Samstag, 20. Mai 2006

Boulevard Eindrücke

Unterwegs-010
Ein leidenschaftlicher Trommler auf dem Rostocker Boulevard
Unterwegs-011
Nach vier Stunden noch im Feuer der TrommelLeidenschaft
Unterwegs-015
Sie hat ihre Mitte gefunden
Unterwegs-018
Brunnen der Lebensfreude
Unterwegs-021
War hat an der eisernen Brust gespielt ?
LaWe

Zeitkalkulation

22 Stunden und 6 Minuten blieben mir, um mich zu
  1. reflektieren
  2. sortieren
  3. zentreiren
Morgen ab 16 Uhr setze ich wieder einen Fuß vor die Tür, um zu
  1. animieren
  2. trainieren
  3. profilieren
Bis dahin werde ich mich zurücklehen und zusehen, was an mir vorbeirauschen wird..
LaWe

Freitag, 19. Mai 2006

Druckausgleich

"Wat ist ne Dampfmaschin" fragt der gutmütige Lehrer in der bekannten Feuerzangenbowle. "Jungs" erklärt der Lehrer "dat ist janz einfach. Stellt euch vor, dat ein ist ein großes schwarzes Rohr...." und dann verschwindet die Stimme des Lehrers langsam in den Hintergrund.

Dat große schwarze Rohr ist der Dampfkessel, der den Dampf bis zum Überdruck auffängt und dann wird es Zeit, der Dampf muß abgelassen werden. Der Lockfahrer hat dafür einen Hebel, den er umreißen kann und schon schiebt der Dampf die schwere Maschine mit samt dem Anhang durch das Leben.

Aber nicht nur der Dampfkessel kann unter Druck gesetzt werden, der Mensch kann es auch. Dann stellen wir uns nicht mehr ein schwarzes Rohr vor, sondern einfach nur die Seele, die alles auffängt, was ein Leben an Dampf zu bieten hat. Die Palette der Möglichkeiten ist groß und kann unendlich sein, wenn Mensch alles einheizt, was ihn unter die Finger kommt.

Aber nich nur das Leben kann einem kräftig einheizen. Der Mensch selbst heizt sich auch tüchtig ein und sorgt dafür, dass sein "Kessel" permanent unter Hochdruck steht. Die Druckbelastung müßte dem großen Rohr entsprechen, aber die Seele ist von so robustem Material nicht.

Sorgenvolle Hinweise von außen "Tritt kürzer" oder "wozu der ganze Stress ?"werden vom Druckmeister verstanden, können aber nicht umgesetzt werden. "Was sollen die Leute von uns denken?", war die Feuerung, mit der sie sich Leben lang selber einheizten, doch sie haben nie gelernt, den Überdruck, den sie sich selber machten, abzulassen. So stand die Seele, die im Körper eingebunden ist, ein Leben lang unter Dauerdruck.

Ich erlebe z.Zt., wie ein Menschen Druck ablassen muß, den er sich über Jahre aufgebaute. Der Körper erkrankte schon vor Jahren an dem permanenten Überdruck, jetzt hat der Körper fast ausgedient und droht zu explodieren, wenn der Restdruck nicht abgelassen wird,

Statt des Drucks breitet sich eine diffuse Unruhe aus, die die inneren Druckverhälnisse vibrieren läßt. Das macht den Mensch nervös, unruhig und gereizt. Er findet keine Ruhe.

Ich sehe ein paar klägliche Versuche, wieder in den alten Aktionsradius einzusteigen, denn der alte Druck will in Leistungsenergie umgewandelt werden. Der Körper spielt aber nicht mehr mit, macht einfach schlapp und streikt. Der Kopf füllt sich wieder mit den unterschiedlichsten Kommandos an wie "Das mußt du noch tun" und eine neue Druckwelle baut sich auf, die abgelassen werden muß, damit der Kopf nicht platzt.

So nach und nach geraten alle unter den Druck, die in der Nähe sind, denn sie sollen jetzt die Order umsetzten, den der eigene verschlissene Körper nicht mehr leisten kann.

Erst mit dieser Erfahrung kann ich ermessen, welch ein Druck ein Mensch in innersten aufbauen kann, weil es mich trifft, weil mich der Mensch betrifft.
LaWe

Donnerstag, 18. Mai 2006

verirrte weibliche Attacke

Der Feierabend lässt die Menschen schnell nach Hause strömen. Mit dem Kopf vorne weg und in Gedanken schon zu Hause ziehen die Massen, die grade die S-Bahn verlassen, an mir vorbei. Ich ströme mit ihnen aus der Bahn und über einen langen Stufenweg eine Etage tiefer. Dort warten alle auf die nächste Straßenbahn, die Heimfahrt geht für viele weiter.

Ein paar Stufen hab ich schon hinter mir gelassen, da schallt unüberhörbar vom Bahnsteig eine schrille TeenieStimme den Tunnelgang runter. Im Klang der Stimme aber ist die Albernheit der Teens nicht zu erkennen und mein Ohr sagt mir, es schwingt ein aggressiver Unterton mit.

Ich drehe mich auf der Treppe um und sehe, wie ein Mann in einer auffällig karierten Jacke einer Frau einen kräftigen Schups verpasst, ihr Körper federt zurück. Der kurze Tummelt lässt eine Stimmung von Schlägerei aufkommen, doch der Mann verschwindet wieder in den Massen und aus meinem Blickfeld.

Kurze Zeit später geht er wieder an mir vorbei. An seiner Hand seine Freundin. Wie zusammengeschmiedet beraten sie aufgeregt über etwas, was ich nicht verstehe. Aus dem Tunnel taucht der verstoßene Frauenkörper auf und das Blitzgewitter ihrer Blicke prasselt über beide Köpfe hinweg.

Der gut proportionierte Frauenkörper nimmt Gestalt an und ist eine gesichtslose Schönheit. Ich sehe, wie es in ihr pumt und der nächste Atemzug geht wieder in eine lärmende Attacke über.

Mit einer Stimme schrill und scharf wie die Glasscherben einer zerbrochenen Fensterscheibe schreit es über die Bahngleise der Straßenbahn "Das ist mein Freund" und dann bricht die gesichtslose Schönheit in ein albernes Teenielachen aus.

Das Paar zieht den Kopf ein und weiter an mir und den Massen vorbei. Beschützend hält er ihre Hand, eine warme Frau so grau wie eine Maus. Die gesichtslose Schönheit keift noch einmal "Das ist mein Freund" und dann ist Ruhe niemand keift niemand schupst mehr. Kurze Zeit später läuft die Bahn ein und alle steigen in ein Abteil und fahren an mir vorbei und mit der Bahn das weitere Geschehen.

Mit ein paar Gedanken fasse ich zusammen, was vor meinen Augen geschah - ich rekapituliere - ich spekuliere.

Die gesichtlose Schönheit - eine verwöhnte und ungebändigte Wildkatze muss ihren Platz an eine graue Maus abtreten. Das treibt sie fast in den Wahnsinn.

Sie will den Mann.

Sie will nicht den Mann, sie will ihren Platz zurück.

Er - ein Schmusekater - will keine wild gewordene Katze, vor der er sich schützen muss.

Er will eine dankbare graue Maus, die er beschützen kann.

Die Wildkatze kann aber nur durch starke Pranken eines Tigers gebändigt werden.

Wer einen Tiger braucht, sollte nicht nach einem Schmusekater greifen und den Kater anschließend dafür bestrafen, weil er kein Tiger ist

Mädchen ....Mädchen ...suche nach deinem wahren Meister
LaWe

Mittwoch, 17. Mai 2006

Zauberbäume mit Energie

Unterwegs-006Bevor ich mit dem Training anfange, hole ich 12 Kinder aus dem Kindergarten ab. Sie sind Vorschüler und wollen alle mal Sportler werden.

Den Eingangsbereich hatte der Frühling in eine blümige Zauberlandschaft verwandelt.

Die BlütenBlätter der zwei Mandelbäume schwebten - so als würde Frau Holle auf dem Baum sitzen und ihn schüttel - wie Schnee auf den Boden nieder. Auf den rosagefärbten Boden spielten die Kinder.

Die Baumkrone wölbt sich über den Platz und man glaubt unter dem Dach der Welt zu sein. Geht man unter ihn durch, bekommt man eine Portion ExtraEnergie für den Tag von dem Baum geschenkt
LaWe

Sonntag, 14. Mai 2006

Bildersprache

Erziehungsfinger
Mantra´s sind Wortlaute oder Melodien, die sich von allein wiederholen. Mein Sohn hat ein Mantra entwickelt, mit der er eine große Kugel gemütlich vor sich her schieben kann - "mach ich morgen" - .

Das klingt in meinen Ohren, als würde jemand eine spitze Nadel in mein Ohr rammen. Deshalb reagiere ich auf darauf immer in derselben Weise - ich gehe in die Luf.

In einer Bildersprache hab ich meinem Sohn die Auswirkung seines Matra`s "mach in morgen" wie folgt erklärt.

Der Wasserhahn aus der Wand tropft - reparieren? "mach ich morgen" und bis dahin wird ein Eimer drunter geschoben.

Der Wassereimer läuft tropfenweise über - reparieren? "mach ich morgen" Alternative? Mudder gibt einen Tritt in den Allerwertesten. Das Matra wird erweitert "geh mir nicht auf die Nerven - mach ich morgen".

Das Wasser versickert in den Fußboden - "mach ich morgen" denn das Wasser ist nicht zu sehen.

Das Wasser weicht den Boden auf - "Mach ich morgen" denn es ist ja nur ein bißchen naß.

Der durchgeweichte Boden versinkt unter den Füßen

"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben"
LaWe

Freitag, 12. Mai 2006

Bildreport des Tages

So auf die Schnelle....

SportVerein-001
Ein Klavierspieler begleitet mich auf meinen Weg zur Arbeit


SportVerein-043
Mein neuer Held nach dem Training
SportVerein-067
Schöner Ausblick in den Abend
Unterwegs-002
Der selbe Ort, der selbe Platz, die selbe UhrZeit, der selbe Vogel? - zwischen beiden Aufnahmen liegen 48 Stunden.
LaWe

Dienstag, 9. Mai 2006

Verbraucher-Selbstschutz

"Warum nutzen sie denn ihre zweite Nummer nicht?" fragt die freundliche Stimme am Telefon. In ihren Unterton schwingt mit `Das ist ein Geschenk`und ich reagiere.

"Na, wenn das in meinem Vertrag mit drin ist, dann schicken sie die zweite Nummer mit" sage ich dankbar. Die fröhliche Stimme verabschiedet sich "Wie schicken ihnen die Karte sofort per Post zu".

Nach zwei Tagen landet ein großer dicker Umschlag in einem Postkasten, darin 2 Sim-Karten für einen laufenden Handy-Vertrag. "Wenn sie die Karten nicht wieder zurück schicken, gelten die Verträge als verbindlich - Das macht 5 € pro Nummer.

"Waaaas, noch zwei Verträge?" Ich rufe mir den Schlüsselsatz der freundlichen Stimme wieder in Erinnerung "Ja, warum nutzen sie nicht.....?" Der Begriff Vertrag taucht in meinem Erinnerungskästchen nicht auf. Oder hat die freundliche Stimme den Begriff so geschickt verpackt, das er hauchdünn zwischen den Zeilen lag ? Mein Gehirn gibt das Geheimnis nicht mehr preis.

3 Handy-Nummern ? Hab ich denn 3 Ohren?

Nein hab ich nicht !

Ich hab einen Vertrag und ein lausiges Konto !!!

Mehr will ich nicht ! Mehr hab ich nicht!

Also alles wieder retour - 2 Simkarten und BlankoVerträge gehen an den Absender zurück. "Das macht 2,20 € " sagt die freundliche Postfrau "Danke für die ZusatzKosten" sag ich in Gedanken zur freundliche" Stimme " Frau gönnt sich ja sonst nichts"

Ich atme durch - hab den Konsumzwang-Angriff erfolgreich abgewehrt - Ruhe im Schiff !

Ruhe im Schiff ?

Ruhe vor dem Sturm !

Eine Rechnung flattert ins Haus - Extra-Large -

"Sie haben drei HandyNummer - Das macht 17 € schon mal als Grundgebühr"

http://www.crazygeologs.deJa, wo leben wir denn ? Im Dummi-Land? fragt sich mein Verstand, der nach dem Lesen der extra langen Rechnung einen Flipper vor den Augen bekommt.

Ich fahre meine Wut aus - ein Extra großes Flagschiff - und schiebe die Rohre auf Richtung der freundlichen Stimme.

Die erste Frage schieß schon, bevor ich einen Atemzug machen kann "Wollen ihr mich für Dumm verkaufen?"

Dafür gibt es bei mir keine Mäuse - eure Mausefallen könnt ihr woanders aufstellen ! ! ! !

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

alles muss raus

Test
Test und das war es auch schon
Lange-Weile - 16. Aug, 14:56
vermüllt bis zum...
Als braver Bürger trenne ich den Müll sorgsam, so wie...
Lange-Weile - 20. Aug, 13:27
Nostalgische Erinnerung
Als ich Federhalter, Feder sowie das kleine Tintenfass...
Lange-Weile - 14. Aug, 14:25
Für alle Sushi Friends
Beeindruckender Film, auf jeden Fall sehenswert. Hat...
sushi-friends - 11. Apr, 14:40
Hallo Lo.
..ja ich denke, er hätte sich gefreut, auch wenn mein...
Lange-Weile - 20. Aug, 08:50

Das Neuste von

Hallo ;-)

meine Randbemerkungen

Achja...
das wusste ich gar nicht. Diese Art feinsinnigen Humor...
abendGLUECK - 5. Mai, 09:48
wie makaber ;-) Bei...
wie makaber ;-) Bei uns wurde es ähnlich, aber anders...
abendGLUECK - 4. Mai, 08:13
Gegenmittel
Hallo Bo., gestern las ich über eine amerikanische...
abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

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