Mittwoch, 9. August 2006

Attacke auf Platzhalter

Vor mir liegen 8 Tage Umräumstress in meiner Wohnung.

Der Termin für die Sanierung steht fest, ich kann nicht mehr mit „Mach ich morgen“ ausweichen.

Noch ist mir nicht klar, wie ich alles bewältigen soll. Die schweren Möbel von einem Zimmer in das andere schleppen, schieben oder zerren. Was ich zuvor an Sachen aus den Schränken holen muss, wird wieder Bände sprechen, über die ich schon lange nicht mal mehr nachdenken wollte.

Ein Hausrat, der sich in Laufe der Zeit zu einem Berg anhäufte und nur noch mit Mühe zu überblicken ist. Könnte ich mit meinem Hausrat kommunizieren, gäbe ich ihnen folgende Order: „Alles, was in den letzten 3 Monaten von mir nicht benutzt wurde, bitte den DauerPlatz verlassen. Eure Zeit ist jetzt abgelaufen“.

Das Gewimmel in meiner Wohnung wird kein Ende nehmen und nach kurzer Zeit bin von Dingen umgeben, an die ich in den letzten Monaten oder gar Jahre nicht einmal mehr dachte. Sie werden um Gnade bitten werden: „Gib uns noch einmal einen Platz und eine Chance, von dir benutzt zu werden“ werden sie mit tränenfeuchten Augen betteln.

Sie werden mein Herz rühren und ihre Appelle mit einer Trompete in mein Gemüt blasen.

Täterätäää - „Ich bin ein Geschenk. Damals warst du noch jung und du mochtest den Schenker. Ich erinnere dich an Ihn und du hast dich damals doch sooooo sehr geschätzt und dich über sein Geschenk gefreut. Jetzt soll ich einfach aus deinen Leben verschwinden? Das bricht mir das Herz“

Ja, das ist wahr und die Wehmut zieht in meinen Herzen ein. Damals, ja damals freute ich über die Maßen und auch über die Person, die mir das Geschenk machte, war mir ans Herz gewachsen. Aus Respekt meiner Gefühle zum Schenker räumte ich einen Dauerplatz für dafür ein, den so sein Geschenk bis zur letzten Minute seines verstaubten Verfalls beansprucht.

Täterätäää: „ Für mich hast du damals sehr viel Geld ausgegeben, weiß du das denn nicht mehr? Ich war teuer, sehr teuer und du musstest dich über deine Größe hinaus nach mir ausstrecken. Sooo wichtig war ist dir damals und das soll heut alles vorbei sein?“

Der Appell sitzt und schleust zeitgleich ein schlechtes Gewissen in mein Gemüt. Das macht mich schwach dafür. Das viele Geld – das soll jetzt auf den Müll? Dann war doch alles umsonst und sinnlos und ich werde das Gefühl nicht los, ich werfe Bares auf den Müll. Zweifel nagen an meinen Wegwerf-Entschluss, denn sehr häufig bewahre ich Sachen über die Zeit auf, auch wenn sie eine teuer bezahlt Fehlinvestition waren. Der Wert, den ich dem Gegenstand damals einräumte, berechtigte ihn auf Jahrzehnte ein Dauerwohnrecht in meiner Wohnung. „Das viele Geld, was ich dafür ausgab– ich kann es doch nicht einfach so entsorgen?“ schallt der Appell in mir nach.

Täterätäää: „Damit du mich besitzen konntest, hattest du viele andere deiner Wünsche an den Nagel gehängt. Das macht doch keinen Sinn. Erst opferst du deine Wünsche und jetzt soll ich trotzdem so mir nichts dir nichts entsorgt werden? Das kannst du doch nicht machen, du hängst doch an mir“

Ich fühle mir überführt – denn einen ebenso hohen Stellenwert erhalten bei mir Gegenstände, für deren Anschaffung ich Opfer brachte. An ihnen hängt heut noch der Leidensweg meiner geopferten Wünsche, die ich damals zu seinen Gunsten aufgab. Die Opferrolle der damaligen Wünsche verbinden mich zutiefst mit den schon lange wertlosen Gegenstand.

Täterätäää: „Da hast uns damals angeschafft, weil du uns unbedingt brauchtest. Wir waren dir so wichtig, dass du auf uns auf keinen Fall verzichten wolltest. Doch dann hast du uns einfach in die Ecke gestellt und nie wieder ansehen“ werfen die Gegenstände mir vor.

Das zerreißt mir fast das Herz. In der Tat, ihr einst angepriesener Gebrauch war viel versprechend. Dann zogen die Gegenstände, als sie meinem Arbeitsreich Einzug hielten, nahtlos in das zahlreiche Heer der Nutzlosigkeiten ein. Meine Gewohnheit war störrisch und ließ ungern Neues zu. Trotzdem versprach ich ihnen immer dann, wenn sie mir grade mal wieder in mein Blickfeld gerieten „Beim nächsten Mal werde ich Gebrauch von euch machen“ Doch ihre Zeit dafür kam nie. Ihre Zeit war vorbei, bevor sie begann.

Jetzt haben die Zeiten sich geändert, ich habe mich und meine Interessen haben sich geändert.

Die verflossene Zeit hat die Gegenstände nutzlos gemacht.

Diese und noch andere Nutzlosigkeiten warten in den nächsten Tagen auf ihr Schicksal.

Mein Wille kennt keine Gnade – raus damit ! ! !

Raus mit den unbrauchbaren Geschenken, die sich nur zum Staubfänger hocharbeiten konnten.

Raus mit den Fehlinvestitionen, auch wenn sie in der Vergangenheit mein Haushaltsgeld überzogen.

Raus mit den Opferanschaffungen, die ihr Daseinszweck schon vor Jahren erfüllten.

Raus mit den zahlreichen Nutzlosigkeiten, die mir mal das Leben erleichtern sollten, jedoch sich nur als nutzlosePlatzhalter entpuppten.


LaWe

Dienstag, 8. August 2006

AggressionsAbbau

Laut kreischende Stimmen eilen einem nicht alltäglichen Geschehen in der Öffentlichkeit voraus und Menschen, die an den verschiedenen Plätzchen zu Haufen stehen, sind sichere Vorboten - irgendwo in der Nähe läuft etwas.

„Es ist später Nachmittag und mein Weg führt mich noch schnell zum Supermarkt. Nur noch ein paar Einkäufe für das Abendbrot und dann ab nach Haus. Da höre ich ein Gekreische, das auf erhitzte Gemüter und lautstarke Auseinandersetzung schließen lässt. Die Leute, die sich an den Straßenecken versammeln, sagen mir stumm, da gibt es was zusehen.
Nach wenigen Schritten stehe ich ebenfalls am Rand des Geschehens, doch entschließe ich mich, am ihm vorbei zu gehen. Um in den Supermarkt zu kommen, muss ich einen kleinen Bogen darum machen und komme dabei fast in die Schusslinie, die für eine leere Schnapsflasche vorgesehen ist.

Zwei junge Frauen, von denen die eine eher einer großen dicken Nudel und die andere einem wild gewordenen kleinen Straßenköter ähnelt, haben sich im wahrsten Sinne des Wortes in den Haaren.

Der kleine Straßenköter springt die dicke Nudel an und doch ohne Chance, ihre Armlänge und den dicken Busen überwinden zu können. Immer wieder prallt sie an den langen dicken Armen und den vierfach dicken Busen der Nudel ab. Ab und zu gelingt es dem Straßenköter, einen Klatscher im Gesicht der Nudel zu landen, doch dann ist sie schon wieder vom dicken Busen abgefedert und auf Abstand gebracht.

Der Rückzug des Köters dauert nur ein paar Sekunden und schon setzt er zur nächsten Attacke an. Die dicke Nudel lässt die Attacke wieder am langen Arm verhungern. Das steigert die Wut des Köters und lässt den Pegel seiner Aggression weiter in die Höhe schnellen. Bald ist das Maß voll.

Für kurze Zeit sehe ich die Augen des kleinen Straßenköters. Die sehen kein Land mehr und sind nur noch fixiert auf die dicke Nudel, die mit ihren pinkroten Haaren wie ein schmerzhafter Stachel in ihren Augen wirkt.

Die beiden treiben es um eine Bank herum, auf denen zwei Männer sitzen, die sich an ihren Bierflaschen festhalten. Sie schauen dem Treiben wortlos und handlungsunfähig zu, bis der Köter nach einer leeren Flasche greift und sie drohend in die Luft hält. „Nu hör aber auf“ bäumen die Männer sich gegen den Straßenköter auf. Sie nehmen aufgeregt und nuckelnd einen großen Zug aus ihren Flaschen, die ihnen den nötigen Halt geben, um nicht von der Bank zu fallen. Und vielleicht ging es ja um ihr Goldstück, dass sie ständig in ihre Hose tragen und mit der Weiberschlacht steigerte ihren Wert.

Mit ihrem wirkungslosen Aufbegehren haben die Männer sich gegen den Köter stark gemacht und der jetzt das Wurfgeschoß wieder auf den Boden legt. Doch stiert der Köter weiter wie angestochen auf die pinkroten langen Haare, die im Specknacken der dicken Nudel zusammengebunden sind. Es ist nicht zu übersehen – der Köter ist fixiert und entschlossen, sich an der dicken Nudel festzubeißen

Das sieht nicht gut aus, sage ich mir und ziehe vorbei, so schnell ich kann. Doch kann ich mir einen Rückblick auf den Schauplatz nicht verwehren. Die Schaulustigen versammeln sich an jeder Ecke und debattieren darüber, warum die Kerle auf der Bank nicht in die Schlägerei eingreifen.

Die Zuschauer übersahen sicher, dass sie Männer schon alles getan haben, was in ihrer Macht lag.

Nachdem das starke Geschlecht einsah, dass ihr herzhaftes Eingreifen nicht wirklich was brachte, ziehen sich auch auf die Rolle der Zuschauer zurück, sitzen wie zu Haus auf ihrer Couch mit einer Bierflasche in der Hand in der ersten Reihe und schauen dem aufregendem Treiben, das vor ihrer Nase stattfindet, schaulustig zu.

Der nächste Angriff des Köters auf die pinkroten Haare gelingt. Er zwingt die dicke Nudel mit einem Opferwurf auf den Boden. Jetzt liegen beide – gegenseitig die Haare ziehend – unzertrennlich am Boden. Sie haben sich fest verbissen und niemand kann sie trennen bevor sie sich gegenseitig blutig geschlagen haben. Es sei denn, es geschieht ein Wunder.

Zum Glück finde ich das Wunder in meiner Handtasche.

Ich wählte 110 auf meinem Handy und habe schnell die Notrufstelle am Apparat. „Hier am Supermarkt schlagen sich zwei Frauen. Sie machen auf mich den Eindruck, dass sie aus der Schlägerei erst herauskommen, bevor eine von beiden Krankenhaus reif ist“. „Wir sind gleich da“ wurde mir versichert und ich machte erleichtert meine Einkäufe.

Als ich kurze Zeit später wieder aus der Supermarkttür sehe, hat die Polizei der Verbissenheit bereits ein Ende gesetzt und die beiden getrennt und dabei vielleicht die eine vor einen Krankenhausaufenthalt und die andere vor einer Straffälligkeit gewahrt.
LaWe

Sonntag, 6. August 2006

Verliebt in meine Stadt

hafen-009

hafen-010


hafen-014


hafen-040


hafen-031


LaWe

Experiment - ICH SETZE MICH DURCH

Noch immer schwillt der Groll in meinem Innerem zu einem großen Kloß im Hals an. Ist er endlich herunter gewürgt und verdaut, wächst schon der nächste nach. Das kann noch eine Weile dauern, denn die fremde klebrige „Tonne“ randvoll mit GROLL angefüllt, die sich über mich ergossen hat, reicht für mehr als 3 Tage. Es wird dauern und bis sie sich von mir abgelöst hat, haftet sie noch wie eine leimige Masse in kleinen Schichten an mir. Mein Verdauungsapparat arbeitet auf Hochtouren an der Auflösung der klebrigen Masse, damit sich mein Kopf wieder frei davon fühlt.

Obwohl ich am Freitag schnell reagiert hab – der Groll haftet länger an, als ich anfangs glaubte.

Ich kennen ähnliche Zustände schon aus der Vergangenheit und die Signale, die einen Ausbruch vorweg gehen. Sie entstehen und wachsen in einem Konflikt, der länger in der Luft hängt. Eine kleine unbedeutende Erschütterung bringt den Konflikt dann ins Rollen. Jetzt überrollt es mich nicht mehr wie eine Lawine, die mich zu Tode drücken kann, sondern ich halte meine Ohren gespitzt und weiche aus, wenn es denn soweit ist.

Und doch kann ich nicht verhindern, dass von Zeit zu Zeit wieder einmal unberechenbare Lawine über meinen Kopf hinweg rollen will, denn ich zeige der Außenwelt selten Grollbereitschaft. Der Gegenüber muss also keine Blockade erwarten, so dass sich der selbst produzierte Groll wie ein Bumerang zurück kommt und die Massen sich letztendlich über den eigenen Kopf ergießen.

Ich fliehe in solchen Momenten lieber und bevor die erdrückenden Massen sich auf und in meinem Kopf – in meinen Gedankengängen – so dicht ablagern, dass kein klärender Gedanke mehr hindurch passt. Sonst bleibt mir als meine letzte Rettung ein scharfer Schnitt , der mich vor einen Untergang in die chronisch Negativbetrachtung meiner aktuellen Umwelt schützt.

Die chronische Negativbetrachtung ist wie ein endloser Irrgarten der verletzten Gefühle in dem das Wunde lecken kein Ende nimmt. Ich wäre gefangen wie eine Katze - die hektisch auf diese Weise ihre Wunden wohl reinigen will aber sie dabei wieder und wieder schmerzlich aufreißt. Die Wunde würde sich nicht schließen, der Schmerz wird kein Ende nehmen und die nutzlose Zeit im Irrgarten zerrinnt die der Sand in einer Eieruhr.

Über das Wochenende haben sich meine Gedanken nun zermürbt und um das Problem gedreht – hab ich den Konflikt zu vertreten oder hat er sich außerhalb von mir entwickelt ?

Ich kam zu dem Schluss, dass der Konflikt außerhalb von mir liegt und ich der Prellbock für überspannte Nervenstränge war. Sie haben sich wegen des Verlusts der Illusion dermaßen überdehnt, dass sie den Bogen der Belastbarkeit damit überspannten.

Dann kam ich – ein wenig später als erwartet – und damit machte ich mich zum ahnungslosen Opfer und gab mich für den ersten Schuss frei. Eine giftige Pfeilspitze traf mich und füllte mich mit dem Groll über den Verlustfrust bis zum Hals ab. Mir stand von einer Minute zu anderen das Wasser Oberkante Unterlippe und nahm mir nicht nur den Atem, sondern auch den Überblick über die Situation.

In meinem Rücken steht der junge und unerfahrene Chef und knurrte mit flackernden Augen, die ich in meiner Rückflanke spüre. Sicher knurrte er schon länger hinter meinem Rücken und jetzt weist er auf die Erziehungs- und Zahlungshebel hin, die er in der letzten Woche geschaffen hatte. Jetzt – in diesem Moment und an mir sollten sie ihre Wirkung zeigen und praktisch zum tragen kommen. Ich bin die erste, die den Hebel zu spüren bekommen soll, obwohl ich die einzige bin, die noch regelmäßig kommt. Alle anderen freien Mitarbeiter halten sich nicht an die abgemachten Zeiten.

Ich bin verwirrt über den ungewohnt unfreundlichen Ton und winde mich aus dem Geschehen so schnell ich kann. Doch es war schon zu spät – ich war zu offen für die Person, für jedes Gespräch. Und weil die anderen nicht fassbar sind und ich mir vieles zu Herzen nehme, bin ich für das erste Experiment – ich setze mich durch – eine leichte Beute.

Jetzt schütze ich mich – schütze mich vor einen erneuten Überfall, der nur eins zum Ziel hat, den eigenen unverarbeiteten Groll auf unvorhersehbare Probleme auf mich abzuladen und warte ab, bis der junge Chef seine Experimente – ICH SETZE MICH DURCH – auf eine höre Stufe gehoben hat.
LaWe
PS: Die Welt sieht doch ganz anders aus, wenn die Luft wieder bereinigt ist

Samstag, 5. August 2006

weiße Schlange

Träume sollen Botschaften enthalten, die für das Leben bestimmt sind. Und so gab mir vorerst mein letzer Traum ein Rätsel auf.

"Ich bin in einem Raum. Darin sind Menschen, die mir nicht vertraut aber auch nicht unbekannt sind. Wir halten uns ohne Kommunikation darin auf. Dann schießt eine weiße Schlage aus einer Ecke und bedroht meine innere Ruhe. Sie schlägelt und zischt durch den Raum - ich fliehe in den nächsten Raum und verschließe die Tür, die unten einen Schlitz hat, der für den Schlangenkörper groß genug ist um durch zu schlüpfen.

Ich bin fixiert auf die Öffnung und ich sehe das flackernde Licht, das die Schlange mit ihrem weißen Köper reflektiert. Ich fühle, die Schlange ist in meiner Nähe und auf der Lauer.

Der Raum - ich bin in einer Falle. Ich kann ihn nicht verlassen, ohne über die Schlage zu gehen, so bin ich gefangen in meiner Angst, die mir bedrohlich den Hals zu schnürt.

Ich fasse mir ein Herz, verlasse die Enge des Raumes und will die weiße Schlange so schnell wie möglich hinter mich bringen.

Ich bin befreit aus der Enge des Raumes, aber noch nicht von der Schlage,d schlage Alarm und habe Glück. Es kommt ein weißhaariger Mann, greift nach ihr, trägt die Schlage beherzt aus dem Raum und läßt sie so vor meinen Augen verschwinden"

Das träumte ich vor ein paar Tagen.

Gestern nachmittag

Ich gehe ins Büro - ein junges Unternehmen von zwei jungen symphatischen Leuten geführt. Ich bin freier Mitarbeiter und entscheide frei über meine Arbeitszeit.

Dann passiert es . Ich gehe in meinen mir zugewiesenen Raum und hinter mir steht plötzlich der junge Chef:"I., was ich dir noch sagen wollte...." und zählt mich zitternder Stimme an - wer zu spät kommt, muß mit Geldabzug rechnen. Sein Gesichtsausdruck sah aufgeheizt aus, ein gesundes Gespräch läßt sich nicht einleiten.

Und ich konnte nicht verhindern, das die unangenehme Stimmung einer aufgeheizten Person den Raum überflutete und die Arbeitsstimmung verdarb.

Der Raum, ich dem ich sitze ist eng und klein. Das einzige Fenster ist dem Raum angepaßt. Verloren sitze ich im Raum und an meiner Kehle drückt etwas, was meine gute Stimmung, die ich für den Job brauche, komplett unterdrückt. Und auch nach 30 Minuten hab ich das Stimmungstief nicht überwunden.

Statt dessen kreisen in meinem Kopf die Gedanken an eine Flucht "Nur raus hier" schreien sie mir entgegen. "Ich will nicht hektisch überreagieren" halte ich gegen, doch ich kann aiuch nicht verhindern, dass sich die Stresshormone über mich ergießen. Ein Telefonat geht ein - ich muß es entgegen nehmen und kann fast nicht sprechen - meine Stimme klingt weinerlich. Ich schäme mich fast, weil ich meine Stimme nicht mehr kontrollieren kann.

Nicht nur der Druck auf meiner Kehle nimmt zu, nein, jetzt wird auch der Raum, in dem ich sitze eng und enger. Die Wände kommen auf mich zu, erdrücken mich fast. Das aufkommende Gewitter verstärkt den Eindruck der Enge wie ein LautstärkerRegler, der alles übertönt, was an Durchhalteparolen mich zum bleiben überreden will.

Beherzt entschließe ich mich, dem ein Ende zu setzen und ich verlasse die Enge des Raumes, die Enge der Situation, die sich durch das kleine Gespräch entwickelt hat.

Ich bin wieder im Vorraum - erkläre, dass bei mir die Luft raus ist. Das negative Gespräch hat mir die Stimmung verdorben und die läßt sich nicht heut nicht mehr herstellen. Jetzt soll ich überzeugt werden, dass das NegtivGespräch seine Berechtigung hatte. Wer gibt gern zu, dass er taktisch unklug gehandelt hat. Das sehe ich ebenfalls an den Gesichtern, denn jetzt sind es Zwei, die mich in die Mangel nehmen. Einer steht rechts von mir und eine steht links von mir und vor mir ist die Ausgangstür.

Ich verlasse das Haus und kann wieder atmen. Ich bin befreit von dem Druck, der sich in der Enge des Raumes auf mich gelegt hatte. Und ich laufe so schnell ich kann - will die Distanz so schnell wie möglich vergrößern.

Wenig später sehe ich schon wieder etwas klarer. Der junge Chef ist unter Druck - Druck den ich aber nicht zu vetreten hab. Er hat sich an mir abreagiert und mit dem kurzen Gespräch all seinen Frust auf mich abgeladen.

Dann fällt mir der Traum von der weißen Schlage ein. Sogar dem jungen Chef erzähle ich von meinen sonderbaren Traum von der weißen Schlage und der Enge des Raumes, in dem ich mich befand.

Dann erst erkannte ich die Botschaft meines Traumes - er zeigte mir eine Verbissenheit, mit der ich konfrontiert wurde, schon Tage vor dem Ereignis.
LaWe

Freitag, 4. August 2006

Zwei unbekannte Freunde

ETWAS treibt mich nach Etwas zu suchen, das mich ausfüllt.

Das ist für mich eine Überlebensformel mit zwei von zwei Unbekannten.

Weder weiß ich, Wer mich treibt, noch weiß ich, was mich treibt und wonach ich suche, noch weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn ich mich ausgefüllt fühle.

Abgefüllt sein, ja, das Gefühl hab ich mir schon mehr als einmal gegönnt. Die Erfahrung liegt schon einige Jahre zurückt und ich war in diesen bezaubernden Schwebezustand verliebt. Die Liebe hielt sich an der Illusion fest, dass das Leben ein sonniger Spaziergang ohne Hindernisse sein wird. Doch wenn die Wirkung der Abfüllung aufhörte, ließ sie nur ein großes Schwarzes Loch mit innerer Leere inklusive zurück. Reichliche Abfüllungen hätten mich in eine grenzenlose Leere gebracht, in die ich mich letzten Endes - ohne je einen Fuß auf die Erde bekommen zu haben - auf Nimmer Wiedersehen verirrt. In der endlosen wäre wie eine Gondel ohne Ballast, die einem führerlosen Ballon der Illusion ausgeliefert ist, davon geschwebt.

Doch da war es wieder, das ETWAS, was mich am Kragen packte und den Ballon der Illusion zerplatzen lies. Die schmerzhafte Landung macht mich auf den Schlag wieder wach und mobil: „Wo bin ich denn gelandet? Bloß weg hier !“

Und so zog ich weiter auf Schusters Rappen und suchte nach dem Etwas, von dem ich nicht einmal wusste, was das geheimnisvolle Etwas war.

Ich glaube, die schwierigste Aufgabe, ich in meinem zu lösen habe, ist und bleibt die Suche nach dem geheimnisvollen Etwas – die Suche nach der Erfüllung.
Doch sie stellt sich nicht einfach in dem Weg, gibt sich zu erkennen und sagt: „Hi, meine Liebe, da bin ich“.

Doch in der Vergangenheit gab genügend Dinge, die sich mir in den Weg stellten und von sich behaupteten, sie hätten das gewisse Etwas. Und ich war geneigt, es ihnen zu glauben, nahm es dankend an und legte es nach genauer Betrachtung dankend wieder ab.

Es ist eben doch nicht so einfach, das gewisse Etwas zu finden und vielleicht liegt es ja auch unter den tieferen Schichten und will wie ein Fossil ausgegraben werden.

Und es verlangt nach genügend Ausdauer, die ich bisher nur durch Talfahrten erlernte. War ich wieder einmal ganz unten, dann musste ich vor dem rausrappeln selber beteuern: „Ja, ich will wieder auf die Beine kommen und meine Suche nach dem Etwas fortzusetzen“.

Unzählige Täler liegen schon hinter mir und weder weiß ich, wie viele Täler noch vor mir liegen und wie das Etwas aussehen wird.

Doch mit Sicherheit weiß ich - bleib auf dem richtigen Weg bin, bliebt mir der harte und niederschmetternde Griff am Kragen von meinem mir noch unbekannten ETWAS erspart.
LaWe

Dienstag, 1. August 2006

Leise rieselt der Regen

"Leise rieselt der Schnee" würde ich sagen, wären wir jetzt im tiefen Winter. Aber so ist es nicht, wir sind mitten im Hochsomer.
Draußen rieselt ein leichter erfrischender Sommerregen, der sich mit seiner beruhigenden Wirkung in meine Gehörgänge einschleicht.

Wäe mein Balkon im nicht Erdgeschoß, ich würde diese Nachtr auf dem Balkon verbringen. Dort ganz nach am kühlen Naß dran sein um das leise Rieselgeräusch mit in meinen Traum nehmen.

Doch seit ich weiß, dass man sich leicht von außen auf meinen Balkon schwingen kann, hält sich die Übernachtungs- romantik auf dem Balkon in Grenzen. Spätestens beim ersten Kinstern stürzt meine romanitscher Regenhimmel zusammen und wird mich sicher in einen tiefen Schrecken der Nacht versetzen.

Also lege ich mich entspannt in mein Bett und lege meine verschlafenen Ohren auf das Fensterbrett und folge durch den Fensterschlitz das leise Rieseln der Nacht.
LaWe

Dauerbrenner

Der heiße Sommer brannte uns mit seinem wolkenlosen Himmel nun mehrere Wochen auf unser Haupt.

Die Natur zeigt die ersten Brandlöcher auf – die grünen Rasenflächen verwandeln sich in eine trostlose Fläche. Die Nachrichten berichten von Hitzetoten, die den Rekordzahlen entgegen gingen.

Da stelle ich mir oft die Frage, wie lebensfähig sind wir Mitteleuropäer in der hoch zivilisierten Welt letztlich, würde sich das Klima verändern, dass wir auf Dauer mit seinen Extremen leben müssten. Was andere Völker schon seit Urzeiten in besonders heißen oder besonders kalten Gegenden täglich für ihr nacktes Überleben bewältigen müssen – wie weit sind wir in der zivilisierten Welt schon davon entfernt?

Extremsportler, die sich unwegsame und menschenunfreundliche Gelände vorwagen, Wüstengänger, die sich den fast unmenschlichen Leben der Wüste aussetzen,
Bergsteiger, die bis in die Todeszone eines Gipfels vordringen, Polarforscher, die mit 40° minus und mehr fertiog werden. Sie setzten dabei bewusst ihr Leben auf´s Spiel. Sie kennen die Gefahren in Extremen und wissen, dass auch der kleinste Fehler unwiederbringlich das Ende ihrer Exkursion bedeuten kann.

Wo sind die erträglichen Klimazonen im Extremgegenden, die uns in Hitze oder Kälte Erleichterung verschaffen können? Haben wir dafür tatsächlich noch das überlebensnotwengige dafür? Kennen wir unsere Natur gut genug. Erkennen wir die Hilfsmittel, die uns das Leben im Extremen ermöglichen erleichtern kann?


LaWe

Abendstimmung im Hafen

Spiegelbild
Boot mit Spiegelbild


BIld an der Wand


Freunde
Zwei gute Freunde


Abendstimmung Abendstimmung im Stadthafen


LaWe

Dienstag, 25. Juli 2006

WechselRahmen

Die von mir empfundene Leere ist ein Gefühl von Loslösung zu allen Verbindungen, die zu meinen in der Vergangenheit vertrauten Emotionen führten. Damals gaben sie mir ein Gefühl von ausgefüllt sein.

Stets beschäftigten mich aufwühlte Emotionen, bzw. sie beschäftigten sich mit mir und setzten einen inneren Zusetzungsprozess in Gang und sie hatten mitunter für mich sogar einen Unterhaltungsfaktor. Sie begleiteten mich durch viele Jahre und änderten sich nie. Nur ab und zu wurden die Namen der Personen ausgetauscht, die grade im Mittelpunkt meines Interesses standen. Sie alle hatten etwas gemeinsam – sie hatten etwas, was ich nicht hatte.

Glaubte ich in Ihrem Schein mein Sein zu finden?

Die auswechselbaren Personen standen stets im selben Rahmen - ihre Anziehungskraft auf mich - die mich, aus welchem Grund auch immer, unausweichlich in ihren Bann zog. Darin klebte ich wie eine Fliege am Fliegenfänger scheinbar unlösbar fest. Ihre auf mich gerichtete Aufmerksamkeit wurde zum Gradmesser meines Selbstwertes, dass ich unter eine fiktive hochgestellte Meßlatte stellte. Die Aufmerksamkeit gab mir die Nahrung, die ich zum Leben einer neuen erwachten Facette in mir brauchte. Doch kurz bevor ich zu einer Kopie werden konnte, gelang mir die Flucht mit einem beherzten Schnitt vom Fliegenfänger.

Bis heut weiß ich nicht, wie es damals mit der Anziehung funktionierte. Warum ich so stark in den Bann einiger Personen geriet und warum ich mich dann ruckartig aus ihm wieder lösen konnte.

Heut beschäftigen mich Emotionen dieser Art nicht mehr und sehe ich einen Bannkreis auf mich zudriften, dann verändere ich sofort meine Koordinaten, die eine „Kollision“ vorbeugen.
LaWe

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

alles muss raus

Test
Test und das war es auch schon
Lange-Weile - 16. Aug, 14:56
vermüllt bis zum...
Als braver Bürger trenne ich den Müll sorgsam, so wie...
Lange-Weile - 20. Aug, 13:27
Nostalgische Erinnerung
Als ich Federhalter, Feder sowie das kleine Tintenfass...
Lange-Weile - 14. Aug, 14:25
Für alle Sushi Friends
Beeindruckender Film, auf jeden Fall sehenswert. Hat...
sushi-friends - 11. Apr, 14:40
Hallo Lo.
..ja ich denke, er hätte sich gefreut, auch wenn mein...
Lange-Weile - 20. Aug, 08:50

Das Neuste von

Hallo ;-)

meine Randbemerkungen

Achja...
das wusste ich gar nicht. Diese Art feinsinnigen Humor...
abendGLUECK - 5. Mai, 09:48
wie makaber ;-) Bei...
wie makaber ;-) Bei uns wurde es ähnlich, aber anders...
abendGLUECK - 4. Mai, 08:13
Gegenmittel
Hallo Bo., gestern las ich über eine amerikanische...
abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

Abendstimmung

Suche

 

Wer bist du?

Online seit 7454 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 16. Aug, 14:56

Albtraum
Alter Schwede
Betrachtung
Experiment
Fragen
Glücksliste
Kurzmitteilung
Musik
Nachklang
Rätsel
Spaß Ecke
Stadtbilder
Stöckchen
Tage im Fluss
Traumzeit
Witzecke
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren