Donnerstag, 28. Mai 2009

was zum liebhaben

Mein Arbeitsweg führt mich durch die ganze Stadt und so gönne ich mir während der Zwischenzeiten eine kleine Pause beim Bäcker. Mit Kaffee und Kuchen lasse ich es mir für ein paar Minuten gut gehen und nebenbei genieße ich diesen Ausblick.



Nicht besonders spektakulär, denn was zu sehen ist, sieht eher karg aus. Graue Plastersteine und vorbei fahrende Straßenbahnen. Was nicht zu sehen ist, sind die Menschen, die im Minutentakt an dem Schaufenster vorbei gehen. Und da beginnt eigentlich erst der spannende Teil von solch einem kurzen Zwischenstop.

Ich gebe zu, ich beobachte gern vorbei ziehende Menschen. Das hat sich schon vor vielen Jahren entwickelt. Damals war ich oft per Zug unterwegs und die Zugverbindungen waren noch nicht so perefekt wie heut abgestimmt. So ergaben sich oft lange Wartezeiten und damit die Zeit mir noch zu lang wurde, schaute ich mir die Menschen an, die an mir vorbei gingen.

Von den Menschen, die am Schaufenster vorbei gingen, waren zwei von ihnen typisch für die heutige Zeit - in der Zeit des zivilisierten Wohlstandes.

Einer von ihnen schob seine Fleischmassen an mir vorbei. Um sein Gleichgewicht zu halten, hielt der die Arme schon weit nach hinten, er hatte den typischen Gang, wie ihn eine hochschwangere Frau hat. Ob ihn die Magenfülle wirklich glücklich macht und in Zukunft machen wird, wage ich zu bezweifeln.

Dann ging eine zarte Frau am Schausfenster vorbei. Liebevoll hielt sie einen kleinen Welpen an ihre Brust. Er war noch so klein, dass sein Kopf nicht größer war, als meine kleine Kaffeetasse, die ich in der Hand hatte. Der Kleine schaute ängstlich aus ihrem Pulli raus und lies sich den frischen Wind um die Nase wehen.

Die Art, wie sie den Hund an ihr Herz drückte, löste bei mir eine Assziation aus.

Sie hat sich was zum lieb haben gekauft.

Manchmal kommen mir einfach solche Gedanken aus dem Hinterhalt und ich kann sie nicht mehr loslassen.

Später hab ich in ein Schaufenster rein geschaut und davon auch gleich ein Foto mitgebracht. Ich sah das Gegenteil - sie - die wonnigeTilla - hat es sich auf ihre Art gut gehen lassen :-).

LaWe

Wiesengang

Ich weiß nicht warum - aber wild wachsenden Wiesen, also solche, die sich selbst angelegt haben, finde ich ich immer spannend und schaue, wenn ich über eine gehen muss, immer etwas genauer hin. Für viele mag es einfach nur Wildwuchs sein, doch ich finde Wiesenblumen immer wieder prächtig.

Weil in unseren Wohngebiet viele Schulen und andere Gebäude abgerissen wurden - die Menschen zieht es in die Innenstadt oder in Eigenheime - siedeln sich immer mehr Wiesenkräuter in unseren Wohngbiet an.

Vielleicht liegt es daran, dass ich selber eine Landpflanze bin, d.h. ich bin auf dem Land aufgewachsen.

Meine neue Digi-Cam erlaubt mir, jetzt ach etwas näher an die kleinen Details heran zu sehen und so sieht es in einer Wiese bei Nähe betrachtet aus.




Anflug einer Biene



diese kleinen Blütenkelche haben wir als Kinder wie die Biene hier ausgeschleckt. Der zarte süße Geschmack lag gut auf der Zunge.




Eine Biene braucht viel Zeit, um all die kleinen Blütenkelche abzugrasen.



Auch der Mensch hinterläßt seine Spuren auf einer wilden Wiese



Ihre Leuchtkraft überstrahl alle



Diese blauen Kerzen blühen zur Zeit überall - sie sind auch Wildwuchs und nach dem Mähen leider verschwunden



Hier ein Wiesenstrauß in der Vase - Natur pur eben

Ja..so spannend kann ein Gang über eine Wiese sein, wenn man sie aus der Nähe betrachtet

LaWe

Dienstag, 26. Mai 2009

ein dunkles Wolkenband zog vorbei

Ich bin ja nicht der typische Natur- und Wolkenfotograf, aber an diesem Bildern der natur kam ich heut auch nicht vorbei, ohne ein Foto davon zu schießen





Das Unwetter ist bei uns ja vorbeigezogen und so kamen nur noch ein paar Ausläufer dunkler und tief hängenden Wolken üder Rostock.



Über unserem Supermrakt sah es gruselig schön aus.





Der Anblick hat was von Endzeit



LaWe

Sonntag, 24. Mai 2009

Leichen im Keller

Dieser Klassiker der alten Sprüche und oft nur daher gesagte Satz hat mit der neuen Bewertung des Falls von Benno Onhnesorg wieder einmal seine Wahrhaftigkeit bewiesen.

Das ein IM-Stasimann seinem Tod auf dem Gewissen haben soll, ist ja unglaublich. Ich als aufgewachsener DDR-ler habe damit ein großes Problem, denn ich muss wieder einmal meine Brille von damals putzen, damit ich besser durchsehe. Aber kann ich sie überhaupt in diesem Leben so reinigen, dass ich wirklich alles sehen und ertragen kann, was damals unter dem Mantel der angeblichen sozialistischen Moral noch alles geschah?

Aber was hat Politik mit sozialistischen Gedanken überhaupt zu tun? Sie wird immer wieder von Menschen gemacht und sicher nicht zum letzten mal werden ihre politischen Losungen zu Grabe getragen, die sie sich mal auf ihren Fahnen schrieben.

An den Fall Benno Ohnesorg kann ich mich noch ganz gut erinnern und dass der Todesschuss in den Nachrichten der DDR-Medien mehr als ausgeschlachtet wurde. Das war damals ein Beweis für uns DDR-ler, dass der Kapitalismus seine Bissigkeit nicht verloren hat.

LaWa

Samstag, 23. Mai 2009

Todesnachrichten

Manche Nachrichten werden so erschüttern nüchtern präsentiert, dass sie nicht wie eine Schlagzeile sondern eher wie ein Schlag auf mich wirken.

Vor ein paar Tagen war es die Schlgazeile über Patrick Swayce, dessen Todesnachricht irrtümlicher Weise um die Welt ging , gestern las ich vom Selbstmordtod der jungen Schauspielerin aus Spiderman 3 - Jucy Gordon und heut ist es die Nachricht von Barbera Rudnik, die schon mit 50 Jahren diese Welt schon verlassen mußte.

Während der eine Tod gesagt wurde und die nächste bis heut früh um ihr Leben kämpfte, nimmt sich die andere das Leben.

Was ist bloß los mit unseren Promis?

Für Barbara Rudnik tut es mir wirklich leid, obwohl ich sie als Schauspielerin lediglich gesehen aber nie groß beachtet habe. In den Lebensläufen, die momentan in den Medien von ihre veröffentlicht wurden fand ich keine Information darüber, ob sie je eine eigene Familie hatte. Wenn nicht, dann ist es für sie doppel traurig

LaWe

Freitag, 22. Mai 2009

Recht geschrieben?

In unserem Wohngebiet wurde eine Sporthalle zur Bemalung von außen frei gegeben, so dass sich die Sprayer an zugelassenen Wänden austoben konnten.

Aus der Ferne betrachtet, wirken dieser Bilder wahnsinnig chaotisch auf mich und wenn ich Kopfschmerzen habe, kann ich sie gar nicht ansehen, ohne das es gleich wieder in meinem Kopf schmerzvoll zuckt.



Diese Sporthalle ist noch ein alter DDR-Bau, aber noch voll im Betrieb. Sohnemann schleppte mich heut dahin, damit ich mir endlich mal die Künste der Jugendlichen ansehe.

Und erst einmal sah alles wieder für mich chaotisch aus und so blieb auch mein Blick flüchtig. Doch dann sah ich den neu geprägten Begriff für Armut in Deutschland im Getümmel von Farben und Figuren und dass nur, weil es der Schöpfer mit der Rechtschreibung nicht so ernst nahm.



Aber bei Nahem betrachtet - und das sah ich erst hier auf meinem Bildschirm - wurde Hartz IV doch richtig geschrieben und damit meine ich nicht nur die Rechtschreibung.



Ja, so sieht die heranwachsende Jugend das soziale Netz unseres Landes und das am 60. Geburtstag der BRD.

LaWe

Donnerstag, 21. Mai 2009

Ins Wasser gefallen ?

Die extreme Schwüle lag schon den ganzen Tag über Rostock und drückte auch auf meinen Kopf, bis sich eine leichte Migräne einstellen wollte.

Jetzt tobt sich das Wetter auf der anderen Seite aus und läßt es in starken Strömem regnen.



Für die Herren der Schöpfung wird es im Freien zum Gegießen ihres Ehrentages heut sicher zu feucht werden

LaWe

Ei geht nach hinten los?

Der Herr Westerwelle war in Rostock und hat ein Ei als Begrüßung an den Kopf bekommen. Ein extremer Linker - so heißt es in den Nachrichten - hat´s getan.

Herr Westerwelle hat daraus gleich ein Einsteigsthema gemacht und bekam dadurch ungeteilte Aufmerlsamkeit - sich nicht im Sinne des Linken, der Herrn Westerwelle eher demütigen wollte.

Ja..es ist nicht so einfach, die Meinungen und Standpunkte der Andersdenke zu ertragen oder gar zu akzeptieren, ohne dabei selber aus dem Rahmen zu fallen.

Naja..hätte der Eierwerfer mit seiner Attakte nicht dafür gesorgt, dass Herr Westerwelle deshalb in den Nachrichten halbstündlich erwähnt wird, hätte ich nicht mal mitbekommen, dass Herr Westerwelle in Rostock war. Ich denke, diese Attakte hat klar ihr Ziel verfehlt, auch wenn sie Herrn Wetserwelle fast an den Kopf geflogen wäre.

LaWe

Mittwoch, 20. Mai 2009

Ringlein Ringlein - du mußt wandern

Wieder im Lande - eine Woche Langeoog - eine kleinen ostfriesischen Insel in der Nordsee - haben mich entspannt und mich mit dieser hübschen Inselbahn wieder bis zur Fähre gebracht.



Die ganze Insel ist autofrei und die Natur war wieder das, was sie ist - pure Natur in der es sich per Rad von einer Ecke zur anderen bequem reisen läßt. Wie von selbst stellen sich die Eindrücke aus meinen Kinderjahren wieder ein, in der es viel Natur aber wenig Autos gab. Ich fühlte mich regelrecht in die alten Zeiten der Leichtigkeit, die man ja als Kind empfindet, wieder zurück versetzt.

In meiner Fantasie sprangen meine verstorbenen Eltern und Schwester mit auf´s Rad und begleitet mich durch die Ruhe der Natur in der all die Gedanken Platz finden, die im Strudel des Alltags teilweise untergehen.

So erinnerte ich mich, dass wir uns als Kinder aus Grashalmen Ringe bastelten und jeder entwickelte seine eigenen Muster. Für meine Enkeltöchter belebte ich noch einmal diese Kunst, aus der Natur Schmückstücke zu machen und diese erfreuten sich bei ihnen größter Beliebtheit, wie dieser Ring hier.



So ein kleiner Ring hält nur wenige Stunden, daher kam ich mit der Produktion kaum nach. Die Kleinen wünschten sich von Oma jede Menge Nachschub und suchten mit mir gemeinsam nach passenden Grashalmen. Nach dem 10. Ring war ich dann steigerungsfähig und von da an zierte ein Gänseblümchen als Edelstein den Ringfinger der kleinen Mädchen.



Naja..das war erst mal ein erster Einblick in meine kurze Reise, ein weiter wird sich noch folgen.

LaWe

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