Montag, 13. November 2006

Übung macht den Meister...

Und wieder hab ich ein Yogaschulungswochenende hinter mir. Wieder ein Stückchen schlauer geworden, wieder etwas nachdenklicher geworden.

Die YogaSutra´s waren das Thema. Sutra kann man in einfachsten Sinne als Wegweiser verstehen. Das bekannteste Sutra ist das Kamasutra, das den Weg zur sexuellen Erfüllung aufzeigt. So weit ich weiß, 64 Thesen - 64 Stellungen. Es gibt wohl kaum ein Buchladen, der nicht mindestens ein Exemplar davon in seinem Angebot hat.

Doch das Kamasutra war nicht Thema der letzten Schulung, sondern die Verwirklichung der Seele. In Yogischen Sinne stirbt die Seele nie, sondern sie verläßt nur die körperliche Hülle. Während ihrer Erdzeit geht sie den Weg zurück, sucht den Weg aus der Dualität unserer manifesten Welt in in ihre alte Heimat - die Einheit von Universum Bewußtein.

Wer auf den Übungsweg sein Bewußtsein in der großen Einheit erkennt, erlebt - so die Theorie - eine Glückseeligkeit. Je besser es dem Yogi gelingt, sein Geistfeld zu kontrollieren, d.h. an die Unstetigkeit des Geistes tritt die Ruhe, in der es keinen Gedanken mit gibt, dann kann sich die Seele mit den Universum Bewußtsein verbinden.

Beherrscht der Yogi die Kontrolle seines Geistes, hat er auch Kontrolle über seinen Körper und der Materie, die seinen Körper umgibt. Aus dem Grund sagt man den Yogis oft wundersame Fähigkeiten nach.

Eine der Fähigkeiten, die sich ein Yogi erwerben kann, ist die Unsichtbarkeit. Das sind nur wundersame Geschichten sagt der eine, oder das sind nur Märchen, sagt der andere. Kaum zu glauben, sagen sicher alle, denn wie kann ein Mensch sich unsichtbar machen, außer mit einem Filmtrick?

Der Lehre zu Folge beherrscht der Yogi auch die Materie, die seinen Körper umgibt, das heißt, er kann das abtsrahlende Licht, was sein Körper reflektiert unterbrechen. Wird das abstrahlende Licht unterbrochen, kann ein Auge den Körper nicht wahrnehmen. Auf diese Weise kann sich ein Yogi für den Rest der Welt unsichtbar machen.

Das finde ich eine gute Möglichkeit, sich ab und zu mal aus dem Staub zu machen. Und? Die Aussicht auf diese Fähigkeit spornt mich an, weiter fleißig zu üben.

Gestern auf der Rückreise hatte ich die Möglichkeit, eine ersten Übungsstunde - ich mache mich unsichtbar - zu absolvieren.

Kaum hatte ich meine Füße ich den Zug, mit dem ich wieder nach Haus fahren wollte, gesetzt, fuhr der Zug auch schon mit mir los. Für eine Fahrkarte reichte die Zeit nicht mehr.

So saß ich ohne Fahrkarte in Zug und spekulierte ein wenig über eine kostenlose Reise von Hamburg nach Rostock. Im Rückblick gesehen hielt ich in den letzten Monaten schon oft eine Karte in der Hand, die von einem Schaffner nicht das berühmte Loch zur Entwertung bekam. Warum nicht auch diesmal? SmileyCentral.com

Aus der Ferne sah ich dann doch den Schaffner durch die Abteile und Reihen der Fahrgäste gehen. Damit schrumpfte meine Aussicht auf eine kostenlose Heimreise um ein Vielfaches.

Doch dann kam mir die Fähigkeit eines Yogis in den Sinn - Unsichtbarkeit -.

Das wollte ich hier und jetzt testen. Ich konzentierte meinen Geist darauf, mich unsichtbar zu machen. Aber wie sollte ich den Lichtstrahl nach außen unterbrechen?

Wer wagt gewinnt und ich halte meine Kontentration auf die Lichtunterbrechung nach außen. Niemand soll auch nur einen meiner nach außen reflektierten Lichtstrahlen wahrnehmen. Ich ziehe meine Körperhülle in meinem Gedanken wie ein Fischernetz in meine Konzentration ein. Zusätzlich schließe ich noch meine Augen, stelle mich schlafend und denke dabei den Strauß.

Ein vorsichtiges Tippen auf meine Schulter reißt mich aus meiner Konzentration und damit fällt auch der Schutzwall für die reflektierenden Lichtstrahlen meines Körpers.

"Ihre Fahrkarte bitte" sagt die freundliche Schaffnerin.

"Oh shit" denke ich knurrig "es hat nicht geklappt. Ich bin doch sichtbar und muß für deine Reise bezahlen" und zähle mein Fahrgeld inklusive Nachlösegebühr zusammen.
LaWe

Mittwoch, 8. November 2006

Strategie der kleinen Ängste

Ängste sind neben den Hunden die treusten Lebensgefährten des Menschen. Aber im Gegensatz zu den Hunden, die bevorzug zu Füßen ihres Herrchen oder Frauchen liegen, verstecken die Ängste sich in verborgenen Nischen, denn sie wollen und sollten nicht gesehen werden. Weder von einem Selbst und schon gar nicht von den Anderen.

Aus dem Grund versteckt der Mensch seine kleinen Ängste sogar vor sich selbst.

Schon unter den gleichaltrigen Kindern war ich die Kleinste - ein kleiner Erdnuckel, den die Hochnäsigen auf jeden Fall übersahen, aber auch die anderen übersahen mich - die, mit deren Nasen ich auf gleicher Höhe war :-(.

Mein Ego litt darunter, litt jahrelang weinerlich vor sich hin.

Doch irgendwann muß mein Ego beschlossen haben, nicht mehr zu leiden und suchte nach eine erhöhten Plattform, auf es für alle Leute sicht- und unübersehrbar agieren konnte. Doch die hilflosen Verrenkungen meines in der Selbst- Darstellung ungeübten Ego´s sahen eher kläglich aus und ernteten nur einen bedauerswerten Blick meiner Zuschauer. Nach kurzer Zeit wendeten sich dann auch schon die Blicke wieder ab und damit nagte die Angst weiter an meinem Ego, übersehen zu werden.

Die Nummer mit dem Mauerblümchen war gar nicht haltbar. Mein Ego rebbelierte an allen Ecken und Kanten, trieb mich wieder ans Licht und unter die Menschen, die mich noch immer übersahen.

So stand ich im Licht und mein Ego litt wieder vor sich hin. Doch dann besann es sich auf eine Beraterin - Die Etelkeit. Ein starkes freundliches weibliches Wesen, mit allen Wassern gewaschen und das sich in Schleichwegen gut auskennt. Nach vielen Monaten Klausur mit der Eitelkeit einigte sich mein Ego mit ihr auf Schleichwege, die mir nicht nur eine Standplatz im Licht sicherte, sondern mich auch zu einem sinnvollen Programm führen sollte, das ich auf einen erhöhten Podest aller Welt zeigen kann :-)).

Heut arbeite ich als Yogalehrerin und als Trainerin. Meine Podeste stehen in Zeit und Raum der Selbstverwirklichung und mein Ego findet seinen Frieden, die kleinen verborgenen Ängste schlafen den Schlaf der Gerechten.

Die schleichenden Mechanismen meines Ego´s brachten mich an diesen Platz, an dem ich - für mich gesehen - auch sinnvolle Arbeit leisten kann.

Eine neue Kollegin brachte mich gestern zum schmunzeln, denn ihre kleinen verborgenen Ängste sprangen mir schon fast ins Gesicht.

Im Rahmen einer Veranstaltungsvorbereitung entwarf sie einen kleinen Flyer für den Sportverein, für den wir beide arbeiten. Er war mit Liebe und Perfektion gemacht, die erklärte mir jedes Detail ihrer Motive und Argumente. Die Bildchen waren aus Powerpoit und die Texte unsere tägliche Arbeit. So viel Engagement muß belohnt werden und ich lege meinen zu einer Miniatur geschrumpften Entwurf unaufffällig zur Seite. Nur mit einem flüchtigen Blick sehe ich am Ende ihres Flyer´s den Hinweis "Copyright - Ihr Name (groß und fett).

"Willst du deine Rechte auf diesen Flyer sichern?" fragte ich sie. Etwas verstört sieht sich mich an und weiß monentan keine plausible Antwort "Das mache ich immer so" antwortet sie schnell und irretiert. Ihr Blick klebt für ein paar Sekunden am Zeichen.

Der Flyer wird am Samstag im Wohnbegiet verteilt, damit läuft auch ihre Name in aller Munde über :-)).

Die Trainingsstunde ist fast vorrüber. Erst da erwischt mein Blick das Namensschild, das an ihrem Trainingsanzug gesteckt ist. Groß, breit und fett ihre Name. Für ein paar Momente klebt meine Blick an dem Namensschild für die Kinder, die sich wahrcheinlich nicht die Zeit zum lesen nehmen.

Nach dem sich mein Blick endlich vom Schild lösen konnte fast hätte ich gedacht, meine Augen sind daran angeleimt - offenbarte mir mein ersten Gedanke den Grund für ihre Beschilderung "He..du kennst sie doch auch, die kleinen Ängste, die Angst übersehen zu werden: Dann weißt du ja auch, dass die Eitelkeit tausende SchleichWege zum Ruhm in Peddo hat..." :-D
LaWe

Montag, 6. November 2006

Schnappschüsse

Die Katzen wissen, wo es gemütlich ist
montag 002a

Na dann

Gute Nacht

Katze
LaWe

überzogener Kopfstand...

Das organisatorische Leben in den Sporthallen lebt zum Teil auch von Zurufen. Die Trainer sehen sich nur für wenige Minuten oder in der Sporthallen, die schon in Lärm eingehüllt ist, der selbst die Zurufe schwer hörbar macht.

Doch weil sich ein Mensch vom anderen nicht nur äußerlich untesrscheidet, gibt es die unterschiedlichsten Reaktionen auf diesen Arbeitsstil...


Das Telefon klingelt. Eine fremde Frauenstimme teilt mir Termine mit. Es geht um mehr als eine Trainingsstunde. Es geht um Sport, es geht um Sport und Intergration von Ausländerkindern und sozial Schwache im Wohngebiet. "Der Vorstand hat mich an sie verwiesen, denn sie arbeiten in dem Wohngebiet mit den Kindern".

Ich bin begeistert, dass man dem Sport im Rahmen der Intergration einen hohen Stellenwert gibt. "Wie führen darüber demnächst eine Beratung durch" und sie teilt mir den Termin mit.

Daraufhin informiere ich meine neue Kollegin telefonisch mit den Hintergedanken "Wenn sie daran interessiert ist, kann sie an der Beratung teilnehmen" Denn immerhin trainiert sie so wie ich Kinder in dem Wohngebiet. Sie ist außer Haus, doch ihr Mann will ihr alles ausrichten.

Meine neue Kollegin nimmt an der "Beratung über Intergration durch Sport" teil. Aufgeregt und aufgelöst bittet sich mich anschließend noch um ein persönliches Gespräch.

"So geht das aber nicht" wirft sie mir vor. "Einfach so auf Zuruf" Ich kann sie verstehen, doch wundert es mich, warum sie darüber mit mir nicht noch einmal telefonisch im Vorfeld gesprochen hat. "Ich hatte noch auf einen Rückruf von dir gewartet" frage ich noch einmal nach.

Ihre Argumente hören sich wie Ausflüchte an und "außer dem" wendet sie noch einmal ein "du hättest mich ja noch mal anrufen können".

"Aha" hallt es in mir wieder "wir schiesen, wenn es eng wird ?" Doch was sie als Enge empfindet, weiß ich jetzt noch nicht. Dann entschuldige ich mich bei der neuen Kollegin "Im Trainingsbetrieb ist es manchmal etwas hektisch. Vielleicht hab ich mich schon so sehr daran gewöhnt, das es mir nicht mehr auffällt".

Mit verständnislosen Augen sieht sie mich an und ich sehe wenig Chance, ihren Blick für den Trainingsbetrieb zu öffnen.

Wir zwei Frauen bekommen ein aufklärendes Extragespräch zum dem Thema "Intergration durch Sport" und erhalten noch einmal über die Veranstaltung im Stadtteil umfangreiche Informationen.

Am nächsten Tag sehe ich, die Aufregung meine neuen Kollegin über den Zuruf hat sich noch nicht gelegt.

"Du mußt dich wegen der Veranstaltung nicht angesprochen fühlen" gebe ich ihr als Hinweis noch einmal auf den Weg. Doch kann ich sie damit nicht zurückhalten, sich schon vor mir an den Beratungstsich zu plazieren, Mit Brille und dickem Ordner sitzt sie in der Runde und hinterfragt alle Detailinformtionen zum Thema Intergration und Sport.

Still und artig sitze ich meiner Kollegin gegenüber. Beobachte ihren Auftritt als Führungskraft "Will sie nun doch an der Veranstaltung teinehmen?"......
Lawe

Sonntag, 5. November 2006

die Borgerin

Demonstrationszug für LaWe

Danke Chaoslady :-))
LaWe

Schnapszahl

mein Status

Online seit 333 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 5. Nov, 09:05


LaWe

Traum gegen Fakten.. I

Mein Gemüt liegt schon am Boden, Die schnelle Folge der erschreckenden Nachrichten hat mein Gemüt gar nicht mehr zu Besinnung kommen lassen. Mit jedem Eintreffen der Nachrichten - "Es sieht nicht so gut aus" - schoß ein negativ geladenes Adrenalingeschoß wie ein aus einer Kanone in meine Blutbahn, traf mein Gemüt und lies es ohnmächtig zu Boden sinken. Bis zum nächsten Schuß war die Zeit für seine Erholung zu kurz und so kam es, dass mein Gemüt gar nicht mehr auf die Beine kam.

Die Fakten der Medzin sind sachlich und reichen in kritschen Momenten nur von 12 Uhr bis Mittag. Nichts, woran man sich festhalten kann, nichts, was eine Tendenz der Entwicklung abzeichnen läßt.

Das kleine Wesen liegt noch im Brutkasten, kämpft mit dem Überleben. Künstliches Koma soll es ruhig halten. Die Eltern nennen sie MiniPüppi.

"Wie geht es der MiniPüppi" frag ich meine Tochter. Aus dem Telefon kommen Tränen. "Ihr geht es heut schlecht. Ich will noch mal zu ihr, vielleicht sehe ich sie heut Nacht zum letzten mal" Meine Tränen kreisen im Körper, ich lasse sie noch nicht raus. Doch sie drücken schon auf die Stimmbänder.

"Wie geht es dir, mein Kind?" meine Stimme klingt gedrückt. "Mir geht es wieder besser. Ich kann Anfang der Woche wieder nach Haus" Wenigsten sind die Ängste um meine Tochter gebannt und wir beenden unser Gespräch, wünschen uns eine gute Nacht.

Im Morgengrauen - alles liegt noch im Nebel - stehen bekannte Menschen an einer Haltestelle. Sie schauen alle in die selbe Richtung, starren auf die Nebelwand, die keinen Durchblick läßt.

Doch dann bewegt sich der Nebel und aus der Nebelwand treten die Konturen eines Körpers hervor. Als die Kontur näher kommt erkenne ich den Frauenkörper, der sich über eine Zielinie kämpft. Ein Marathon liegt hinter ihr und sie läßt sich erschöpft in die Arme eines starken Mannes fallen. Er fängt sie auf und sie muß nicht vor Erschöpfung aus dem Boden sinken. Alle um sie herum sind erleichtert und begeistert, dass die Frau den langen Weg durch den Nebel geschafft hat.

Ich stehe auch zwischen den Menschen und wechsle für Sekuden in den Körper der Frau, die aus den Nebel kam. Wie eine frische Dusche nehme ich die neue Lebensenergie auf, die aus der Erleichterung dieser Frau strömt.

Frisch mit optimistischer Lebensenergie aufgetankt, gehe ich gleich an die Arbeit und ordne das Leben neu. dabei fallen mir vier Würfel entgegen. "Wer hat die Würfel hier hergelegt? Die gehören hier doch gar nicht hin!" will ich den Vorwurf in die Menschenmasse brüllen. Doch die Worte bleiben im Hals, niemand kann sie hören.

"Denk nach" sagt das Schicksal zu mir. "Was bedeutet das, was du siehst?"

Die ist Nacht zu Ende und ich erwache. Ich fühle mich besser als den Abend zuvor. Die pessimistischen Gedanken vom Abend brause ich mit der Dusche weg. Sie fließen mit dem Duschwasser in den Abfluss.

"Wie geht es MiniPüppi?" meine Standart Frage am Telefon. "Ihr geht es wieder besser, aber es ist immer noch kritisch" erhalte ich als Antwort.

Doch diesmal hält sich meine Gemüt auf den Beinen. Wie durch eine Wunder hat es in der Nacht die optimistische Lebensenergie in sich aufgesogen und vetraaut dem guten Ausgang im Traum der letzten Nacht.
LaWe

Freitag, 3. November 2006

Welttag des Mannes

Jungs, heute ist der Welt-Männertag!

BERLIN - Ach, diese Spezies hat's schwer. Stirbt sieben Jahre früher als die Weibchen seiner Art. Isst ungesünder. Erkrankt häufiger an Krebs. Und bekommt einfach zu wenig Aufmerksamkeit. Heute aber soll das anders sein - am "Welttag des Mannes".

Die Stadt Wien und die Gorbatschow-Stiftung riefen vor einem Jahr den 3. November als Ehrentag aus. Jetzt veranstaltet die Uni Wien den "Ersten Weltkongress für Männergesundheit" mit 300 Ärzten und Forschern. Doch was weiß die Welt eigentlich über die XY-Chromosomenträger? Die Münchner Autorinnen Karin Hertzer und Christine Wolfrum räumen mit Irrtümern auf.

"Das starke Geschlecht". Von wegen! Schon im Mutterleib haben männliche Föten ein größeres Risiko zu sterben. Viele Erbkrankheiten treffen vor allem Jungs. Und das Sexualhormon Testosteron schwächt zeitlebens die Widerstandskraft.

"Das untreue Geschlecht". Seitensprünge sind keine Männersache, auch zwei Drittel der Frauen sind für Affären offen. Beweis: Jedes zehnte Kind ist nicht vom angeblichen Papa.

"Das aggressive Geschlecht". Uni-Studien ergaben: Frauen fahren genauso aggressiv und dicht auf. Und werden mit zunehmendem Erfolg im Beruf immer agressiver - während Männer ruhiger werden.

"Das stille Geschlecht". Männer reden gern über Kollegen und Promis - nur nennen sie es nicht Klatsch, sondern Informationsaustausch.

"Das ignorante Geschlecht". Stimmt nicht. Frauen glauben zwar von sich selbst, einfühlsamer zu sein als Männer. Doch in Studien zeigen sich kaum Unterschiede.


Quelle Vater-aktuell.de
LaWe

Donnerstag, 2. November 2006

Charmtest

Die kleine Hüpfer standen heut wieder in der Sporthalle und gaben ihr bestes. Sie liefen, sprangen, hüpften und spielten mit Reifen. Die ersten Schweißperlen stehen auf den Stirn, wenn sie der Fänger sind und die Flüchtigen fangen sollen.

Wenn die Sportstunde vorbei ist, beginnt die außersportliche Übung - anziehen. Die Kleinen müssen wieder ihre Garderobe wechseln und damit die Erzieher schneller fertig werden, helfe ich dabei. Suche auf Knien die winzig kleinen Socken und Schuhe, die in der Regel unter den Bank liegen. Streife Hose und Pullover über.

Und so nach und nach stehen alle in ihren Klamöttchen.

Ein kleiner Gewitzter machte mir genaue Ansagen. "Gibts du mir meine Jacke?" Die Jacke hängt am Hacken, der die Höhe für 10- Klässler hat. Dann zeigt der Kleine mir seinen Schal. Seine Mütze streift er allein über. Der Reißverschluß muß noch geschlossen werden und er zeigt mir die offene Jacke. Wortlos erhalte ich seine Order und genau so wortlos setze ich sie um.

Dann schaut er mich fest mit seinen großen Augen an. Sein Gesicht strahlt den Schelm aus. Ich seher in jedem seiner Augenwinkel eine witzige Nummer.

"Ich mag dich" sagt er mir und ist weiter fixieirt auf meine Augen. Ich bedanke mich für deine freundliche Zuwerndung und schaue mit meinem freundlichensten Blick zurück. Wir sind in Augenhöhe, denn ich knie vor ihm, ich verschließe nebenbei seine Jacke.

"Freust du dich darüber?" fragt er bei mir nach. "Na klar" antworte ich ihm.

"Dann lach mich jetzt an" bittet er mich. Oh, mein freundlches Gesicht reicht dem Kleinen noch nicht und ich arbeite an meinem Lächeln. Lasse es größer und breiter werden "Ja, ich freue mich sehr darüber".

"Dann mußt du noch mehr lachen. Lach bitte laut" Mein Stimmbänder schwingen mit, während ich dem Kleinen mein schönstes Lächeln zeige.

Das gefällt ihm, er macht einen zufriedenen Eindruck. Doch verlangt er noch einen Nachschlag. "Lach noch mal" fordert er mich auf und betrachtet dabei genau meine Gesichtsmimik. Meine Stimmbänder spielen noch einmal mit und ich höre ein lautes Lachen über meine Lippen.

Jetzt ist der Kleine Überzeugt, dass seine kleine Liebeserklärung einen guten Anklang gefunden hat und er wendet sich zufrieden von mir ab....
LaWe

Dienstag, 31. Oktober 2006

gefesselte Herbstleidenschaft

Baum
LaWe

unvergeßliche Schrecksekunden

Kleine winzige Ereignisse im Leben können sich ein Leben lang einprägen. Sie haften für immer in Gedächnis und bringen mit der Rückerinnerung auch die emotionale Erinnerung zurück.

Eine Schrecksekunde liegt schon mehr als 20 Jahre zurück, doch steckt der Schreck mir noch heut in den Knochen.

Meine jüngste Schwester - grade 16 Jahre - kam damals von einer Party zurück und wollte neben mir ihren Rausch ausschlafen. Das Zimmer, in dem wir im Hause unserer Eltern lebten, lag im oberen Stockwerk. Ich schlief wohl schon, als meine Schwester das Zimmer betrat, doch ihr stöhnen machte mich wach.

Der Alkohol zeigte sich jetzt von seiner unlustigen Seite, denn meiner Schwester war es elendig schlecht. Die frische Luft für ihre Erholung, die sie ´wohl dringend brauchte, holte sie sich vom geöffneten Fenster.

Vom Schlaf hatte ich noch schwere Augen, doch durch ein Blinzeln sah ich meine Schwester - als wankenden Schatten - auf dem Fensterbrett sitzen. "Leg dich hin" forderte ich sie auf, doch ob meine Schwester mich überhaupt hörte, weiß ich nicht mehr.

Ihr Körper wankte in geöffnerten Fenster hin und her. Mal war er nach außen geleht, dann wieder nach innen. Mein Halbschlaf hielt an, doch forderte ich sie noch einmal auf, sich ins Bett zu leben. Das Kunrren, was ich hörte, sollte wohl ein Nein bedeuten und ich dämmerte weiter vor mich hin.

Dann plumpste plötzlich ein schwerer Körper neben mir auf Bett und meine Schwester lag "ohnmachtig" an meiner Seite. So wie sie lag, fiel sie direkt von der Fensterbank aufs Bett. Endlich konnte ich in Ruhe weiter schlafen.

Am Morgen danach überkam mich der Schreck. Oh mein Gott, wenn Schwesterherz jetzt in die andere Seite gefallen wäre, dann ..ja dann wäre sie aus dem Fenster gestürzt. Auf den Betonplatten hätte sie alles andere, als eine weiche Landung gehabt. Vielleicht wäre sie sogar statt auf den Betonplatten für immer in den Himmel geflogen.

Noch heut, nach so vielen Jahren, stehe ich am den Fenster, dann denke ich an die Schrecksekunde und dem was wäre wenn....

Gestern, ich bin in der Stadt unterwegs. Doch irgendwie hab ich keine Ruhe, will wissen, was los ist. Bevor ich mich noch auf den Weg machte, sprach ich mit meiner Tochter per Telefon. Die Rückenbeschwerden machen sich zu schaffen, sagte sie. So kann sie nichrt am Inkubator neben ihrer kleinen Tochterstehen. "Eine Krankengymnastik bekomme ich nicht so einfach. Ich soll erst bei einem Arzt abklären lassen, woher die Schmerzen kommen. Es kann ja auch eine Lungenembolie sein, meinte der Arzt" sagte meine Tochter.

Wir gehen davon aus, dass der Arzt sich irrt, doch die Abklärung muß sein.

In der Stadt unterwegs will ich schon wissen, was der Arzt gesagt hat. Bis zum Abend will ich nicht warten. Meine Handyrechnung ist in diesem Monat schon arg strapaziert, doch das ist mir jetzt egal.

Bei meine Tochter geht niemand ans Telefon. Das macht mich unruhig. Ich bleibe daran und rufe im Stundentakt an. Dann endlich ist mein Schwiegersohn am Telefon. An seiner Stimme merke ich, das ist was - was nichts gutes ist.

"Es sieht nicht so gut aus" sagt er mir. "Oh mein Gott, was sieht nicht so gut aus?" "B. liegt wieder im Krankenhaus. Sie hat Lungenemgolie. Ruf sie an. Sie wird weinen"

Bevor ich anrufe, muß ich auch weinen und finde durch meine Tränen ihre Telefonnummer nicht so schnell.
Dann endlich hab ich sie und auch meine Tochter am Telefon. Ihre Tränen kommen mir schon entgegen. "Ich hab Angst, dass ich sterben muß" sagt sie.

Ach du meine Güte, was mache ich nur. Ich will meiner Tochter nicht meine Verzweiflung aufbürden. "Jetzt bist du ja in Sicherheit, dir wird geholfen" Mehr fällt mir nicht ein, das ist nicht viel. doch mehr kann ich nicht machen.

"Seit wann hast du die Beschwerden?"

Meine Tochter erinnert sich, dass sie seit letzte Woche Donnerstag die Beschwerden hatte. Doch sie glaubte, wie auch ich, dass sie von der strammen Liegezeit vor der überstürtzten Geburt des Winzlings käme, eben einfach verlegene Knochen.

Mir fährt der Schreck durch die Konochen. Seit Donnerstag läuft meine Tochter mit einer lebensbedrohlichen Lungenembolie herum.

Die Abschlußuntersuchung ergibt, das es nicht nur eine Lungenembolie ist, sondern sich dazu noch eine Lungenentzündung gesellt hat...

Wielange will die Krise sich noch über die junge Familie halten??????
LaWe

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

alles muss raus

Test
Test und das war es auch schon
Lange-Weile - 16. Aug, 14:56
vermüllt bis zum...
Als braver Bürger trenne ich den Müll sorgsam, so wie...
Lange-Weile - 20. Aug, 13:27
Nostalgische Erinnerung
Als ich Federhalter, Feder sowie das kleine Tintenfass...
Lange-Weile - 14. Aug, 14:25
Für alle Sushi Friends
Beeindruckender Film, auf jeden Fall sehenswert. Hat...
sushi-friends - 11. Apr, 14:40
Hallo Lo.
..ja ich denke, er hätte sich gefreut, auch wenn mein...
Lange-Weile - 20. Aug, 08:50

Das Neuste von

Hallo ;-)

meine Randbemerkungen

Achja...
das wusste ich gar nicht. Diese Art feinsinnigen Humor...
abendGLUECK - 5. Mai, 09:48
wie makaber ;-) Bei...
wie makaber ;-) Bei uns wurde es ähnlich, aber anders...
abendGLUECK - 4. Mai, 08:13
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Hallo Bo., gestern las ich über eine amerikanische...
abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

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