Freitag, 2. März 2007

Blutsbrüder....

So manch Trainingsstunde gleicht einem Hexenkessel, in dem Prügelknaben und Heulsusen dafür sorgen, dass mein Geduld fast zum überkochen gebracht wid.

An anderen Tagen haben die Kinder ihren Streit vergessen und sind die besten Freunde, sind lamm fromm oder liegen sich in den Armen und posieren sogar vor meiner Digitalen. Doch wenn wir uns verabschieden ist noch nicht nicht alle Tage Abend.

Gestern kam ein Lärm aus der Jungs- Umkleidekabine in den ich doch noch einschreiten mußte.

Nur noch 3 Jungs sind mit Umziehen beschäftigt, d.h. dafür haben sie gar keine Zeit, denn der Streit in dem sie stecken ist schrill und laut. Mit Tränen in den Augen steht ein blasser Junge der Gegenpartei aus zwei Freunden gegenüber. Die beiden haben sích verbündet, wollen den anderen niedermachen.

Ich gehe dazwischen und suche formell nach den Beginner des Streits. Doch der läßt sich gewohnheitsgemäß nicht mehr ermitteln. Die Junges zeigen sich gegenseitig mit Fingern an und wiederholen die Worte, die der andere ihnen gesagt hat. Worte, die sie nicht verstehen - sie kommen auch Rußland und beherrschen unsere Sprache noch nicht im vollen Umfang.

"Der chat Ar... zum mir gesagt" und das ist nur ein harmloser Begriff für das, was sie JUngs sich in meinem Beisein noch um die Ohren hauen. Erklären kann mir den Sinn der Worte keiner von ihnen, aber das stört sie nicht. Die Reaktion des anderen ist Beweis genug und sie wissen, das hat gesessen.

"Und außerdem chat der anderes Blut" sagt mir der Größere. Er zeigt auf den Gegenüber und schmiegt sich enger an seinen Freund. "Wir haben beide das selbe Blut"

Dann geht mir ein Licht auf. Auch wenn sie für mich Russen sind, so können sie doch unterschiedliche Nationalitäten haben.

"Woher kommst du?" frage ich den blassen Jungen, dessen Tränen noch nicht getrocknet sind.

"Aus Kasachstan" antwortet er mir.

"Und woher kommt ihr" ich schaue die befreundeten Jungs an.

"Ukraine"

Dann geht mir ein Licht auf - eine Nationalitätenstreit.

"Und ich bin ein Alien" oute ich mich "und habe grünes Blut" erkläre ich den Jungs."Und - fange ich mit euch einen Streit an nur weil ihr rotes Blut habt ?" frage ich die Jungs.

"Nein" antworten die Jungs und grinsen mich an.

"Na also. Und außerdem ist das Blut bei jedem Menschen rot, egal wo er her kommt"

"Verdammt Frau H." sagt der Große dann zu mir "Sie chaben räächt"

LaWe

Donnerstag, 1. März 2007

schlaf Kindchen schlaf

Ja ja - noch so winzig und doch hält die MiniPüppi ihre Eltern in Atem. Seit drei Wochen lebt sie Kleine schon bei ihrer Familie und dass es ihr gefällt, ist auf dem Bild unschwer zu erkennen.

Jetzt hält sie ihre Eltern in einem DauerSchach und beschäftigt sie jede Nacht. Denn erst Nachts plagt sie der Hunger im 2-Stundentakt, verlangt lautstark und mit Nachdruck nach ihrer Muttermilch.

Tagsüber schläft sie den Schlaf der Gerechten. Schließlich muß sie sich von den Hunger- und Trinkstrapatzen der Nacht erholen.

Die Eltern?

Neben der Freude - ihre MiniPüppi mausert sich ja - träumen sie am Tag vom Schlafen, den sie nachst nicht mehr bekommen.

Aber auch MiniPüppi wird irgendwann den Weg zum Kühlschrank allein gegen können und damit die schlaflosen Nächte der Eltern vergessen machen.
LaWe

Mittwoch, 28. Februar 2007

Gift und Galle

Es ist fast 17 Uhr und ich gehe noch schnell einen Einkauf machen und dann in die Straßenbahn Richtung Feierabend. Eine Kleine vom Kindertrainig begleitet mich - wir schwatzen uns noch ein bißchen die Ohren voll. Gemeinsam suchen wir meinen Einkauf zusammen und reihen uns bald in die Kassenschlage ein. Nur zwei Kunden vor mir - das geht schnell - denke ich.

Doch da springt die Kassiererin von ihrem Platy auf "Kommen sie und schauen selbst" ruft sie einer Kunde auf den Weg zum Regal zu. Doch als sie am Regal steht, ist die Kundin, nach der sie rief, nicht da.

"Ich will das klären" sagt die Kassierein aufgeregt, doch wieder erhält sie keine Rückantwort. Sie geht wieder an ihren Platz zurück. "Dann eben nicht" sagt sie immer noch sichtlich aufgeregt.

"Sie wollen mir doch nur beweisen das sie Recht haben" höre ich aus der Einpackzone. Neugierig suchen meine Augen nach der Person, der die Stimme gehört. Aus jedem iher Worte kam Ladung Gift, so als hätte eine Natter ihr Gift sprühte. Eine Frau - deren Ausstrahlung schon hinter der Stirnwand endet. Mit giftigen Blick und fafblosen Augen wendet sie sich für die Zeit der Worte der Kassierin zu. Ich sehe in iht Gesicht mit einer Hautfarbe von morschem Holz und tiefen Furchen der Unzufriedenheit.

Die Kassiererin geht weiter ihrer Arbeit nach - sie kassiert und dreht dabei der giftigen Kundin den Rücken zu.

Dienstag, 27. Februar 2007

schwerer Junge - gestresste Oma

Schon seit Jahren schleicht er durch die Stadt und mit seinem treusten Freund hat er sich im Aussehen fast so sehr angenähert, dass sie sich vom Erscheinungsbild kaum unterscheiden.

Er - ein Punkää, schwarze Lederklamotten, Springerstiefel und ein harter Blick schaut aus dem Fastglatzkopf heraus. Nur ein paar Haare wie ein Hahnenkamm stehen aufrecht da, wo andere einen Mittelscheitel in ihrer Frisur haben. Die auslaufenden Fransen der Hahnenkammfrisur lassen den Kamm als langen Scheif erscheinen.
Metallringen unb Ketten verzieren Lederklamotten und Gesicht - jetzt ist er wirklich ein schwerer Junge.

Sein Freund - ein Rottweiler. Wie sein Herrchen schwarz im Fell und im Partnerlook trägt er die Irokesenfrisur. Der beharrte Kopf ziert auf dem Scheitelpunkt eine rotgefärbte Linie. Der Hund macht den Eindruck eines viel zu großen Kleinkindes.

Seit Tagen steht der schwere Junge am Eingang eines Supermarktes einfach nur rum. Mit einer Schulter angeleht am Eingangsportal sieht er zu, wie die Menschen ein- und ausgehen und sein Hund schnüffelt die Gegend ab.

Boulevardsendungen im Fernsehen wie "Explusiv" mit harten Schlagzeilen lassen die Welt für so manchen wie ein Horrorszenario aussehen. Wer zuviel davon sieht, hat Angst, wenn Gestalten, die nicht der Norm entsprechen, ihren Weg kreuzen. So gehen die Oma mit schlotternden Knien an der finsteren Gestalt mit leinenlosen Hund vorbei.

"Was macht der Mann da"? fragt Oma einer Verkäuferin.

"Er fragt nach ein paar Cent für seinen Hund" antwortet die Verkäüferin. "Aber sonst ist er ein ganz LIEBER" beruhigt die Verkäuferin die Oma. "Er steht schon seit Tagen hier und fragt nach Geld für Hunderfutter" Aus der Ferne verfolge ich das Gespräch und höre, wie die Verkäuferin Oma weiter beruhigt und sie geht mit weniger schlotternden Knien an dem schweren Jungen vorbei.

Wenig später gehe ich an ihm vorbei. Sein Hund schnüffelt die nächstgelegene Hecke ab, er steht wieder angeleht am Seitenportal und unterhält sich mit Jemand. Aus meinem Augenwinkel schaue ich nur für einen Moment auf seine Erscheinung und bin schon vorbei. Hinter meinem Rücken folgen die Worte "Haben sie ein paar Cent für meinen Hund übrig?"
LaWe

Sonntag, 25. Februar 2007

"Held" im Krankenzimmer

Die Sorgen des letzten Wochenendes sind verflogen und ebenso die Woche, die hinter uns liegt. Oma ist aus der Klinik wieder zurück und mein Sohn konnte die Schulwoche "genießen"

Die Klassenfahrt am Freitag nach Polen wurde wegen Eisglätte abgeblasen. So bescherte das Wetter meinem Sohn noch einen freien Tag. Doch statt blau zu machen, durchquerten Kopf- und Halsschmerzen die blaue Sicht auf den freien Tag. Ansich nix schlimmes, wenn das mit den Schmerzen nicht wäre.

Jeder Schluck ein stechender Schmerz und aus meinem heldenhaften Sohn wird ein sich krümmendes leidendes Wesen, wenn es nur ans Essen denkt. Selbst die lindernden Schmerztabletten werden zur Qual und finden nur den Weg in den Magen, wenn ich mit Nachdruk darauf bestehe.

Ja - das sind die kleinen Helden.

Aus der Straße die Größten. Doch im Krankenbett zieht der Held erst einmal Leine und verschwindet aus dem Leben eines jugendlichen Kranken und läßt ihn allein im Leid.

Da komme ich um den Schluß nicht herum. dass der Held die größte Memme ist und wer ohne ihn auskommt, hat Schwein gehabt.

LaWE

Samstag, 24. Februar 2007

Wenn das Schillern zur Sucht wird...

Ich kenne sie nur den Schlagzeilen. Was sie als Popsängerin auf die Bühne bringt, ist mir ungekannt. Doch da sie als 17 Jährige schon Millionen auf den Konto hatte, kann man bei ihr sicher schon von einem Weltstar sprechen.

Zur Zeit überschlagen sich die Nachrichten über Britney Spears, die sie in einem ganz anderen Licht zeigt.
  • Rein in die Suchtklinik
    Raus aus der Suchtklinik
    wieder rein in die Suchtklinik
    wieder Flucht aus der Suchtklinik
    Kahlschlag auf dem Kopf
    Streit um das Erziehungsrecht
    Selbtstmordversuch
Neben der YelloPress - für die sich ihre Eskapaden in bare Münze verwandeln, äußern sich auch Psychologen zu ihrem Absturz.

"Das ist der Hilfeschrei eines kleines Mädchens" sagt der eine.

"Das ist die Sucht nach dem Schillern in jeder Lebenslage" sagt der andere.

Und ich erfahre täglich etwas mehr aus ihrem Leben, die neben dem Erfolg bisher im Schatten standen. "Von der Mutter schon als Kind zum PopStar getrimmt" sagt der Psychologe. "Sie weiß noch gar nicht, wer sie ist, hat außer ein Star zu sein, noch keine Identität"

"Doch warum flieht sie immer wieder aus der Suchtklinik, wenn sie sich doch selber einweist?" wird der Psychologe vom RadioModerator gefragt. "Vielleicht hat sie Angst davor, ohne Drogen nicht mehr kreativ zu sein"

Da erinnere ich mich an den Lebenslauf von Stephen King. In einem seiner Bücher schrieb er über seine Sucht und die Angst, nach dem Entzug nicht mehr kreativ zu sein.
  • Der enorme Erfolg seiner Bücher und Verfilmungen machte King sehr zu schaffen. Er trank Unmengen von Bier und schnupfte Kokain. An die Entstehung seines Romans "Cujo" konnte er sich kaum noch erinnern. Daraufhin unternahm er erfolgreich eine Entziehungskur. 1996 schrieb King die sechs Episoden von "The Green Mile" und schaffte es, alle sechs Teile in die Bestsellerlisten zu bringen.
Doch mit "The Green Mile" bewies er, dass es nach dem Entzug auch kreativ weiter geht.

Ich hoffe, dass Britney zu der selben Erkenntnis kommen und ihren eigenen Weg finden wird.
Mit dem Kahlschalg auf ihrem Kopf zeigt sie unbewußt der Welt vielleicht auch an, dass sie ihr ganzes Leben ändern wird

LaWe


Freitag, 23. Februar 2007

444

Fast hätte ich ein mein eigenes Jubiläum verpaßt - es dauert nur noch 117 Minuten
  • Wer bist du?

    Online seit 444 Tagen
    Zuletzt aktualisiert: 23. Feb, 22:03
Na dann - auf die nächsten 444 Tage

LaWe


Rasenlatscher

  • Die Welt ist aus Eis
    wie jeder heut weiß
    Die Wege sind glatt
    der Rasen ist platt.

    Werd ich heut nicht zum Rasenlatscher
    mach ich einen harten Klatscher
    auf dem vereisten Stein
    und brech mir das Bein

LaWe


In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

alles muss raus

Test
Test und das war es auch schon
Lange-Weile - 16. Aug, 14:56
vermüllt bis zum...
Als braver Bürger trenne ich den Müll sorgsam, so wie...
Lange-Weile - 20. Aug, 13:27
Nostalgische Erinnerung
Als ich Federhalter, Feder sowie das kleine Tintenfass...
Lange-Weile - 14. Aug, 14:25
Für alle Sushi Friends
Beeindruckender Film, auf jeden Fall sehenswert. Hat...
sushi-friends - 11. Apr, 14:40
Hallo Lo.
..ja ich denke, er hätte sich gefreut, auch wenn mein...
Lange-Weile - 20. Aug, 08:50

Das Neuste von

Hallo ;-)

meine Randbemerkungen

Achja...
das wusste ich gar nicht. Diese Art feinsinnigen Humor...
abendGLUECK - 5. Mai, 09:48
wie makaber ;-) Bei...
wie makaber ;-) Bei uns wurde es ähnlich, aber anders...
abendGLUECK - 4. Mai, 08:13
Gegenmittel
Hallo Bo., gestern las ich über eine amerikanische...
abendGLUECK - 25. Apr, 11:03

Abendstimmung

Suche

 

Wer bist du?

Online seit 7451 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 16. Aug, 14:56

Albtraum
Alter Schwede
Betrachtung
Experiment
Fragen
Glücksliste
Kurzmitteilung
Musik
Nachklang
Rätsel
Spaß Ecke
Stadtbilder
Stöckchen
Tage im Fluss
Traumzeit
Witzecke
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren