Montag, 3. Dezember 2007

Mit Äppelkähne farn wir nich.....

Manchmal lösen Eindrücke Assiziationen aus, die sich wie eine Brücke in längt vergessene Zeiten schlagen. Eindrücke, die man längt vergessen glaubt und doch liegen sie ganz unten im Speicher der Gehirnfestplatte, die länger vorhält als die mordernen Speichermedien.

So eine Asszioation löste bei mir eine Erinnerung an einen alte Zeit wieder aus. Es war die Zeit, als in der damaligen DDR die Mangelwirtschaft ihren Höhepunkt hatte. Es gab Geld aber keine Ware. Die Reagle waren leer und die Konten der DDRler waren angefüllt. Nicht, dass der Bürger sich nicht das kaufen konnte, was er haben wollte, auch die Wirtschaft bekam nicht das, was sie brauchte um sich selber zu sanieren.

Das traf auch die Fischerei, die mit ihren Kähnen weltweit reisen mußten. Das Salzwasser nagte am Glanz und Stolz der Schiffe. So nach und nach verkamen die Schiffe zu Rostlauben, die, so sagte man, nur noch vom Rost zusammen gehalten wurden.

Doch wenn Staat und Regierung sich ihre Fischereiflotte ansehen wollte, standen alle Verantwortlichen im Hafen Kopf. In dem rostigen Zustand wollte sie der Staatsführung ihre Schiffe nicht vorführen. Und so wurde Gott und die Welt in Bewegung gesetzt und Farbe rangeschafft, die die Flotte wieder in bester Hülle zeigen sollte. Doch leider reichte die Farbe nur für ein halbes Schiff. Und so kamen sie auf den klugen Schluß, dass man ja nur die Seite des Schiffes anstreichen muß, die vom Land aus sichtbar war. Alle fanden die Idee gut und so wurde nur die Seite des Schiffes gestrichen, die zum Hafen zeigte. Die andere Seite blieb so wie sie war, ein verrosteter Äppelkahn. Doch die Staatsführung - die den kleinen Trick nicht bemerkte - war zufrieden und zog sich wieder in ihre Regierungsgebäude wieder zurück.

Die Besatzung sollte jedoch mit dem halb angestrichenen Kahn auslaufen und wieder auf hohe See gehen. Diese maulten aber rum und sagten "Mit Äppelkähne farn wir nicht"....

Diese Geschichte kann man nachlesen in dem Buch "Fänger und Gefangene" aufgeschrieben von Landolf Scherzer, der selber auf dem Äppelkahn war.


Als heut abend die Straßenbahn mit der Kriegsbemalung an den Bahnsteig fuhr, mußte ich an die alte Geschichte mit dem Äppelkahn denken.


LaWe

Sonntag, 2. Dezember 2007

Sorgenfrei

Nu muß ich mir keine Gedanken mehr darüber machen, was ich mit den ganzen Geld angefangen hätte, wenn, ja wenn meine Tipp-Zahlen mich in dem Jackpot gebracht hätten.

Jetzt verfalle ich nicht dem Geld- und Konsumrausch und ich darf weiter wie eine Hafendirne ackern um einem Lebensunterhalt zu verdienen.
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LaWe

Freitag, 30. November 2007

Ich bin eine Füchsin

Eine Yogastunde endet immer mit einer kleinen Entspannung, die auch einen meditativen Charakter trägt. Damit der Geist während der Entspannung sich nicht wie von selbst und unaufhaltsam durch die Zeitschleifen zieht, bekommt er während der Entspannung eine Aufgabe. Nach einer kleinen geführten Meditation geht der Teilnehmer auf eine kurze Sinnesreise, die ihn an einen Ort der Entspannung fürht. Meine Aufgabe an die Teilnehmer war in der letzten Yogastunde nach ihrem Krafttier Ausschau zu halten.

Während die anderen nach ihren Krafttier Ausschau hielten, huschte wie ein Geistesblitz ein Fuchs durch meine Sinne. So schnell wie er kam, so schnell war er auch schon wieder verschwunden.

Heut hielt ich mich in einem Gartenrestaurant auf das sich "Hubertus Gaststube" nannte. Ein Sportverein hatte mich zu ihrer Veranstaltung eingeladen. "Hubertus ? Das klingt nach Jagdt" sagte ich zu meiner Bekannten. "Richtig" sagte sie und dann betraten wir die Gaststube und da sah ich ihn - den Fuchs.

Der Fuchs symolisiert Selbsterkenntnis - weibliche Magie von Tarnung, Gestaltwandlung und Unsichtbarkeit.

Und? Es ist genau das, was ich jetzt grade umsetze - mein Lebenstil sozusagen.

Ich bin überrascht, welche Wahrheit in einem Geistesblitz stecken kann.
LaWe

Oma kommt nicht in die Gänge..

und das hat nichts mit dem Alter zun tun. In Wirklichkeit ist sie noch jung, ich glaube sie hat nicht einmal 10 Jahre auf den Buckel. Aber niemand scheint sie zu wollen und so vegetiert sie im Wohngebiet - von Gott und der Welt verlassen - vor sich hin.

Dabei hat sie alles liebvoll eingerichtet und jeder könnte , wenn er wollte, sich von den Kochkünsten der Oma überzeugen. Doch seit Jahren steht der Topf nicht auf dem Herd, sondern er ziehrt die großzügigen Fenster, die einen Einblick in Oma´s Räume möglich machen.

Das alte Röhrenradio bleibt stummt und berieselte schon lange nicht mehr die Gäste mit Nachrichen und angenehmer Hintergrundmusik.

Jetzt kümmern die gesammelten Schaustücke so vor sich hin und warten auf Wiederbelebung eines Mieters, der gleichzeitig auch Oma Pütt weider Leben einhauchen kann.


Doch das Signal steht zum Glück immer noch auf Wiederbelebung und vielleicht schafft es ein reicher Prinz der Oma Pütt wieder Leben einzuhauchen.

Ich hab´s getan...

Ich konnte dem Sog der 38 Millionen nicht widerstehen und nach langen Zögern meinen Tipp abgeben.
Gestern war ich dann reif für einen Tipp, auch, was sage ich - Einen? nein, gleich mehrere - wenn schon, denn schon


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LaWe

Mittwoch, 28. November 2007

Wer will fleissige Maulwürfe sehen?

der muß auf die Wiese gehn.
Berg an Berg
Berg an Berg
geschaffen von ´nem kleinen Zwerg.

Von Natur
LaWe

Wann..sagt mir wann?

wann wil ich die Bücher alle lesen?

LaWe

Montag, 26. November 2007

Das Leben in dieser Gesellschaft

gleicht einem Dschungel.

Wer keinen Plan hat, verirrt sich in ihm auf Nimmer- Wiedersehen.

LaWe

Samstag, 24. November 2007

Manchmal vermisse ich....

die alten Familienfeiern, die solange stattfanden, als meine Mutter noch lebte. Eins der größten Feste war der alljährlich wiederkehrende Heilige Abend, an dem wir zur Stunde der Bescherung mehr als 20 Leute - bestehend aus 4 Generationen - im meinem Elternhaus waren.

Manchmal vermisse ich meine Mutter. In ihrer Nähe konnte ich noch lange das Kind sein, das neugierig nach dem Leben strebt. Nun wartet sie schon seit 6 Jahren nicht mehr auf meine Ankunft in meinem Elternhaus.

Manchmal vermisse ich meinen ältesten Sohn. Wir konnten uns immer wunderbar austauschen. Nun unterhalten wir uns nicht mehr, er hat sich von seiner Familien vor 6 Jahren abgewendet und lebt nun sein Leben ohne uns.

Manchmal vermisse ich die langen Gespräche mit meiner Schwester - sie, ein geduldiger Zuhörer und neutraler Betrachter. Nun ist sie schon seit fast zwei Jahren stumm und ich kann nur noch in Gedanken mit ihr sprechen.

Manchmal vermisse ich den Vater meines Sohnes. Obwohl nie verheiratet, brachten wir gemeinsam einen Sohn auf die Welt. Doch sah er seinen Sohn nur bis zum 11 Lebensjahr aufwachsen und seit dem sieht er seinem Leben nur noch vom Himmel aus zu.

Manchmal vermisse ich meine Zigarette, um mich gemütlich an ihr festzuhalten und in ihrem Dunst einzunebeln, um meinen Sinnen zu folgen. Doch vor 10 Jahren beschloss ich, mich nie mehr in ihren Dunstschleier einzuhüllen.

Manchmal vermisse ich meinen Vater. Doch dann rufe ich ihn an und wir unterhalten uns über Gott und die Welt. Er schaut - noch in geistiger Klarheit - auf stattliche 84 Jahre zurück und ich hoffe für ihn, für mich und für uns 3 von 4 seiner Kinder, dass er noch lange da sein wird.
LaWe

Nachtrag(29.9.08): Taggenau 4 Monate vor seinem 85-igsten Geburtstag verstarb mein Vater nach einer kurzen schweren Krankheit. Von ihr erlöst, beerdigte die Familie neben seiner Frau und seiner Tochter in seinem Heimatdorf..

Freitag, 23. November 2007

Nehm se `nen Alten...

das bekannte Lied von Otto Reutter fand ich bei Youtube leider nicht - aber eins, dass auch für die heutige Zeit noch gut passt

"Es geht vorrrwärts, es geht vorrrrrwärts"



Doch das war nicht der Grund für meinen Eintrag.

"Nehm se ´nen Alten" - ebenfalls ein Lied des bekannten Kleinkünstlers Otto Reutter - kam mir in den Sinn, als ich einen Bericht über ein kostenlosen Castings der Firma "Silverstars" im Fernsehen sah. Ab 45+ werden Modells gesucht und jeder der möchte, kann sich kostenlos ablichten lassen und wenn`s paß, dann wird er in die Kartei aufgenommen werden. Weder Faltenfreiheit noch Schönheit ist gefragt, dafür aber Charisma und Ausstrahlung.

Nur eine kleine Ausgrenzung gibt es und die trifft grade mich - die Bewerberin sollte eine Mindestgröße von 1,60 m haben.

Damit starb meine Hoffung auf eine mögliche Modellkarriere..

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LaWe

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

alles muss raus

Test
Test und das war es auch schon
Lange-Weile - 16. Aug, 14:56
vermüllt bis zum...
Als braver Bürger trenne ich den Müll sorgsam, so wie...
Lange-Weile - 20. Aug, 13:27
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sushi-friends - 11. Apr, 14:40
Hallo Lo.
..ja ich denke, er hätte sich gefreut, auch wenn mein...
Lange-Weile - 20. Aug, 08:50

Das Neuste von

Hallo ;-)

meine Randbemerkungen

Achja...
das wusste ich gar nicht. Diese Art feinsinnigen Humor...
abendGLUECK - 5. Mai, 09:48
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wie makaber ;-) Bei uns wurde es ähnlich, aber anders...
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Gegenmittel
Hallo Bo., gestern las ich über eine amerikanische...
abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

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