Dienstag, 24. April 2007

Traum oder symbolische Wirklichkeit?

Nur noch 10 Minunten und dann stehe ich auf. So geht es jeden Morgen. Mein Wecker klingelt und erst nach dem 2 klingeln schwinge ich mich aus dem Bett.

Heut schließ ich während der 1 Minuten noch einmal so fest ein, dass sich noch ein schöner Traum zeigen konnte.
Ich stehe in einer großen Arena allein und verloren in der großen Fläche. Niemand ist zu sehen, doch es schwing eine große Erwartung in mir. Irgendetwas soll jetzt stattfinden, deshalb bin ich ja in der Arena. Doch was stattfinden wird, weiß ich nicht. So bleibt mir nur die leichte Anspannung auf das Kommende und zu Erwartende.

Dann endlich zeigt sich eine weiße Kutsche, die von einem weißen Pferd gezogen wird. Sie bewegt sich am oberen Rand der Arena und dreht eine halbe Runde am Rand, dann stellt sich eine Turmspitze in den Weg. Die ragt in den Himmel, wie eine Kirche.

Doch die Runde um den Arenarand kann nur fortgesetzt werden, wenn das weiße Pferdegespann den Turm an Rand hinaus und wieder hinunter fährt, So, als würde das Gespann sich wie eine Fliege an der Wand halten, fährt es den Turm ohne Probleme und mit der selben Geschwindigkeit, wie auf ebenen Untergrund, hinauf und wieder herunter.

Nach dieser Tour ist das Gespann in der Lage, sich wie schwerelos zu bewegen und es fährt direkt auf mich zu. Als es über Halt macht, kann ich den Reiter sehen. Es ist wie die Kustche und das Pferd ganz in weiß und nur sein Gesicht setzt sich farbmäßig von dem Gespann ab. Es ist dunkelrot von einer Anstrengung, der Blick des Reites schau konzentriert über mich hinweg.

Aus den unmerklichen kleinen Regungen erkenne ich, dass der Reiter unschlüssig ist, das Gespann auf den Boden der Arena absenken zu lassen

Ich erwache aus meinem Traum und muß flinke Socke machen, damit ich den Tag noch pünktlich geginnen kann.
LaWe

Montag, 23. April 2007

Tag der Arbeit Arbeit Arbeit Arbeit

Ein Schritt nach dem anderen - so bewege ich mich auf mein Ziel zur Selbstständigkeit weiter.

Mein A..... geht zwar auf Grundeis, doch hab ich eine Entscheidung in meinem Kopf gefällt und ich den Entschluß gefaßt, dann gibt es kein zurück mehr.

Heut haben mein zukünftiger Steuerberater und ich fürs erste Gespräch einen Termin ausgemacht - am
1.Mai
am Tag der Arbeit, wenn das kein gutes Zeichen ist?

Empfehlung meines zukünftigen Steuerberaters Nr. 1

Melde dich beim Gewerbeamt mit einer Tätigkeit an, die dich nicht in kostenpflichtige Bereiche bringt und du schon zahlen mußt, bevor du mit deiner Tätigkeit angefangen hast.
LaWe

"Das tut nicht zu Sache"

Schönes Deutsch und klingt nach Rechthaberei ?

Es ist 19 Uhr und ich muß meinen letzten Einkauf am Samstag noch schnell über die Bühne bringen.
Mein Supermarkt liegt schnell um die Ecke, will mir meinen Einkaufswagen aus der angeketteten Reihe ziehen.
Shit - ich weder einen Euro noch ein 50 Cent Stück.
Doch ich will ja nur ein Restpostenkauf machen - Butter, Milch, Brot, Mehl und das wars auch schon. Dazu muß ich keinen riesigen Einkaufwagen vor mir herschieben.
http://www.rewe-group.com
Mit einem Pappkarton ziehe ich meinen Kreis durch den Spuermarkt. Perfekt paßt mein Einkauf in den Karton und ich stelle ihn auf das rollende Band. Meine Favoritenverkäuferin sitzt an der Kasse und wartet. dass die Ware in ihre Reichweite kommt.

Ihr kritischer Blick auf meinen noch mit Ware belegten Pappkarton läßt nichts gutes ahnen. Das gibt wieder eine Belehrung, denke ich noch. Ich bin neugierig, ob ich ihrer Beschulung zum perfekten Kunden heut gewachsen bin.

Ich packe nur ein paar Artikel aus dem Karton, Mehl und Milch bleiben drin und schieben sich in ihre Reichweite. Mit ernsten Gesicht schiebt sie die losen Produkte über ihre Kasse, die restlichen hebt sie mit der Hand hoch, schiebt sie über die Scannerkasse und stellt sie wieder zurück in den Karton. Das finde ich sehr, sehr aufmerksam und bedanke mich für ihre weitsichtige Handlung.

"Danke, nett von ihnen" ich gebe ihr mein positives Feetback.

"Das kostet viel Zeit" belehrt sie mich mit strengen Blick.

"Verstehe ich" antworte ich artig. Doch ich will nicht gleich kuschen.

"Es sind ja heut keine Kunden hinter mir" und will ihr damit zu verstehen geben, dass ihr weder Kunden noch Zeit im Nacken stehen.

"Das tut nicht zur Sache" werde ich als unqualifizierter Kunde noch einmal belehrt.

Ich packe kleinlaut meine Ware in meinen Beutel und ziehe Leine. Wieder hab ich meine Prüfung als perfekte Kundin nicht bestanden.
LaWe

makaber

Ein Druck - Fehlerteufel hat makaber zugeschlagen

LaWe

Sonntag, 22. April 2007

Selbstdarstellung


LaWe

Samstag, 21. April 2007

kein Geld - keine Hühnchen

http://tvsales.orf.atDie Hühnchen sind die Lieblingsmahlzeit der Tiger, die im Kloster Wat Pa Luangta Bua leben und von dem Mönchen dort versorgt und betreut werden.

Nur durch Zufall sah ich - nur den Rest eines Fernsehbericht - über die Arbeit und das Leben der Mönche in diesen buddistischen Kloster in Thailand.

http://k53.pbase.comMeine Aufmerkasmkeit bliebt an der Ruhe und Gelassenheit der Mönche hängen, mit der sie die Löwen ohne persönlichen Schutz wie hier zu Lande des deutschen liebstes Kind - der Hund - an der Leine führten.

Mit sicherem Instikt werden die entspanntesten Löwen in einer Art Arena geführt, in der die Touristen sich hautnah mit den Löwen fotografieren lassen. Entspannt liegen die Löwen auf den Felsen - ihre Pfleger in der Nähe - und die Touristen streicheln die Löwen im Vorbeigehen.

Der Gründer des Klosters - Luangta Maha Bua Yanasampanno, ein berühmter Meditation-Guru - kommuniziert mit den Löwen.

Er sagt ihnen "Ihr müßt arbeiten - sonst kein Geld - keine Hühnchen"

http://farm1.static.flickr.com

LaWe

Das muß gefeiert werden :D

Online seit 500 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 21. Apr, 12:53

http://www.photonicsbw.de

LaWe

Untergang im Fett

Das Thema Fettleibigkeit beschäftigt jetzt die Medien. Endlich wird es mal zur Schlagzeile und macht vielleicht doch ein paar von den Betroffenen wach.

Betroffen sind nicht nur die, die die Fettmassen mit sich herum tragen, sondern auch die Angehörigen, wie z. B. die Ehepartner. Die Schlagzeile über die dicken Deutschen ersten Ranges bringt gleich noch einmal eine Erinnerung über einen dicken Menschen - den ich jahrelang gezwungener Maßen beobachten konnte - zurück.

Ich arbeitet in den privaten Räumen der Firma, die aus Kostengründen auf Mieträume verzichtete.

http://www.leberkasduo.deMein Chef bewegte sich nur stöhnend unter der Last seiner Fettleibigkeit. Seine eingeschränkte Beweglichkeit kompensierte er mit nach außen verlagerten Hilfsmittel.

Das Auto gab ihm seine jugendliche Beweglichkeit und scheinbare Vitalität wieder zurück. Geschmeidig und rasant bewegte er sich durch den Straßneverkehr. Während die Körpermassen auf den gepolsterten Sitz ruhten, brachten ihn die geringfügigen Bwegungen der Füße - Gas geben - wieder auf den Damm. Mit leichten Armbewegungen bekam er stets die Kurve.

Im Haus hatte er seine Frau - klein, zierlich und flink. Die Gartenarbeit verrichteten sie gemeinsam, denn der Garten sollte auf seinen männlichen Part nicht verzichten. Er ging mit einem Klappstuhl in den Garten und lies sich stöhnend erst einmal nieder. Seine Frau kletterte befehlsmäßig auf den Kirschbaum, der beschnitten werden sollte. Geschickt war sie mit der Säge in der Hand auf der Leiter und bereit willig wartetet sie auf die Anweisungen ihres Gatten.

"Den da oben rechts, den Ast mußt du abschneiden" und er zeigte mit dem Finger in die Richtung. Gewand schwang sie sich zu dem Ast, der gekürzt werden sollte und vollzog die Arbeit nach seiner Order.

Bis der Kirschbaum ordnungsgemäßt beschnitten war, gab es noch zahlreiche Kritiken, denn seine Frau stellte sich nicht immer so geschickt an, wie er es gerne hätte. Und damit die die ganze Firma etwas davon hat, wurde sie auch vor den Augen der Mitarbeiter auch mal niedergeputzt.

Irgendwie genial fand ich, auf welche Weise er seine im Fett eingewachsenen Arme verlängerte.

Doch die Fettmassen , die sich schon in mehrschichtigen Ringen um seinen Leib wölbten - sie dienten in seinem Fall in erster Linie zum Schutz vor der Umwelt - hatten ihren Preis.

Die Beinen waren bald am Ende ihrer Leistungsfähigkeit. ER brauchte Bandagen, damit sie nicht auch noch aus dem Leim gingen. Doch an seine Beine kam er nicht mehr ran.

Aber das war ja nicht so schlimm, denn er hatte ja seine Frau. Kniend lag sie vor seinen Füßen und schob ihm die feste Bandage über seine Beine. Das war für die zierliche Frau Knochenarbeit, doch sie stellte sich, seiner Reaktion zu Folge immer wieder dumm an.

Das Bild der vor den überfetteten Mann knienden zierlichen Frau assizierte mit den Untergang eines Ehepartners in dem Fettmassen des Gatten.

Nachdem ich die Firma verlassen hatte hörte ich nur noch einmal von der Familie. Überraschend verstarb ihr Sohn an den Folgen seiner Fettleibigkeit.
LaWe

Freitag, 20. April 2007

Gefangen in süßer Einkaufsorgie

"Es ist schwer jemand zu stehen zu bringen" Davon könen die Markthändler sicher ein Lied von singen, denn die Menschen laufen und hasten an ihren Ständen vorbei.

Doch wenn es mal zu einem Stau kommt, dann muß auch der Eligste für eine Weile innehalten und geduldig die Zeit an sich vorbeistreichen lassen, bis es wieder weiter geht.

Zu Spitzezeiten in den Supermärkten stehen sie dann geduldig, aber mit rastlosem Blick in der Reihe und warten darauf, dass ihre Ware abgebont wird.

Das ist der Moment, in der ich mitunter meditativ die Warteschlage vor meinen Augen Reveu passieren lasse.

Vor mir steht eine Frau, die sich entkräftet auf ihren gefüllten Einkaufswagen stützt. Die Schweißperlen stehen ihr auf der Stirn geschrieben. Ihre 2 Töchter - geschätztes Alter 8 - 10 Jahre -springen schon hinter dem Kassenbereich umher. Sie, die Mutter ist schätzungsweise, wenn ich das Alter ihrer Töchter berücksichtige- so um die Mitte bis Ende 30 Jahre alt.

Der Tag hat über 20 Grad Wärme, da kommt niemand ohne leichte Bekleidung vor die Tür.

http://www.deutschlands-dicke-seiten.de/Auch sie ist leicht bekleidet. Eine dünne weite Bluse, ein weiter Rock, beides bis zum zerreissen gespannt. Auf ihrem Nacken ruhen einige Kilo Speck, an den Armen hängt das durch die Hitze flüssig gewordene Fett herab, das wabbernd am Unterarm bei jder Bewegung schauckelt. Der Kassengang reicht grad für die Hüftbreite, die Beine bewegen sich schwer von einem Fuß auf den anderen.

Endlich ist sie dran und darf ihre Ware auf das Laufband legen. Nirgend woanders als im Supermarkt kann man sich einen Überblick über die Eßgewohnheiten der Familien machen.

Was sich jetzt auf dem laufenden Band stapelt, sieht aus wie eine Zuckerlandschaft. Bonbontüten in allen Variationen und Größen. Darunter hier und da ein Brot , eine fette Wurst, abgepackte und einschweißte Fertignahrung. Die Töchter warten mit tropfenden Zahn auf die süße Welt, die über das Laufband ihnen entgegen kommt. Nach der Nahrung noch mal eine Serie Bonbon und Keks und dann ist es geschafft.

"Das macht 70 €"

Und die fleischbehangene Frau läßt ihre Karte einmal durch den Schlitz ziehen und zieht anschließend schwerfällig mit ihrem Bonbon überladenen Einkaufswagen und ihren Töchtern Richtung Auto.

Fassungslos schaue ich hinterher.

Oh mein Gott, was stopft die Frau in sich und in ihre Kinder nur rein. Die Mädels werden eines Tags das Antlitz ihrer Mutter annehmen, wenn niemand den Teufelskreis der süßen Völlerei durchbricht.

Mit ein wenig zeitlichen Abstand von meinem Eindruck erinnere ich mich - die Süße - sie beruhigte mich als Kind - die warme Fülle im Bauch sicher schon als Baby.

An diese Einkaufsorgie erinnerte ich mich heut, als die Schlagzeilen des Tages sich mit den dicken Menschen von Deutschland beschäftigen.

"Die Deutschen haben als Bewegungsmuffel die Fettleibigkeit der Amerikaner angenommen"
LaWe

Donnerstag, 19. April 2007

Aale greifen

Mir doch egal....
Wenn ich mir den Satz genau betrachte und auf der Zunge zergehen lasse, schmeckt er entweder nach Resignation oder nach einem PingPongSpiel, in das ich reingezogen werden soll?.

"Mir doch egal" bekomme ich als Reaktion zu hören, wenn ein Kind so sehr gegen die Regel des Gruppe verstößt, das ich es nur mit einem " entweder - oder" in die Enge treibe um es zu einer Entscheidung zu zwingen.

"Entweder du ordnest dich unter oder du verläßt die Sporthalle"

"Mir doch egal" die knappe Antwort erhalte ich mit einem flüchtigen Seitenblick. Wahrscheinlich nur um zu sehen, wie ich darauf reagiere.

Doch das Kind verläßt weder die Sporthalle, noch ordnet es sich unter und das Spiel beginnt von neuem.

Doch in welches ihrer Spiele ich reingezogen werde - keine Ahnung - doch stets gleiete ich an diesem Satz ab, wie ein schwimmender Aal aus meiner Hand.

Das Verhalten erinnert mich an Dorffeste aus meiner Kinderzeiten. Als besondere Attraktion stand ein riesiges Becken mitten auf dem Platz. Das Becken war bis zum Rand mit Wasser gefüllt und darin schwammen die Aale. Umd das Becken die Männer mit hochgekrempeleten Ärmeln, die meist erfolglos versuchen einen schwimmenden Aal mit bloßen Händen zu greifen.

http://www.braun-fischfarm.de Das gelang nur wenigen, denn sie mußten vorausschauend die Hände schließen, damit der Aal nicht durchschlüpfen konnte. Doch damit war es noch nicht getan. Denn Körperform und glitschige Haut machten es dem Fänger fast unmöglich, den gefangenen Aal am Ende auch zu halten.

Auch hier war vorausschauenden Handeln nur erfolgreich, den Mit dem Aal im festen Griff mußte die Hand blitzschnell aus dem Wasser gezogen werden.

Bei dieser Fangmethode hatten die Aale eine gute Überlebenschance und der Fänger oft das Nachsehen.

Ja, daran erinnert mich das Verhalten einiger Kinder, wenn sie mich mit einem einzigen "Mir doch egal" so null Komma nichts abgleiten lassen.
LaWe

Mittwoch, 18. April 2007

Hühner verarbeitet

Hallo Mister Spott, vielleicht erkennst du ihn ja noch. Deinen Hühnerhaufen - ich habe mir einfach erlaubt, deine Hühner zu verarbeiten, aber für eine Suppe waren sie mir zu zäh :-))
LaWe

Frühling


LaWe

verlorener Sohn

Zwei unbeantwortete Anrufe auf meinem Handy. Unbekannte Nummer - gegen 11 Uhr. Zur der Zeit hatte ich übers Festnetz telefoniert und mein Handy nicht gehört.

"Aber wenn es dringend ist, wird der Anrufer sich schon wieder melden" denke ich so, da klingelt auch schon wieder das Telefon.Diesmal auf dem Festnetz.

"Ja?"

Die Anrufer holt noch einmal tief Luft, bevor er spricht. Ich höre ein Zittern in der Stimme.

"Frau H...?"

Das Zittern der Stimme läßt nichts gutes ahnen.

"Hier ist Frau B..." die Sekretärin der Schule meines Sohnes.

"Wir haben die ganze Zeit versucht, sie zu erreichen. Ihr Telefon war besetzt und ihr Handy haben sie wohl nicht gehört. Ihr Sohn wird grade ich die Klinik gebracht. Mit einen schweren Krampfanfall ist er im Boiunterricht von der Schulbank gefallen"

"Oh mein Gott. Als ich ihre Stimme hörte, dachte ich mir, dass mit meinem Sohn wieder etwas passiert ist"

"Nach dem Anfall war er verwirrt. Er konnte sich an einiges nicht mehr erinnern. Deshalb hat der Rettungasdienst ihn in die Nervenklink gebracht"

Dann werde ich zur Biologielehrerin durchgestellt. Auch an ihrer Stimme höre ich, wie sehr sie noch von dem Ereignis beeindruckt ist. Sie schildert mir noch einmal den Verlauf. Das mein Sohn sich nach dem Anfall sofort wieder auf die Bank gelegt hat und einschlief.

Ich bedanke mich auch bei seiner Biolehrerin und mache mich nach dem Gespräch gleich ans telefonieren.

"Verwirrt -Nervenklinik" schwiirrt mir durch den Kopf wie ein Karussel. SO schlimm war es noch nie.

Endlich erreiche ich die Zentrale der Nervenklinik, erkundige mich nach meinem Sohn.

"Meinen sie den 17 jährigen?"

"Ja"

"Ich stelle sie zur Klinik durch"

Kurz darauf meldet sich die Stimme einer Krankenschwester. "Sie meinen den 17 Jährigen?"

"Ja" doch ich kann den Weinkrampf nicht mehr unterdrücken.

"Der war hier. Nicht weinen" beruhigt sie mich. "Wie haben ihn in die Ambulanz geschickt. Rufen sie Schwester Katrin an - hier die Nummer"

Mit unterdrücktem Schluchzen schreibe ich die TelefonNummer der Ambulanz auf und bedanke mich bei der Schwester der Klinik.

Jetzt läßt sich mein Weinkrampf nicht mehr unter Kontrolle halten. Ich lass ihn raus - die Tränen fließen, als wäre jemand plötzlich gestorben. Nach 5 Minuten hab ich meinen Weinktrampf wieder unter Kontrolle und wähle die Nummer der Ambulanz, erkundige mich nach meinem Sohn.

"Meinen sie den 17 Jährigen?" fast muß ich schmunzeln,bei der sich immer wiederholenden Nachfrage.

"Ja, ich meine den 17 Jährigen"

"Der war hier. Aber er konnte schon wieder laufen und war fit. Wir haben ihn in die Kinder- und Jungendklinik zu seiner behandelnden Ärztin geschickt"

Ich bin erleichtert, wieder ein Lebenzeichen von meinem Sohn zu hören, bedanke mich bei der Schwester und suche nebenbei die Nummer der Klinik.

Der Weinkrampf, der sich wie eine haushohe Welle über meinen Kopf wälzte, ebbt ganz langsam wieder ab und ich kann wieder ohne Kloß im Hals sprechen.

In der Kinder- und Jugendklinik verweist man mich sofort auf die Station, auf der mein Sohn eingewiesen wurde.

Die Schwester der Station ist nett und bringt das Telefon gleich zu meinem Sohn ans Bett.

Endlich höre ich die Stimme meines verlorenen Sohnes wieder.

"Alles wieder gut" beruhigt er mich. Etwas in seiner Stimme beruhigt mich immer, egal was passiert ist. Wenn ich seine Stimme höre, bin ich wieder ruhig.

"Aber jetzt möchte ich Schluss machen. Mich lacht grad eine Bratwurst an, die vor mir steht"

Während ich auf meiner Seite erleichtert durchatme, genießt mein Sohn auf seiner Seite die Bratwurst.

Die nachfolgenden Untersuchungen sollten Klarheit in die Häufigkeit der Anfälle bringen. Um das schlimmste auszuschließen - ein heranwachsender Tumor im Kopf - wird er noch durch die Röhre geschickt.

Gestern Abend das Ergebnis. Alles Roger - der Medikamentenspsiegel ist gesunken und die Feststellung, dass in der Pupertät die Krampfanfälligkeit steigt.

Die Dosis der Medikation wird nach oben gesetzt und er darf die Klinik wieder verlassen. Der letzte Anfall war eine Lektion seines Körpers. Sein Körper verlangt die Akzeptanz der Epilepsie und damit eine gewissenhafte Einnahme des Medikaments.

"Aber ich will nicht krank sein"

"Das möchte keiner" antworte ich ihm. "Doch fast jeder Mensch hat irgend ein Leiden" doch es fällt uns kaum auf, weil jeder sich darauf eingestellt hat.
LaWe

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

alles muss raus

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Test und das war es auch schon
Lange-Weile - 16. Aug, 14:56
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Hallo Lo.
..ja ich denke, er hätte sich gefreut, auch wenn mein...
Lange-Weile - 20. Aug, 08:50

Das Neuste von

Hallo ;-)

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Achja...
das wusste ich gar nicht. Diese Art feinsinnigen Humor...
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