Samstag, 24. März 2007

Mutter - Ich bin ein Mann

Freitag - ist er Tag der langen Nacht.
Samstag - der Tag des Langschläfer.

Ich stehe auf, wann es MIR paßt.

Nach Frühstück und der 2. Tasse Kaffe klappere ich lauter mit dem Geschirr als üblich. Die Mucke wird auf Techno umgestellt. Techon am Morgen ist nicht jedermanns Sache. Kurze Zeit später taucht das nächste verschlafene Geschicht in der Wohung auf, geht zielgerichtet auf die Mucke zu und dreht die Lautstärke ein paar DeziBel zurück.

Der kurze Gang reicht, das Kind - der Sohn - der junge Mann ist erwacht und beginnt das Wochenende heut ohne die gewohnte ABKÜRZUNG "mach ich morgen" sein Versprechen von gestern Abend mir gegenüber einzulösen.

"Ich gebe dir nur zusätzliches Taschengeld für die Party, wenn du morgen dein Zimmer wieder auf Vordermann bringst !" Dabei denke ich an die Überlebensregel der Prostituierten - Erst das Geld und dann das Vergnügen - und vertraue dann doch auf den Versprechen. Bei der Geldübergabe wiederholt mein Sohn den Schwur mit "Ja - ich räume morgen mein Zimmer auf" und ab in die Nacht.

Jetzt - just in diesem Moment - löst er sein Versprechen ein. Das läßt mein Mutterherz um ein vielfaches höher schlagen und macht mich gespächiger als sonst. Die Ermahungnen - "Räum dein Zimmer auf!!!" haben sich mit dem Einlösen des Versprechens in Luft aufgelöst und das macht Platz für Gespräche über Gott und die Welt. So nebenher will ich mich mit meinem Sohn z.B. über der Sinn der Boot Camps unterhalten.

Mit
"Mutter - Ich bin ein Mann - der ist nicht Multig-Task-fähig"
serviert er mich ab.

Mit Gott und der Welt unter dem Arm und der Freude im Herzen über die rasante Spontanentwichklung - Ich bin ein Mann - ziehe ich mich an meinen Rechner zurück, trinke nebenbei meinen 3.Kaffee und blogge über das, was mir geschehen und ich dazu gelerne - Mutter stört, wenn Sohn hoch konzentriert Ordnung macht ...

SmileyCentral.com

LaWe

Freitag, 23. März 2007

Was - zum Teufel...

...macht ein Runwaytrainer?

macht er Dampf ?
oder
macht er Feuer unter dem Hintern ?
oder
macht er Ordnung ?
oder
macht er Sinn ?
oder
macht er UnSinn ?
LaWe

Donnerstag, 22. März 2007

Alles meins...

LaWe

Mittwoch, 21. März 2007

Der Frühling hat sich eingestellt

wohl an, wer will ihn sehen ?
Der muß nach draußen gehen

Und das war der erste Frühlungstag
wie er nicht im Buche steht
LaWe

unheimliche Begegnung

Gestern stieß ich mich beim Schreiben in meinem Blog zufällig auf die Frau gegen Einsamkeit . Ursprünglich wollte ich mein Augenwerk auf "Kranksein hält fit" konzentrieren. Die beiden alten Herren aus der Straßenbahn hält der Gang zu ihrer gemeinsamen Ärztin scheinbar fit, denn sie laufen und laufen von einer Sprechstunde zur anderen. Erst am Ende meines Eintrags stieß ich auf die Frau gegen die Einsamkeit.

Der Zufall wollte es, dass ich noch einmal - und zwar nur wenige Minuten später - damit konfrontiert wurde.

Mein Weg zur S-Bahn führt über einer Brücke.



Nur selten begegnet man einem Menschen auf dem Weg zur S-Bahn. Doch gestern traf ich auf einen Mann, der mir schon zu einem vertrauten Menschen geworden ist. So, als wäre es sein täglicher Job ist er ständig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unserer Stadt unterwegs. Ohne Tasche oder Beutel in der Hand, äußerlich ruhig durchquert er doch voller Unrast tagsüber mehrmals allein die Stadt. Nur einmal sah ich ihn in Begleitung einer Frau.

Damals ging der rauchend über eine Straße, gefolgt von einer Frau. Sie sah sich aufgeregt und hilflos um, erwischte meinen Blick und sagte aufgelöst zu mir „Er hört nicht auf zu rauchen und macht sich damit krank“. Ich bestätigte ihre Ängste und dann folgte sie auch schon wieder im Eilschritt dem Mann, der vielleicht ihr neuer Partner war.

Danach sah ich ihn nie wieder in Begleitung.

Gestern kam er mir auf der Brücke entgegen. Ein vertrautes Bild für mich. Der Mann der sein Leben in der fahrenden Straßenbahn verbringt.

Als der Mann mich sah, blieb er stehen und das fand ich mehr als merkwürdig. Doch dann zog er ein Taschentuch hervor und putze sich laut und kräftig die Nase. Erleichtert ging ich weiter und an ihm vorbei, jedoch nicht ohne ihn aus meinem Seitenblick zu beobachten. Während wir aneinander vorbeigingen sah er mich auch – obwohl er noch das Taschentuch an seiner Nase hielt – aus seinem Seitenblick an.

Das gefiel mir gar nicht und machte mich auf einen Schlag unbehaglich. Ein alter Mann – er beobachtet mich aus dem Seitenblick.

Mit flotten Schritten und einen lauter hörbarem Herzklopfen marschiere ich an ihm vorbei, doch meine Augen halten den Kontrollblick auf dem Weg weiter aufrecht. Er macht eine Kehrtwendung und folgt mir. Ich spüre ihn in meinem Rücken und gehe nicht hastig aber schnell. Das lässt den Abstand zwischen uns größer werden.

An der einsamen Haltestelle der Stadtbahn angekommen hoffe ich, dass er wieder auf seinen ursprünglichen Weg zurückgegangen ist, nämlich weg von der Haltestelle.

Doch nein – nur noch wenige Meter, dann würde er vor mir stehen. Ich hab keinen Bock auf eine unangenehme Auseinandersetzung.

Noch 6 Minuten Wartezeit.

Meine Gedanken fliegen jetzt hin und her, denn das Unbehagen in meinem Bauch will kein Ende nehmen. Ich weiß – ich kann den Mann ohne Probleme ich die Ecke drücken - ihn kunstvoll zu Boden werfen – doch will ich das?

Will ich mit einem alten Mann in einen Ringkampf eingehen?

Warum verfolgt er mich überhaupt? Wir sind uns in den letzten Jahren schon hundertfach begegnet, doch immer aneinander als fremde Menschen
vorbei gegangen.

Sicher ist er harmlos, doch das Unbehagen setzte bei mir schlagartig ein, als er just in dem Moment seine Richtung änderte, als mich sah. Ich mag auch kein Gespräch mit dem Mann und entschließe mich, die Haltestelle wieder zu verlassen. Doch nun führt kein Weg mehr an ihm vorbei. Er steht schon fast hinter mir.

Ich schaue auf meine Uhr – es sind immer noch 5 Minuten Wartezeit.

„Na, wollen sie schon wieder gehen?“

„Ich bin mir nicht sicher, ob die Bahn heut überhaupt fährt“ täusche ich vor.

„Heut fährt sie wieder richtig“ und dann erklärt er mir, dass sie Bahn nur am Wochenende Schienenersatz fährt.

„Aha“ antworte ich ihm erstaunt und verziehe mich noch einmal ins Wartehäuschen. „Shit – mit gefangen – mit gehangen“ denke ich mir und will jetzt das Beste aus der Situation machen.

Ausgedehnt und Minuten schindend studiere ich den Fahrplan rauf und runter. Erleichtert registriere ich den nächsten wartenden Fahrgast an der Haltestelle. Die Lage entspannt sich für mich und die letzten Warteminuten vergehen im Fluge.

Die S-Bahn fährt vor. Ich steige ein und sehe im Seitenblick den Dauerfahrer ebenfalls ich die Bahn steigen. Doch diesmal trennen sich unsere Wege – ich gehe in den linken Wagen und er in den rechten Wagen den Bahn.
LaWe

PS- das Bild machte ich letzten Herbst. Ich wollte einen großen Vogel im Anflug auf den Sanddornstrauch fotografieren. Bei der Gelegenheit lief mir der Mann ins Bild, von dem in diesem Eintrag die Rede ist.

Dienstag, 20. März 2007

Frau gegen Einsamkeit

Hinter meinem Rücken tut sich was.

Schwerfällige Körper arbeiten sich auf die freien Sitzplätze zu. Vielleicht haben sie schon länger als 5 Minuten auf ihre Bahn gewartet und sind froh, dass sie endlich wieder sitzen können.

Erleichtert senken sich ihre Körper ab. Dann erst haben sie den ersten Blick für ihre Umgebung frei. Wiedersehensfreude wird laut.

"Hallo, lange nicht gesehen" eine schwere männliche Stimme hinter mir begrüßt den Nachbarn auf der Bank, dann ringt der Mann schon nach neuer Luft. Ein Geräusch von schweren Atem drängt sich an meinem Nacken.

"Ja" antwortet eine alte zittrige Stimme. "Ich war letzte Woche ja wieder in der Klink"

"Ja, ja" sagt die schwere Stimme "Das kenne ich"

"Ach" sagt die zittrige Stimme klagend "nichts klappt mehr so richtig. Das Herz , der Kreislauf, ach und meine Knochen. Ich muss immer Tabletten nehmen."

"Ja, ja" seufzt die schwer atmende Stimme "Wenn ich die vielen Tabletten nicht nehmen würde, ich läge ich schon längst in der Kiste"

"Ach, davon kann ich auch ein Lied singen, so viele Tabletten. Aber wenn ich die nicht hätte, wäre es auch bald aus mit mir"

"Zu welchem Arzt geht du denn immer“? will die zittrige Stimme wissen.

Mit Freude stellen die alten Männer fest, dass sie zur selben Ärztin gehen - sie haben außer den vielen Tabletten noch was Gemeinsames

"Ich muss einmal die Woche zu meiner Ärztin" sagt die schwer atmende Stimme

„Ich auch“ antwortet der andere.

"Wohin fährst du jetzt?" erkundigt sich die zittrige Stimme.

"Ach, ich fahre jetzt zu meiner Freundin. Meine Zweite Frau ist ja schon 10 Jahre tot und ich wollt nicht mehr allein sein. Jetzt wohne ich bei der Neuen" sagt die schwere Stimme. "Aber bei ihr soll ich immer wie ein junger Bengel sein. Das ist gar nicht so einfach" klagt die schwere Stimme über das neue schwere Los mit der Freundin.

Die zittrige Stimme bereitet sich auf den Ausstieg vor.

Die alten Männer verabschieden sich lautstark:
"Na dann tschüß und halt den Kopf hoch. Ich lass mich auch nicht unterkriegen" ruft die zittrige Stimme noch beim aussteigen der schwer atmenden Stimme zu. Brav folgt er im kurzen Abstand einer Frau – vielleicht seiner Frau.

Es ist wieder ruhig hinter meinem Rücken.

Ich höre nur noch das leises Getuschel anderer Fahrgäste und den schweren Atem des Mannes, der auf den Weg zu der Frau gegen seine Einsamkeit ist.
LaWe

Montag, 19. März 2007

Adler oder Muschel?

Nachdem Gott die Welt erschaffen hatte, begann er damit die Lebewesen zu entwickeln. Als erstes erschuf er die Muschel.
Die Muschel hatte ein recht langweiliges Leben. Den ganzen Tag filterte sie Wasser. Den ganzen Tag hieß es für sie also "Klappe auf; Klappe zu; Klappe auf; Klappe zu; Klappe auf..."
Dann erschuf Gott den Adler.
Dem Adler gab Gott die Freiheit, mit seinen weiten Schwingen über Berge, Meere und Täler zu fliegen. Aber er übergab dem Adler auch die Verantwortung für seine Jungen.
Dann erschuf Gott den Menschen. Erst brachte er ihn zu der Muschel "Klappe auf; Klappe zu; Klappe auf; Klappe zu" und dann zum Adler, der frei über den Klippen schwebte und für seine Jungen das Futter erjagen musste.
Und der Mensch sollte sich entscheiden, welches Leben er führen will.
Tatsächlich stehen wir auch heute noch vor der gleichen großen Entscheidung:
Wollen wir das Leben der Muschel oder wählen wir das Leben des Adlers?

nach einer alten indischen Schöpfungsgeschichte
LaWe

Suchet, so werdet ihr finden

Auf das Zitat aus der Bibel als Lebens und Überlebensregel ist der rote Faden - sprich mein FADEN - der mich voll im Griff hat

Etwas fehlt immer

mal die richtige Idee
wenn ich die Idee hab
fehlt mir das Zeug,
sie umzusetzen.
ein andermal
vermisse ich meine Freizeit - wenn ich sie hab
hab ich sie auch schon wieder verbummelt
manchmal fehlt mir - das gewisse Etwas
für den richtigen Mann und wenn ein Mann in der Nähe ist
dann ist es nicht der Richtige

Das heißt
mein Herz - mein Verstand - mein Seeleleben streben nach Vollständigkeit

LaWe

Sonntag, 18. März 2007

Intelligenzschub

Unterhaltung im Bahnabteil:

"Auf was kauen Sie denn da ständig herum?"

"Auf Traubenkernen."

"Und wozu soll das gut sein?"

"Es fördert die Intelligenz."

"Aha, können Sie mir auch vier Stück geben?"

"Gerne. Vier Stück kosten acht Euro."

Der Fahrgast zahlt und bekommt die Kerne.

Nach einer Weile des Kauens meint er:
"Für acht Euro hätte ich mir aber jede Menge Trauben kaufen können!"

"Sehen Sie, die Kerne wirken schon!"

LaWe

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

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Test und das war es auch schon
Lange-Weile - 16. Aug, 14:56
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Hallo Lo.
..ja ich denke, er hätte sich gefreut, auch wenn mein...
Lange-Weile - 20. Aug, 08:50

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Hallo ;-)

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Achja...
das wusste ich gar nicht. Diese Art feinsinnigen Humor...
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wie makaber ;-) Bei uns wurde es ähnlich, aber anders...
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Hallo Bo., gestern las ich über eine amerikanische...
abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

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