Montag, 2. April 2007

kleines Bild-Spiel

Die Petri-Kirche in der Abendsonne - unbearbeitet


Der Übungsraum - unbearbeitet


Der Übungsraum - bearbeitet


Blumen in Gegenlicht



LaWe

außer Kontrolle

Aus dem Physikunterricht hab ich mich noch als Niete in Erinnerung - jede Sekunde bereit unter die Schulbank zu kriechen, falls der Lehrer mir eine Fragen stellen wollte.

Später übte die Technik auf mich eine Faszination aus. Technische Abläufe bewunderte ich mit Respekt und Neugier. Einem technische Fortschritt in meinem Haushalt stand manchmal nur mein schmaler Geldbeutel im Wege.

Toll, wie Technilk das Leben doch erleichtern konnte.

Die Computertechnik übte von allen technischen Entwicklungen den größten Zauber auf mich aus. Schon aus Neugier an dem PC (Amiga) beschulte ich mich selbst an dem technischen Wunder, bestehend aus einer leicht brummenden Säule - ich kaufte mir natürlich gleich den größten Brummer -, einer Tastur und einem Bildschirm. Die Selbstbeschulung bekam ich ohne hysterische Anfälle nicht über die Bühne.

Heut arbeite ich mich souverän durch alle Prgramme, die auf meinem Rechner Platz haben.

Doch am Samstag zeigt mir eine Bekannte noch einmal einen Einblick in meine schon lange zurückliegenden Ausfälle.

"Ich kann das mit dem Word nicht" erzählte sie in die Mittagsrunde. "Die halbe Nacht hab ich über meinen Laptop gesessen und an meinem Text geschrieben. Dann wollte ich ihn noch schön machen - mit schicker Schrift und Tabelle und so"

"Kein Problem" antworte ich auf ihren versteckten Hilferuf. "Ich kenne Word in und auswendig" gebe ich mit meinen Kenntnissen an. Dankbar sieht sie mich an und schlägt vor, dass wir in der Mittagspause ihren mühsam erstellen Text verschönern.

Die Mittagspause hat 1 1/2 Stunden, genügend Zeit, alles in Ruhe durchzugegen. Ach, wie hilfreich und gut ich doch bin. Ein dankender Blick geht runter wie Öl und spornt mich an, noch gründlicher als vergesehen zu sein.

Neben ihrem Laptop liegt ein Zettel. Daruf stehen die Fragen, die sich meiner Bekannten in der Nacht stellten und sich aus eingener Kenntnis noch unbeantwortet blieben.

"Eine Datei einen anderen Namen geben" steht an erster Stelle. Ich beschließe - wir halten uns an die Reihenfolge ihrer Fragen und nehmen als erstes die Umbenennung ihrer Datei vor, die sie bis in die tiefe Nacht geschrieben hatte.

Über WORD gelangen wir ins Verzeichnis, in der ihre Datei zu finden ist.
"Jetzt mußt du das Sybmol anklicken und mit der rechten Maustaste ein Untermenü aufrufen" erkläre ich fachmännisch. Sie folgt artig allen Schritten, die ich ihr vorgebe. Bevor wir den veränderten Dateinamen abspeichern erscheint ein Hinweis von Window - den ich seitlich vom BIldschirm nicht lesen kann.

"Aber was soll das schon sein" denke ich, denn auf die vielen verunsichernden Fragen hab ich mich schon lange gewöhnt. "Solange ich am System nichts verändere, kann nichts passieren.

Wir sind jetzt nur noch zwei Klicks von ihrer neu benannten Datei entfernt. Klicks eins "Datei - öffen" und ins Verzeichnis abtauchen - Klick Zwei - namentliche Datei öffen".

Aber wo ist sie?

Dort, wo sie war, ist sie nicht mehr. Doch wo sie ist, weiß ich nicht auch nicht mehr.

Doch bevor ich richtig nachdenken kann, heult meine Bekannt schon laut auf. "Ich wollte dir doch nur zeigen, wie schön ich geschrieben hab. Und nun ist die Datei weg. Die ganze Nacht hab ich daran geschreiben. Alles war umsonst" heult sie mir weiter die Ohren voll.

Ich hab Mühe mich von ihre Aufregung nicht anstecken zu lassen und halte mich krampfhaft am Level "Besonnenheit" fest.

"Dann schreiben wir eben alles noch mal" denn der Text liegt als Kladde vor mir, ist gar nicht so viel und so ist ja nichts wirklich verloren.

Doch nach meiner Antwort muß mein Gehirn zweispurig fahren. Die eine Spur beschäftigt sich mit der Frage "Wo ist denn um Gottes Willen die Datei geblieben?"

Aber mit einer viel wichtigeren Frage sehe ich mich fast aussichtslos konfrontiert:

"Wie, um Gottes Willen, bekomme ich diese Frau beruhigt?"
LaWe

Sonntag, 1. April 2007

Knochenarbeit

Schneller als die Polizei erlaubt zerrann mein Wochenende außer Haus und fern der Heimat. Aber so ist es ja immer - wenn das Leben Spaß macht, dann läuft die Zeit im doppelten Tempo.

Heut früh machte ich noch ein paar Schnappschüsse aus der Umgebung, bevor wir 27 Yogaschüler uns wieder an die Kochenarbeit und unsere Muskeln und Gelenke elastischer machten.

Blick aus meinem Fernster

Blick auf meine Knochen vor dem Üben

Blick in den Übungsraum

Blick auf den indischen Meister

LaWe

Freitag, 30. März 2007

Aus dem Staub

werd ich mich gleich machen.

Ein Wochenende hier

Doch auf die faule Haut legen?

Oh nein - ackern steht auf meinem Wochenendplan

LaWe

Donnerstag, 29. März 2007

Stresstest

Das untere Bild ist in der Uniklinik Düsseldorf dazu benutzt worden, verschiedene Stress-Niveaus zu testen.

Die beiden Delphine auf der Abbildung sind absolut identisch.

Forscher haben festgestellt, dass Menschen unter Stress stehen, die beiden Delphine verschieden wahrnehmen. Je mehr eine Person unter Stress steht, desto unterschiedlicher werden die beiden Delphine wahrgenommen.

Generall gilt:Je mehr die beiden Delphine in der subjektiven Wahrnehmung voneinander abweichen, desto höher ist der aktuelle Stresslevel der betreffenden Person.

Also Wenn das Aussehen der beiden Delphine auf dem Bild sehr unterschiedlich sein sollte, ein guter Rat:
  • Räum schnell den Schreibtisch auf
  • mach deinen PC sofort aus
  • geht ins Bett
  • ruh dich mal so richtig aus.
Und jetzt das Bild der Wahrheit:
O
O
O
O
O
O
O
O
Oh
Oh

LaWe

Der Bohrinselmann

Obwohl meine Zeit knapp bemessen und der Termin sich fast mit einer Trainingsstunde überschneidet, halte ich meine Nerven unter Kontrolle. Doch das Gespräch in der Verwaltung für Armut - sprich SGB-Center - ist heut wichtig und wenn alles schnell geht, dann bin ich auch schon bald wieder vor der Tür.

Mein Termin hat noch etwas Zeit und ich mache es mir in Wartezimmer gemütlich. Mein Lesebuch hab ich vergessen, also schreibe ich mir eine "Geschichte" selber auf und vertiefe mich in meine morgendliche Kreativität.

Ein Besucher bringt mich mit seinem ungeduldigen Auf und Abgehen aus meinem Konzept. Ich sehe auf und sehe einen jungen Mann, der seine Breitschultrigkeit mit abstehenden Flügelarmen demonstriert. Das gibt ihm ein wichtiges Auftreten und erweckt bei mir den Eindruck, als käme er mal schnell von einer Bohrinsel hier vorbei.

"Sagen sie, ist heut der 30.?" wendet er sich an mich.

"Oh - ich denke, heut ist erst der 29." anworte ich unsicher und schaue auf mein Handy, um mich zu vergewissern. Fast hätte er mich noch Datummäßig aus dem Konzept gebracht.

Ich bestätige den 29. noch einmal und dann verschwindet der Bohrinselmann aus meinem Blickfeld. Doch als ich mich wieder meinem letzten Gedanken gang zuwenden will, erscheint er wieder aus einem der Seitengänge und fragt mich:

"Und welchen Monat haben wir?"

"März" antworte ich brav und verwundert.

Dann verschwindet der Bohrinselmann wieder in einem Seitengang.

"Was wollen sie?" wird er im Seitengang gefragt.

"Ich will zu meiner Bearbeiterin. Es ist Monatsende und ich will mein Geld holen" antwortet er selbstbewußt und tut so, als würde seine Bearbeiterin sein schwer verdientes Geld zurück halten.

"Frau H. ?" ich werde aufgerufen und verschwinde aus dem Wartezimmer.
LaWe

Mittwoch, 28. März 2007

Chätläck

Das was in der letzten Woche wahr war, stimmt in dieser Woche nicht mehr.

In der letzten Woche sah ich nach dem ersten Weckerklingeln aus meinem Bett den Himmel als blaues oder auch Firmament. Nach der Warmlaufphase im Aufstehritual - Bettdecke runter und dann wieder über die Ohren, dann wieder runter und noch einmal zurück - fand ich dann auch bald den Weg ins Bad.

Für den Rest des Tages gab es keine Einbrüche - die tägliche Sehnsucht nach meinem Kuschelbett hielt sich in Grenzen und setzte mich erst in den Abendstunden unter Druck.

Diese Woche erlebe ich anders.

Mein Wecker klingelt und klingelt und klingelt und klingelt erfolglos.

Wenn der Zufall es will, klappen meine Augen dann doch auf - ein Blick auf den Funkwecker wirft mich in einer eisige Realität. Meine gefühlte Zeit - 3 Uhr - steht im Widerspruch zur tatsächlichen Zeit - 6.20 Uhr.

Oh Shit - fast verschlafen. Ich hab keine Reserven mehr, ich muß auf die Aufwärmphase fürs Aufstehen verzichten.

Ich springe sofort in den sonnigen Morgen - doch wo gestern ein blauer war ist heut eine dunkle Nacht. Ein kleiner Checkup - bin ich zu früh aufgestanden? - eine Illusion zerplatzt - draußen sieht zwar dunkel aus, doch die Zeit ist reif - ich muß aus den Federn.

Doch bevor ich aus dem Bett springe, lege ich mir schnell einen Trostpflaster auf meine verstörte Seele "Heut abend kann ich ja wieder in die Federn springen"

Im Laufe des Tages löst sich das Trostplaster und die Sehnsucht nach meinem Bett bildet eine blutende Wunde auf meiner Seele und ich schleppe mich mit letzter Kraft von einer Stunde zur anderen.

Achja ..das Leben kann hart sein
LaWe

Sonntag, 25. März 2007

Fragenkatalog für Neugierige

Ich glaube, Fragen dieser und anderer Art werden von einem Herren Stöckchen in die Welt gesetzt und es gibt immer wieder ein paar DUMME, die artig auf Fragen wie diese wahrheitsgemäß antworten.

1.) Lieblings-Schlafklamotte?
  • ich schlafe immer mit Leib und Seele
2.) Lieblings-Bettwäsche?
  • bevorzugt geblümt und kuschelhell
3.) Lieblings-Schlafposition?
  • am liebsten schlafe ich unten

4.) Hast Du ein "Einschlafritual"?
  • Schafe zähle ich keine - alles geht zack - zack
    Licht aus - Augen zu - und ab ins Traumland

5.) Hast Du ein Kuscheltier, Knuddelkissen o.ä.?
  • mein Körnerkisse hält sich schon jahre für das beste Kuschelkissen

6.) Was machst Du, wenn Du nicht schlafen kannst?
  • Ich überlege, was ich am nächsten Tag in meinen Blog schreibe

7.) Wie groß ist Dein Bett?
  • es reicht für Zwei

8.) Wie viele Kissen hast Du?
  • als bescheidener Mensch komm ich mit einem Kissen aus
9.) Schläfst Du alleine?
  • nie - immer mit .......
10.) Linke oder rechte Seite?
  • immer wechselhaft
11.) Wie lässt Du dich wecken?
  • mein Handy surrt 30 Minuten vor dem Aufstehen
12.) Stehst Du direkt auf oder bleibst Du liegen?
  • nach dem 3. Handysurren eise ich mich von der Matraze
13.) Dein erster Gedanke am Morgen?
  • wer bin ich - wie heiße ich - was steht heut an - wie kriege ich das Kind wach?
14.) Was machst Du um wach zu werden?
  • erst Schweinehunde nieder metzeln
    dann Yoga - dann Bürstenmassage und kaltes Wasser auf die nackte Haut
15.) Und zum Schluss hätte ich gerne noch ein Bild von deiner Schlafecke
  • Oh - interessante Frage

SmileyCentral.com

LaWe

Zwitsch - Frauen/Männer -Tausch

Damals - vor 3 Jahren - trafen sie sich zufällig. Vier Leute gehen in die Disko. Eine davon bin ich und ein Mädel, das oft meine Nähe suchte und ein mir bekanntes junges Pärchen, dass sich seit geraumer Zeit in den Haaren lag. Für alle sollte der DiskoAbend eine Abwechslung in den Alltag bringen.

Schon von der ersten Sekunde der Begegnung an knisterte es zwischen ihm und dem Mädel an meiner Seite. Sie unterhielten sich weltvergessen über alles, was sie bewegt. Selbst der DiskoLärm konnte die Unterhaltung nicht unterbrechen.

Sie, die andere Hälfte des zerstrittenen Pärchens, geriet in Panik und grummelte mir die Ohren voll. Ihrem Temperament verdankte er eine dicke Narbe am Hals, eine lebenslange Erinnerung an die temperamentvolle Frau. In meinem Augen hatte sie mit dem Schnitt auch die Beziehung beendet. In ihrer Erkenntnis war sie jedoch nicht so weit, so nahm ihr Grollen kein Ende. "Du brauchst einen Tiger und kannst den Mann nicht dafür betrafen, dass er nur ein Schmusekater ist" brüllte ich ihr im Lärm der Disko in die Ohren.

Ihr Temperament konnte nicht verhindern, dass die beiden über Nacht ein Paar wurden.

Nach einem Sommer glücklicher Liebe rief er mich an "I. kannst du uns helfen?"

Das klangt nicht gut.

Wenig später saßen sie bei mir auf der Chouch und erzählten von ihrer zerbrochnenen Liebe. Sie war enttäuscht. Nicht nur, dass er seit seinem neuem Job keine Zeit mehr für sie hatte, nein, sie fand auch eindeutige Indizien, die auf eine andere Frau hinweisen. Der Strick zog sich für ihre Beziehung in dem Moment zu, als sie in eine neue Beziehung eintrat.

Da war guter Rat teuer - und gut Zureden nutzlos.

Mit hängenden Ohren zog er wieder bei mir ab.

In der letzten Woche wieder ein Anruf "I. können wir bei dír vorbei kommen?"

Gestern sitzen sie wieder auf meiner Chouch und erzählen "Wir kommen nicht wirklich voneinander los" Er legt dabei seinen Kopf auf ihre Schulter und ihre Hand liegt auf seinem Oberschenkel.

Wir unterhalten uns über alte und neue Zeiten ihrer Beziehung, die jetzt einen ganz anderen Charakter trägt.

"Ich will dich" beteuert er in jeder Minute erneut.

Sie - sagt ja und nein und weiß nicht warum. Die alte Verletzung ist vergessen und doch reicht es für einen letzten Schritt in die alte Beziehung nicht. Die Ja´s und Nein´s versetzten seine Gefühle in eine Achterbahn, die rasant eine Strecke von Hoffnung und Hoffnungslos abfährt.

"Erst als ich dich verloren hatte, wußte ich, dass ich dich wirklich wollte" beteuert er erneut.

Wir unterhalten uns über Gefühle, die sie in die Beziehung investiert hatten. "Es kam ja nichts vor dir zurück" sie rechnet auf - er rettet sich und rechnet gegen und sagt "Nein, von dir kam nichts zurück".

Bevor kaufmännische Aufrechung der investierten Gefühle weiter in rote Zahlen abgleitet, bitte ich um Gehör.

"Gefühle lassen sich nicht aufrechnen. Jeder von euch hat auf Glück gesetzt - jedoch lagen eure "Chips" an unterschiedlicher Stelle, einer anderen Farbe, einer anderen Zahl, einer anderen Prirorität in Leben und so konnte nur einer von euch - wenn überhaupt - gewinnen.

Damit beenden wir das Gespräch über fehlinvestierte Gefühle.

"I. kann ich dich um etwas bitten?" fragt sie mich.

"Klar" antworte ich gespannt und neugierig auf ihre Bitte.

"Kannst du deine Tarot-Karten rausholen?"

Die jungen Leute fanden es schon immer spannend, was die Karten zu ihrem Leben sagten und welchen Weg sie in die Zukunft weisen.

Ich hole die Karten vor. Meine neuen Karten sehen märchenhaft aus, die Erklärungen dazu sind weniger mystisch und damit verständlicher.

Ich bin erleichtert weil ich aus der Nummer als Krisenberaterin entlassen werde und überlasse ihr den Einblick in ihr weiteres Schicksal den weisen Karten.

Schicksal?

Vor kurzem las ich in einem Buch - es gibt kein Schicksal, sondern nur eine Korrektur eines falsch gelebten Lebens.

Wir mischen die Karten und legen ihr Blatt auf. Eine simple Legeart von links nach rechts:
- was war - Vergangenheit
- was ist - Gegenwart
- was kommt - Zukunft

Ihre Karten liegen gut, weisen auf eine gradlinige Enwicklung hin. Sie ist erleichtert und zufrieden. Wir sprechen über den Inhalt der Karten, die als Inspiration und individuelle Inperpretation eine gute Grundlage bieten.

Seine Karten enthalten Tod und Teufel.

Wir besprechen auch seine Karten und der sagt: "Die passen, wie er Arsch auf dem Eimer"

Als Abschluß legen wir die Karten für ihre Beziehung. Sie halten sich die Hand und ich decke die erste Karte auf "Was war".

Als wir den Inhalt der ersten Karte - der Vergangenheit -besprechen, klinkelt es an meiner Tür. "Ich bin J. Freund. Kann ich reinkommen?"

Oh shit - ein Treffen der Rivalen in meiner Wohnung? Dafür sehe ich mich nicht mehr zuständig und ich rufe sie.

Sofort springt sie in ihre Garderobe, wirft ihm noch einen Kuss aus der Ferne zu und sich dann in die Arme des aktuellen Freundes, von dem er zu seinem Glück nichts ahnt. Ich komme nicht mehr dazu, den Rest der Karten aufzudenken und er geht im Glauben, es wäre ihre Feundin, die sie abholte, zur nächsten Straßenbahn.

"I. soll ich dir mal was sagen?"

"Ja, wenn du möchtest" antworte ich.

"Ich will nur J.- nur sie und ich habe Angst - ich bleibe sitzen" offenbart er mir und ich sehr nicht nur seine Angst, sondern auch die Torschlußpanik in seinen Augen.
Er ist 22 Jahre alt und als er zur Straßenbahn geht klingt eine alter Weise in meinem Ohr:

"Beim erstenmal, da tut's noch weh,
da glaubt man noch,
dass man es nie verwinden kann,
dann geht die Zeit, und peu à peu
gewöhnt man sich daran.“

LaWe

Samstag, 24. März 2007

Mutter - Ich bin ein Mann

Freitag - ist er Tag der langen Nacht.
Samstag - der Tag des Langschläfer.

Ich stehe auf, wann es MIR paßt.

Nach Frühstück und der 2. Tasse Kaffe klappere ich lauter mit dem Geschirr als üblich. Die Mucke wird auf Techno umgestellt. Techon am Morgen ist nicht jedermanns Sache. Kurze Zeit später taucht das nächste verschlafene Geschicht in der Wohung auf, geht zielgerichtet auf die Mucke zu und dreht die Lautstärke ein paar DeziBel zurück.

Der kurze Gang reicht, das Kind - der Sohn - der junge Mann ist erwacht und beginnt das Wochenende heut ohne die gewohnte ABKÜRZUNG "mach ich morgen" sein Versprechen von gestern Abend mir gegenüber einzulösen.

"Ich gebe dir nur zusätzliches Taschengeld für die Party, wenn du morgen dein Zimmer wieder auf Vordermann bringst !" Dabei denke ich an die Überlebensregel der Prostituierten - Erst das Geld und dann das Vergnügen - und vertraue dann doch auf den Versprechen. Bei der Geldübergabe wiederholt mein Sohn den Schwur mit "Ja - ich räume morgen mein Zimmer auf" und ab in die Nacht.

Jetzt - just in diesem Moment - löst er sein Versprechen ein. Das läßt mein Mutterherz um ein vielfaches höher schlagen und macht mich gespächiger als sonst. Die Ermahungnen - "Räum dein Zimmer auf!!!" haben sich mit dem Einlösen des Versprechens in Luft aufgelöst und das macht Platz für Gespräche über Gott und die Welt. So nebenher will ich mich mit meinem Sohn z.B. über der Sinn der Boot Camps unterhalten.

Mit
"Mutter - Ich bin ein Mann - der ist nicht Multig-Task-fähig"
serviert er mich ab.

Mit Gott und der Welt unter dem Arm und der Freude im Herzen über die rasante Spontanentwichklung - Ich bin ein Mann - ziehe ich mich an meinen Rechner zurück, trinke nebenbei meinen 3.Kaffee und blogge über das, was mir geschehen und ich dazu gelerne - Mutter stört, wenn Sohn hoch konzentriert Ordnung macht ...

SmileyCentral.com

LaWe

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

alles muss raus

Test
Test und das war es auch schon
Lange-Weile - 16. Aug, 14:56
vermüllt bis zum...
Als braver Bürger trenne ich den Müll sorgsam, so wie...
Lange-Weile - 20. Aug, 13:27
Nostalgische Erinnerung
Als ich Federhalter, Feder sowie das kleine Tintenfass...
Lange-Weile - 14. Aug, 14:25
Für alle Sushi Friends
Beeindruckender Film, auf jeden Fall sehenswert. Hat...
sushi-friends - 11. Apr, 14:40
Hallo Lo.
..ja ich denke, er hätte sich gefreut, auch wenn mein...
Lange-Weile - 20. Aug, 08:50

Das Neuste von

Hallo ;-)

meine Randbemerkungen

Achja...
das wusste ich gar nicht. Diese Art feinsinnigen Humor...
abendGLUECK - 5. Mai, 09:48
wie makaber ;-) Bei...
wie makaber ;-) Bei uns wurde es ähnlich, aber anders...
abendGLUECK - 4. Mai, 08:13
Gegenmittel
Hallo Bo., gestern las ich über eine amerikanische...
abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

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