Donnerstag, 22. November 2007

Nachts kommt die Angst

Die Angst schleicht sich im Schutz der Dunkelheit heimlich ein, verbreitet sich unscheinbar und hinterläßt wie ein Komet einen düsteren Schweif, wenn sie geht.

Ich nehme an einem Quizz teil, einfach so um dabei zu sein. Auf Zufuf kann jeder seine Antworten der Jury zurufen. Ich komme grad von einer Hinrichtung, hab gesehen, wie man einem Menschen den Kopf abgeschlagen hat. Der Kopf fiel leicht, was von Ereignis der Hinrichtung bleibt, ist das schaurige Gefühl. Zum Quizz komme ich deshalb zu spät und mache unaufgefordert mit, ohne die Spielregeln zu kennen.

Die Fragen kommen und wer eine Antwort weiß, kann sie zurufen. Ich rufe meine Antwort auf die gestellte Frage und? sie ist falsch. Aber was ist denn schon dabei, eine falsche Antwort auf eine Frage. Doch was ich nicht weiß - die Quizzveranstaltung ist wie eine Auktion - wer etwas sagt, kommt unter dem Hammer. Und weil außer mir niemand etwas sagte, stand meine falsche Antwort als Angebot auf die gestellte Frage. Doch meine Antwort war falsch - und mir ging es bei einem Höchstgebot, dass ich abgeben habe und ich habe das Geld nicht. Ich mußte meine Rechnung trotzdem bezahlen, ich komme extrem in die Miesen.

Der Preis für meine falsche Anwort ist hoch, sehr hoch. Der nächste Kopf, der rollen sollte, war dessen, der eine falsche Antwort die Frage gibt. Ich kannte die Regel nicht, doch das befreite mich nicht davon und so wird es mein Kopf sein, der rollen sollte. Das und der Termin wurde der wartenden Meute bekannt gegeben. Ich war dran - mein Kopf sollte zur Unterhaltung für die Meute rollen.

"Naja..so schlimm wirds wohl nicht werden" beruhige ich mich. Ein kurzer Schlag und das war´s dann. Das sah bei dem anderen ja auch einfach aus. Kurz und "schmerzlos" wollte ich die Protzedur hinter mich bringen. Das Köpfe rollen, stand ja oft der Tagesordnung und doch wann sie ins Spiel gebracht werden, dass wußte niemand. So konnte jeder mal in einer Falle tappen und schon war der Kopf hin.

Doch kurz bevor es soweit war, brach mein Beruhigungssystem zusammen. Ich hatte noch keine Lust, diese Welt zu verlassen und jede Minute, die mich meiner Hinrichtung näher bringt, läßt meinen Hals mehr schmerzen. "Warum soll ich mir jetzt den Kopf abschlagen lassen? Nur weil ich eine Frage falsch beantwortet habe?" Mein innerer Aufschrei wird mit jeder Minute lauter und ich möchte aus der beklemmenden Situation heraus springen. Doch die Henker lassen mich nicht mehr aus ihren Händen. Mein Lebenswille bäumt sich weiter und läßt meine Verzweiflung über den Platz erschallen.

Doch auf dem Plätz stehen dicht gedrängt die Schaulustigen und erfreuen sich an meiner Verzweiflung. Endlich wieder Emotionen - meine Emotionen - an denen sie sich wieder aufladen können. Bevor mein Kopf fällt, muß ich alle Emotionen aus mir heraugeschriehen haben. Ich muß solange für die Schaulustigen mit meiner Verzweiflung kämpfen, bis keine Lebenskraft mehr in mir ist. Und das kann dauern.... Die Angst und Panik steigt weiter auf und ich muß dringend zur Toilette


Ich bin im Bad und sitze auf meinem Klo "He, das war nur ein Traum..nur ein Traum" beruhige ich mich. "Du mußt nicht zur Hinrichtung. Kannst beruhigt wieder zu Bett gehen" Das kann ich nicht glauben, denn als ich mein Bett sehe, glaube ich, dass der Albtraum mich wieder in seinen Bann zieht und mich den Henkern erneut in die Hände spielt.
LaWe

Mittwoch, 21. November 2007

mal wieder umgebaut

Von Rostock
Von Rostock

Aber nicht dem Marktplatz von Rostock, sondern den haben die Schausteller schon in Beschlag genommen. Umgebaut hat ich mein Bloglayout. Mit dem halte ich es wie mit meiner Wohnungseinrichtung - ab und zu muß ich mal wieder etwas ändern.

Die letzten Tage hatte ich wenig Zeit und Muse zum bloggen. Mein Kopf ist mit meiner Selbstständigkeit beschäftgt und hatte daher nur noch wenig RAM für´s bloggen. Doch hab ich mich erst an die neuen Tagesaabläufe gewöhnt, dann h ab ich hoffentlich wieder Zeit und Raum für meine Niederschriften hier im Blog.
SmileyCentral.com

LaWe

Freitag, 16. November 2007

Grusel - Grusel für 1.000 €

Wer sie noch nicht niedergeschrieben hat und nur darauf wartet, sie auf´s Papier zu bringen, kann sogar 1.000 Euro damit verdienen.

Ein selbsterdachter Kurzkrimi kann nicht nur 1.000 Euro ins Haus flattern lassen, nein der Verleger wird die Geschichte unter dem, Titel "Schüsse im Nebel" auch veröffentlichen.

Ich wollte schon immer schreiben, saß als junges Mädchen nachts mit einen Heft im Bett und schrieb beim Schein der Nachttischlampe meine ersten Sätze über die Schüsse, die in der Dunkelheit fielen. Aber ich kam über 3 Sätze nie hinaus, dann fiel mir nichts mehr ein.

Nun kehrt die Chance noch einmal zurück und ich kann meine Schüsse im Nebel doch noch abfeuern
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LaWe

Mittwoch, 14. November 2007

wenn die Räder stille stehen

Ich hatte eine Kollegin, die sich von anderen - die nicht im Chefstatus waren - nichts sagen lies. Obwohl die Arbeit sich zum Teil allein organisierte und die Mitarbeiter sich untereinander verständigten, damit alles, was getan werden muß, am bliebt, sie nahm nur vom Chef persönlich die Aufträge an. Selbstregulierende Mechanismen hatte bei ihr nicht genügend Kompetenz und ihre Räder im Sinne der gemeinsamen Sache in die Gänge zu bringen. Erst eine Info vom Chef persönlich konnte eine Aktivität bei ihr auslösen.

Wenn auch umgekehrt - doch ähnlich - scheint es im Tarifkonflikt zwischen Bahn und GDL zu liegen. "Mit so einer kleinen untergeordneten Gewerkschaft verhandeln wir nicht" so der Vorstand der Bahn.

Taja und doch ist die Macht des kleinen untergeordneten Gewerkschaft doch größer, als der Vorstand der Bahn glaubt. Was nützt die beste Hochglanzbahn, wenn kein Rad sich mehr dreht? Wenn die Fahrgäste und die Güter nicht mehr von einem Ort zum anderen gebracht werden können?

Ohne Lokführer dreht sich für den Bahn eben kein Rad mehr .

Und das ist nicht nur bei der Bahn so, es ist doch egal in welchen Unternehmen welche Art Räder sich drehen. Wenn die Kraft fehlen, die die Räder in Schwung bringen, damit sie sich drehen, dann helfen die besten Hebel der Macht nicht.

Ist die Verbindung - der Treibriemen - zwsichen Hebel der Macht und den technischen Personal unterbrochen, bricht das Chaos aus.

Ohne Fahrerlaubnis fahre ich mit der Bahn so lange ich denken kann und erlebte in den letzten Jahren einen Personalabbau ohne Gleichen - für jeden der ging wurde ein neuer Automat in die Halle gesetzt. Um Kosten zu sparen - so hieß es und das mit den stetig fahrenden Fahrpreisen. Die Gesichter der Fahrgäste und des verbleibenden Bahnpersonals wurden immer länger. Das interessierte niemanden - die Räder drehten sich weiter und weiter.

Wenn die Bahn bisher hoffte, es geht weitesgehend ohne Personal muß sie jetzt schmwerzlich feststellen - es geht doch nicht ganz ohne.


Endlich kommt die Bahn ins rudern - endlich muß sie etwas tun, damit die Räder sich wieder drehen - endlich.

Sonntag, 11. November 2007

Wetterbericht

Der sonnige Herbst wird langsam auf das Schietwetter umgeleitet und wer den warmen Sommer über alles liebt, wird sich spätestens jetzt in den Süden wünschen.

Doch wer solch schönes Farbenspiel der Natur erlebt, wie ich am letzten Montag festgehalten hab, überdenkt vielleicht den Wunsch nach südlicher Wärme.

Von Natur

Doch das waren wohl die letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Herbstes. Heut zeiget sich das Licht in einer anderen Pracht.

Von Natur

Aber nach wenigen Minuten verschwand das Lichtspiel und ein Hagelschauer ging über Rostock hinweg. Mit Blitz meiner Kamera verwandelt sich der Hagel zum dem was er ist - kleine Eisklumpen.

Von Natur

LaWe

Freitag, 9. November 2007

zerplatzte Illusion

Vor ein paar Tagen wurde er 18 Jahre alt. Hier ein kleiner Bilderreigen seiner Jahre von damals bis heut

Mein Sohn, hineingeboren in die Zeit der auf Hochtouren laufenden Revolution. Nach der Entbindung lag ich noch ein paar Tage in der Klinik und konnte mich auf das Neugeborene gar nicht so richtig konzentrieren. Mehrere male rief ich mir in Erinnerung "Du hast grade einen Sohn geboren" doch dann rasten die Gedanken schon in die zerissene Welt, die draußen tobte und auch unter den Müttern DAS Thema war. Jeder beschrieb das bisher geführte Leben aus seiner Sicht. Doch sie alle fühlten sich verbunden über den Wunsch, die Parteiführung des Landes endlich abzuschaffen.

Das war die Zeit, in der ich Menschen, die ich gut zu kennen glaubte, nicht wieder erkannte. Die Inhalte ihrer geschwungenen Reden hatten sich grundlegend geändert. Später nannte man sie Wendehälse. Ich erkannte zum ersten mal in meinem Leben, dass es Menschen gab, die ihre Fahnen in Richtung der Macht ausrichten.

Die lllusion, das Menschen auf ewigen Zeiten auch das sind, was sie der Welt glauben machen wollten, zerplatzte. Die Vorreiter der alten Macht wurden zu ihren Stürmern. In mir zerbrach mein Glaube an die Ehrlichkeit und Authenzität der Menschen, die ich bis dato als revolutionäre Geister des Sozialismus kannte. Ich glaube, das war für mich damals die größte Erschütterung.

Als ich am 9.November 1989 mit einem 5 Tage alten Baby im Arm aus der Klinik kam, erlebte ich eine neue Erschütterung und damit ging ich mit der Stimmung im Lande nicht konform.



"Komm mal her und guckt dir dies an" rief der Vater meines Sohnes damals aus dem Wohnzimmer. Ich kam und sah im Fernsehen, wie die Menschen über die Mauer stiegen. Fassunglos stand ich davor und hielt meine Baby fest. Nie habe ich an´s auswandern gedacht, nie in Erwägung gezogen das Land, meine Heimat zu verlassen. Deshalb konnte ich damals nicht verstehen, warum díe Menschen ihrer Heimat einfach verlassen konnten.

Obwohl die Menschen über die Mauer von Ost nach West stiegen, hatte ich das Gefühl, sie drängen sich alle in mein Wohnzimmer, in meinen geschützen Raum. Ich fühlte mich von ihnen überrollt und bedrängt und zog mich mit meinem Baby wieder ins Schlafzimmer zurück.

Heut ist mein Baby 18 Jahre alt und die Ereignisse von damals liegen lange zurück. Unser Leben bekam ich wieder in geregelte Bahnen, auch wenn die Übergänge nicht einfach waren. Wir haben unseren Platz in der Gesellschaft gefunden und die Wehmut nach alten Zeiten schon lange abgelegt. Sie hätte unseren Weg in die neue fremde Gesellschaft nur in den Weg gestanden.

Von Lichtspiel
LaWe

Montag, 5. November 2007

schaurig schöönn


LaWe

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

alles muss raus

Test
Test und das war es auch schon
Lange-Weile - 16. Aug, 14:56
vermüllt bis zum...
Als braver Bürger trenne ich den Müll sorgsam, so wie...
Lange-Weile - 20. Aug, 13:27
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sushi-friends - 11. Apr, 14:40
Hallo Lo.
..ja ich denke, er hätte sich gefreut, auch wenn mein...
Lange-Weile - 20. Aug, 08:50

Das Neuste von

Hallo ;-)

meine Randbemerkungen

Achja...
das wusste ich gar nicht. Diese Art feinsinnigen Humor...
abendGLUECK - 5. Mai, 09:48
wie makaber ;-) Bei...
wie makaber ;-) Bei uns wurde es ähnlich, aber anders...
abendGLUECK - 4. Mai, 08:13
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Hallo Bo., gestern las ich über eine amerikanische...
abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

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