Mittwoch, 25. August 2010
Sonntag, 22. August 2010
das wars….
der Sommer 2010
mit reichlich Sonne
mit erdrückender Hitze
Heut soll er sich laut Wetterbericht verabschiedet haben.
Die schwüle Hitze des Tages mündete einen deftigen und gewittrigen Platzregen
Doch zur Versöhnung bekam ich dann doch noch einen bunten Abendhimmel mit Kraftwerksdampf
Von Nix kommt eben nix und so dampft das Kohle-Kraftwerk ja schon seid Jahren vor sich hin. Zum Glück ist das der einzige Schonstein dieser Art weit und breit, aber dafür kann man ihn aber auch von weit und breit sehen.
Frau Merkel war in dieser Sache letzte Woche ja auch bei uns in Rostock und hat sich die Windkraftanlagen angesehen. Alles toll sagt sie , aber ohne Atomkraft geht es noch nicht. Sie muss sich nun mit den Manager der Atomkraftwerke auseinandersetzen und diese wieder, nachdem sie maulten und die Atomkraftwerke abschalten wollten, beschwichtigen. Dann dürften sie ja wieder beruhigt sein, alles bleibt beim alten.
Doch wenn ´se weiter so die Bäume nieder machen und damit super Windkanäle schaffen, dann reichen ja vielleicht auch die Windkraftanlagen um meine Sparlampen am glühen halten, wenn nicht, dann sollte mir vielleicht ein Licht aufgehen.
Ein besonders schönes zeigt sich heut am östlichen Abendhimmel. Wie kommt die Sonne da überhaupt hin? Auf der Seite geht doch sonst die Sonne auf. Naja..egal, einen schönen Abendhimmel hat sie auf jeden Fall gezaubert.
Was aus dieser Perspektive nicht zu sehen ist – leider – ist ein kleines Stückchen vom Regenbogen, der sich mitten durch den flammenden Abendhimmel drängte und mit Zoom so aussah.
Hier kann man ihn besser sehen – als breites aber kurzes Band – schön so ein Regenbogen. Für mich immer wieder ein Wunder der Natur.
Und ich hoffe auf eine Wunde von Frau Merkel und dass sie die Manager der Atomkraftwerke weiter in Schach hält und wieder unter Kontrolle bringt und sie auf ein Stück für Stück-Aussteigen aus der Atomenergie gut vorbereitet. Wäre ja schlimmen, wenn sie einfach abschalten – wir hätten dann nicht mehr genügend Strom mehr und die Manager wären arbeitslos – was noch viel schlimmer wäre.
LaWe
Donnerstag, 19. August 2010
was lohnt sich noch ?
Seid gestern sitze ich wie ein Kind nachdenklich und brüte vor mich hin – zu mehr reicht mein analytisches oder intuitives Denken momentan nicht.
Weder aus dem Kopf noch aus dem Bauch heraus komme ich zu einem brauchbaren Ergebnis.
Ich bin auf der Suche nach etwas haltbarem, etwas, dass mich morgens mit Schwung, Freude und Tatkraft aus dem Bett bringt. Seid gestern hat sich mein Elan schwer auf den Boden abgesenkt und findet noch keinen Ballon, an dem er sich halten kann um wieder in den luftiger Höhe zu schwingen. Doch der alte Ballon scheint gestern geplatzt zu sein. Und mit dieser Tatsache fühl ich mich wie das Kind oder die junge Frau von damals, die erkennen musste, dass das Leben eben doch nicht so ist, wie ich es mir vorstellte. Wenn meine Eltern damals meine Traurigkeit sahen, sagten sie tröstend aber ernüchternd zu mir “Ja, so ist das Leben” und ich nahm es schweren Herzens an.
Heut früh hörte hörte ich wieder ihrer tröstenden Worte: “Ja, so ist das Leben !”.
Ja..so ist das Leben. So ist das Leben für so manchen auch in unserem Land, in dem die arbeitslosen mitunter auch von der Regierungskanzel als Faulenzer an den Pranger gestellt werden.
Sowas wollte ich mir ja nicht nach sagen lassen. Deshalb machte ich mich selbstständig mit dem, was ich im Laufe meines Lebens gelernt hatte um meinen Lebensunterhalt selber zu bestreiten. Doch es reicht immer grad so – zu viel zum sterben, zu wenig zu leben oder für meine Enkelkindern mal was nebenbei zukommen zu lassen.
“Wenn ich richtig ran klotze und noch mehr Geld für meine kleine Firma ins Haus hole” sagte ich gestern meinen Steuerberater “dann kommt doch am Ende mehr für mich raus.” Ich hatte mir vor unserem Gespräch ein paar Gedanken gemacht, wie ich es anstellen könnte, damit am Ende mehr für mich und meine Familie bleibt.
Er nahm den Taschenrechner und zeigte mir am Beispiel meiner angestrebten Einnahmen in einer Rechnung auf, was dann am Ende für noch bleibt. Wenn du soundso viel höhere Einnahmen hast, dann musst du mehr ans Finanzamt abführen, die Krankenkasse kriegt auch ihren Teil und das oder das Amt meldet sich dann auch noch und verlangt eine Betrag.
Bei meinem kleinen angenommenen Mehrgewinn hatte nach all den Abzügen, die dann auf mich warteten weniger Geld als jetzt. Der Effekt ist ähnlich wie bei der kalten Progression in der Einkommensteuer, die bei einem höheren Bruttogehalt weniger in die Lohntüte kommen lässt, als ohne die Gehaltserhöhung.
Ich ging der Sache rechnerisch noch mal auf den Grund uns stellte fest, dass nach allen Abzügen – wie Miete, Krankenkasse, Strom und etc. bei mir mit oder ohne höheren Einnahmen immer ein Überlebensbetrag im Rahmen von Hartz IV – Versorgungssatz bleibt.
Mit dem Abmelden vom Jobcenter vor Jahren nahm ich an, dass ich dem Hartz IV–Lebensstandard entkommen wäre, dem ist aber nicht so.
Ich hab die Worte der Politiker – insbesondere von Herrn Westerwelle – noch im Kopf. Die Arbeit müsse sich wieder lohnen. Damit meinte er sicher nicht finanziell – aber was meinte er dann ?
LaWe
Sonntag, 15. August 2010
Die Elemente toben
Mit den Ängsten der Auswirkungen eines Klimawandels auf mein Leben im Hinterkopf verfolge ich schon seit Wochen die Nachrichten über die Auswirkungen der extremen Wetterbedingungen. Sind dass schon die ersten Vorboten einer Spirale des Klimawandels, über den so viel geredet wurde? Angeblich sei es “5 vor 12” bevor der countdown läuft. Ich fürchte aber, dass es bereits “12 Uhr” ist und der countdown bereits eingesetzt hat. Irgendwo wird schon von 10 bis 0 rückwärts gezählt, nur hören wir es nicht, oder wollen es nicht hören. Noch schnell mal schnelles Geld verdienen, bevor der Raubbau auf der Erde, der das weltweite Klima in eine abwärtsstrebende Spirale weiter einleitet.
Während ein Teil der Erde im Wasser versinkt, verbrennt auf einen anderen Teil die Erde samt, Wald, Ernte, inklusive Haus und Hof, und auf den anderen Teil der Erde versinken die Menschen mit Haus und Hof im Schlamm und kommen massenhaft zu Tode.
Die Schlagzeilen über
die Feuerwalze im Russland – jetzt auch Spanien –
die Überschwemmungen in Pakistan – zuvor ja bei uns in Deutschland am Neiße-Ufer –
den Erdrutsch in China,
die allesamt unzählige Menschenleben kosteten und vielleicht noch kosten werden,
lassen
die Ölkatastrophe schon wieder vergessen,
ja sogar die Toten der Massenpanik zur Loveparade in Duisburg.
Sehe ich die Nachrichten im TV, komme ich mir vor, als lebe ich in einem Kokon, an dem all diese Unwetterbedingungen nicht ran kommen. Ich bin geschützt, muss weder um mein Hab und Gut bangen, noch um mein nacktes Leben. Ich lebe eben, wie mein Oma immer sagte, ich einem “gelobten Land”. Doch wenn der Wasserspiegel der Ostsee ansteigt, ist auch meine Zeit gekommen und ich meine Sachen packen muss, um auf den nächsten Berg zu steigen.
Sehe ich die verzweifelten Menschenmassen durch Wasser und
Schlamm in Pakistan waten, frag ich mich, wie weit wird sich die Spirale des von Menschen hausgemachten Klimawandels noch drehen ?
Wie wird sie sich auf mein Leben auswirken?
Bei den Bilder im TV denke ich, dass die Schneemassen im Winter und die Hitze im Sommer im Grunde kaum der Rede wert sind. Eben nur kleine Wetterkapriole, die uns fühlen lassen, dass es noch anderes Wetter als grau in grau gibt.
In den betroffenen Ländern viele Menschen mit ihrem Leben. Haben sie es retten können, dann zahlen sie mit ihrem Hab und Gut. Dann zahlen die Länder, die noch über finanzielle Mittel verfügen, wie Deutschland, mit 15 Mio. Euro nach Pakistan schicken, um den Menschen zu helfen, die gar nichts mehr haben. Und Staatsmittel sind ja Steuergelder, die ein Volk für den Staat erwirtschaftet.
Aber wie sah das in der Vergangenheit aus?
Nachdem die Großen und Reichen sich Million für Million in die eigene Tasche steckte, wanderten Millionen Menschen in die Arbeitslosigkeit und damit nicht nur an den Rand der Gesellschaft, sondern auch an den Rand ihrer Existenz.
Wenn ich bei diesem Gedankengang weiter in die Tiefe gehe, dann stellt sich raus, dass der kleine Mann immer die Rechnung zahlt – direkt oder indirekt- und der große Mann sich die Millionen in die Tasche gesteckt, die er mit dem Raubbau an der Erde verdient hat, schickte er Millionen Menschen in die Arbeitslosigkeit und an den Rand der Existenz.
So manch Endzeitfilm kommt der Realität bedrohlich nahe.
Bildquellen: Hamburger Abendblatt , die Zeit und N24
LaWe
Dienstag, 10. August 2010
keine ruhige Minute
..wenn die kleinen Geister meine Wohnung in Beschlag nehmen.
Und weil es in der Wohnung ganz schnell zu eng wird, suchen die Kleinen das Abenteuer auf den zahlreichen Spielplätzen und Parkanlagen.
Diesmal war nur die Kleine – die Minipüppi –mit Muttti und ihrem kleinen Bruder in Rostock. Die große Schwester durfte diesen Sommer mit ihrer Freundin nach Irland fliegen.
Die Spielplätze boten viel Abwechslung und meine Tochter und ich ersetzen ihre große Schwester.
In der Kulisse der Hanse Sail waren andere Dinge für die Kleine wichtig
Statt der großen und kleinen Segelboote, die am Wochenende in den Stadthafen drängten, fanden ehr die Luftballons oder die Kinderkarusell ihr Intresse
Nun ist sie wieder zu Haus, ihre große Schwester ist aus Irland auch wieder zurück und nimmt ihr vertrautes Leben wieder auf.
Ich auch und so finde ich wieder Zeit für einen Blogeintrag ;-)
LaWe
Donnerstag, 29. Juli 2010
unerschütterlich
Es gibt Menschen, die ich nur wegen ihrer Ausstrahlung oder der Art, wie sie sich geben sympathisch finde. Dabei ist es egal, ob ich sie persönlich kenne oder aus den Medien. Grade die Mediengestalten begleiteten mich häufig in der Freizeit und eine von ihnen war Jörg Kachelmann.
Seine geheimnisvolle Art fand ich immer sympathisch. Um so mehr war ich erschüttert, dass er sozusagen vom Flughafen weg plötzlich hinter Schloss und Riegel brachte. All die Gerüchte und Vorwürfe die anschließend in Intervallen über die Medien verbreitet wurden, fanden bei mir keine Resonanz. So passte eine Vergewaltigung mit Küchenmesser nicht in das Bild, was ich von Jörg Kachelmann nun gar nicht glauben konnte. Kann ein Mann von diesem Format derart die Kontrolle verlieren?
Ich hab in allen Ecken meiner Menschenkenntnis gestöbert und noch immer kam keine Resonanz mit den Vorwürfen, die die Medien unter dem Menschen verbreiteten und ich hoffte auf ein gutes Ende für Jörg Kachelmann.
Mitten zwischen den schlimmen Berichterstattungen der letzten Tage über die Loveparade in Duisburg, platzen die guten Nachrichten über N-TV in meine Wohnung. Die Aufnahmen zeigen jede Menge Fotografen und Reporter um eine Person wimmeln, die ich erst gar nicht ausmachen konnte. Erst nahm ich an, man hat den Veranstalter der Loveparade in Haft genommen, doch dann sah ich Kachelmann als freier Mann in sein Auto steigen.
Nun kursieren Begriffe wie “Belastungsmotive” und “Bestrafungsmotive” als Motiv der Anzeige der Klägerin. Das heißt, die Aussagen der Klägerin werden morsch.
Bildquelle: “Gmx".de”
Er freut mich für den Mann. Mein Glaube an seiner reinen Weste bleibt unerschütterlich.
LaWe
Sonntag, 25. Juli 2010
Schock
Nur Trauer um die Toten, die gestern während der weltgrößten Party um´s Leben kamen.
Mein Mitgefühl gilt denen, die schwerverletzt noch in den Kliniken liegen.
So sieht die Originalseite der Loveparade heut aus. Nur noch tiefe Trauer und Sprachlosigkeit.
Während der Pressekonferenz heut Mittag sah ich emotional erstarrte Verantwortliche, die wieder und wieder ihr Regelwerk zum Sicherheitskonzept erklärten. Alle drängenden Fragen der Journalisten auf in die Warteschlage der zu erwartenden Ermittlungsergebnisse durch die Staatsanwaltschaft verschoben. Sie sahen noch immer fassungslos aus.
Wer von den Anreisenden zur Loveparade hätte gedacht, dass sein Leben am Duisburger Tunnel enden wird?
All das Geschehen, worüber nun schon seit 24 Stunden über alle Medien berichtet wird, wirkt auf mich so absurd und unwirklich, dass ich es noch immer nicht fassen kann. Als einzige emotionale Regung erfasse ich momentan nur eine stumme Sprachlosigkeit. Mein Verstand versucht zu verstehen und zu begreifen und so versuche ich rational die Ereignisse zu erfassen. Selbst die händeringende, Ausweichmanöver der Verantwortlichen der Stadt Duisburg kann ich nachvollziehen. Das Sicherheitskonzept wurde von vielen Instanzen überprüft und akzeptiert.
“Wie kann man nur” lauten die Vorwürfe. Hinterher sind alle schlauer. “Wie kann man nur eine Menschenmasse durch einen Tunnel leiten? “
Klar – wie kann man ?
Die Verantwortlichen sagen, sie haben alle Erfahrungen aus der Vergangenheit in ihrem Sicherheitskonzept berüchtsicht.
Und was die Sache mit einem Tunnel betrifft, da hab ich auch schon meine Erfahrungen gemacht.
Die Millionenparty zur Silvesternacht in Berlin. Gut gelaunt zogen wir vom einem Ende zum anderen der Party. Unterwegs Bühnen und Stände und feierende Besucher. Um zur Siegessäule – oder auch wieder zurück - zu kommen, mussten alle Besucher durch das Nadelöhr am Brandenburger Tor. Das Tor war damals nur einseitig passierbar war. Also drängten die Massen sich durch die Enge, die nach innen immer enger wurde. Wer erst im Strom der Menschenmassen steckte, kam nicht mehr zurück, er musste mit. Ich hielt meine Ellenbogen vom Körper weg, um mir Raum zum atmen zu schaffen. Der Druck von hinten nahm zu. Mit mir mein damals noch 11 jähriger Sohn, der zum Glück in meine Nähe war. Die bedrückende Enge hielt bis zum Schluss an.
Angstvisionen von “Massenpanik” oder eventuell einen Sturz von mir, hielt ich bewusst in Grenzen und ermunterte meinen Sohn, sich tapfer an meiner Seite mit mir zusammen durchzuschieben.
Für einen sonst 3 Minuten Weg brauchte ich 30 Minuten im Gedränge der Menschen und der Bedrängnis meiner Angstvisionen.
Als ich endlich den Massenschub hinter mir lassen konnte, fragte ich mich, was die Veranstalter sich dabei dachten und nur einen Durchgang in der Größe von einem Nadelöhr anzubieten? Auch Tage danach spukten die Angstvisionen durch meinen Kopf, was alles hätte passieren können-
Damals passierte nichts. Ein Schutzengel hat die damals Verantwortlichen vor dem Schock bewahrt, unter dem die Verantwortlichen von Duisburg jetzt stehen.
Wer von ihnen soll nun die Verantwortung für 19 Tote und 384 Verletzte übernehmen ?
Das ist soo eine große Schuld, mit der man nicht leben kann.
Die Loveparade wird es nicht mehr geben. Der Veranstalter Rainer Schaller schien während der Pressekonferenz noch unter Schock zu stehen.
Duisburg hat die Grenzen der gigantischen Veranstaltungen aufgezeigt.





