Freitag, 31. Juli 2009

Bestien bestalisch behandeln?

Schon wieder hat es ein kleines Mädchen erwischt und es muß am kranken Kopf eines Mannes glauben. Ich möchte jetzt nicht in der Haut ihrer Eltern stecken. Das, was die Eltern jetzt durchmachen kann ich gar nicht nachvollziehen, obwahl ich 3fache Mutter bin. Aber solch eine Erschütterung läßt sich sicher nicht mit Worte beschreiben, wenn ein Fremder das eigene Kind erst vergewaltigt, dann tötet, in einen Müllsack steckt und er einfach in einem Bach entsorgt.

Wenn ich an die anderen Fälle zurück denke, die ähnlich liefen, waren es oft Männer aus dem Bekanntenkreis. Se stammten aus der unmittelbaren Nähe und kannten mitunter die Familie und das Mädchen schon.
Ich frage mich, welch unentdeckte Bestie in ihrer Nähe war.

Warum verät sich die Bestie im Menschen nicht schon vor der Tat?

Warum läßt sich die tickende Zeitbombe iin kranken Männer- aber auch Frauenköpfen nicht schon an anderen Anzeichen erkennen?

Warum muß ein Kind erst daran glauben, dass ein kranker Mensch im Ort ist?

Wäre ich die Mutter, hätte ich nur Rachegefühle und würde vielleicht selbst zur Bestie mutieren und den Täter in klitzekleinen Schritten in den Tod führen. Würde jeden bettelnden Blick wie einen süßen Wein in mir aufnehmen, um mich an meiner Rache zu berauschen. Jeden jämmerlichen Atemzug würde ich auskosten und mir noch vor seinem Ableben seine Reue mir ins Gesicht brüllen lassen und wenn er nur einmal um Gnade bitten würde, dann würde ich mit meinen Rachfeldzug noch langsamer werden. Die Qual für ihn sollte kein Ende nehmen und nicht wie bei seinem Opfer zum bitteren Ende führen.

Eine verletzte Mutter hatte vor Jahren noch vor der Verurteilung des Täters, der ihr die Tochter nahm, Selbstjustitz geübt und den Täter mit 8 Schüssen zum Tode verurteilt. Sie selbst wurde dann zu 25 Jahren Haft verurteilt und mußte ins Gefängnis. Ihre zweite Tochter war darauf hin böse mit ihrer Mutter, weil sie mit dem Verlust ihrer Schwester nun auch mit dem Verlust der Mutter leben mußte. In ihren Augen hatte die Mutter die noch lebende Tochter aus dem Auge verloren.

Ja, solche Taten ohne Emotionen zu sehen und behandeln gelingt den Betroffenen auf keinen Fall. Eine unheilbare Verletzung ist entstanden Doch mit aufgebrachten Emotionen Selbstjustitz zu üben, bringt noch mehr Unglück über die Menschen als es ohnehin durch die tat eines kranken Menschen schon ist.

Doch ich bin mir sicher, dass in meinem Kopf solchen bestialischen Rachegedanken zügellos toben würden und ich brauchte starke Menschen an meiner Seite, die dafür sorgen, das ich sie mit einem brandheißen Rachegedanken in meinem Kopf nicht durchbrenne.

Ich hoffe für die Eltern von der kleinen Corinna, dass der Täter schnell gefunden wird, damit sie zumindest in dieser Hinsicht eine Chance auf einen inneren Frieden wiederfinden können.

LaWe

Samstag, 25. Juli 2009

unendliche Natur

"Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein" singt Reinhard Mey, doch darunter kann es ziemlich düster aussehen.

Bei dem Anblick kommen mir nur die Siebenmeilenstiefel aus dem Märchen in den Sinn, die mich schnell wie möglich nach Haus tragen.

Das schöne am schlechen Wetter sind die malersichen Bilder der Natur, die mit düsterem Hintergrund sehr stimmungsvoll wirken.



Doch war am Ende dieser düsterer Himmel mehr Schein als Sein und der gefürchtete Wolkenbruch zog weiter.



Der dicken Hummel war das Wetter sowieso egal, sie trank in aller Ruhe den Necktar aus der Klette, die noch in voller Blüte steht.

Diese große Klette nennt sich Spinnweb- oder Flizklette, sieht optisch sehr schön aus, kann bis zu 1 Meter groß werden und ist in der Blütezeit gut besucht, von Bienen, Hummeln, Marienkäfer und Bremsen.

Achja, sieht sie nicht schön aus?
Nur schade, dass sie klettet. :-(

LaWe

Freitag, 24. Juli 2009

Durchblick

Gestern hatte ich mir einen leckeren Kaffee geleistet und der war sogar hausgemacht.

Und weil ich einen guten Tag hatte, wollte ich Sohnemann auch so einen schmackaften Milckkaffee machen. Prinzipell lehnte er das ab, denn ich hätte nicht die Hochdrucktechnik zum Milichaufschäumen mit 80 millibar(oder so ähnlich).

"Aber mein Milchaufschäumer reicht dafür auch aus. Mit meinen Händen schaffe ich auch die 80 millibar" gab ich an.

"Ich mag auch keine Latte" antwortet Sohnemann.

"Was für´ne Latte? Ich hab Milckkaffee und keine Latte" protestiere ich.

"Latte ist französisch und heißt auf deutsch Milch" klärte Sohnemann mich auf.

"Aber Kaffe Latte wird doch in Schichten serviert" weiß ich besser als Sohnemann "Ich hab Milchkaffe gemacht und kein Kaffee Latte"

"Was du meinst ist Latte Macciato" klärte Sohnemann mich weiter auf. "Der wird mit Espresso gemacht und im Glas geschichtet serviert".

"Hm" mir fällt nichts mehr ein. "Aber warum sagt man heut nicht mehr Milchkaffee, sonder Latte? Muß ich erst französich lernen? Warum sagt man heut zum Milchkaffee nicht weiter Milchkaffee?" ich merke, dass ich mich darüber aufrege, dass unsere Sprache immer mehr verenglischt und nun auch mit französisch eingefärbt wird.

"Die nennen ihn heut mehr Milchkaffe sondern Kaffee Latte, damit sie in Cafe´dafür 5 Euro nehmen können" antwortet Sohnemann schlagfertig.

"Achsooo, das leuchtet mir ein" und ich mache in Kopf meine Milcmädchenrechnung:
neuer Name + neuer Preis = verschleierte Preiserhöhung.


Jetzt hab ich wieder den vollen Durchblick und genieße weiter meinen hausgemachten Kaffee Latte äh Milchkaffee.

LaWe

Dienstag, 21. Juli 2009

Gute und schlechte Zeiten

So ist das Leben - wie im Film - da lösen die schlechten Zeiten die guten ab und die guten Zeiten können die schlechten ablösen. So kommen die Zeiten nacheinander angerückt und man erlebt sie vielleicht die Ebbe und Flut.

Doch manchmal begleiten einem die guten wie die schlechten Zeiten Hand in Hand und im Schulterschluß.


Für Sohnemann sind jetzt die guten Zeiten wieder vorbei. Solange noch Besuch da war, wurde er auch wie in Besucher behandelt. "Was willst du essen?" oder "Soll ich dir vom Supermarkt was mitbringen?" Jeden Morgen standen frisch gebackene Brötchen auf dem Frühstücktisch und er wurde wie die Gäste liebevoll geweckt.

Jetzt sind die Besucher weg und wir gehen wieder etwas rauhbeiniger mit einander um. Mit "gegessen wird, was auf den Tisch kommt" oder "Wir müssen erst den Kühlschrak leer essen" wird jeder Extra-Wunsch abgeschmettert, bevor er überhaupt ausgesprochen wurde. "Erst wenn die Mäuse im Kühlschrank das heulen kriegen, füll ich den Kühlschrank wieder auf". Auf die Frage: "Machst du mir was zu essen?" wedel ich ihm bevorzugt folgende Antwort um die Ohren : "Du bist alt genug und kannst dir dein Essen auch mal allein machen!" Und geweckt wird wieder mit meinem Schlachtruf:"Komm endlich aus der Kiste du Schlafsack"

Zum Glück bleiben die Freunde immer die Alten und außer, dass sie ab und zu mal einen in der Krone haben, kann Sohnemann sich auf sie verlassen - sie kommen ohne Gästelaune aus und leben auch dann aus dem Vollen, auch wenn kein Gast mehr da ist. Und wer grad mal flüssig ist, sorgt für den anderen gleich mit - mit Bier versteht sich.

Heut leisten sie sich einen Strandnachmittag und den kann man ohne angemessenes Proviant nicht starten. Sohnemann und Freunde kaufen ein, was das Taschengeld so her gibt und wenig später ziehen sie wie die Olsenbande los zum Strand - alle im Entenmarsch nacheinander zogen sie unter meinen Schlafzimmerfenster vorbei. Jeder schleppt, was er schleppen kann und vorne weg geht der Jüngste und gleichzeitig der Längste - er muß sich durch jede Tür bückend bewegen- .

Der Jüngste darf das Sixerpack Bier tragen und hält es liebevoll und wie ein rohes Ei in den Händen und in Bauchhöhe - wohlbedacht darauf, mit dem wertvollen Proviant nicht ins stolpern zu kommen.

Fällt er nach hinten, dann stützen ihn die anderen beiden und fällt nach vorn, muß er sehen wie er klar kommt. Aber ich bin sicher, das Sixerpack Bier kommt wie die Jungs wohlbehalten am Strand von Markgrafenheide an.



Mann gönnt sich ja sonst nix und versäuft nicht alles ;-)

LaWe

Freitag, 17. Juli 2009

verregnete Eindrücke

Die sommerlichen Wetterkapriolen liesen uns heut vor Hitze fast zerschmelzen und gegen abend im Regen stehen.



Gewitter entläd sich zum Glück selten über der Stadt - irgendwie bleibt es über der Ostsee hängen, so ging das Grummeln der düsteren Wolken im Regenparsseln unter.



zum Glück saß ich schon in der Straßenbahn, als der Platzregen einsetzte



das Steintor im Regen



die alte Stadtmauer mit der Petri Kirche im vorbeifahren



die Regenwolken verdunkeln die Stadt schon am frühen Nachmittag

LaWe

Samstag, 11. Juli 2009

Haus voller Leute

Zwei kleine Italiner sind es nicht, die meinen gesamten Tagesablauf in Beschlag nehmen, sondern zwei kleine Mädels, die den lieben langen Tag an meiner Seite sind und sich von ihrer Oma die Welt von Rostock zeigen lassen.

Nun erschaffe ich täglich neue Geschichten und Sichtweisen und lasse so mein karges Wohngebiet zu einer Märchenwelt für die Kleinen wandeln.



Hier trafen wir den Geißvater, die für seine 7 Kinder Futter holt

Das kleine Wäldchen in der Nähe verwandelt sich in einen Märchenwald, in dem sich Hänsel und Gretel verlaufen haben.



Die beiden suchen nicht nach dem Knusperhäuschen, doch die Pflanzen haben mit ihren Fruchständen ihr Interesse geweckt. Denn wenn man die reifen Samenschoten berührt, springen sie auf und verteilen ihre Saat in hohen Bogen

So eine kleine Distelplanze hat ihre Tücken, denn sie läßt sich nicht so einfach berühren, dass haben die kleinen Mäuse schnell erkannt.



Trotzdem überbrücken sie mit Hilfsmittel die stachlige Haltung der Distel und untersuchen sie mit Respekt

Auf den freien Fläche der abgerissenen Schulgebäude wächst die wilde Natur und überragt die Kleinen. Das die Gelegenheit, ihnen diese als einen kleinen Kinderdschungel zu vorzustellen, in dem es viel zu entdenken gibt.



In den großen Pflanzen verschwinden die Kleinen fast bis zum Kopf und sie müssen sich den Weg wie in einem Dschungel bahnen.links ist Minipüppi

Vor unseren Haus ist eine Freifläche. Ein ungenutzer Parkplatz wurde eingeebnet und zu einer Streublumenwiese umgewandelt. Seit diesem Sommer blühen zwischen dem teilweise Mannshohen Unkraut zarte Blumen.



Jeder Quadratzentimeter wird gründlichst untersucht, vielleicht hängt ja noch ein Schneckchen am Stiel.

Auf einer großen Wiese stehen 4 freistehende Pappeln, die nicht nur wegen ihrer Größe Respekt einflößen, sondern auch ihre Blätter machen Geräusche, wenn der Wind weht.



Unter den Pappeln lag loses Holz und das wollten die Kleinen - nur aus Spaß - zu einem Lagerfeuer zusammentragen

Meine erdachten Geschichten beginnen immer mit einem Zauberbaum und auf ihm lass ich die Märchenfiguren klettern und wenn die Nacht anbricht und die Kinder schlafen, dann fliegen sie wie kleine Elfen von den Bäumen in die Träume der Kinder. Diese Baum macht mein Märchen fast wahr.



Die Öffnung am unteren Stamm war der Beweis, das das ein Zauberbaum war, denn hier war das Tor, durch das die Märchenfiguren aus dem Träumen der Kinder wieder in ihren Zauberbaum zurück kehren, um im inneren wieder in die Baumkrone zu klettern. Dort warten sie dann auf die nächste Nacht und den Träumen der Kinder.

Vom kleinem Steg am Teich, der unweit meines Hause ist, können die Kleinen bis auf den Grund des Wasser sehen.



Wie die Wiese wird auch der Grund des kleinen Gewässers nach Neuem untersucht

Auch die Blumen am Wegesrand der untersuchen die beiden und dies Rose wurde von der Großen uns beiden zugeordnet.



"die (linke) Rose bist du, Oma und die ander bin ich" Ich finde, ich sehr als aufgeblühte Rose ganz gut aus ;-)

Auch Sohnemann beteiligt sich gern am Kinderspaß und zieht mit uns um die Häuser. Hier fanden wir per Zufall eine Springburg, die von einem Kindergarten aufgestellt wurde.



Anfangs waren die beiden noch etwas zurückhaltend, doch später sprangen sie mit

Das war ein kleiner Einblick in meine letzte Tage. Sie bleiben bis Mittwoch. Dann werden sie wieder von ihren Eltern abgeholt, nach denen sie sich jeden Tag ganz doll sehen.

Bis dahin werden wir uns die Tage noch mit viel Spaß vertreiben



Bis dahin gehabt euch wohl und eßt nicht so viel Pupsekohl
Geklaut von Anke Engelke

LaWe

Dienstag, 7. Juli 2009

Trauer um einen Mann

Erst wenn man etwas für immer verloren hat, weiß man seinen Wert zu schätzen.

Ich sehe mir noch die zahlreichen Nachreden über die Trauerfeier wegen Michael Jackson an, als mein Telefon klinget. Es ist spät, aber nicht zu spät und ich überlege, ob ich mich in meiner stillen Trauer um Michael Jackson stören lassen möchte. Doch will deshalb nicht den Rest der Welt aussperren.

"Na?" damit leitet meine Schwester ihre Gepräche immer ein, wenn sie nur ein bißchen mit mir austauschen will.

"Hast du die Trauerfeier gesehen?" fragt sie nach. Doch ich hab nur die letzten 30 Minuten gesehen und kann mich nicht wirklich austauschen. "Ich hab´s mir von Anfang an angesehen. Fast 6 Stunden saß ich vorm Fernseher" und irgend wie sind wir beide traurig, dass so eine schillernde Figur uns verlassen hat und keiner von uns beiden kann wirklich sagen warum - wir fühlen uns beide bewegt und gerührt - genau so wie bei seinen Konzerten, die er in seiner Hochzit gab. Seine Musik bahnte sich eine Weg ins Innere, die eine Saite zu schwingen brachte, die uns in einer sehnsuchtsvolle Stimmung versetzte. Wir fühlten uns verzaubert und in den Bann seiner Musik gezogen.

Ein Nachrichtensender strahlte auch ein altes Interview aus, in dem er zu allen befragt wurde, was höchst privat war. Aber die Fans und auch Antifans wollen alles von ihm wissen. Michael Jackson wirkte in dem Interview zerbrechlich und verletztlich - irgend wie ein Junge.

Zur Zeit läuft ein Live Konzert "dangerous" - ein Livekonzert aus Bukarest. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich es schon gesehen habe und immer war ich erstaunt, wieviele Mädchen in diesem Konzert in Ohnmacht fielen. Die Fan´s - oft in Tränen ausgebrochen - himmeln ihn an und ich bin sicher, das der Besucher auf dem hinterste Platz Michael Jackson nicht größer als einen Stecknadelkopf sehen konnte und doch waren alle hingerissen.

Zahlreiche Kommentatoren gaben heut eins zum Besten - einige waren streng analytisch und bissig. Sie kommen mir in meiner gegenwärtigen Stimmung zu nüchtern vor. Eine schillernde Persönlichkeit, wie Michael Jackson es war, läßt sich nicht in nüchteren Worte fassen, denn seine Magie stellt alles Nüchterne in Frage. Andere Kommentare und das waren sie meisten, gingen respektvoll mit dem Menschen Michael Jackson um.

Einer brachte es auf dem Punkt: "Er brachte mit seiner Musik viele Menschen zusammen, brachte die Generationen und Nationen aller Hautfarben zusammen - er hat mich mit seiner berührt und das ist, was von ihm bleibt"

Wie sehr gerührt eine kleine Person zu seiner Trauerfeier war, kann man hier sehen:



Unerwartet bat seine elfjährige Tochter zum Abschluß der Trauerfeier um ein Mikrofon und ums Wort. Unter Tränen wollten sie ihren Vater noch einmal wissen lassen, das sie ihn sehr lieb hat. Ihre Tränen und Worte habem mich berührt.

LaWe

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

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Das Neuste von

Hallo ;-)

meine Randbemerkungen

Achja...
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wie makaber ;-) Bei uns wurde es ähnlich, aber anders...
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abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

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