Tage im Fluss

Samstag, 15. Oktober 2016

Ein zeitproblem ?

So richtig glauben konnte ich das noch nicht. Ich nahm an, das  Holzhaus ist der erste Vorbote für den Weihnachtsmarkt Rostock. Aber der Termin ist ja noch weit weg, naja…sooo weit weg auch nicht mehr. In knapp 5 Wochen geht der Trubel wieder los.

Nach dem ganzen Thowobabu der letzten Monate war ich doch tatsächlich schon gedanklich bei den Festtagen angelangt. Denn immerhin preisen die Supermärkten ja schon Lebkuchen und andere Weihnachtsnaschereien an. Die erste Weihnachtsdeko in den Geschäften wird sicher auch nicht mehr lange auf sich waren lassen. Dann blinkt und leuchtet es an jeder Ecke in den Innenstadt und auch sonst rückt mir der geschmückte Weihnachtsbaum im Handel schon viel zu stark auf die Pelle und verpufft mir die Freude am Weihnachtsbaum im eigenen Wohnzimmer  Um die Weihnachtszeit  hab ich dann fast schon genug von dem ganzen Blink Blink und Weihnachtsliedern überall, wo man geht und steht.

Aber wofür das Holzhaus vor dem KTC am Kröpeliner Tor aufgestellt wurde, werde ich erst  während der nächsten Tag herausfinden. Halloween  steht ja noch an..vielleicht darf man sich als zahlender Gast  sich darin vom Hausgeist zum gruseln und erschrecken bringen lassen. Zwinkerndes Smiley

La We

Sonntag, 9. Oktober 2016

Die welt von oben

Mein Reisegebäck ist bereit und ich bin es auch. Hinter mir liegen aufregende Wochen. Eigentlich fühle ich mich reif für die Insel und Abstand von all den traurigen Ereignissen könnte mir gut tun.

Zum Zeitpunkt der Abreise ist es so heiß, wie ich es nur aus Spanien kenne. Denn immerhin ist es schon Mitte September. Deshalb bin ich froh, dass ich den spanischen Fächer vom letzten Spanienbesuch noch auf die Schnelle in meine Handtasche warf. Er ha sich als Klimaanlage bewährt und mit mir während der 3 stündigen Busfahrt genug frische Luft beschert.

Dann ist  es wieder soweit. Der Flieger steht  für uns bereit. Nein, nicht ganz. Er kam zu spät von Mallorca und wir mussten warten, bis wir an Bord können. Aber dann, dann ist es soweit.

Alle Plätze sind schnell besetzt und die Spannung steigt – bei mir. Nicht das ich Flugangst hätte, aber ich bin froh, wenn ich die Röhre wieder verlassen kann und das ohne das Abenteuer der Turbulenzen erlebt zu haben. Bis nach Palma der Mallorca sind es nur 2 Std. und 40 Minuten. Damit habe ich den Zenit meiner Belastbarkeit als Fluggast erreicht. 

Der Start lässt dann auch nicht lange auf sich warten und der Flieger bewegt sich langsam aber stetig auf die Startbahn.

Dann hebt der Flieger auch schon ab. Kaum zu glauben, aber wenige Sekunden beschleunigt der Flieger nur, düste dann los und schon liegt er in der Luft,

Der Zufall wollte es, dass ich eine Woche vor dem Start mit meiner Hamburger Familie bei einem Spaziergang in die Nähe des Hamburger Flughafens kam und so den Start auch von Boden aus erleben konnte.

Um mich von dem Unbehagen, den der Start bei mir dann doch immer wieder verursacht, abzulenken. nehme ich mit meiner Kamera alles auf, was mir unter die Linse kommt. Hier ein schöner Blick auf Hamburg. und wie man sieht, eine wirklich grüne Stadt.

Und wieder ein Stück höher.. kaum zu glauben. Ich staune jedes mal auf s Neue, warsdie Menschheit alles entwickelt hat und um sich nicht nur auf dem Boden bewegen zu müssen

Nach 2 Stunden ist die Insel wieder in Sicht. Der Landeanflug dauert ca. 20 Minuten, dann ist es wieder geschafft.

Die Welt sieht unter mir wie ich Schachbrett aus. Klein und filigran die kleinen Orte, die sich in die Karree´s einschmiegen.

Ungewöhnlich war der Anblick eines Golfplatzes aus luftigen Höhen. Um genau zu sein, habe ich auch noch nie einen Golfplatz gesehen, werder von Boden aus noch aus der Luft. Ich fragte mich spontan, wie man in Spanien, ein Land das im Sommer unter Gluthitze leidet, eine solch grünen und satt aussehenden Rasenfläche erhalten kann.

Die Landung ist  sanft und erleichternd für mich. Keine Rüttelei während des Fluges, keine Turbulenzen, die mich hätten in Angst versetzt.

Zur Begrüßung beschert Spanien uns einen so wunderschönen Abendhimmel Ein Woche Spanien liegt vor uns.

La WE

Mittwoch, 27. April 2016

nur mal so

Eine kleine Kritzelei neben dem laufenden telefonieren .

Mit Tochter über Gott und die Welt gequatscht. Wir erinnerten uns gemeinsam an die Zeit, als ihre Großeltern noch lebten und ich damals mit ihnen jedes Jahr in der ersten Malwoche – Frühjahrsferien – auf die Insel zu ihnen auf s Land fuhren.  Der Frühling hatte sich schon voll entfaltet. Die damals noch wilden Wiesen waren gelb überdeckt von Butterblumen. Das jährliche Phänomen war für uns damals, dass die blühenden Natur auf der Insel grade erst begann, sich im Szene zu setzen. Der nördliche Landstrich hinkte dem Frühling noch hinterher.

Auf diese Weise erlebten wir 2 mal den prachtvolle Blütenzauber mit deinem Butterblumenteppich.

Schön, dass es solch erbaulichem Erinnerungen gibt.

La We

Dienstag, 5. April 2016

Abschied

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Bevor der Wagen der Obdachlosenhilfe Rostock vorfährt, noch ein Abschiedsfoto der Sachen, die ich für den Weiterverkauf spenden werde. Der Schuhschrank für meine Wohnung zu dunkel, für den Müll zu schade. Deshalb entschied ich mich dafür, diesen der Obdachlosenhilfe zu spenden. Der Erlös aus dem Verkauf kommt der Obdachlosenhilfe zu Gute. Kaufen kann jeder, egal ob arm oder reich und ist deshalb anders, als im im Sozialkaufhaus, in dem nur der einkaufen kann, der einen entsprechenden Nachweis dafür hat.

/PHOTO_20160405_112033Ich krieg es nicht fertig, die Dinge die noch von Nutzen sind, einfach weg zu werden. Auch profitiere ich davon, wenn ich das eine oder andere Möbelstück für wenig Geld auch dort erwerben kann. Möbel. die mehrfach auf und abgebaut wurden und immer noch heil sind, haben eine Aussicht auf ein langes Leben.

Der olle Sessel darf auch noch mal sein 2. Leben antreten, falls die Fahrer die Obdachlosenhilfe ihn für den Weiterverlauf mitnehmen möchten. Und wenn er nur noch 5 € bringt, Geld ist Geld.

Na dann, in wenigen Minuten kringelt es an meiner Tür und die Möbelstück und ein paar Textilien verlassen gleich meinen Haushalt

La We

Samstag, 26. März 2016

fröhliche Ostern

Euch allen Zwinkerndes Smiley

La We

Freitag, 18. März 2016

die Welt ist bunt

 

Das bunte Treiben auf den alljährlich Ostermarkt erfreut wieder viele Besucher der Stadt, auch die Einheimischen, das ist klar. Der Ostermarkt hatte gestern schon etwas frühlingshaftes. Der Himmel so blau, die Sonne so hell, die Luft so mild.

Mit den Besuchern des Ostermarktes tummeln sich in diesem Jahr ganz andere Gesellen, die ich bis dato noch nie sah. Das sich an solchen Tagen auch die Bettler an den Wegesrand setzen, ist auch nicht s neues, Sie werden eigens dafür in die Großstädte gebracht. Längst sind wir Bürger schon so weit aufgeklärt, dass wir wissen, dahinter steht ein, wenn ich mal so sagen darf, eine Management, dass sie entsprechend die Strippen sieht.

Neu in diesem Jahr ist, dass die Bettler nicht nur stumm mit der Bettelschale und mit einem leidvollen Gesicht da sitzen, nein, die kommen jetzt mit Krücken und humpelnden Beinen daher, stellen sich den Menschen den Weg, damit sie nicht einfach vorbei laufen können, sondern einen Bogen machen müssen.

Eine weitere Masche, die Z.Z. neu in der Stadt ist zu sehen und mir deshalb aufgefallen ist, sind ihre Standorte der Bettler, nämlich neben den zahlreichen Geldautomaten, die der Besucher in der Einkaufsstraße nutzen kann, wenn ihm das Bargeld ausgegangen ist. Sie sitzen oder stehen nicht nur stumm leidend da, sondern sprechen die Menschen gezielt an, die sich Geld aus dem Automaten gezogen haben.

Sehr unangenehm und deshalb dachte ich mir, “gehe ich halt in die Bank und hole mit dort mein Scheinchen”. Aber auch dort saß ein Mann leidend und stumm in einer Ecke und als ich den Vorraum der Bank verlies, sprach er mich auch auf mein Geld an.

Ich gehe davon aus, das diese Menschen wirklich bettelarm sind und deshalb in diese mieslige und demütigende Lebenslage kamen. Aber ich bin mir auch sicher, dass diese Menschen das Geld abliefern müssen und davon nur das schwarze unter dem Nagel bekommen würden.

Fahre ich am Abend mit der Straßenbahn nach Hause, zeigt sich wieder ein anderes Bild um mich herum, Die meisten Fahrgäste unterhalten sich nicht in meiner Heimatsprache. Um mich herum kommunizieren Menschen in allen möglichen Sprachen. Wir stehen vor einer neuen Zeit, dass wird mir in solchen Momenten deutliche klar. Unsere Welt verändert sich jeden Tag und unsere Köpfe müssen mithalten, wenn wir die neue Welt verstehen wollen.

Die neue Zeit spielgelt sich auch im Kindertraining wieder. Am Mittwoch schlichen sich fremde Kinder in die Sporthalle, in der wir grade Kinder im Alter von 4 – 9 Jahre zum Training hatten. Sie schauten uns neugierig zu. An ihrer Seite stand ein mir bekanntes Mädchen und sie erklärte mir: “Das sind meine neuen Freunde. Ich verstehe zwar nicht, was sie sagen, aber das stört mich nicht” So einfach stellt sich die neue Zeit für die Kleinen dar. Die fremden Kinder waren syrische Kinder und stürmten mit Freude die Sporthalle, als sie grünes Licht von uns Trainern dafür bekamen, So einfach und unkompliziert erobern sich die Kinder die neue Welt, in die das Leben sie gebracht hat.

Die Sprachbarriere löste eine Mutter mit dem Handy. So konnten wir den fremden Kindern übermitteln, dass sie zum nöchsten Training kommen sind, wenn ihre Eltern das erlauben würden. Dabei erfuhren wir, dass die syrische Großfamilie in einer nahegelegenen Straße Einzug gehalten hat. Wir werden sehen, wie es weiter geht.

Zur Zeit  setze ich wie viele andere Menschen auch meine Hoffnung auf den zur Zeit laufenden EU-Gipfel, der heute endlich über einen gangbaren Weg für alle in der Flüchtlingskrise verhandelt, damit alle Menschen, die davon betroffen sind, wieder eine Lebensperspektive bekommen.

Bei der Gelegenheit möchte ich hier noch zum besten geben, dass ich von vielen europäischen Ländern nicht nur enttäuscht sondern auch über ihre Haltung zur Flüchtlingskrise entsetzt war. Das von 28 Ländern der europäischen Union nur wenige Staaten bereit waren, Flüchtlinge in Not aufzunehmen, geht bis heute nicht in meinen Kopf rein.

La We

Donnerstag, 31. Dezember 2015

kommt gut rüber

Wir sehen und wieder -  im nächsten Jahr Zwinkerndes Smiley 

La We

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Heidi

Höre ich den Namen oder lese ihn, wie hier in der Titelzeile, summt sofort der Titelsong einer Kinderserie in meinem Kopf.  Jetzt weiß bestimmt jeder, welche Serie ich meine. “Heidi, deine Welt sind die Berge”

Die Heidi, von der ich erzählen will, lebt nicht in den Bergen,sondern im Flachland, ist aber ähnlichen Alter, wie die kleine Heidi aus den Bergen und vielleicht kam ihr für eine kurze Zeit die Welt wie ein böhmischer Wald vor.

Aber die Geschichte von Anfang an.

Ich war unterwegs mit der Straßenbahn quer durch die Stadt. Am Haltepunkt Doberaner Platz steckte eine junge Frau nur den Kopf in die Bahn und frage nach Eltern, zu denen ein kleines Mädchen gehören könnte. Alle Fahrgäste winkten ab und die junge Frau zog den Kopf wieder zurück. An dieser Haltestelle ist es nicht ungewöhnlich, dass die Bahn nicht sofort weiter fährt, denn oft ist dort ein Fahrerwechsel und das verzögert die Weiterfahrt für eine oder zwei Minuten. Der Fahrgast wird über die Lautsprecher über den Fahrerwechsel informiert.

Die Ansage der Fahrerin fiel jedoch ganz anders aus:

“Ist hier die Familie von Heidi drin ?” Wieder keine Rückmeldung. Dann sah ich auch schon, was geschehen war, In dem Wartehäuschen der Straßenbahn stand ein kleines Mädchen, Sie hielt einen pinkfarbenen Luftballon in der Hand, der steil nach oben ragte. Wahrscheinlich war der Ballon ein Mitbringsel von Weihnachtsmarkt, der alljährlich Massen von Menschen anzieht. Die Kleine war von jungen Frauen umringt und man beriet, wie es nun mit Heidi weiter gehen sollte. Fast jede Frau  hielt ihr Smartphone in der Hand und bedienten es.

Die verlorene Heidi war auf die Hilfe von Fremden angewiesen.

Eine der jungen Frauen nahm Heidi an die Hand und verließ die Haltestelle. Heidi folgte ihr brav und ging direkt vor meinem Fenster vorbei. So ein Schrecken für Heidi und ihre Eltern. Wahrscheinlich haben sie sich beim Ein- und Aussteigen an der Straßenbahnhaltestelle aus den Augen verloren, denn die Bahnen sind zur Zeit proppe voll und Massen von  Menschen schieben sich raus und wieder rein.

Wie Heidi und ihre Eltern sich aus den Augen verloren hatten, darüber kann ich nur spekulieren. Ich hoffte, dass beide dank der Unterstützung der Frauen schnell wieder zueinander finden konnten

La We

Samstag, 7. November 2015

timeline 1. Teil

“Kinder, wie die Zeit vergeht” ein schon mehr als abgenutzter Ausspruch schon seid was weiß ich, wie vielen Generationen. Aber wenn ich das Datum meines letztes Eintrages sehe, dann fällt mir nur dieser Satz ein. Es gab in dieser Zeit einiges zu berichten, doch mir fehlte die Zeit dafür.  Deshalb noch einmal alles zusammen gefasst im Schnellwaschgang. Mein letzter Eintrag endete am 9.Oktober 2015 – abgesehen, von dem kurzen Zitat 2 Tage später.

Trauerfall

Am Samstag darauf war ich schon am Morgen mit dem Zug unterwegs in Richtung alte Heimat,die Insel Rügen. Kaum bin ich über den Rügendamm, sind die Heimatgefühle sofort präsent. Die ..zig Jahre in Rostock scheinen verschwunden aus meinem Gedächtnis, als hätte es Rostock für mich nie gegeben. Der Anlass meine Reise sagt ja schon die kurze Überschrift.

Wieder einmal finde ich mich in der Trauerhalle wieder,zusammen mit all den Angehörigen, die deshalb ebenfalls angereisten.. Unsere letzten großen Familientreffen fanden nur auf dem Friedhof statt.  Diesmal verstarb mein Onkel. Der Pastor, der die Trauerrede hielt,sprach von seinem fast biblischen Alter. Er wurde 92 Jahre alt und lebte bis zuletzt mit seiner Frau gemeinsam mit seiner Familie im geräumigen Haus. Beigesetzt wurde er in der Nähe das Grabes meiner Eltern und meiner Schwester und auf der ehemaligen Grabstelle der seiner Schweigereltern, d.h. meiner Großeltern. Selbst auf dem Friedhof bleibt die Familie eng zusammen. Die Gradstelle hat Blick auf den kleinen Jasmunder Bodden.

Mein Onkel möge in Frieden ruhen

Kinderaufsicht in Hamburg

An diesem Tag passierte ich gleich 2 mal die Rügendammbrücke. Auf dem Video ist die neue zu sehen.. Der Zug fährt jedoch über den alten Rügendamm.

Direkt von der Beisetzung saß ich wieder im Zug von Rügen nach Hamburg. Ich wurde dort erwartet von meinen Enkelkinder. Ihre Eltern waren am  Sonntag  außer Haus und ich übernahm die Aufsicht für die Kleinen. Brav folgten sie  mir und meinen Anweisungen. Das Wetter war perfekt, der Kinderspielplatz war die beste Möglichkeit, die Kleinen bis zum Abend müde zu machen. Ohne kleine Unfälle schafften wir es nicht nach hause. Der  Kleinste war schon auf dem Spielplatz auf die Nase gefallen, der zweikleinste hatte sich ins Auge gepiekt, die Größe hatte sich den Finger eingeklemmt und die 2.Größte ist auf den Weg nach Haus auf die Knie gefallen. Leicht lädiert kamen wir wieder an,als die Eltern so nach und nach auch eintrafen.

Fortsetzung folgt..

Freitag, 9. Oktober 2015

Schönen Taaaag noch…

Das war der Nachruf für mich einer jungen Mutter an mich gerichtet, nachdem sie sich nicht so durchsetzen konnte,wie sie es gern gehabt hätte.

Das Vorspiel für diesen verzickten Nachruf war im Grunde nur kurz.

Die Trainingszeit war noch nicht ganz vorbei, als die Klingel der Sporthalle laut rasselt. Dabei kann es sich nicht mehr um ein verspätetes Kind handeln und die Abhol-Eltern warten vor der Halle auf ihre Kinder. War das ein Klingelstreich? Klingelstreiche sind immer noch sehr beleibt bei Kindern. Klingel kräftig rasseln lassen und dann aus dem Staub machen. Daran hat sich wohl seid 100 Jahren noch nichts geändert. Obwohl das beauftragte Türöffner-Kind weiß, dass es keine Fremden in die Hallo lässt, tat dieses Kind es doch. was uns als Trainer wieder mal zeigt, dass so manche Order öfter erneuert werden muss, als bisher.

Noch bevor ich das Kind in seinem Eifer bremsen konnte, stand ein Pulk Leute schon im Vorflur der Sporthalle. “Wir wollen zum Akrobatiktraining” sagte mir die begleitende junge Frau. Neben ihr standen 2 Mädels im Teenie-Alter und sahen mich fragend an. “Nein, wir sind die Breitensportgruppe. Ihr Trainer kommt später”

Oft  ist es so, dass die Trainer sich die Klinke in die Hand geben. Doch den Trainer für Akrobatik traf ich noch nie, was besagt, das die Trainingseinheit für Akrobatik deutlich später nach unserer Trainingseinheit beginnt.

Können wir hier auf den Trainer warten?” Der goldene Oktober hat das Zepter an das Mistwetter abgegeben und entsprechend ungemütlich war es vor der Halle. “Sie dürfen nur mit ihrem Trainer die Sporthalle betreten” Darauf weise ich die Mutter hin. An ihren Gesicht kann ich sehen, dass ihr  die Antwort nicht gefällt, denn sie schaut auf das diesige Wetter vor der Tür. Es ist feucht draußen, aber das war es auch schon. Mutter und Teenies bewegen sich keinen Zentimeter vor die Tür. “Wenn wir mit unseren Kindern die Halle verlassen und ihr Trainer ist noch immer nicht eingetroffen, dann müssen sie mit uns die Sporthalle verlassen. Jeder Trainer haftet nur für seine Trainingseinheit und darf niemanden nach ihm in die Halle lassen, wenn kein verantwortlicher Trainer dabei ist”

Dazu muss an dieser Stelle noch gesagt werden, dass  sich ab den Nachmittagsstunden kein Hallenwart mehr in der Sporthalle aufhält und deshalb der letzte Trainer, der die Halle verlässt, niemand Unbefugtes in der Sporthalle aufhalten lassen darf

Klare Ansage” dachte ich, aber auch nur ich.  Die Fremden – ich nenne sie jetzt einfach mal so – dachten gar nicht daran, ihren Platz zu räumen. Die Mutter als super Vorbild für die Teenies weigert sich, dem Rechnung zu  tragen. “Ok..ein paar Minuten bis zum unserem Trainingsende bleiben ja noch. Vielleicht taucht der andere Trainer auf” so hoffte ich. Doch vergeblich gehofft: Der nachfolgende Trainer tauchte nicht auf und  die Fremden klebten förmlich im Vorflur fest. Wenn es vor der Tür Strippen geregnet hätte oder ein bedrohlicher Wintersturm draußen getobt hätte, dann wäre das Verhalten für mich nachvollziehbar  gewesen. Aber die feuchte Luft, die an diesem Tag herrschte ? Nicht wirklich nachvollziehbar für mich.

Das letzte Kind unsere Gruppe verließ die Sporthalle. Nachdem ich die Fremden schon mehrmals darauf hingewiesen hatte vor die Tür zu gehen, blieben sie voll Unverständnis stehen. “Aber unser Trainer kommt doch in 10 Minuten” sagten die Mädels. “Trotzdem darf sich niemand in der Sporthalle aufhalten, wenn der verantwortliche Trainer nicht dabei ist” Die Begründung hatte ich schon zum x-ten mal wiederholt, doch die Einsicht bei den Fremden war gleich Null. Die Mutter rollte mit den Augen als wollte sie antworten: “Ich kann das nicht mehr hören” Ich bat jetzt zum letzten mal, dass sie gehen möchten und hielt dabei die Tür auf. Widerwillig schoben sie sich vor die Tür.

Mir stand schon die Zeit im Nacken, denn die nächste Groppe wartete an einem anderen Ort schon auf mich. Die Fremden standen endlich vor der Tür. Ich schnappte mir meinen Rucksack und meine Yogamatte und verlies die Halle. Die Tür sollte gedämpft ins Schloss fallen. Das höre ich immer als letztes Geräusch. So bin ich sicher, dass die Halle wieder geschlossen ist 

.Auf das Schnappgeräusch hätte ich diesmal lange warten können, denn als ich mich umsah, hatte die Mutter die Klinke in der Hand. Sie wollte verhindern, dass die Tür sich von selbst zuzog. “Ich möchte sie bitten, die Halle nicht zu betreten!!!” forderte ich die Mutter nun doch energischer auf. Ungewollte schlug ich den Ton an, den ich sonst während des Trainings einsetzen muss, wenn Kinder ihre Ohren zu Hause gelassen haben und zum x-ten mal aus der Reihe tanzen.

Die Mutter fühlte sich ertappt und wurde entsprechend zickig. “Ich wollte nur verhindern, dass die Tür zuknallt” Wer´s glaubt, wird selig und ich glaubte es nicht. “Nur mit dem verantwortlichen Trainer dürfen sie die Halle betreten. Er trägt dann die Haftung, solange liegt diese bei mir” Nachdem das hörbare Geräusch, dass die Tür wieder geschlossen ist, mir zu Ohren kam konnte ich mich endlich auf den Weg zur nächsten Gruppe machen.

Schönen Taaag nooch” rief mir die Mutter mit einem deutlichen Unterton noch hinter. Wahrscheinlich war sie angepestet,  weil sie ihren Willen gehen mich nicht durchsetzen konnte, auch nicht mit einem Trick 17, wie sie es vorhatte.

La We

In den Wind geschrieben

hat Tränen aus dem Haus getrieben

alles muss raus

Ach, Sie müssen...
Ach, Sie müssen sich nicht kränken –...
nömix - 24. Jan, 16:59
Anspielung
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so wird`s uns wenigstens...
so wird`s uns wenigstens nicht langweilig...
bonanzaMARGOT - 23. Jan, 09:41
so wird`s uns wenigstens...
so wird`s uns wenigstens nicht langweilig...
bonanzaMARGOT - 23. Jan, 09:40
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Hallo Bo., danke für den Hinweis - ohje, wie peinlich....
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Shhhhh - 27. Dez, 23:37

Hallo ;-)

meine Randbemerkungen

neue Medien braucht die...
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LangeWeile - 22. Jan, 15:12
Danke für die Erklärung
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