungs im Bewusstsein ihres zarten Geschlechts die hübschen Mädchen ihrer Herzen anbaggern?

Wie will die Mutter ihrem Sohn bei den ersten Herz-Schmerz-Leiden zur Seite stehen, wenn der fast erwachsene Sohn seine Gefühlsäußerungen in seinem männlichen Zaum halten wird?

Wenn er kein Müttersöhnchen werden will, lässt sich dann von seinen Kumpel beraten. Und so beraten sich die Halbwüchsigen sich gegenseitig auch in wichtigen Lebensfragen, die eher nach Erfahrung und Lebensweisheit verlangen. Sie wachse wie die Kletten zusammenwachsen, das macht sie stark und standhaft vor den Rest der Welt.

Der Zugriff der Mutter auf den jungendlichen Sohn schrumpft in dem Maße wie die Verwachsung mit der Klicke und ihre Worte verlieren sich im Schall und Rauch der pubertären Gedankengänge ihres Sohnes.

Die Kommunikation scheint nur über einen winzigen Kanal noch möglich und nur kritische Situationen können vielleicht das Bewusstsein auf einen eingeschlagenen Irrweg leiten:

Es ist Sonntagnachmittag und ich bin wieder auf der Rückreise von einem Lehrgang. Die Rückfahrt war entspannt und angenehm- Der erste Advent lädt noch zum Kaffeekränzchen ein. Ich freue mich auf meine vier Wände und die Gemütlichkeit, die auf mich jetzt wartet. Vor der Haustür angekommen, sehe ich das Hinterteil meines Sohnes um die Hausecke eilen. Kaum ein Wort zur Begrüßung, nur „Ich hab keine Zeit. Die Kumpels warten“ höre ich aus weiter Ferne seine dünne Stimme.

Dann trinke ich eben meinen Kaffee allein und ich eile ebenso schnell in die Wohnung. Ich kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich in meinem Kinder- oder Jungendjahre eine Watsche bekommen hätte. Doch als ich meine Wohnung betrat, wusste ich, wie Frau sich fühlt, wenn sie gleich mehrere Schläge auf einmal ins Gesicht bekommen hat. Mein Wohnung war verwüstet und in einem Zustand, so als hätte in ihr ein Rockkonzert stattgefunden. Mein Bett verwüstet, in den Blumentöpfen ausgedrückte Zigarettenkippen, zurückgelegtes Hartgeld, als Notgroschen gedacht, alles weg, der Fußboden voller Sand und und und und.

Ade – gemütliche Kaffeestunde. Ade – friedliche familiäre Idylle und schon steigt meine Wut wie in einem Hexenkessel an die Oberfläche. Ich bin nicht nur bestürzt, ich bin verletzt und ich sinne nur noch nach Rache – Rache – Rache.

„Das wird er büßen“ und mein Kopf wandert alle Möglichkeiten der Bestrafung ab. Lernen durch Schmerz und ich schleppe erst einmal den PC meines Sohnes auf den Balkon so an den Rand, dass ein Wolkenbruch ihn durchnässen wird...“ Die Rache ich mein und den soeben empfundenen Schmerz, er, mein Sohn, soll ihn auch spüren.......“

Parallel zu meinen Rachegefühlen setzt eine Ohnmacht ein – ich will resignieren. „Warum arbeite ich überhaupt täglich am Landgewinn, wenn mein Sohn mir mit solchen Aktionen den Boden unter den Füßen wegzieht????????????“

- Fortsetzung folgt -

LaWe

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Mein Blog ist 1 Jahr alt geworden

Online seit 365 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 6. Dez, 22:43

365 Tage - ein Jahr blogge ich schon bei Twoday. Mit so viel Ausdauer hätte ich selber nicht gerechnet. Die Leser meines Blogs spornten mich an, wenn mir mal der Stoff ausgehen wollte.

Irgendetwas ist immer -über irgend etwas kann man immer schreiben. Mal war es der Blick nach außen, der sich in meinen Texten widerspiegelt und ein anderes mal war es der Blick nach innen. Egal in welche Richtung ich schaute - es gab immer ein bewegtes Leben

Ich danke noch einmal meinen Lesern für ihre Treue

LaWe

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

alles muss raus

Test
Test und das war es auch schon
Lange-Weile - 16. Aug, 14:56
vermüllt bis zum...
Als braver Bürger trenne ich den Müll sorgsam, so wie...
Lange-Weile - 20. Aug, 13:27
Nostalgische Erinnerung
Als ich Federhalter, Feder sowie das kleine Tintenfass...
Lange-Weile - 14. Aug, 14:25
Für alle Sushi Friends
Beeindruckender Film, auf jeden Fall sehenswert. Hat...
sushi-friends - 11. Apr, 14:40
Hallo Lo.
..ja ich denke, er hätte sich gefreut, auch wenn mein...
Lange-Weile - 20. Aug, 08:50

Das Neuste von

Hallo ;-)

meine Randbemerkungen

Achja...
das wusste ich gar nicht. Diese Art feinsinnigen Humor...
abendGLUECK - 5. Mai, 09:48
wie makaber ;-) Bei...
wie makaber ;-) Bei uns wurde es ähnlich, aber anders...
abendGLUECK - 4. Mai, 08:13
Gegenmittel
Hallo Bo., gestern las ich über eine amerikanische...
abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

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Online seit 7453 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 16. Aug, 14:56

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