Schönheiten am Straßenrand

LaWe

Nicht der verkleidete Mann ist der Mittelpunkt der Betrachtung auf dem Bild, sondern das Geschäft, das im Hintergrund zu sehen ist. Mitten in der Kröpi hat Beate Uhse ihr Geschäft, so dass alle sehen können wer dort ein und aus geht. Mit einen Seitenblick wird wohl fast jeder verfolgt, der dieses Geschäft betritt.
Das haben sich ein paar Amateurfilmer auch so gedacht. Mal sehen, wer do ein und aus geht und wie die Kunden sich verhalten, wenn sie merken, eine Kamera ist auf sie gerichtet.
So haben sich ein paar Gymnasiasten die Filmtechnik vom Landesfunksender rok-tv ausgeliehen und sich mit Kamera und Mikro in der Nähe des Beate Uhse Geschäftes aufgestelllt.
Als die ersten Geschäfte von Beate Uhse bei uns in Rostock eröffnet wurden, war die Neugier der DDR-ler ja sehr groß. Während eines Einkaufbummels mit meinen beiden großen Kinder kamen wir auch an so einem Erotikgeschäft von Beate Uhse vorbei. Die Neugier meiner Kinder kannte keinen Grenzen und sie wollten unbedingt einen Rundgang machen. Sie waren beide schon über 18 Jahre und niemand konnte etwas dagegen haben, auch ich nicht.
Meine Scham kannte jedoch auch keinen Grenzen und so bloieb ich als Mutter mit dem gesamten Einkauf zurück und wartete geduldig, bis meine beiden Kinder das erotische Angebot inspiziert hatten. Später erzählten sie mir, was sie alles gesehen haben. Ich gab mic hzwar weltoffen, war aber eher verklemmt, denn eine richtige Stabdpunkt zu dem Sexspielzeug konnte ich noch nicht finden.
Das ist allerdings schon ein paar Jahre her.
Der kleine Film, den die Gymnasiasten vor dem Beate Uhse Laden drehte - der Film läuft jetzt über rok-tv in die Wohnzimmer - zeigt ein ähnliches scheues Verhalten. Die Passanten der Straße verdecken ihr Gesicht mit ihren Jacken, als sie das Geschäft betraten bzw. wieder aus dem Geschäft kamen. Noch bevor ein Moderator sie fragen konnte, was sie gekauft haben, waren sie schon verschwunden.
Vielleicht hatten sie in ihre Tasche oder unter dem Arm eine kleine unauffällige braune Plastiktüte, die , wie Mittermeier immer sagt: "Na, wieder mas was zum Wichsen gekauft ?"
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LaWe
| Von Rostock |
| Von Rostock |
Schon mehr als 20 Jahre lebe ich in einem Wohngebiet das aus den sogenannten Neubaublöcken erschaffen wurde. Ende er 80iger Jahre zog ich hier her und damals hatte ich das Gefühl, als würden sich soetwas wie Wurzeln in den Boden versenken.
In diese Wohngebiete zogen damals fast ausschließlich junge Menschen, also alle, die noch am Anfang ihrer Familiengründung standen. Um die damals sehr einheitlich aussehenden Neubaublöcke wimmelte es von kleinen Kindern. Es wurden jede Menge Tagesstätten und Schulen gebaut, damit alle Kinder einen Kindergarten- oder Schulplatz bekamen. Sie sollten möglichst in ihrem Wohngebiet zur Schule gehen.
Jetzt - nach fast 20 Jahren - werden diese Schulen wieder abgerissen. Es gibt nicht mehr genügend Nachwuchs, Kinder, die diesen Schulen wieder bevölkern könnten. Deshalb werden die Schulen jetzt wieder abgerissen.
In meiner unmittelbaren Nähe verschwand jetzt die Zweite Schule - diese mit dem schönen Namen "Astrid Lindgren" - sang und klanglos von der Bildfläche. Die Reste der Schule konnte ich noch mit meiner Kamera festhalten.
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| Von Abriß |
| Von Abriß |
| Von Abriß |
| Von Abriß |
| Von Blütenzauber |
| Von Winter |
Manchmal lösen Eindrücke Assiziationen aus, die sich wie eine Brücke in längt vergessene Zeiten schlagen. Eindrücke, die man längt vergessen glaubt und doch liegen sie ganz unten im Speicher der Gehirnfestplatte, die länger vorhält als die mordernen Speichermedien.
So eine Asszioation löste bei mir eine Erinnerung an einen alte Zeit wieder aus. Es war die Zeit, als in der damaligen DDR die Mangelwirtschaft ihren Höhepunkt hatte. Es gab Geld aber keine Ware. Die Reagle waren leer und die Konten der DDRler waren angefüllt. Nicht, dass der Bürger sich nicht das kaufen konnte, was er haben wollte, auch die Wirtschaft bekam nicht das, was sie brauchte um sich selber zu sanieren.
Das traf auch die Fischerei, die mit ihren Kähnen weltweit reisen mußten. Das Salzwasser nagte am Glanz und Stolz der Schiffe. So nach und nach verkamen die Schiffe zu Rostlauben, die, so sagte man, nur noch vom Rost zusammen gehalten wurden.
Doch wenn Staat und Regierung sich ihre Fischereiflotte ansehen wollte, standen alle Verantwortlichen im Hafen Kopf. In dem rostigen Zustand wollte sie der Staatsführung ihre Schiffe nicht vorführen. Und so wurde Gott und die Welt in Bewegung gesetzt und Farbe rangeschafft, die die Flotte wieder in bester Hülle zeigen sollte. Doch leider reichte die Farbe nur für ein halbes Schiff. Und so kamen sie auf den klugen Schluß, dass man ja nur die Seite des Schiffes anstreichen muß, die vom Land aus sichtbar war. Alle fanden die Idee gut und so wurde nur die Seite des Schiffes gestrichen, die zum Hafen zeigte. Die andere Seite blieb so wie sie war, ein verrosteter Äppelkahn. Doch die Staatsführung - die den kleinen Trick nicht bemerkte - war zufrieden und zog sich wieder in ihre Regierungsgebäude wieder zurück.
Die Besatzung sollte jedoch mit dem halb angestrichenen Kahn auslaufen und wieder auf hohe See gehen. Diese maulten aber rum und sagten "Mit Äppelkähne farn wir nicht"....
Diese Geschichte kann man nachlesen in dem Buch "Fänger und Gefangene" aufgeschrieben von Landolf Scherzer, der selber auf dem Äppelkahn war.
Als heut abend die Straßenbahn mit der Kriegsbemalung an den Bahnsteig fuhr, mußte ich an die alte Geschichte mit dem Äppelkahn denken.

LaWe
| Von Natur |
Der sonnige Herbst wird langsam auf das Schietwetter umgeleitet und wer den warmen Sommer über alles liebt, wird sich spätestens jetzt in den Süden wünschen.
Doch wer solch schönes Farbenspiel der Natur erlebt, wie ich am letzten Montag festgehalten hab, überdenkt vielleicht den Wunsch nach südlicher Wärme.
| Von Natur |
| Von Natur |
| Von Natur |