Sonntag, 4. September 2011

Wer die Wahl hat….

…der hat die Qual und so kann für den der Gang zur Qual werden, wer für seine politische Orientierung noch keine Wahl getroffen hat. Damit das nicht dem Zufall überlassen wird, haben die Parteien in Mecklenburg Vorpommern in den letzten Tagen noch kräftig ihre politische Trommel gerührt und außer Flyer und Wahlplakaten den Menschen auch gesangliche Unterhaltung geboten, wie auf der Veranstaltung von der “LINKEN”.

In Lütten Klein, einem der ersten Neubaugebiete Rostocks aus DDR Zeiten, versammelten sich noch einmal alle politisch Interessierten in geselliger Runde.

 

Nur zufällig kam ich an der laufenden Veranstaltung vorbei und ich fand, sie war gut besucht. Das Wetter zeigte sich von der Sonnenseite und so verfolgten in der warmen Abendsonne die Menschen den Lauf der Veranstaltung. Der Sänger auf der Bühne sag der Sänger das Lied vom Bettina Wegner “Sind so kleine Hände”

Ob sie damit noch Punkte machen konnten, wir sich zeigen. Der Wahlkampf ist hart und auch die anderen schlafen nicht und locken mit großen Versprechungen, sie sich zur Zeit noch an den Laternenpfählen übereinander stapeln.

Ich hab die Landtagswahlen 2011 in Mecklenburg Vorpommern gegoogelt. Ganz oben standen die Grünen, gefolgt von der Piratenpartie. Haben sie daran gedreht, dass sie ganz oben auf der Google-Liste ausgeworfen werden ;-) ?

Zur Wahl stellen sich neben den bekannten großen und kleinen Parteien auch solche wie die

Familienpartei Deutschlands

Partei Bibeltreuer Christen

Alternatives Bündnis für soziale Gerechtigkeit Mecklenburg-Vorpommern

Arbeiter-Arbeiterinnen Partei Deutschlands

Partei für Arbeit, Umwelt und Familie

Die Partei für Arbeit. Rechtsstaat; Tierschutz, Elternförderung und basisdemokratische Initiative (von den Politikern als Spaßpartei betrachtet)

und noch eine paar andere Parteien werden antreten und auf Einzug in den Landtag hoffen.

Für die SPDler muss sich in der Nacht eine Wahlkampschlacht gegen sie entscheiden haben, denn einer ihre mannsgroßen Aufsteller hat es umgehauen.

 

Ob das ein gutes oder schlechtes Ohmen für die SPD ist, wird sich zeigen. Am Sonntag morgen gehen Sohnemann und ich zur Wahl, geben brav unsere Stimme ab und hoffen auf eine gute Landesregierung für Mecklenburg Vorpommern.

LaWe

Samstag, 27. August 2011

mächtig gewaltig

Eine lange und am Ende mit kurzem Bogen nach schräg unten gebogene Nase sollte der Darsteller haben, wenn ich ihn nach meinen Vorstellungen die Rolle eines Egoisten besetzen sollte. Eben eine mächtig gewaltige Nase, die nicht nur ihre Spitze neugierig  in fremde Angelegenheiten steckt, sondern auch  zwischen dem Beste vom Besten noch das Beste heraus für sich heraus picken kann. Die leicht nach vorn gebogene Nase kann sich bis in den Untergrund wühlen, ohne ungewolltes mit spitzen Schnabel zu beschädigen Damit bleibt für den Rest der Welt der Rest unbeschädigt. Ein praktische Werkzeug eben.

Dieses Bild eines Menschen mit eben einer solchen  Nase schob sich an meiner Stirn wie ein Bild vorbei. als ich gestern im Supermarkt eine Kundin sah, die für sich und ihrer Familie nach frischen Erdbeeren suchte. Die zahlreichen und offenen 500 Gr. Erdbeer-Schalen wurden von den Händlern übersichtlich ausgebreitet. Das offene Angebot nutze die Kundin aus und lies keine Erdbeere unberührt um sie genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei griff sie wahllos in jede Schale und sortierte sich die besten der besten Erdbeeren für ihren Kauf aus. Während die restlichen Schalen am Gewicht verloren, ihre Schale füllte sich mit dem besten Erdbeeren, die der Markt zu bieten hatte. Ihre penible Auswahl zog sich über mehrere Minuten hin. Dann  hatte sie endlich die besten Erdbeeren für sich persönlich aussortiert. Die ihr rein optisch nicht gefielen, legte sie in die Schalen wieder zurück, die können die anderen haben.

Naja…nach ihre Auslese war mir der Appetit auf Erdbeeren verflogen. Trotzdem rang ich mit mir.

Sollte ich sie darauf ansprechen?

Oder sollte ich mich als Petzerin  befleißigen?

Ich entschied mich als Feigling gegen beide Wege, meiner Entrüstung Luft zu machen. Was blieb, war ein unangenehmes Gefühl einer Egoistin weltvergessen beim Rahm  abschöpfen ungewollt beobachtet zu haben. In der Tat hatte sie die oben beschriebene Nase und ihr Mann , der an der Kasse dann neben ihr stand,  ebenfalls.

Mächtig gewaltig ist der Hurrikan, der in den nächsten Stunden über Amerika hinweg fegen wird. Er trägt meinen Namen und ich weiß nicht, ob ich mich geehrt fühlen sollte.

Mächtig gewaltige Regenmassen und Gewitter  überzogen letzte Nacht Rostock mit dem taghellen Blitzen und leuchtenden Wolken. Ein Naturschauspiel, wenn man auf trockenen Boden lebt. Doch das ist für einige  Stadtbewohner schon lange nicht mehr der Fall. Die sich stetig vergrößernden versiegelten Flächen der Stadt führen die Wassermassen zu kleinen Sturzbächen in Niedergebiete und die Bewohner kämpfen mit dem Wasser, deren Häuser dafür nicht gebaut wurden. Man spricht jetzt schon von Hochwasserschutz. Aber die Versiegelung wird sicher weiter gehen.

Mächtig gewaltig wird heut auch der Bahnhof für einen Rückkehrer sein. Vor 4 Jahren zog er mit seiner Mutter in die Fremde. Der Freund von Sohnemann – sie hielten auch über die Ferne zusammen -  bezieht heut sein erstes eigene Heim als Erwachsener und darauf stellen sich seine Altfreunde von damals aus Rostock ein. In wenigen Stunden werden sie ihm im Spalier stehend empfangen, wenn er mit seinem Möbel-Transporter in die Straße von Rostock  fährt, in der er die nächsten Jahre leben will.

Er und Sohnemann – zwei alte Freunde – werden am Donnerstag gemeinsam ihre Ausbildung zum Mediengestalter beginnen.

Ihre Traumausbildung – mächtig gewaltig.

Viel Glück bleibt mir dann nur noch zu sagen.

LaWe

Sonntag, 21. August 2011

Sinnestäuschung ?

Selbstmassage

Die Anleitung zur Selbstmassage fand ich nur zufällig. Sie löst schon beim zuschauen ein Wohlgefühl aus. Vielleicht sollte ich mich auch nach der Anleitung selbst massieren.

Wer sich die Anleitung ansehen möchte, klickt bitte ins Bild.

LaWe

Freitag, 19. August 2011

oben ohne …Wolken

Hokos Pokus Fidibus

drei mal schwarzer Kater

mit dem Regen ist heut Schluss

jetzt komme Sonne !!!!

ohne Wolkenmarter

LaWe

Sonntag, 14. August 2011

Glück gehabt…

…weil es am Samstag nicht aus Eimern schütte, wie an den Tagen zu vor. Als ich am Samstag zur Hanse Sail  im Alleingang unterwegs war, schien die Sonne.  Dabei sah es am Freitag und am Sonntag so aus.

Das Regenband, was sich über Deutschland wälzte, bescherte uns Strippen von Regen und das fast ohne Pause.

Doch am Samstag war der Himmel blau und söhnte alle Hanse Sail Besucher doch noch mit Sonnenschein aus. Entsprechend war der Stadthafen voll. Und mitten im Gedränge schob  ich mich mit meiner Kamera um den Hals durch die Massen.

Und nicht nur die Menschen drängten sich an der Hafenkante lang, sondern auch die zahlreichen Segelboot, die  in dreier Reihen an den Anlegestellen lagen. Sie warteten  die auf Besucher, um mit ihnen eine kurze Bootspartie in die Ostsee zu machen.

Und so wie ich, waren auch viel andere auf den perfekten Schnappschuss aus.

Und dieser gepflegte Rauschebart ist auf jeden Fall ein Schnappschuss wert.

Und auch politisch ging es auf der Sail zu

Auch  Che Guevara ist mit dabei. Ein beeindruckende Mann, dessen revolutionäre Ausstrahlung bis heut noch kein bisschen eingebüßt hat.

So ein Pfahl kann zum ausruhen ganz gelegen sein.

Der kleine Wuffi ist auf Frauchens Arm bei dem Gedränge bestimmt besser aufgehoben

 

Ein kurzer Moment für einen Durchblick zwischen Speicher und Stadthafen

Weil ich mich nicht selber fotografieren kann, nehm ich ein Spiegelbild von mir auf

Dann treffe ich auf zwei alte Haudegen auch dem Mittelalter, die auf keiner Hanse Sail fehlen dürfen.

Auf  für die Kleinen gab es im Mittelalter Spaß. Das Kinderkarussell sah eher handgeknüpft aus und wurde mit Armkraft angetrieben

Mit dem Schäfer kam ich am Ende meiner Tour noch ins Gespräch. Er gehörte zu dem Mittelalter Markt und hatte zwei kleine Lämmer an der Leine “Die bringe ich immer zu solchen Veranstaltungen mit, damit die Kinder sehen, woher die Wolle kommt. Die meisten kennen die Tiere nicht, die uns ernähren oder einkleiden”. Er war so nett und erlaubte mir, ein Foto von ihm und seinen jungen Schafen zu machen.

Dann war meine Meile der Hanse Sail beendet, aber noch ohne einen letzten fotografischen Blick zurück zu werfen.

Der Abend war gekommen, doch die Meile bleib bis Mitternacht noch belebt. Das Feuerwerk kurz vor Mitternacht kann ich nur auf dem Bild bewundern, aber es ist eine Augenweide.

LaWe

Samstag, 13. August 2011

abgehau´n

Lang ist es her, aber ich erinnere mich noch ganz dunkel daran. Im meinem Dorf erzählte man damals: ”Die Weidenbaums sich über Nacht verschwunden. Die sind abgehau´n.”. Weidenbaums hatten ein großes Bauerngehöft mitten im Dorf. Der Bauer gehörte zu denen, der  die größten Kartoffeln hatte. Er war eben ein reicher Bauer. Zumindest aus meiner Sicht der Kinderaugen. Ich erinnere mich an die  zarte eher zerbrechlich aussehende Frau Weidenbaum, die ihr Aussehen auch den Kindern gab. Auch sie waren verschwunden und ihr Patz in der Schule blieb von einem Tag zum anderen leer.

Was mit ihrem Besitz  wie Haus und Hof  und ihrem Vieh geschah, weiß ich nicht. Ich denke mal, das wurde unter der Dorfbevölkerung aufgeteilt oder gar geplündert. Später bezogen mehrere Familien das Haus. Sie waren keine echten Bauern, doch ihr Glück darin wollten sie versuchen.

Das geschah noch vor dem 13.August 1961. Damals wurden die Bauern verstärkt bedrängt, in die LPG einzutreten. Das war ein Zusammenschluss der Bauern, die ihren landwirtschaftlichen Besitz in die LPG einbrachten, um gemeinsam die Felder zu bestellen, bzw. das Vieh zu betreuen. Diese Gemeinschaft beschaffte sich Traktoren und baute große Ställe für das liebe Vieh. Die Bauern hatten wie die Werksarbeiter nun auch freie Tage und Urlaub. Für schwache Bauern willkommen, für reiche Bauern ein Horror.

Im Geschichtsunterricht wurde dieser Prozess der “freiwilligen” Enteignung der Bauern bis 1961 mit einen siegreichen Abschluss des Überganges vom Einzelbauern zur landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften erwähnt.

Das war nichts für Besitzernaturen und vor dieser Bedrängnis der Gesellschaft  planten sie ihren Ausstieg aus der Gesellschaft, in der sie nicht leben wollten und konnten.

Ich erlebte das als Kind und als Kind wundert man mich nur kurz und ging zur eigenen Tagesordnung über – Spaß und Spiel. So war es eben in der Zeit. Damals verschwanden ganze Familien über Nacht. Meist waren es  die reichen, alteingesessenen Bauern,  die  armen Bauern blieben und viele von ihnen hatte kaum oder wenig Ahnung von Landwirtschaft, sie waren auf die Gemeinschaft angewiesen.

Was aus der Familie Weidenbaum wurde, weiß ich nicht. Jedoch gehörten sie zu den Familien, die noch vor dem Mauerbau verschwanden. An die Nachricht des Mauerbaus erinnere ich mich gar nicht. Wahrscheinlich, weil er nicht vor meinen Augen entstand. Berlin und die Grenze zum Westen war weit weit weg und damit auch mein Interesse.

Aber dafür zeichnet sich der Sender “RIAS” wieder deutlich in meine Erinnerung ab – Radio im amerikanischen Sektor, Mit Pfeifen und Quietschen konnte man ihn über Kurzwelle auch im Osten hören. “In der Ostzone ist die Butter knapp” oder ähnliche Nachrichten führen die Hamsterkäufen der Ostbevölkerung und ein Versorgungsengpass wurde über den Sender auf den Weg gebracht. Selbst mit meiner noch kindlichen Natur fühlte ich mich davon angegriffen, denn Butter gab es doch zu genüge. Warum diese Lüge? Unbewusst nahm ich Partei.

Das alles ist lange her, mehr als 50 Jahre und die Nachtrichten sind zur Zeit voll davon. Die Geschichten der Flüchtlinge erleben das Tageslicht und werden nun entsprechend gewürdigt.

Sicher hätte ich nie zu denen gehört, die die Heimat verlassen hätten. Das kann damit zu tun haben, dass ich keine Besitzernatur war und bin und mich in der Gemeinschaft wohl fühle. Ich gehörte eher zu den Schwachen, die aus vielerlei Gründen die Unterstützung und Anerkennung der Gemeinschaft brauchte. Nur in ihrem Rahmen konnte ich mich entwickeln  und entfalten. Die positive Rückmeldung der Gemeinschaft hatte mich in meine Entwicklung warm eingebettet. Damit meine ich nicht die Gesellschaft mit ihren Machtstrukturen, sondern die Kollegen in den damals sozialistischen Betreiben.

Die negative Machtstruktur erlebet ich auch, doch darüber später ein paar Worte.

Ja..ich war damals jung und brauchte die Gemeinschaft, um mich zu entwickeln und Fuß im Leben zu fassen.

Darin liegt für mich ein großer Makel in der Gesellschaft heut, die kaum eine Gemeinschaft möglich macht.

Eine Gemeinschaft nach der Wende fand ich nicht mehr und wurde zum Einzelkämpfer. 90 % meiner Gedanken drehen sich um´s liebe Geld. Möglichst ausreichend Einnahmen erreichen und möglichst wenig ausgeben.

Rechnungen zu bezahlen um nicht zu verschulden, dass ist zu meinem Lebensinhalt geworden.

In der Neubausiedlung, in der ich schon mehr als 20 Jahre lebe, finde ich erstaunlicher Weise fast nur Losungen mit solchen Inhalten:

Die Bemalung stammt sicher von jungen Menschen und ich frage mich, was sie dazu bewegt.

Ist es ihre Zukunftsangst, sind es die fehlenden Perspektiven in der Gesellschaft?

Eins ist klar, ein Polster, wie ich es kannte, hat die Jungend heute nicht. Sie driften zum Teil im Niemandsland und einige von Ihnen landen in Gewaltausbrüche.

Sie können nicht abhau´n – es gibt keine Alternativen mehr, oder doch ?

Mittwoch, 10. August 2011

Wolkenlos?

Dann wäre wohl nix los am Himmel.

Wie langweilig ist ein blauer Himmel für die Kamera, wenn es doch solche gewaltigen Wolken gibt.

Diese dicke Wolke schob sich heut über das neue Einkaufscenter von Rostock. Es liegt  an der östlichen Einfahrt von Rostock, nennt sich Holzhalbinsel und hat vorgestern seine ersten Tore für die Verbraucher geöffnet. Warum dies Halbinsel genannt wird, kann man gut auf diesem Bild sehen. Eine Luftaufnahme der noch unbebauten Holzhalbinsel.

Zuvor sah sie noch so aus.

Flüchtig gelesen nennen sich die Gebäude auf der Halbinsel am Stadthafen von Rostock “Kravall  Quartier” doch das wäre ein zu blöder Name für Wohnungen und Bürohäuser für gehobene Ansprüche. Es nennt sich das “Karavell Quartier. Hier ein kleine Werbevideo. Weil noch nicht alle Häuser gebaut wurden, sind sicher noch genügend Wohnungen frei.

Karavelle Quartier auf der Holzhalbinsel Rostock from Websites Nederland on Vimeo.

Die Lage der Geschäfts- und Wohngebäude sind äußerst lukrativ. Sie ist in der unmittelbaren Nähe des Stadthafens mit seinen neuen Speichern.

Die jungen Leute haben die Holzinsel auf ihre Weise entdeckt und einen kleinen Clip online gestellt.

Winch - Holzhalbinsel Rostock - Supremesurf TV from Supremesurf on Vimeo.

Achja…süßer Vogel Jungend.

LaWe

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