Mittwoch, 10. Januar 2007

Minni-Püppi mausert sich

Die kleine winzige Maus - die mausert sich.
Der Inkubator gehört der Vergangenheit - das Wärmebett liegt auch schon hinter ihr - sie liegt noch in der Klinik auf der Früchenstation und hat ein kleines Bettchen, in den sie sich räkeln kann.
LaWe

Montag, 8. Januar 2007

Absturz oder Ausstieg ?

Es gibt Tage, die verlaufen genaus so düster, wie das Wetter in den Dezembertagen. Erst will die Sonne nicht aufgehen, dann bleibt die Wolkendenke geschlossen und obendrein regnet es im Dauerlauf.

Ohne sonniges Gemüt ist dann ein Stimmungstief kaum noch auszuhalten.

Und genau an solchen Tagen kommen dann auch die Informationen ins Haus, die die Wolken noch stärker absenken lassen und den Dauerregen zum Platzregen werden lassen.

An solchen Tagen brauche ich ein breites Kreuz und das Wissen um ´die Sicherheit, dass es sich alles wieder einpegeln läßt, vorausgesetzt, ich lasse den Kopf nicht hängen oder verliere gar die Nerven.

Die Geldknappheit nach Weihnachten und Jahreswechsel ist schon seit Jahren eine chronische Erscheinung auf meinem Konto. Das kenne ich, damit kenne ich mich aus. Im Gegenzug zu den extrem starken finanziellen Bewegungen in Dezember darf ich mich im Januar so gut wie gar nicht bewegen. Nur ein paar kleine Schritte durch den Spuermarkt und alle anderen Seitensprünge, wie z.B. in ein Kaffee oder ähnliches muß ich selbstdizipliniert meiden. Daran hab ich mich gewöhnt, das halte ich durch.

Doch am Freitag kam ein Anruf, der die tiefe Regenwolke noch tiefer auf meinen Kopf ansenken lies. Sie nahm mir fast die Luft und den Durchblick. Ein freundliche Stimme vom Vermieter "Sie haben ihre Miete nicht bezahlt" Oh mein Gott, die Nachricht zog sich wie ein Gewitter über meinen Kopf zusammen und schon schlugen die ersten Blitze in Bauch und Bein ein. Kribbeln in der Magengegend und weiche Knie waren die Folge.

"Bis Dienstag haben sie Zeit, ihre Miete zu bezahlen" Die Stimme klingt, als würde sie mir eine Todesnachricht überbringen. "Wenn sie nicht gleich handeln, müssen sie sterben" so die unterschwellige Botschaft der Stimme.

"Nein, ich will noch nicht sterben" setzt mein Geist dieser Todesnachricht entgegen. "Ich werde nicht unter der Brücke schlafen und meine Habseeligkeiten in einem Ald-Einkaufsbeutel mit mir herumtragen.

Ich erinnere mich an eine Geschichte unseres YogaLehrers, der uns Schüler mehr als einmal von einem Mann berichtete, der von heut auf morgen sich aus allen Lebensfluss ausklinkte und 2 Jahre seines Lebens auf einer Parkbank verbrachte. Alles betteln und flehen der Angehörigen verhallte ungehört in seinen Ohren. Standhaft hielt er sich dem Lebensfluss fern, zog seine Sinne aus dem Äußeren Leben und sah nur nach innen.

Endlich und zur Erleichterung der Angehörigen stand er - völlig verwahrlost - von seiner Bank auf, die 24 Monate sein ständiger Wohnsitz war und nahm wieder am Leben teil. Doch nicht mehr in gewohnter Weise - der eines gehetzen Menschen, der mit der Überzeugung seiner eigenen Wichtigkeit von Termin zu Termin rast um am Ende seines Leben vor der eigenen inneren Leere zu stehen.

Nein aus ihm war ein weiser Mann geworden zu dem heut viele Ratsuchende pilgern und von ihm eine gesunde Lebenshilfe zu holen.

Obwohl mich die Geschichte von dem weisen Mann stark beeindruckte, den Nerv für ein Leben auf der Parkbank kann ich nicht aufbringen. So bleiben die weichen Knie und das Kribbeln in der Magengegend. Noch online prüfe ich mein Konto und sehe zwei Abbuchungen, die ich in meiner "Überlebensformel" für die Zeit nach Weihnachten nicht berücksichtigt hatte. Große Daueraufträge auf mein Sparkonto - oh shit. Da hatte meine Wohnungsgesellschaft keine Chance an ihr Geld zu kommen.

Doch ich bin erleichtert und auch mein Vermieter wird erleichtert sein. Sein Wohnungsbestand wird zur Zeit über das Konto der WohnungsLeerstände bewirtschaftet und sie müssen nicht befürchten, noch einen Mieter zu verlieren.
LaWe

Sonntag, 7. Januar 2007

Zerissenheit der Pübertät

Will ich mich daran zurück erinnern, erscheint sie mir nur noch wie ein kaum sichtbarer Streifen in meinen Leben - die Pubertät. Nur die Zerisssenheit zwischen noch Kind bleiben und doch erwachsen sein zu wollen. Doch die Hin - und Hergeworfenheit zwischen den Welten steckt noch in meiner Erinnerung fest.

Meine Augen klebten statt im Schulbuch an den Jungs, denn ich reihenweise schöne Augen machte.

Und der Groll auf die Eltern, wenn sie mir ein heisses Date verdarben

"So spät darfst du nicht mehr raus"

Das Verbot meiner Eltern wollte ich nicht verstehen. "Warum wollen sie nicht akzeptieren, dass ich schon erwachsen bin?" rebellierte es in mir und ich sah mich als Nestflüchter nachts aus dem Fenster klettern.

Mit dem morgendlichen Wecken wuchs mein Groll auf meine Eltern erneut.

"So früh will ich noch nicht raus" rebellierte es in mir.

"Warum verstehen sie denn nicht, dass ich noch viel zu klein für die große weite Arbeitswelt bin" und ich sah mich wieder unter ihre wärmenden beschützenden Fittiche schlüpfen.

Flucht aus den Kinderschuhen und das Festhalten an der elterlichen Geborgenheit prägten meine Pubertät.

Heut - heut sehe ich mich wieder mit der Pubertät konfrontiert, die mich fast schwindlig macht.

Und wie damals zieht es mir fast die Schuhe wieder aus - mein Sohn, er springt von den Kinderschuhen zu denen der Erwachsenen hin und her.

Mal bin ich die beschützende Mutter, ein ander mal die, die abgewiesen wird.

Doch sein Auge ruht auf mich - schaut, was ich tue, wenn es mit dem "Übersetzen" von den kleinen auf die großen Schuhe wieder mal nicht geklappt hat.

Heut lagen erneut meine Nerven blank - mißtrauischer hätte mein Blick nicht sein können - ich denke, ich hab das Kind (17) mit den Satz "Was hast du dir dabei gedacht?" schon in der Luft zerissen.

Und wie immer beruhigt er mich mit Schulterklopfen und dem Satz "Mutter, vertraue mir".

Und wie immer vertraue ich ihm - wenn auch manchmal mehr als blind und mit der Sicherheit, das ich bald wieder aus den Latschen kippen werde.
LaWe

Samstag, 6. Januar 2007

Wenn man sie nur läßt...

Das Morgenradion weckt mich sanft und trägt mich sacht in den neuen Tag hinein. Es hat auch eine Doppelfunktion für mich. Nach dem Wecken versorgt es mich mit neusten Nachrichten.

Heut früh - ich konnte ja noch liegen bleiben - lies ich mir Zeit,für eine Gesprächsrunde, die sich mit dem System der Montessori Schule beschäftigte.

Für mich war der Begriff - Montessorie Schule - soetwas von neu, dass ich meine Ohren spitzte, damit ich auch alles verstehe.

Montessorie Schule - eine eigenständiges Schulsystem, dass vor 100 Jahren das erste mal seine Tore für Kinder öffnete. Alles, was neue Schulsysteme betrifft, ist für mich von großen Interesse. Denn das bestehende staaliche Schulsystem ist in meinen Augen am Ende mit seinem Latein.

 Was wir versuchen ist lediglich, dass jedes einzelne Kind seine individuellen Fähigkeiten entfalten kann. so heißt es in der Montessorie Pädagogik.

Die 1870 bei Ancona geborene Maria Montessori nannte ihr Bestreben noch etwas anders: "Das Geheimnis der Erziehung ist, dass Göttliche im Menschen zu erkennen und zu beobachten." Ihre erstaunliche Entdeckung bei ihrer Arbeit in Rom war, dass viele vermeintlich ;gestörtes; Kinder ganz erstaunliche und unerwartete Fähigkeiten entwickelten - wenn man sie nur lässt.

Das klingt logisch und verständlich. Die klassischen Einheitsschulen gehen davon aus, das im Kind erst einmal nichts drin ist. Es ist sozusagen hohl und muß erst mit Wissen und Können aufgefüllt werden. Doch dass ist nicht die richtige Basis, der richtige Ausgangspunkt, ein Kind auf das Leben vorzubereiten: Die Verwiegerung gegen dieses Vorgehen lassen sich täglich in den Schulen erkennen. Es gibt immer mehr Verweigerer-Kind und niemand kommt an sie ran. Sie wehren sich einfach gegen Systeme.

Die Erfinder von Google - es sind zwei Montessori - Schüler
LaWe

Freitag, 5. Januar 2007

heisses Eisen und kalte Füße

Helge Schneider wettert gegen Film schon vor der Uraufführung.

Die Werbung läuft bereits als Trailer und kündigt den Flim für Januar an.

Eine Hitler-Parodie sollte es werden. Doch bevor sie an die Menschen in die Kinos kommt, gibt es erst einmal Stess und Helge wettert gegen den Film, in dem er die Hauptrolle übernommen hat.

Der Regisseur verteidigt sein Projekt - seinen Film.

Das Thema Hitler ist und bleibt für uns Deutsche eben ein heisses Eisen
LaWe

Donnerstag, 4. Januar 2007

Akititätsbremse ????

Jeder Tag beginnt wie jeder andere.

Nachdem mein Bewußtsein die Tagesschwelle erreicht hat, beginnt es sich durch wie durch virtuelle Fenster durch den anstehenden Tagesplan zu hangeln. Der Überhang der letzten Tage reiht sich in die Fenster mit ein.

Was steht für diesen Tag an?

Was läßt sich machen?

Was läßt sich streichen?

Was hab ich gestern nicht erledigt?

Wie auf einer Wäscheleine reihen sich in meinem Bewußtsein die Tagesaufgaben wie Wäschestücke aneinander, die ich am Abend zuvor angklammerte. Doch einige von ihnen hängen schon seit Tagen im Wind und irgendwie schaffe ich es nicht, sie wirklich auf den Weg zu bringen.

Da wartet z.B. das Finanzamt auf mich. Es hat mich schon gemahnt und ich denke jeden Tag daran. Doch weiter reichen meine Aktivitäten zur Zeit nicht.

Wenn ich so weiter mache, bekomme ich noch die schriftliche Galgenfrist, mit Androhung hoher Vorauszahlungen.

Da frage sich mein gesunder Menschenverstand "Worauf wartest du noch? "
LaWe

PS: 5.1. Ich habs getan - ich habs erledigt, Jetzt lege ich mir Schulterploster auf, damit mein Schulterkopfen nicht so schmerzlich wird
:-))

Mittwoch, 3. Januar 2007

Treibgut....

Die freien Tage vergehen wie im Fluge. Sie rauschen vorbei, ohne das sie einen Eindruck hinterlassen.

Doch vielleicht ist grade das der Vorteil der freien Tage - ohne Eindruck, ohne das etwas auf mich wirkt, was mich zu handeln oder gegenhandeln zwingt.

Einfach so in den Tag hinein schlafen und leben und treiben lassen....

LaWe

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

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abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

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