Dienstag, 16. Dezember 2008

wenn ein Saatkorn aufgeht....

Nicht jedes Saatkorn geht auf,legt man es in den Boden. Das kann daran liegen, dass für das Saatkorn der falsche Boden ausgewählt wurde oder es nicht genügend gehegt wurde.

Ein Saatkorn kann auch eine Idee oder eine Lebensweisheit sein, die im Kopf ihre Bahnen zieht und irgendwann ins Leben integriert werden.

Solch ein aufgegangens Saatkorn kann auch eine neuerworbene Lebenseinstellung sein.

Zu beginn der Yogastunde unterhalten wir als Gruppe uns allgemein. Ich versuche zusammenzufassen, was das Thema war. Eins den den Themen war eine Lebenseinstellung die sich mit der Auseinandersetzung mit der Umwelt gefaßte.

"Die Umwelt können wir nicht ändern, sondern nur unsere Einstellung zur Umwelt ändern"

Nach dieser Lebensweisheit hatte ich mich schon des öfteren mein Leben neu ausgerichtet oder ausrichten müssen.

Gestern erzählte mir eine Teilnehmerin von ihrem letzten Erlebnis, dass ihr ins Bewußtsein kam.

"Ich hab gestern was erlebt" so leitete sie ihren Bericht ein. "Ich war wieder bei meiner Zahnärztin. Früher schlotterte ich immer, wenn ich zu ihr wegen einer zeitaufwendigen Behandlung gegen mußte. Deshlab saß ich immer ganz verkrampft auf dem Behandlungsstuhl und hatte danach richtigen Muskelkater. Diesmal hab ich es anderes gemacht. Ich hab mir gedacht `Auch, so schlimmt wird das nicht werden. Ich kenne das ja alles schon. Ich denke einfach an was schönes´und es hat geklappt. Ich war gar nicht mehr verkrampft und hatte anschließend kein Muskelkater"

Ja..zu meiner Freunde ich ein Saatkorn bei meiner Teilnehmerin aufgegangen und sie hat mit der neuen Einstellung zur Situation eine ganz neur Erfahrungen gemacht.

LaWe

Montag, 15. Dezember 2008

schaurig schöne Landschaft danach

Manchmal treffen alle guten Dinge zusammen und was dabei raus kommt, kann man sicher als großes Glück bezeichnen.

Aber manchmal treffen auch nicht alle guten Dinge zusammen, dann hat man eben kein Glück gehabt.

Aber dann wieder können mal auch fast alle ungünstigen Dinge zusammentreffen und das kann man dann vielleicht sogar Unglück oder wie im Falle der Wetterlage zum Jahresende von 1978 in Norddeutschland als Katastrophe - als Unwetter Katastrophe - bezeichnen.

Die Erinnerung an diesen Winter hat sich bei jedem fest im Gedächnis eingenistet und jeder hat seine eigenen Erlebnisse gehabt. Ein Bericht von Phnoenix "Protokoll einer Katastrophe" brachte die Erinnerung bei mir noch einmal zurück

In diesem Winter jährt sich das strürmische Ereignis mit seinem Jahrhundertwinter nun zum 30. mal. Viele Fernsehberichte, die seit dem ausgestrahlt wurden, haben die Ereignisse von damals wieder wachgerufen.

Ich war damals bei meinen Eltern auf der Insel Rügen zu Besuch. Wie jedes Jahr wollte ich die fröhliche Weihnachten im Elternhaus verbringen. Und als der erste Schnee und die ersten Windböen um unsere Ohren flogen, ahnte niemand, dass wenige Tage später alles um uns herum im Schnee versinken würde. Mit Stromausfall zu Silvester - zum Glück noch Öfen in der Wohnung und einen alten Kohleherd in der Küche konnten wir nicht klagen. Essen und Wohnung blieben warm. Nur das Sturmgehäule um uns, das unsere Ohren fast betäuben wollte.

Als der Strum sich dann gelegt hatte und sogar der Himmel wieder blau war, konnten wir wieder vor die Tür und die märchenhafte Schneepracht bewundern. Kaum zu glauben, dass das Unwetter der Tage zuvor so eine Glitzerwelt hinterlassen konnte. Eine Katastrophe schafft so eine Märchenwelt, die kaum eine Fantasie schaffen kann. Die Schneemassen verwandelten den Garten in eine Hügellandschaft im Stromlinienstil. Alle Gebäude, die unter 2 Meter Höhe waren, konnte man nur erahnen, weil Teile der Dächer durch den Schnee schimmerten.

Später erst erfuhren wir über die Nachrichten - bis nach Silvester gab es ja keinen Strom - was im Land geschehen war. Die über mehrere Tage andauernde Schneekatastrophe hatte das gesamte Land erschüttert, ja sie hat sogar Menschenleben gekostet.

Auf der Insel Rügen fand man erst im Mai einen jungen Mann einer Mulde, der im Sturm den Weg nach Hause nicht fand. Er war Soldat und wollte unbedingt Silvester zu Hause sein und mit seinen Freunden feiern.

Später erst hatte man einen Katastrophenplan entwickelt, der in solch Extremwetter zum tragen kommen sollte.

Zum Glück kehrte so ein Winter, wie er 1978 war, nie wieder zurück



LaWe

Samstag, 13. Dezember 2008

lebendige Sprache

Spätestens wenn ich mich ein neues Handy kaufen will, werd ich mit der neuen Sprache konfrontiert. Rückblickend stellte ich fest, dass jeder meiner Frage an den Verkäufer neue Fragen auswarf. Meine Fragezeichen im Kopf ergaben sich nicht auch meinem technischen Unverständnis, sondern aus dem Begriffen, mit denen ich nichts angefangen konnte. Eingedeutschte englische Begriffe verwirren noch heut mein technisches Verständnis.

Aber es gibt noch einen andere Sprache und sie verlangt sogar geistige Mitarbeit, als denglisch im täglichen Sprachgebrauch.

F e m i n i s p r ä c h

Die 1. Regel:
Buchstabenfolgen wie er und man werden durch fräu ersetzt.
so wird aus werden - wfräuden

die 2. Regel
Selbstlaute wie a o u werden als ä ö ü ausgesprochen.
so wird aus Ostern - Östfräun --- kan man mir noch folgen ?
oder aus Weihnachten wird - Weihnächten --- das geht ja noch.

die 3. Regel
alle Worte ihn denen Mann vorkommt wird der Mann wieder durch Fräiu erstetzt.
so wird aus dem Weihnachtsmann ein Weihnachtsfräu...

Wer´s nicht glaubt wird seelig oder schaute sich den ganzen Vortrag von Missfits an:



Während dieser Lektion hab ich mal wieder herzlich gelacht...

LaWe

Freitag, 12. Dezember 2008

gläsener Traum

Was ich heut in der Musikszene vermisse sind poetische oder gesellschaftskritische Lieder der deutschsprachigen Bands oder Solosänger, die unter die Haut gehen und mehr sagen als :"Ich find dich Scheiße" oder "Du hast den schönsten Arsch der Welt" oder "Ich mach mein Ding" - viele dieser alltäglichen Phrasen, die letztendlich wie Eintagsfliegen durch den Rockhimmel schwirren.

" Gläsener Traum" von City ist so ein poetisch und gesellschaftskritisches Lied.

Vor 25 Jahren richtetet sich der Text gegen das DDR-Regime und heut?

Heut lassen sich andere gläserne Träume darin wieder finden, die uns gefangen halten.



LaWe

Donnerstag, 11. Dezember 2008

besoffen hören

An Freddie kann ich mich besoffen hören...immer noch einmal, noch einmal, noch einmal, noch einmal



Warum läßt man ihn nicht für ein paar Tage vom Himmel kommen um noch einmal für alle live zu singen.....

LaWe

Montag, 8. Dezember 2008

Glücksmomente oder glückliche Momente ?

Der Hans im Glück war ja auch auf der Suche danach - er suchte das große Glück. Anfangs war er schwer beladen und kam nur unter dem Stöhnen seiner eigenen Last vorrran und mit jedem Tauschgeschäft hatte eine seine Marscherleichterung im Sinn, wollte er auf der Suche nach dem Glück sich von seiner Last nicht erdrücken lassen.

Erst als er sein letztes Tauschgeschäft in einem Brunnen versenkte und ein freier Mann war, wußte er, dass er das Glück gefunden hat.

Das Märchen von den Gebrüder Grimm ist wohl der beste Ratgeber für den, der auf der Suche nach Glück ist.

Ja...wer auf der Suche nach Dauerglück ist, wird sicher kaum ans Ziel kommen, denn das gibt es sicher nicht. So denke ich heut noch. Mit dem Vater meines Sohnes lag ich deshalb oft im Streit. Er wollte den Glückmoment einfrieren und auf Dauer festhalten und ich wollte nur glückliche Momente, um mich später daran zu erinnern. Leider verstrab er schon vor 8 Jahren, weil er sein Glück im Alkohol suchte. Diese Frage werden wir beide sicher im Himmel erst wieder aufgreifen können.

Aber machen denn Güter glücklich?
Ich hab
- kein Haus
- kein Garten
- kein Boot

Dafür hab
- ich einen Sohn
- einen Sack voll Arbeit und den muß ich ständig mit rum tragen, damit ich am Ende nicht mit einem Sack voll Schulden da stehe.

Ich für meinen Teil denke, ich hab trotzdem großes Glück
- weil ich mich hab
- weil ich mit mir auch was anzufangen weiß
- weil ich mein Lachen trotz Tiefschläge geblieben ist
- weil ich das Kind in der Frau erhalten hab

Das Thema Glück kam ich gestern durch die Fernsehsendung Schau dich schlau und brachte mich zum Nachdenken und für den Blog möchte ich einen Hinweis zum eigenen glücklichsein aufgreifen.

Eine Glücksliste anfertigen in der ich mindestens 10 glückliche Momente - wenn so viele verhanden - des Tages niederschreiben werde...

LaWe

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Begrüßungsgeld ?

Wenn auch schon sehr lange her, aber in Gedächnis ist es bei mir, als wäre es gesteren gewesen. Weil ich ein Neugeborenes zu Haus hatte und den "Frischling" nicht ddem Stress der überfüllten Züge aussetzen wollte, nutze ich die Reise in den goldenen Westen erst auf den letzten Drücker. Bis zum Ablauf des Jahres sollte jeder einen den Boden des bis dato fremden Landes betreten haben, wollte er in den Genuß von 100 DM Begrüßungsgeld kommen. Wir DDR-linge fühlten uns damals mehr als reich mit dem blauen Schein in der Hand, der uns Dank der Revolution in den Schoß gefallen war.

Mit den Menschenmassen zusammen stieg ich in Lübeck aus dem Zug und ein Bankmann stand schon am Bahnsteig. "Wer sein Begrüßungegeld in Empfang nehmen will, kommt mit mir" rief ein Stimme, dessen Körper nicht zu sehen war, in den Menschenmassen schon gar nicht. Die Masse folgte ihm, zog wie im Gänsemarsch oder besser, wie die Lemminge dem Bankmann, der uns zu seiner Bank führen wollte. Wir, die Massen folgten ihn blind. Er hätte uns auch in den Abgrund führen können, auch wenn die ersten dabei in die Tiefe gestürzt wären, die Massen hätten sich nachgeschoben, wie die Lemminge. Solche oder ähnliche Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich mit den Masse durch die Kleinstadt Lübeck schob.

Aber der Bankmann führte uns nicht in den Abgrund, jedenfalls damals nicht, sondern in seine Bank, in der wir alle den Hunderter als Begrüßungsgeld in die Hand gedrückt bekamen.

Damals für wir nicht nur in einem für uns fremden Land, sondern auch einer für uns fremden Gesellschaft mit einem Geldschein begrüßt.

Doch warum erinnere ich mich grad heut daran?

Heut winkt schon wieder ein großer Geldschein, scheint den Berichten zu Folge in nicht als zu weiter Ferne zu sein. Wenn ich den Nachrichten Glauben schenke, dann will die Regierung ihre zweite Konjunkturspritze direkt beim Kleinen Mann ansetzen mit einem 500 € Konsumgutschein. Sogar über die Bedingungen im Umgang mit dem Gutschein kann man schon nachlesen.

Soll der Konsumgutschein auch eine Art Begrüßungsgeld sein?

Doch auf welch neue Welt soll ich mich jetzt einstellen?

"Wir haben jetzt eine Situation, für die es kein Drehbuch gibt" sagte die Kanzelrin Merkel. "Auch wir Politiker können nicht in die Zukunft schauen" führt Frau Merkel weiter aus. Damit sagte sie mir indirekt, dass die Zeit der Überraschungen - Dank der Finanzkrise - noch lange nicht vorbei ist.

Naja...über ein Überraschungsei wird ja schon nachgedacht und ich hoffe, danach erwartet uns keine böse Überraschung.....

LaWe

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abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

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