Sonntag, 11. Dezember 2011

lange Nacht

Der Plan steht fest. Wie das bevorstehende Wochenende aussehen wird, darüber konnten sie sich während der Schulwoche ausreichend Gedanken machen. Die Stadt bietet genügend Nachtleben am WE und so geht das große rüsten gleich nach der letzten Unterrichtsstunden am Freitag los. Nach dem Rüsten sammelt dich die “Meute” und ab geht es in das Rostocker Nachtleben.

Zwei Nächte durchgemacht und so sieht der Sonntag erwartungsgemäß immer wieder gleich aus. Die Morgenstunden werden in die Nachtmittagsstunden verschoben. Auf die Telefonate der  Freunde kommt, wenn überhaupt. nur eine spärliche Reaktion :”Häää” oder besser nur ein “Hmmmhmmm”, dabei muss man den Mund nicht wie bei “Häää” öffnen. Das Unterkiefer ist noch viel zu schlapp, um sich zum sprechen zu bewegen.  Die Lebensgeister lassen noch lange auf sich warten und wenn überhaupt, dann stecken sie frühestens um 16 Uhr der Kopf unter der Schlafdecke vor.

Das hätten auch meine Wochenenden sein können. Doch meine Jungendzeit verbrachte ich im Dorf, in dem nur 4 oder 5 x im Jahr Nachtleben zu erwarten war. Entsprechend intensiv war die Vorbereitungsphase, die die Stimmung langsam steigen lies und fast zur Explosion kam, als der Höhepunkt kam – das gemeine Dorffest.

Sohnemann muss nicht so lange auf die ”kulturellen Höhepunkte”warten wie ich. Er kann sich wöchentlich ins Nachtleben stürzen, während ich nur noch in der Erinnerung schwelgen kann.

LaWe

Samstag, 10. Dezember 2011

Rätselspaß

 

Und ? auch reingefallen ?

Sonntag, 4. Dezember 2011

alle Jahre wieder

zu Weihnachten die selbe Qual ;-)

LaWe

Mittwoch, 30. November 2011

Tagesereignis

Essen gekocht

  1. Suppe versalzen
  2. dafür Gurkensalat flau (gleicht sich mit versalzener Suppe aus)
  3. Heidelbeerpudding geschmacklos

Das Ergebnis

  • lange Gesichter

LaWe

Samstag, 26. November 2011

wie Gott

Die Statistik sagt, dass heute die erwachsenen Kinder das Elternhaus nicht so schnell verlassen, wie noch vor Jahren. Die Spitzenreiter der Nesthocker sind die Jungs- Sie nutzen noch  das Hotel Mama nutzen noch, auch wenn sie schon stramm auf die Mitte 20 zugehen. Hotel Mama als sichere Variante, da eigene Leben in Angriff zu nehmen und mit Rückendeckung zu meistern und bequem noch dazu. Der Kühlschrank ist immer voll und die Wäsche immer gewaschen und gebügelt im Schrank. War die Nacht am Wochenende besonders lang, warten Frühstück und Mittag in einem auf den Nachtschwärmer. Er muss sich nur aus dem Bett rollen und an den Tisch setzen.

Hotel Mama – eine bequeme Variante oder eine preisgünstige Lösung um das eigene Leben auf die Beine zu stellen ?

Wie dem auch sei -  für Sohnemann trifft die letzte Variante zu, die zur preisgünstigen Lösung auch eine bequeme Variante für sein Leben darstellt.

Seine letzte Nacht war auch lang und der Morgen zum Ausstehen viel zu grau. Mit Musik aus dem Wohnzimmer und Gerüchen aus der Küche im Hintergrund, erholt er sich im Bett von der langen Nacht. Achja…süßer Vogel Jungend. Das hab ich als Mädchen auch immer genossen. Das klappern in der Küche nur aus der Ferne hören und sich weiter im Dämmerschlaf aalen. Lang ist es her und bei mir noch als wohlige Erinnerung im Kopf. Mit dem Jahren hab ich den andern Part übernommen. Ich bin diejenige, die mit dem Geschirr in der Küche klappert und Sohnemann, der dieses Geräusch noch völlig unbeteiligt aus der Ferne genießen kann.

Zum Mittag wecke ich ihn mit den Worten: “Du lebst wie Gott und Frankreich” Ob er im Halbschlaf die Worte gehört hat ? Weil er den Unterschied zum anderen Part nicht kennt, ist für ihn seine Leben als Gott in Frankreich noch selbstverständlich. Aber irgendwann wird auch er an die aktive Stelle treten und für seine Kindern ein Leben wie Gott in Frankreich ermöglichen, und sei es nur, für seine erwachsenen Kindern nach einer durchfeierten Nacht eine kräftige Brühe bereit zu stellen

Doch wie lebte Gott überhaupt im Frankreich ?

Eine Redensart, die ich schon von meinen Eltern übernahm und deren Ursprung ich nicht kenne.

LaWe

Samstag, 12. November 2011

ausgemustert

 

Armer Kerl – vielleicht muss er warten, bis er entsorgt wird, aber vielleicht hat er noch mal Glück und ein Kind erbarmt sich über sein trauriges Schicksal und schleppt den noch tadellosen Dalmatiner aus Plüsch und Konststoffflocken in´s warme Kinderzimmer.

LaWe

Mittwoch, 9. November 2011

traurige Maus

Die Kleine ist schon mehr als 2 Jahre in der Sportgruppe. Damals war sie erst vier Jahre und jedes mal erschüttert, brach in Tränen aus, wenn es in der Gruppe etwas ruppig zu ging. Sie musste sich erst am Lärm und die Schupserei gewöhnen. Doch wenig später erschütterte sie nur noch wenig. Viel zu sehr war sie auf das Training und sich selbst konzentriert.  Beschwerden über die sie oder von ihr über andere kamen kaum.

Gestern fiel sie etwas aus der Rolle. Die Kleine, sonst gut sortiert und organisiert, reagierte sich an einem Neuling ab, der sich weinend kauernd ich die Ecke stellte. Das erste mal musste ich die kleine maßregeln. Trotzdem ratterte in meinem Kopf, warum sie heut so auffällig ist. Vielleicht ist das Schulstresse, der sich auch bei ihr auf diese Weise zeigt.

Insgesamt waren die Kinder in der gestrigen Trainingsstunde irgendwie durch den Wind, so konnte ich meine Übungspläne auch gleich in den Wind schreiben. Ein neues Programm aus den Fingern saugen und etwas finden, was den Kindern mehr Spaß macht. Mit einem Spiel ist man immer gut beraten. Es dauerte nicht lange, da fanden die Kinder zu ihrem Spaß an der Freude wieder zurück. Nur die Kleine nicht. Ihre Tränen kullerten im Laufen und Spielen. Weil mein Co-Trainer gestern nicht dabei sein konnte, mussten ihren Tränen noch  ungetrocknet bleiben, doch ich behielt die Kleine im Auge.

Die letzten 10 Minuten vor Trainingsende dürfen die Kinder noch frei spielen. Jeder holt sich was er möchte, Ball, seil oder Reifen. Mit Tränen in den Augen holte die traurige Kleine ein Seil.

“Komm mal zu mir” bitte ich die Kleine. Sie ist so traurig, dass sie kaum antworten kann. Sie setzt sich zu mir. “Warum bist du heut so traurig “ frage ich. Ich nahm an, dass ein Kind sie während der Trainingsstunde gekränkt hat.  Dann bricht es aus ihr raus: “Meine Tante ist gestorben. Sie hat ein Baby gekriegt und ist gestorben” Dann kommen nur noch Wortbrocken wie “Blut” und “Stammzellen” und von einem weinenden Papa und einer weinenden Mama. “Haben wir jetzt Dezember oder November?” fragt die Kleine. “Jetzt haben wie November” “Sie ist am 2. gestorben und das Baby schläft mal bei uns und mal bei Oma” Ihre Tränen laufen an den Wangen runter. “Meine Tante war 31 Jahre und ihr Sohn wird seine Mutti nie wiedersehen”. Sie erzählt mir das Trauerspiel 3 mal und jedes mal besser sortiert. So erfahre ich, dass das Baby jetzt 10 Monate alt ist und seid der Geburt die junge Mutti schwer erkrankt war und diese Krankheit nicht überlebte. Das war guter Trost schwer. Ich hab sie gedrückt, solange sie es zuließ.

Kurz vor Ende der Stunde lief sie doch noch aufatmend zu den anderen und spielte ein paar Minuten mit ihnen.

LaWe

In den Wind geschrieben

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