Samstag, 18. April 2009

Selbsttretend

Wer mit diesem Gefährt durch Rostock fahren will, darf in die Pedalen treten und neben bei sein Bier trinken.



Die Gäste auf dem Barbike - so heißt die rollende Theke von Rostock - haben freundlich in meine Kamera gelächelt, als sie sahen, dass ich von ihrer fahrenden Theke so sehr beeindruckt war, dass ich sie zumindest als Foto nach Haus und in meinen Blog tragen wollte.

10 Fahrgäste können biertringend und selbsttretend durch die engen Straßen der Rostocker Innenstadt fahren und es sich nebenbei auf dem Barhocker fast gemütlich machen - man gönnt sich ja sonst nix und versäuft nicht alles..
na dann

LaWe

Freitag, 17. April 2009

Stop

Stop für die Pädophilen soll es jetzt im Internet geben. Kein so leichter Zugang mehr zu Internetseiten mit Kinderpornografie. Das sind mal wieder - wenn auch mit sehr düsterem Hintergrund - gute Nachrichten und zwingt die kranken Köpfe wieder in ihr Hirnbegrenztes Leben.

Es tut gut, dass so viele Staaten mich machen werden und in ein paar Monaten soll diese Sperre für kranke Köpfe und Schwänze als STOP zu sehen sein. Auf Grund der Nachrichtenerstattung können sich die Liebhaber von Kinderpornographie seelisch und moralisch darauf vorbereiten und ihr krankes Hirn schon mal zu ihrem Psychiater tragen

LaWe

Donnerstag, 16. April 2009

graue Maus ganz groß

Als sie sich vorstellt, kichern sogar einige Zuschauern und die Jury hält sich mit einem mitleidigem Lächeln auch zurück. Als sie singt, scheint es so, als hätte sie sich schon mit dem ersten Ton gewandelt und mit jeden weiteren Ton verzaubert sie nicht nur das Publikum sondern auch jeden Juryteilnehmer.

England hat seinen weiblichen Paul Potts - Susan Boyle - gefunden und genau so wie bei Paul Potts, beben die Herzen der Zuhörer bei jedem Ton.

So unscheinbar und so stark - die Engländer lieben sie schon jetzt. Vielleicht findet jeder ein teil von sich selbst in dieser mutigen Frau wieder. Ihr Gesang wirkt auf mich wie ein Akt der Befreiung...
LaWe

Mittwoch, 15. April 2009

Die Ewigkeit hebt sich auf..

Das ich etwas durch den Wind war, merkte ich erst gestern Abend, als ich meine Yogastunde gab. Ich vergaß die Anfangsrituale und in dem Moment der Meditation zog es meinen Körper stark nach links und dann wieder nach rechts. Ein leichtes Schwanken stellte sich ein und es dauerte etwas, bis es sich beide Seiten ausgleichen konnten.

Schon tagsüber plagten mich die Kopfschmerzen. Sie schleichen sich gern über Nacht gern in Folge von Stress ein. Auch die Sonnenhitze brannte auf den Weg in die Klinik gnadenlos auf meinen Kopf. Auf den Weg zu ihr, wußte ich nicht, was mich erwartet, denn Oma nahm ihr Telefon nicht ab, was ich am Abend zuvor in die Tasche gelegt und den Sanitätern mit in den Krankenwagen gegeben habe. Als letzter Eindruck war in meinem Kopf Oma´´s Gesicht gespeichert, das im Krankenwagen von der Abwesenheit ihrer Seele gekennzeichnet war.

Das sie auf das meinen Anruf nicht reagierte, war neu. Sie lag schon so oft auf der Nase, doch am nächsten Tag hatte sie den Kopf auch schon wieder hoch. Ich sah sie in meinem geistigen Auge in Koma liegen. Mit dieser inneren Spannung suchte ich ihr Krankenzimmer. Sie lag auf der selben Station, wie vor 4 Wochen. Ein Pfleger zeigte mir ihr Zimmer und mit klopfenden Herzen betrat ist den Raum. Wie würde ich sie vorfinden?

Ich erinnere mich an das Gefühl, als ich vor einem Jahr mit meinem Vater per Telefon sprach. Er lag in der Klinik und wusste nichts von seiner schlechten Prognose. "Seine Tage sind gezählt" sagten die Ärzte ohne Emotionen. Obwohl mein Vater zur Freude seiner Kinder ein hohes Alter erreichte, erschüttert dieses Satz bis in´s Mark. Jeder weiß, irgendwann wird der Tag für jeden kommen und wenn er dann da ist, dann zerschmettert er das Gefühl von Ewigkeit bis zur Unkenntlichkeit. Mein Vater war geistig immer fit und das suggerierte uns, dass er auch körperlich fit war.Doch damit er die körperlichen Leiden nicht mehr spürte, bekam er Morphium mit auf den letzten Weg und damit trat sein Geist zurück. Ich war erschüttert und brauchte Stunden, um mich von der Erschütterung wieder zu erholen.

Diese Situation lief als Film in meinem Kopf ab, als ich die Klinke von der Krankenzimmertür in der Hand hatte. Was erwartet mich? Ein geschundener Körper, eine verlorene Seele und versiechter Geist? Mit der Anspannung betrat ich das Krankenzimmer und Oma lag nah an der Tür, so stand ich unmittelbar an ihrem Bett. Ihr Gesicht war noch abgewand, doch als sie meine Schritte hörte, drehte sie ihr Gesicht zur Tür.

Gesichter sprechen ja Bände und man kann alles darin lesen, was Worte nicht ausdrücken können. Oma lächelte mich an. Ihre Augen waren wieder klar, sie erkannte mich. Sie lag weder in Koma noch in geistiger Umnachtung - ich war erleichtert. Wir unterhielten uns über den Tag zuvor, doch Oma konnte sich an nichts mehr erinnern - auch dass sie schon vor 4 Wochen auf der selben Station lag - und sie staunte nicht schlecht, was sich zugetragen hatte, bevor sie in die Klinik kam.

Jetzt ist Oma wieder auf den Weg der Besserung, jedoch hat der Infekt bleibende Spuren hinterlassen. Die Wortfindung macht Oma nun Probleme - sie weiß, was sie sagen will, findet aber nicht mehr die richtigen Worte und nimmt einfach Worte, die nicht wirklich zum gesagten passen. Sie ist darüber traurig, kann es sich nicht erklären "Ach, das ist ja alles so verworren und kompliziert geworden" sagt sie dann und streichelt dabei meinen Oberarm ganz liebevoll. Auf diese Weise hat sie sich noch nie bei mir bedankt. Bisher bekam ich immer eine Tüte Kaffee hübsch eingewickelt, doch der ging mir nie - obwohl ich ihn mir einverleibt hatte - so unter die Haut, die die zarte Hand von Oma auf meinen Oberarm.
LaWe

Montag, 13. April 2009

Jetzt werden sie geholfen...

Das Leben als Wandervogel ist ihm ja nicht unbekannt. Doch heut musste sein Frauchen wieder so unerwartet in die Klinik. Diesen Entschluss fasste ich, als ich in ihr kraftloses Gesicht sah. Darin war keine Lebenskraft mehr zu erkennen.



Heut morgen kam der Anruf von der Pflegeschwester, die jeden Morgen zur Oma kommt. Sie bat mich, nach ihr zu sehen. Diese Anrufe schießen mir immer etwas in den Magen, denn bei Oma kann es auch um Leben und Tod gehen. Bisher hat sie sich immer wieder berappelt, den Kopf nie wirklich hängen lassen. Doch heut bekam sie nicht mal die Augenlider hoch und sah Gegenstände, die nicht da waren.

Ich kam in Zwiespalt, denn Oma wollte keinen Arzt. "Nein, ich brauche keinen Arzt". In der Regel respektiere ich die Wünsche anderer, aber in diesem Fall entschloss ich mich, über Oma´s Kopf hinweg doch nach medizinischer Hilfe zu rufen.

Während der Wartezeit auf den Arzt dämmerte sie als klägliche Gestalt und zusammengekauert auf ihrem Sofa. Nur das Summen vom Sauerstoffgerät - es lieferte ihr die Luft zum atmen - sie ist Asthmatikerin - und ihr schwerer Atem waren zu hören. Ich bat sie, ihren Blutzuckerspiegel zu messen - sie ist auch Diabetikerin - doch sie wusste nicht mehr, wie sie es machen sollte. Alles was sie bis gestern wusste und konnte, war aus ihrem Kopf wie weggeblasen.

Endlich traf der Arzt ein. Netter Mann - so ein ländlicher Hausarzttyp. "Na, was ist denn los" fragte er Oma liebvoll, doch sie konnte ihm nicht mehr antworten. Ich zählte dem Arzt all ihres Leiden auf, doch grad diese medizinischen Werte waren ok. Also war es um Oma eigentlich doch bestens bestellt. Aber Oma schaute den Arzt nur hilflos an, sie wollte antworten, konnte es aber nicht. Es fehlten ihr die Worte. Der Arzt nannte es "unklar".

Zu guter letzt nahm er das Fieberthermometer. "Die Frau hat Fieber" sagt er hocherfreut, so als hätte etwas verlorenes wieder gefunden. "Da haben wir´s. Sie hat einen Infekt und muss in die Klinik". "Oh Mann" antwortet ich ihm "da überlege ich den ganzen Tag.. aber an Fieber hab ich nicht gedacht" "Na, was denken sie, wofür ich so viele Jahre studiert und 30 Jahre praktiziert habe? Um das raus zu finden" strahlte er mich an.

"Darauf wäre ich nie gekommen, dass das eine Infektion sein könnte. Aber ich hab ja auch keine medizinischen Kenntnisse" antworte ich ihn.

"Oh doch, haben sie. Das Wort Infektion können sie ja schon" ermuntert er mich und meinen Glauben an medizinische Kenntnisse.

Die lockeren Sätze entspannten mich wieder etwas. Ich hatte mich schon auf eine Nachtwache eingestellt, ohne Oma helfen zu können. Und wer weiß, ob Oma den Infekt diese Nacht noch überlebt hätte, denn ihre Kraft schwand schon am Nachmittag zusehends.
LaWe

Samstag, 11. April 2009

die besten Wünsche zum Fest



LaWe

Dienstag, 7. April 2009

nur das Totenhemd bleibt

Erweiterte Selbstmorde - wie sie ja immer wieder geschehen - sind das nicht Taten von Egoisten?

Was gibt ihnen das Recht auch andere mit in den Tod zu reißen?

Was gibt ihnen das Recht, in einen Akt der Selbstjustiz über andere zu richten?

Die Nachricht über den "Amok" im Zusammenhang in einem Erbschaftsstreit hämmern seit Stunden wieder durch die Nachrichten.

Manchmal verstehe ich die Menschen nicht mehr, kann nicht nachvollziehen, warum Menschen sich und andere das antun - die Waffe auf den nahen Angehörigen richten, nur weil man sich vom Leben benachteiligt fühlt.

Doch was kann der Mensch letztendlich auf seine "letzte Reise" in den Himmel oder die Hölle mitnehmen? Kein Gegenstand der Welt für den es sich lohnt zu sterben oder andere sterben zu lassen, lässt sich durch diese Schleuse in den Tod zerren - nichts aber auch nichts.

LaWe

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