Dienstag, 7. August 2012

meine persönliche Bestzeit

Wer heut auf die Google-Seite eine Suchanfrage macht, kann erst seine Fingerfertigkeit testen. Ein Hürdensprinter ist am Start der per Tastatur gesteuert werden kann. Am Ende steht die Zeit des persönlichen Einsatzes da. 

Ich hörte eben im Radio davon.Dem Moderator werden die besten Ergebnisse gemeldet. Die lagen so zwischen 11 und 12 Sekunden.

Nach dem mein Läufer abgeschlafft am Ziel eintraf, konnte ich eine Zeit von 45, 9 Sekunden als meine persönliche Bestzeit verbuchen

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus Zeitgründen kann ich meinen Lauf nicht wiederholen und scheide damit zu weiteren Qualifikationen im olympischen Soielkram aus

LaWe

Montag, 6. August 2012

verlassen in der Wegwerfgesellschaft

 

Zurück gelassen und verweist sieht der Papierkorb aus. Er ist das Letzte. Vom letzten Mieter vergessen oder symbolisch zurück gelassen. Verloren steht es im leeren Raum, in dem vorher ein Fleischer war.

Niemand wollte das Fleisch und die  Wurst dort mehr kaufen. Ein großer Supermarkt nahm dem Fleischer die Kundschaft.

 

 

 

Ebenso verlassen, das schöne Restaurant. Liebevoll mit altem und zusammengesuchtem Mobiliar eingerichtet. Doch niemand wollte dort mehr essen gehen. Plötzlich blieben die Gäste weg. Auch ein weiterer Versuch endete in eine Geschäftsaufgabe.

 

 

Ein ehemaliger Frisiersalon hinterlässt Spuren, die sogar noch gut anzuschauen sind. Die Wandmalerei ist sein 10 Jahren nur noch durch ein die Schaufester zu bewundern.

 

 

Das Einkaufszentrum verweist und nur noch ein trauriger Platz und von Leben kann hier keine Rede mehr sein.

Doch ein Geschäft hat die zahlreichen Krisen, die über dieses kleine Einkaufszentrum hinweg gegangen sind, überlebt.

 

 

Die Spieler halten die kleine Spielhölle am laufen. Eine Bekannte von mir arbeitete dort, sogar in Schichten. “Morgens kommt da doch keiner zum Zocken” behauptete ich einfach mal. “Das glaubst du” antwortete sie. “Die ersten Kunden stehen schon vor der Tür, wenn ich das Casino öffne”

Doch ich bin keine Spielernatur. Ertrage es nicht mal. im Mau-Mau zu verlieren, wie schlimm wäre es, wenn ich mein Bares verzocken würde.

So…nun habe ich dem Einkaufszentrum auch in meinem Blog einen Platz eingeräumt und ihm auch eine Träne nachgeweint. So ist eben das Leben heute. Was nicht mehr gebraucht wird, wird weggeworfen.

LaWe

Sonntag, 5. August 2012

nicht im Trend

Die Sonne lacht heute nicht, der Regen hat sich schon einmal übers Land verteilt, die feuchte Luft strömt in meinen Nase und belebt mich mit Frische. DAS Wetter nach meinem Geschmack. Ich weiß, damit liege ich nicht im Trend und die Sonnenanbeter werden nur mit dem Kopf schüttelt. Was das Wetter betrifft, liege ich bestimmt neben der Spur, auf der der Rest des Landes unterwegs ist.

Und auch so, fällt es mich schwer all die Trends mitzumachen, die sich wie Winde übers Land ausbreiten. Von irgendwo her kommt eine “Welle”, dann die Trendsetter und plötzlich legen sich alle in die selbe Kurve, sie wollen zeitgemäß und auch im Trend sein.

Tief gebeugt übers Onlinefähiges Handy beginnt Sohnemann schon seinen Tag, manchmal schon im Bett liegend. Er organisiert seine Freizeit fürs Wochenende nur noch über Facebook. “Mal sehen, was die andere so machen” sagt er dann. “Du kannst da was sehen?” fragt ich ihn. “Ich sehe nie was bewegendes” runde ich meine Frage ab. Sohnemann lächelt mich mitleidig an und kann nicht verstehen, das ich so blind bin.

Ja..sogar die Polizei hat jetzt einen Facebook Account. Sie muss auch im Trend sein, den Onlineort für Fahndungen nutzen. Eine peinliche Panne ist auch schon passiert. Wie unangenehm.

Um im Trend zu sein. meldete ich mich schon vor ein paar Jahren bei Facebook an, weil ein Promi davon im TV erzählte. Ich hatte mir Unterhaltung wie in anderen Communitys versprochen. Jetzt dümpelt mein Account vor sich hin.

Es gibt wohl kein Künstler oder Möchte-gerne-Künstler, der keinen Account bei Facebook hat. Die “Lik´s” als Beliebtsgrad schmeichelt jedes Ego. Deshalb wird damit gehandelt. Jetzt kann man sogar den “Onlineapplaus” kaufen und den Trent potenzieren. Wer so beleibt ist, da muss ja was dran sein.. Dito für die  Follower bei Twitter.  Man kann sich die Lik´s und Follower kaufen d.h. die Beliebtheit lässt sich jetzt kaufen.  Mein Gott, wo sind wir nur hingeraten.

Mir geht es so wie Karl Dall, der in einem Interview sagt. “Ich bin froh, dass ich da raus bin” er meinte damit das Showgeschäft heute. 

Ist heut alles nur noch Show?

LaWe

Samstag, 4. August 2012

Stadtbilder in Sepia

Passend zum Sepia-Layout habe ich heut eine paar knallbunte Bilder aus Warnemünde umgearbeitet.

 

Gruppenrollen auf der Promenade


 

Zimmer mit Ausblick auf die Promenade


Glasmusikkünstler auf der Brücke zum alten Strom


 

Fahrräder im Massen


 

Alter Mann im Park


LaWe

kleiner Hinweis

Für die alten Besucher meines Blog..
Es kann sein, dass mein Blog über den Browser eher chaotisch im Layout rüber kommt. Weil die Browser nur wenige Daten einer Internetseite austauschen, wird das alte Layout gemischt mit dem neuen sichtbar sein.
Bei einigen Browsern kann man die Browserdaten der letzten Stunde löschen. Danach sieht alles wieder ok aus

LaWe

Donnerstag, 2. August 2012

nur mal so

..damit ich den Ablauf der Aufwärmübung nicht vergesse, bis ich sie selber intus habe

LaWe

Montag, 30. Juli 2012

Bratwurst - Folter ?

Um an Informationen zu kommen, soll er gefoltert werden. "Die Indianer kennen keinen Schmerz. Dazu fehlen ihnen die Enzyme" sagt Abahachi im Schuh des Manitus und er stellt sich der Folter. Als die Folterer die Schere ansetzen, sie wollen Haare vom Kopf scheren, ist das Geschrei schon groß und Abahachi erzählt am laufenden Band, was seine Peiniger hören wollen.

Zum Glück geht es so grausam in meinem Leben nicht zu. Ich werde auch von niemanden gefoltert, außer von bestimmten Essen, was ich so aus den Supermärkten mit nach Hause bringe. Zumindest steht seid heute ein Lebensmittel bei mir auf der schwarzen Liste der Verdächtigen, mich nach ihrem Verzehr nachts,wenn ich schlafen will, ganz subtil zu foltern. Die gemeine Bratwurst steht dabei ganz oben.

Ich verzichte abends auf Kohlenhydrate und halte mich mit Eiweißnahrung über Wasser. Die Bratwurst ist schnell gemacht, warm und deftig im Geschmack. In meinem Einkaufsumfeld sind nur Aldi und Penny, ich hatte im Kühlschrank einige Packungen gebunkert.

Diese Nacht hab ich wieder nicht geschlafen, wie am letzen Donnerstag.. Wieder düstere bedrückende Gedanken, das Werfen von einer Seite auf die andere. Dicke Bettdecke gegen dünne ausgetauscht. Gegen düstere Gedanken den Fernseher zum ablenken. Erst den kleinen Fernseher, dann den Großen. Warum kann man sich nachts so schwer gegen düstere Gedanken wehren ? Die Sonne geht auf, ich stehe wieder am Fenster. Mein Füße sind kochend heiß und die Hitze steigt an den Waden bis auf Kniehöhe. Ich fühle mich wie in einer Isolationszelle.

Gegen 7 Uhr schlafe ich den endlich doch noch ein. Zum Glück muss ich nicht früh raus.

Ich frage mich warum ich mir schon wieder die Nacht um die Ohren schlagen musste. Fehlen mir die Enzyme um die zusätzlichen Zutaten der industriellen Lebensmittel zu verstoffwechseln?

Mit dem Supermarktbrot und Rotwein - mit ähnlichen nächtlichen Folterfolgen - werde ich wohl auch auf die gemeine Bratwurst verzichten müssen.

LaWe

Samstag, 28. Juli 2012

Eine Klimaanlage….

…könnte ich an einem heißen Tag wie diesem gut gebrauchen. Die Wärme drückt sich regelregt durch den Spalt der an gekippten Fenster in die Zimmer. Der langersehnte Sommer hat sich nicht mit sanfter Wärme niedergelassen, sondern er krallt sich mit Hitze Tag und Nacht in mein Leben. Ich glaube, ich lebe am falschen Platz auf dieser Erde. Es gibt Menschen, die sehnen sich nach dem Süden des Mittelmeeres und fühlen sich mit jedem Grad, der im Thermometer nach oben steigt, besser und besser. Bei mir läuft mein Wohlgefühl mit jedem Grad nach oben schlechter und schlechter. Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen sind die Begleiterscheinungen bei Temperaturen über 20 °C und ich sehne mich nach dem hohen Norden.

An solch heißen Tagen wie diesen suche ich gern  Plätze mit dicken fetten Bäumen auf. Sie sind für mich wahre Naturwunder. Unter ihrem dicken Blätterdach fühlt sich die Luft frisch und belebend an.

Ein paar Sonnenstahlen dringen durch, aber das war es auch schon.

Diese große freistehende Rotbuche spendet sogar 2 Schatten. Einen großflächigen weniger gekühlten und einen im Kern, mit Extra Kühlung. Der zugige Wind unter ihr erfrischt zusätzlich.

Direkt im Kernschatten der Rotbuche kann sich mein vor Hitze geschwächte Körper wieder erholen. Nach wenigen Minuten merke ich schon, wie sich meine Lebensgeister beleben und räkeln. Der Schatten hat sie wieder auf die Beine gebracht. Zum Glück hat die Stadt viele solch natürlichen Klimaanlagen.

Wen´s nicht reicht, kann seine Füße auch ins Wasser stellen. 

Global gesehen, geht es den Baumbeständen nicht so gut. Sie sind ja nicht nur für die Kühlung zuständig, sondern man nennt sie auch CO²-Senken.  Sie nehmen das Kohlendioxyd und andere Schadstoffe aus der Luft auf. Die Osmose macht es möglich. Großflächig gesehen sind die tropischen Regenwälder wirkungsvolle CO²-Senken. Doch sie sind schon zu großen Teilen abgeholzt und verlieren damit ihre Funktion für das globale Klima. Werden noch 1 oder 2 % des Bestandes abgeholzt, dann hat das fatale Folgen für uns Menschlinge. Der tote Baum kann als edles Möbelstück in Sachen Klima nichts mehr für uns tun.

Und solche massiven Bauten als Schattenspender beleben weder meine Lebensgeister noch meinen Geist.

Für die kleinen Geister ist die Welt, so wie sie ist, noch in Ordnung. Sie werden den Staffelstab des Weltklimas erst in 20 Jahren in die Hand bekommen. Und ich hoffe für sie, das die letzte Generation vor ihnen gute Arbeit in Sachen Klimaschutz geleistet hat.

In meinem Supermarkt ist der Mineralwasser-Bestand geschrumpft. Weil dieser an der Bäderstraße, also in Richtung Markgrafenheide,  Graal Müritz und Darß liegt, bunkern wahrscheinlich viele Tagesausflügler ihr Trinkwasser dort.

Das stört Klein Seppel nicht. Er wartet geduldig auf Frauchen, die im Supermarkt verschwand. Wahrscheinlich hatte er keinen Bock darauf, mit Frauchen durch die Regalreihen zu schleichen. Er ist ja nicht mehr der Jüngste. Gebannt schaut er in die Richtig, in der Frauchen verschwand und schenkte auch mir keinen Blick für ein gutes Foto. Hundchen himmelt eben nur Frauen an. Was für eine treue Seele.

Zur Zeit ziehen die Wolken wieder auf – ich hoffe auf Abkühlung. Doch für die nächsten Stunden sollte es trocken bleiben. Die Fans von “Unheilig” versammeln sich grade im IGA-Park und freuen sich auf ein Livekonzert mit ihnen.

 LaWe

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