Sonntag, 20. September 2009

verkommen

Endlich, endlich, endlich – ein kleiner Lichtblick am Himmel. Ich hab´s nur so im Vorbeigehen im Radio gehört. Es soll nun untersucht werden, warum unsere Jungendlichen derart ausrasten, dass es schon zahlreichen Menschen schon das Leben gekostet hat.

“Viele Jugendlichen leben in der aussichtslosen Perspektivlosigkeit. Wir dürfen nicht zulassen, dass viele Jungendlichen derart verkommen”

Endlich, endlich sagt jemand die Wahrheit und setzt den Hebel an der richtigen Stelle an. Die Jungend verkommt und wir – die Gesellschaft – lässt das zu. Und nun haben wir den Salat. Wie haben zahlreiche gewaltbereite Jugendliche, die sich so monsterhaft entwickelt haben, dass sie derart ausrasten, dass es auch Menschenleben kostet. Der Aufschrei in der Nation ist nicht zu überhören und ich hoffe, dass er nicht verstummt und man endlich begreift, dass wir alle daran Schuld sind, dass so viele junge Menschen verkommen, dass sie in dem luftleeren Raum ihrer Perspektivlosigkeit zu Monstern mutierten.

Ich habe genug von der künstlichen Intelligenz, die rational versucht die Jungendkriminalität mit erhöhter Alarmbereitschaft und härteren Strafen begegnen will.

Gebt den jungen Menschen eine Lebensperspektive in der es sich gut Leben lässt und sie werden wieder zu Menschen, die nach höheren Zielen streben.

Fast jeder Vorfall von Jugendgewalt in der Gesellschaft ist ein Hilfeschrei, der laut in die Nation brüllt:

 “Wie sind auch noch da! “

“ Nehmt uns auch wahr! “

“Und verdammt noch mal, kümmert Euch endlich auch um uns!!!!”

P1040520

LaWe

Samstag, 19. September 2009

ins Trockene

Gestern hab ich wieder mal einen Lottoschein ausgefüllt. Der prall gefüllte Jackpot hat seine Wirkung auch auf mich hinterlassen. Ich kam gestern an der Lottoannahmestelle nicht vorbei. Vielleicht gelingt es mir auf diesem Weg, mein Schäfchen für die nächsten Jahre ins Trockne zu bringen. Meine Wunsch nach einem Gewinn hab ich schon mal ans Universum geschickt und bis heut hatte es Zeit, an die Erfüllung zu arbeiten und wenn es heut nicht klappt und der Jackpot ist noch da, werde ich meinen Wunsch nach finanzieller Sicherheit erneuern und noch mal einen Lotto-Stelle schleichen. 

Irgendwie muss es ja bis zur Rente ja gelingen, mein Schäfchen ins Trockne zu bringen.

Die Natur kommt ohne Wünsche aus. In ihr läuft alles in einen sich stets wiederholenden Zyklus ab und bevor sie sich vor kommenden Winterkälte zurück zieht, bringt sie erst ihre Saat ins Trockne.

Blüte und Trockenstand

Auf der gemeinen Wiese vor unserem Haus schwindet täglich die Farbenpracht und wandelt sich in beige/braunen und erdige Töne

Eicheln

Die Eicheln nehmen schon mal den Hut und warten darauf, dass die Eiche sie fallen lässt

Roter Mohn

Auch der Mohn zieht sich in seine Kapseln zurück

Flugsamen

Die kleinen Fallschirme bereiten sich auf die stürmische Zeit vor

Trockenstand

Sie hat sich wohl schon ganz in die Erde zurück gezogen und ihre Hülle als beige-silber Kleid zurück gelassen.

meine Füße

Auch ich stehe im Trocknen und hoffe darauf ……..

 

das ich dieses Wochenende mein Schäfchen – einen kapitalen Bock - auch ins Trockne bringen kann.

LaWe

Donnerstag, 17. September 2009

allein, mir fehlt der Glaube

Ich hab´s gestern Abend schon in einer Internetschlagzeile gelesen. Das Urteil über Marco war gefallen. Nach mehr als 2 Jahren und 8 Monaten Untersuchungshaft kam der Staatsanwalt zu einem Schluss. Marco ist für schuldig erklärt und erhält eine Strafe von 2 Jahren Haft auf Bewährung.

Rein intuitiv frage ich mich jetzt selbst:.

“Warum kann ich bei diesem Urteil nicht an Gerechtigkeit glauben?”

Ich empfinde das eine Form von Ungerechtigkeit, die an mein Inneres zerrt, es hin und her reißt, es permanent in Kreise dreht, bis es mir schwindlig wird und ich nicht mehr weiß, was richtig und was falsch ist. Doch wenn sich die Rotation in meinem Hirn gelegt hat, dann schwindet sofort der Glaube an ein gerechtes Urteil im Fall Marco.

Der Vorlauf bis zum Urteil hat so lange gedauert, als hätte man einen höchst komplizierten Fall zu lösen gehabt. So einen Vorlauf kann ich mir bei einem undurchsichtigen Wirtschaftverbrechen vorstellen, aber nicht wenn es darum geht, eine zufällige Flirtnacht zu durchleuchten. Da gibt es für mich eine religiöse Mutter, die ihre frühreife 13 Jährige Tochter nicht unter Kontrolle hat, denn sonst wäre ihre Tochter nicht in der Disko gewesen. Da wird das 13 jährige Mädchen – die sich selbst als 15 Jährige ausgibt - in die nächtliche Disco gelassen, obwohl sie rein rechtlich noch gar keinen Zutritt bekommen darf, zumindest in Deutschland dürfen sie nicht in die Disco. Als Discobesucher muss ich davon ausgehen, dass der Besucher das entsprechende Alter hat. Ne, ne, hier wird auf der anderen Seite gelogen und nicht die ganze Wahrheit gesagt. Das Mädchen hatte das Zeug für eine Art “Fallenstellerin” und Marco ist in die Falle getappt. Ich war selbst 13 Jahre alt und erinnere mich, dass ich mich mit dem aufkommen meiner Sexualität meine Wirkung auf Jungs getestet habe. Und wenn die Mutter des Mädchens sich dessen bewusst ist, dann käme auch sie zu dem Schluss, dass ihr Töchterchen ihren Teil dazu beigetragen hat.

Ne, ne, an diesem Urteil ist was faul und stinkt nach meinem Geruchsinn für Gerechtigkeit zum Himmel.

Ich weiß, dass Emotionen in einem Urteil nicht zu suchen haben, denn Emotionen haben ihre Eigenfärbung und beeinflussen die klare Sicht. Aber ich kenne weder den Marco, fühle mich ihm weder verbunden, noch steht er mir nahe und doch schlägt mein Gerechtigkeitssinn Alarm und das von der ersten Stunde an, als der Fall in der Öffentlichkeit bekannt wurde.

Gerechtigkeit in Sinne von Mutter und Tochter, die einer Tatsache nichts ins Auge schauen wollen, die sie zu vertreten haben.

LaWe

Mittwoch, 16. September 2009

was zum Schwelgen



Wenn ich noch mal auf die Welt kommen und ich wählen kann, als was, dann komme ich als Rocksänger auf die Welt.
LaWe

Dienstag, 15. September 2009

Prominentenhimmel

Und wieder trifft eine morgendliche Nachricht in meine Aufwachphase wie ein Schlag. Lange hab ich nicht mehr an ihn gedacht, an den schwer erkranken Schauspieler Patrick Swayze, er ist übernacht verstorben. Seid den 80iger Jahren begleitet mich der Film “Dirty Dancing” mit ihm als Hautdarsteller, dem Tanzlehrer. Ein Klischeefilm und vielleicht macht es genau das den Film unsterblich. Das sind die Klischees, aus dem Filme gemacht werden und das funktioniert immer wieder.

Es tut mir für Patrick Swayze leid, dass er gehen musste und nun im Prominentenhimmel eingetroffen ist, in dem schon so viele Promis in diesem Jahre aufsteigen mussten.

Hier auf Erden wird er bei seinen Fans als Tanzlehrer und Romantiker weiterleben.

LaWe

Montag, 14. September 2009

Homer kann sich nicht beklagen

Das Duell zwischen Merkel und Steinmeier hab ich mir gestern nicht angesehen – ich stehe nicht auf Duelle und meine politische Meinung hab ich mir auch ohne Duell gebildet.

Quotenkönig war das Duell im TV nicht, denn der Schlagabtausch der politischen Kontrahenten hatten noch einen Rivalen – Homer Simsons.

Vielleicht sollte ich über meine Wahl noch einmal nachdenken?

LaWe

Samstag, 12. September 2009

manifestierter Schrecken

Ich erinnere mich öfter daran, als zum alljährlichen Gedenktag, am 11. September.

Vor 8 Jahren war mir am Tag des Geschehens noch gar nicht klar, wie einschneidend sich das Ereignis auch bei mir auswirken würde.

Täglich werde ich von zahlreichen Nachrichten überschüttet, Nachrichten die Tragisches von Menschenleben berichten. Wie ein Gaffer oder Voyeur zieht mich die Schlagzeile an und ich lese nach, was geschehen ist. Manche Ereignisse sind so erschütternd, dass ich mich tagelang damit beschäftigt und auseinander gesetzt hab, wie z.B. die Amokläufe der Jugendlichen. Der Austausch mit anderen macht das verarbeiten erschreckender Eindrücke einfacher. Doch das nächste erschütternde Ereignis überlagert den alten Schrecken und erzeugt einen neuen Schrecken.

Doch egal was es war, das tragische Geschehen war örtlich stets weit weg von mir und so konnte es mich nicht bis ins Mark erschüttern, ich bleib immer der Voyeur, der die Bilder der Nachrichten mit einer gewissen Distanz aufnehmen und mich weiter meinem Leben widmen konnte.

Das Ereignis am 11.September 2001 hinterließ mehr als nur ein Eindruck des kurzen Schreckens und die Auswirkungen plagten mich erst am nächsten Tag. Es war, als wäre zwar weit weg von mir eine große Bombe eingeschlagen, doch die Bodenwellen haben sich auch unter meinen sicheren Grund geschoben und ihn erschüttert. Das erste mal in meinem Leben empfand ich mein Leben auch hier in Deutschland als unsicher. Ich hatte Angst um mein Leben.

Was wird die USA nach dem Terroranschlag machen? Der damalige Präsident Busch präsentierte sich der Welt in Armeeuniform. Sollte nun eine neuer Krieg beginnen, dessen Gewalt sich weltweit auf uns Unschuldige ausbreitet?

Ich sah mich und meine Familie im Bombenhagel, saß uns als Flüchtling vor den tödlichen Waffen und Auseinandersetzungen verloren und mittellos auf der Straße. Ich stellte mir Fragen, ob ich überhaupt weiter leben wollte, falls ein Krieg ausbrechen würde. Oder würde ich mir gleich das Leben nehmen, weil ich die Todesangst nicht ertragen kann? Tausend Gedanken umkreisten meinen Kopf und eine Urangst durchzog nächtelange meine Träume. Mein Herz fühlte ich bedrückend an, als wäre ich nächste, die es unerwartet treffen wird. Eine diffuse Mischung aus Angst und Ohnmacht, die ihren Fluss in die Panik führen kann.

Damals erwachte ich wie ein Kind aus einer traumhaften und beschützen Welt und sah mich einer grausamen Welt ausgesetzt, in der Menschenleben täglich an Wert verlieren.

düstere Wolken

LaWe

Testlauf

alter Strom

Der alte Strom aus der Vogelperspektive.

Keine Sorge, ich bin nicht in die Luft gegangen und schwebte auch nicht auf der Wolke 7 um dieses Bild zu machen. Ich hab über Maps von Bing – auf Warnemünde sehen können

LaWe

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

alles muss raus

Test
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Lange-Weile - 16. Aug, 14:56
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Als braver Bürger trenne ich den Müll sorgsam, so wie...
Lange-Weile - 20. Aug, 13:27
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sushi-friends - 11. Apr, 14:40
Hallo Lo.
..ja ich denke, er hätte sich gefreut, auch wenn mein...
Lange-Weile - 20. Aug, 08:50

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Hallo ;-)

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Achja...
das wusste ich gar nicht. Diese Art feinsinnigen Humor...
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abendGLUECK - 4. Mai, 08:13
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Hallo Bo., gestern las ich über eine amerikanische...
abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

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