zum Valentinstag
Wenn der Vater dem Sohne die Liebe erklärt ist sie gar nicht so schwer ;-)
Wenn der Vater dem Sohne die Liebe erklärt ist sie gar nicht so schwer ;-)
“Naaa…. bist du zu Haus rausgeflogen?” frag ich einen der Jungs, die Sohnemann gestern Abend besuchen. Dabei werf ich einen Blick auf die prall gefüllte Reisetasche, die einer der Jungs schon vor dem Betreten der Wohnung in meinen Flur schieb. “Nee…” antwortet der größte von ihnen. “Wir wollen nur spielen” “Jaja..das sagen sie alle” denk ich mir “…nur spielen” und zieh für einen Moment die Augenbrauen hoch. Die Jungs schieben mit der prall gefüllten Reisetasche an mir vorbei. Jeder so groß, dass ich bequem unter ihre Arme durchlaufen kann. Einer von ihnen muss sich sogar bücken, damit er sich den Kopf nicht am Türrahmen stößt. Aber ein strenger Blick von mir lässt sie gleich wieder klein werden.
Sohnemann hatte den Besuch schon angekündigt und um das Wohnzimmer gebeten. “Meins ist zum Spielen zu klein” sagt er. Ich hab wie immer Verständnis für die Jungend und räum mein Wohnzimmer, Hab ja noch ein kleines Zimmer mit Tv Und PC. Muss also nichts entbehren.
Kurze Zeit später ist mein Wohnzimmer angefüllt mit großen Jungs und die Tasche ausgeräumt. Die Technik aus der Reisetasche am TV angeschlossen und mit dem Leuchtstäben in der Hand wird der eigene Körper auf das Programm kalibriert und der Spieltreib kann seinen freien Lauf bekommen.
Neugierig lauf ich um die Jungs rum, Will sehen, was sie spielen und vor allen Dingen, wie sie spielen. Dabei muss ich den Kopf einziehen, damit ich den Leuchtstab nicht auf den Kopf bekomme.
Mit weit ausladenden Armbewegungen versucht jeder seinen Treffer zu landen, der auf dem Bildschirm zu sehen ist.
Um Mitternacht ist die Spielstation frei und ich kann auch mal Hand anlegen. Meine leidenschaftliche Zeit mit Super Mario liegt schon ein paar Jahre zurück. Aber mein Spieltrieb ist noch nicht verkümmert. Also schlage ich mir mit Sohnemann noch eine Extra-Stunde um die Ohren und zu meinem und seinem Erstaunen schlage ich Sohnemann in einer großen Runde Frisbee.
Ich wollte nicht permanent von Call-Center angerufen werden und deshalb entschied ich mich, meine Telefon-Nr.. kontrolliert weiter zu geben. Also kein Eintrag im Telefonbuch oder sonstigen Nachschlagewerken. Daher kommt es selten vor, dass mir ein Anrufer unbekannt ist. Dank der Technik werden alle Telenummern – als Gespräch angenommen oder auch nicht - im System “notiert” und kann nachforschen, wer der unbekannte Anrufer war. So auch ein unbekannter Anrufer Anfang dieser Woche.
Das Internet ist ja immer auskunftsbereit und ich gebe die Telefon-Nummer in die Suchleiste von Google ein. Ab und zu bin ich darüber schon fündig geworden. Aber wer es so hält wie ich, wird seine Telefon-Nummer ebenso geheimhalten wie ich. Und ich fand auch keinen Treffer er unbekannten Nummer. . Naja…wenn es wichtig war, wird der unbekannter Anrufer sich noch einmal melden oder den Anrufbeantworter nutzen.
Dabei kommt mir die Idee, doch meine eigene Telefonnummer im Internet zu recherchieren. Nach meiner Eingabe in der Suchleiste von Google staun ich nicht schlecht. Zahlreiche Treffer listen sich auf, inklusive weiterführende Daten wie Name und Adresse. Ich glaube meinen Augen nicht zu trauen.Die Internetseite Immobilenscout24 bietet einen Service an, die sich “Meine Nachbarschaft” nennt. Darin bin ich perfekt mit Namen, Adresse und Tel.-Nr.. verzeichnet, mit Hinweis auf die Quelle der Daten vom Portal “Doc Insider”.
Und auch dort finde ich meinen kompletten Datensatz meiner privaten Anschrift incl.... Name und Adresse. Nun ist es so, dass ich weder Arzt noch sonst eine medizinische Ausbildung habe. Ich finde lediglich einen Hinweis auf Yoga. Wie ein Kriminalist versuche ich eine Verbindung zu finden, woher dieses Portal meine Daten bezieht. Eine Anmeldung im Dachverband für Yoga – BDY – von mir kam mir in den Sinn.. Dieses Portal bietet eine Suchfunktion an, wo man in seiner Nähe einen ausgebildeten Yogalehrer findet. Darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht und einen Anruf oder gar schriftliche Nachfrage von Interessenten für Yoga erhielt ich nicht und deshalb in die Schublade des Vergessens verschoben.
Meine Recherche hat ergeben, dass in der Auflistung der Yogalehrer der Zugriff anderer Portale auf meine Daten beginnt und bei dem Gedanken wurde mir mulmig. Wer bezieht von wem die Daten? Oder wer erlaubt wem seine gesammelten Daten zu nutzen ?
Mir wird heiß bei dem Gedanken und das heiß, ich fühle mich nicht wohl bei dem Gedanken daran und verfasse mein erstes Anschreiben an den BDY mit der Bitte, meine persönlichen Angaben in ihrer Suchliste zu reduzieren. Sie haben schnell reagiert und eine Änderung vorgenommen. Jedoch hat das keine Auswirkung auf andere Portale. Vorgestern bat ich die Betreiber dieser Seite meine Daten aus ihrem Portal zu entfernen. Auch hier eine schnelle Reaktion. mein Datensatz war binnen weniger Stunden verschwunden.
Fazit für mich.
Es macht Sinn, ab und zu sich selber im Internet zu recherchieren um einem eventuellen Selbstläufer seiner eigenen Daten auf die Spur zu kommen.
Ob ich diesem Mut aufbringen würde, wage ich zu bezweifeln.
Hallo Bo…
mir fehlen auch die Reflektionen und die Feedbacks dazu. Und Themen gibt es genug – jeder Natur. Ich arbeite mich wieder raus ;-)