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da bin ich

alles muss raus

kinder benötigen...
kinder benötigen immer besonderen schutz und fürsorge...
bonanzaMARGOT - 21. Nov, 16:36
Was verbindet?
Hallo Bo,. erst mal sitzen alle in einem Boot - sie...
Lange-Weile - 13. Nov, 19:59
Hallo Leni, ja...die...
Hallo Leni, ja...die Kleine macht sich gut und kommt...
Lange-Weile - 13. Nov, 19:50
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ich kann mir nicht vorstellen, dass sich der mensch...
bonanzaMARGOT - 13. Nov, 14:40
Dieses Mädchen ist...
Dieses Mädchen ist sehr tapfer und wird sicherlich...
Leni Affenspiele (Gast) - 13. Nov, 14:02

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fata morgana - 20. Nov, 10:39
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fata morgana - 18. Nov, 12:53
"2012" - Der Flop
Ich verließ eine halbe Stunde vor Schluss die...
bonanzaMARGOT - 17. Nov, 14:00

Nachklang

Dienstag, 7. Juli 2009

Trauer um einen Mann

Erst wenn man etwas für immer verloren hat, weiß man seinen Wert zu schätzen.

Ich sehe mir noch die zahlreichen Nachreden über die Trauerfeier wegen Michael Jackson an, als mein Telefon klinget. Es ist spät, aber nicht zu spät und ich überlege, ob ich mich in meiner stillen Trauer um Michael Jackson stören lassen möchte. Doch will deshalb nicht den Rest der Welt aussperren.

"Na?" damit leitet meine Schwester ihre Gepräche immer ein, wenn sie nur ein bißchen mit mir austauschen will.

"Hast du die Trauerfeier gesehen?" fragt sie nach. Doch ich hab nur die letzten 30 Minuten gesehen und kann mich nicht wirklich austauschen. "Ich hab´s mir von Anfang an angesehen. Fast 6 Stunden saß ich vorm Fernseher" und irgend wie sind wir beide traurig, dass so eine schillernde Figur uns verlassen hat und keiner von uns beiden kann wirklich sagen warum - wir fühlen uns beide bewegt und gerührt - genau so wie bei seinen Konzerten, die er in seiner Hochzit gab. Seine Musik bahnte sich eine Weg ins Innere, die eine Saite zu schwingen brachte, die uns in einer sehnsuchtsvolle Stimmung versetzte. Wir fühlten uns verzaubert und in den Bann seiner Musik gezogen.

Ein Nachrichtensender strahlte auch ein altes Interview aus, in dem er zu allen befragt wurde, was höchst privat war. Aber die Fans und auch Antifans wollen alles von ihm wissen. Michael Jackson wirkte in dem Interview zerbrechlich und verletztlich - irgend wie ein Junge.

Zur Zeit läuft ein Live Konzert "dangerous" - ein Livekonzert aus Bukarest. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich es schon gesehen habe und immer war ich erstaunt, wieviele Mädchen in diesem Konzert in Ohnmacht fielen. Die Fan´s - oft in Tränen ausgebrochen - himmeln ihn an und ich bin sicher, das der Besucher auf dem hinterste Platz Michael Jackson nicht größer als einen Stecknadelkopf sehen konnte und doch waren alle hingerissen.

Zahlreiche Kommentatoren gaben heut eins zum Besten - einige waren streng analytisch und bissig. Sie kommen mir in meiner gegenwärtigen Stimmung zu nüchtern vor. Eine schillernde Persönlichkeit, wie Michael Jackson es war, läßt sich nicht in nüchteren Worte fassen, denn seine Magie stellt alles Nüchterne in Frage. Andere Kommentare und das waren sie meisten, gingen respektvoll mit dem Menschen Michael Jackson um.

Einer brachte es auf dem Punkt: "Er brachte mit seiner Musik viele Menschen zusammen, brachte die Generationen und Nationen aller Hautfarben zusammen - er hat mich mit seiner berührt und das ist, was von ihm bleibt"

Wie sehr gerührt eine kleine Person zu seiner Trauerfeier war, kann man hier sehen:



Unerwartet bat seine elfjährige Tochter zum Abschluß der Trauerfeier um ein Mikrofon und ums Wort. Unter Tränen wollten sie ihren Vater noch einmal wissen lassen, das sie ihn sehr lieb hat. Ihre Tränen und Worte habem mich berührt.

LaWe

Donnerstag, 7. Mai 2009

mit dem blauen Auge davon gekommen

Wenn sich wunderliche Gedanken bei mir zeigen, schiebe ich sie lieber bei Seite. Sie stören mich und hindern mich daran, den Tag entspannt zu begegnen. Wenn dese Art Gedanken noch bedrängender werden, dann verdränge ich sie, höre ihnen einfach nicht zu oder ich stempel mich selbst als wunderliche Alte ab.

Gestern war wieder so ein Tag und ich schob mehrmals ängstliche Gedanken bei Seite, obwohl sie sich mehrmals meldeten. Sie bedrängten mich besonders intensiv, als mein Sohn mit seinem Freund den ausgemusterten Geschirrspülautomat in den Keller trug. Jeder hielt an zwei Ecken vom schweren Gerät und das ist ja auch nichts besonderes. Sie sind beide Erwachsen und bzw. fast erwachsen (2.03 m Körpergröße), was soll da bei mri ägnstliche Gedanken auslösen?

Und doch meldeten sich ängstliche Gedanken: "Was ist, wenn Sohnimann mitten auf der Treppe einen ephileptischen Anfall bekommt? Dann fällt der schwere Automat auf ihn drauf" Ich brauchte etwas, um diese ängstliche Vision aus dem Kopf zu verdrängen. Doch als Mutter eines epilepthischen Kindes sind das sicher dem Kind begleitende Gedanken. Und doch waren sie gestern besonders intensiv. Aber alles ging gut und nichts passierte. Wieder einmal haben mich gruselige Gedanken sinnlos beschäftigt.

Heut wollte mein Sohn nur mal schnell über den Innenhof zu seinem Freund und anschließend zu seiner Oma. Bevor ich das Haus verlassen mußte, wollte ich nur noch ein paar Handgriffe erledigen um mich dann auch auf den Weg zu machen.

2 Minuten vor meinen Absprung dreht sich ganz zaghaft der Schlüssel im Türschloß und mein Sohn kommt auf leisen Sohlen wieder zurück, früh, viel zu früh für seine Rückkehr und die leisen Sohlen hatten so gar nichts mit seinem stürmischen Abflug vor 20 Minuten gemein.

Kleinlaut kommt mir seine Stimme schon auf dem Flur entgegen: "Ich hab jemand mit einer roten Jacke mitgebracht" Weil er so kleinlaut in den Flur hinein spricht, antworte ich zurückhaltend und mit abgewürgtem Vorwurf: "Warum bist du schon hier? " denn ich glaubte, dass er sich von einem seiner zahlreichen Freunde und Kumpels hart vom Weg hat abbringen lassen.

Doch der nächste Satz bleibt mir dann schon im Halse stecken. Der Mann mit der roten Jacke steht jetzt im Flur "Nicht erschrecken. Ihr Sohn hat wieder einen Anfall gehabt. Gleich hier im Innenhof. Der Freund, zu dem er wollte, hat es aus dem Fenster gesehen und uns gleich gerufen" Der Mann mit der roten Jacke ist der Sanitäter, der meinen Sohn in dem Fall, wenn er auf der Straße gefunden wird, entweder zu Hause abgeben - wenn jemand da ist - oder mit in die Klinik nehmen. Zum Glück war ich noch da und so mußte Sohnimann nicht in die Klinik.

Fataler weise haben sich meine gruseligen Gedanken vom Tag zuvor doch noch in die Realität entwickelt. Sohnimann ist im wahrsten Sinne des Wortes wieder mit einem blauen Auge davon gekommen, denn er fiel statt auf einen der großen Findlinge, die im gesamten Innenhof verteilt sind,



nur über einen dieser Steine und hat sich "nur" ein blaues Auge geholt.

LaWe

Sonntag, 1. Februar 2009

Er kam sang und siegte

Seine Stimme passt nicht in die Geräuschkulisse, die uns täglich umsprudelt. In den Medien wird viel gesungen von Stimmen die klingen oder auch nicht klingen, ja sogar furchtbar klingen oder gar brüllen.

Doch als ich seine Stimme das erste mal hörte - er sag bei "Wetten das" bei Gottschalk "All right" - trat alles um mich herum in den Hintergrund. Nicht nur der Song lies mich aufhorchen, auch die Stimme und der Mann, dem die Stimme mit Gefühl ohne Schmalz gehörte , dem Frontman von Reamonn - Rea Garvey

Schon bei den ersten Klängen des rückte die unübersichtliche Geräuschkulisse in den Hintergrund und dann zog mich die Stimme in seinen Bann.

Es war, als würde er die urige Natur von Irland und mit ihr meine eigene ländliche Jugend in die heutige Zeit wieder zurück holen. All die Emotionen aus der Zeit ..vom Schwärmerei bis zum Liebeskummer ...kamen wieder an die Oberfläche. Dieser Eindruck und die Wirkung seiner Stimme auf mein Gemüt verblasste sie und hat heut noch immer Oberwasser, wenn ich die Stimme des irischen Sängers höre, der mit 7 Schwestern groß wurde und schon mit 17 Jahren in die große weite Welt zog, um sein Glück zu machen und das, wie sich heut zeigt, zu meinem Glück.

Am Mittwoch war es dann soweit. Meine Tochter, die schon lange meine Schwärmerei für die Gruppe und seinem Sänger verfolgte und bescherte mir zu Weihnachten die Karten für das Konzert von Reamonn am 29.1.09 in Hamburg.



Ich machte mich auf den Weg um die Band endlich mal in Live erleben zu können. Über Kiel reiste ich mit meiner jüngeren Schwester nach Hamburg um mir in der Konzerthalle von Color - Line den vordersten Standplatz zu sichern. Dafür nehme ich auch längere Wartezeiten in Kauf.



Damit ich auch alles von seiner Stimme und ihrer Musik aufnehmen kann, baute ich mich direkt vor den Boxen auf, die auch je nach Lautstärke meine Lungenflügel im Rhythmus der Musik vibrieren ließen.



Pünktlich um 21 Uhr war der Moment da. Der Vorhang fiel und das Konzert begann, auf den ich mich nun schon seit mehr als 4 Wochen vorbereiten und freuen konnte. Nein...ich Ohnmacht bin ich nicht gefallen, aber in eine Art Trancezustand.

Er kam, sang und siegte
Wieder war ich in seinen Bann gezogen und mit ihm entführte er mich in meine längst vergessene Welt der träumerischen Jugend. Noch einmal spürte ich die Herzklopfen wie damals, wenn ich Jungen dachte, der grade mein Herz gewann. Oft haben die Jung es gar nicht mitbekommen, so sehr hab ich mein schwärmendes Herz vor ihnen versteckt. Doch immer dann, wenn ein Blick von ihnen mich traf, schien mein Herz vor Raserei aus der Brust zu springen. Ich glaube, an meinem Pulli war das Pochen zu erkennen. Bis heut fühle ich mich im bodenlosen Ausnahmezustand, gelingt es jemand mein Herz zu gewinnen. Ein gepaartes Gefühl von Hilflosigkeit und Herrlichkeit.

Den Liedern folgte ich im ersten Teil ihres Konzerts und der Stimme von Rea wie gefesselt. Ich war unfähig zu klatschen, nur ab und an konnte ich mit einem kleinen Pfeifkonzert mit zwei Fingern im Mund meiner Begeisterung Ausdruck verleihen.

Er sang wirklich aus vollen Herzen, öffnete nicht nur seine Arme weit und seinem Publikum entgegen, auch sein Herz öffnete er mit jedem Titel, den er sang. Das ist es wohl, was mir unter die Haut geht - die Ehrlichkeit in alles was getan wird.



Auch die Bandmitglieder gaben alles und jeder für sich ein musikalischer Poet.



Hier der Klavierspieler in Licht eingetaucht und mit einem Blick "wie von einer anderen Welt" susgestattet.



Nur schweren Herzens wollte ich die Band wieder ziehen lassen, doch auch andere Fans wollen sie ja aus nächster Nähe sehen.



Aber das ist auch in Ordnung so...



LaWe

Sonntag, 23. November 2008

Der letzte Sch(n)ritt

Lange nicht da gewesen und doch nicht aus dem Auge verloren. Das trifft nicht nur für meinen Blog hier zu - mich hatte wieder mal der BlogMuffel im Griff - sonders es trifft auch auf mein Elternhaus zu. Seit der Beerdigung meines Vaters im Februar war ich nur noch einmal auf der Insel Rügen um mein Elternhaus noch einmal zu sehen.

In den Nachkriegsjahren vom meinen Eltern erbaut, bezogen und mit 4 Kindern belebt, war es mein zu Hause bis zum Tod meines Vaters, der als letzter der Mohikaner die Fahne vom Familienhaus hoch hielt. Doch im Januar kam seine letzte Stunde und er mußte die Fahne an seine Kinder weiter geben. Doch niemand von uns konnte aus Arbeitsgründen sich dort - auf der Insel Rügen - niederlassen um sich eine Existenz aufzubauen.

So war es wohl das Schicksal unseres Elternhauses, dass niemand von uns Kindern es übernehmen konnten und zu Verkauf angeboten werden mußte.
Hier ist das Anwesen, dass am kommenden Mittwoch seinen Besitzer wechseln wird.


Unser Vater hatte vor Jahren keine Kosten gescheut und uns Kindern ein Bild vom Elterhaus aus der Vogelperspektive machen lassen. Auf diese Weise wird es in der alten Formation auch für mich für immer in Erinnerung bleiben.

Montag, 17. Dezember 2007

Wieder daheim und gereift

Eine Erleichterung ging durch die Menschen, die das Schicksal von Marco mit Bangen verfolgten. So auch ich. Der Jugendliche, im Alter meines Sohnes, war gezwungen, sich schon vor dem Erwachsensein mit den Schattenseiten des Lebens auseinander zu setzen und mußte sich Fragen stellen, die ein Jugendlicher in unserem normalen Alltagsleben kaum stellt. "Was kann, was muß ich aus dieser Situation lernen? Was kann ich mit ins Leben nehmen?"

Ich gebe zu, mit jedem Monat der Verlängerung der U-Haft für Marco fühlte sich mein Nationalbewußtsein - oder war es vielleicht der Stolz -angeriffen und löste eine Unzahl von kritischen Bemerkungen zum türkische Rechtssystem aus. Mein Vertrauen sank mit nach jeder verschobenen Tagung und verstärkte mein (Vor)Urteil zum Rechtswesen der Türkei.





Ich nahm meine Kamera, konnte nicht anders und nahm das Gesicht des Jungen während des Interwievs bei RTL von meinem Fernseher auf, der nach 247 Tagen in türkischer Untersuchungshaft noch immer ein Stück seiner jugendlichen Unbefangenheit bewahrt hat. Per Bildschirm konnte ich mich überzeugen, dass es Marco gut ging und er seine schwierige Situation besser gemeistert hatte, als ich hier in Deutschland annahm.
LaWe

Sonntag, 9. Dezember 2007

Trinkgeld auf Druck

Das Geben und Nehmen sollte immer ausgewogen sein. So ist jeder zufrieden und es bleibt kein negatives Gefühl zurück. Und wer das Geben und Nehmen in Fluß bringen möchte, kann dies mit einer kleinen Geste, wie z.B. ein kleines Trinkgeld, auf den Weg bringen.

Darauf machte mich eine junge Frau aufmerksam, die einige Jahre in Amerika verbrachte und diese Philosophie als Mitbringsel mit nach Deutschland brachte. "Kleine Spenden bingen alles in Fluß" so empfahl sie. Ich glaube ihre kein Wort und probierte es selber aus.

Fortan gab ich trotz magerer Zeiten ein kleines Trinkgeld oder rundete beim Bäcker eine krumme Summe auf. Auch im Supermarkt lasse ab und an mal einen Betrag aufrunden. Doch geschieht mein bereitwilliges Geben nicht nach einer starren Richtlinie, sondern aus einem Gefühl heraus. Manchen Menschen müssen wirklich rackern wie die Kümmeltürken und bekommen dafür einen Hungerlohn ausgezahlt. Sie haben dann meinen Respekt und ich gebe, was ich kann, um auf meine Weise ihre Arbeit zu würdigen. Und für mich erschlossen sich neue Möglichkeiten, um für meinen Lebensunterhalt zu sorgen.

Doch gestern wurde ich, was das Geben und Nehmen betrifft, aus meinem Konzept gebracht. Nach einem gemeinsamen Einkauf mit Sohnimann zog es mich zum Chinesen in der Nähe. Ich wußte, es gibt dort ein Büfett-Essen zum Pauschalpreis. Doch mein Bargeld war alle und so überzeugte ich mich erst, ob Geldkarten akzeptiert wurden. Schon an der Eingangstür wurden dem Gast alle Karten - 6 an der Zahl - aufgezeigt, die man in dieser Lokalität akzeptierte. Mein Konto war gedeckt, ich konnte mich mit meinem Sohn auf das Büfett stürzen. Selbstbedienung das Essen und Getränkle auf Bestellung, die uns die Klellnerin brachte.

Nach dem Essen hielten wir nach ihr Ausschau "Die Rechnung bitte" baten wir. Kurze Zeit später kam sie mit dem Rechnung "Das macht 18.90 €" so stand auf dem Beleg und ich reichte ihr meine Karte: "Haben sie kein Bargeld?" fragte sie mich. Verwirrt antwortete ich:"Nein" und war im Zweifel, ob ich an der Tür den Hinweis auf die Karte nicht richtig gedeutet hätte, nahm an, dass man meine Karte nicht akzeptierte und gab ihr eine andere. Wieder fragte sie mich "Haben sie denn kein Bargeld?" dies mal etwas forscher, als vorher.

"Nein, ich hab hier die Karte, Draußen an der Tür stand dran, das sie diese Karte akzeptiern." Mürrisch zog die Kellnerin ab und kam mit dem Kartenleser wieder zurück und fragte mich :"Was soll ich eingeben" War damit der Geldbetrag gemeint? Ich sah noch einmal auf den Beleg - 18.90 € - "geben sie 19 € ein" erwiederte ich nachgiebig. Die Kellnerin stuzte und warte auf eine andere Ansage.

In meinem Kopf rattert es auf die Schnelle. Sie hat mir nur meine Schorlre an den Tisch getragen, kaum ein Gespräch, kaum Kontakt. mehr als aufgerunden auf 19 € kann ich nicht. Dann geht für mich die Bilanz von Geben und Nehmen nicht auf.

Die Kellnerin macht Druck - 19 € sind ihr zu wenig. "Oder machen wir 20 €" fragt oder sagt sie. Ich kann den feinen Unteschied dazwischen nicht mehr erkennen und doch da sind die Zahlen eingetippt. Ich schlucke noch einmal, bevor ich mein Einverständnis geben kann, doch das sind die Zahlen schon durchgerattert. Dann schlucke ich noch mal, denn es hat mich die Sprache verschlagen. Ich übernehme den Kontrollabschnitt über die Abbuchung von 20 € von meinen Konto.

Mit dem Gefühl, von der Kellnerin überrumpelt worden zu sein, verlasse ich das Restaurant nicht ohne den festen Vorsatz diese Lokalität nie mehr zu betreten.
LaWe

Dienstag, 28. August 2007

In langer Unterhose und dicker Zigarre

In lange Unterhosen und mit dicker Zigarre im Mund posiert er vor einem großen Spiegel. Er sah sich als zukünftigen reichen Geschäftsmann und übt sich in der des Reichen in einem Hotelzimmer. Es ist eine ihrer ersten großen Auftritte, der den Weg zum Ruhm abzeichnet.

Es ist Robert Biberti , die Bassstimme der Comedian Harmonists. Er ist der Sohn eines Opersängers, der seine Stimme durch ungesunden Lebenswandel und Alkohol ruinierte. Robert übernimmt die Geschäfte der Comedian Harmonists,. Das Klangbild des Vokal-Ensembles wird Welt berühmt. 1935 löst sich das Ensemble auf, die jüdischen Mitglieder gingen ins Exil nach Amerika.

Was von ihnen bliebt, sind ihre Lieder, die sich bis heute als Ohrwurm "Ich bin dein kleiner Kaktus" in unseren Köpfen gehalten hat. Das Ensemble hat seit dem viele Nachahmer gefunden.

Vor dem Spiegel steht in Wahrheit nicht Robert Biberti, sondern Ben Becker, in der Rolle der Bassstimme. Diese Szene und andere Szenen in dem gleichnamigen Film mit Ben Becker sah ich die schauspielerische Leistung von Ben Becker zum ersten mal in seiner ganzen Pracht. Perfekt spielte der den rauen Mann mit dem weichen Kern. Danach lies ich kein Film aus, in der er als Schauspieler mit wirkte.

Lange Zeit war nichts mehr von ihm in den Medien zu sehen. Um so mehr erschrak ist gestern, als die Schlagzeilen von seinem Kollaps, von Alkohol und mysteriösen Besteck durch die Medien ging. Er liegt im Krankenhaus und wäre außer Lebensgefahr, so heiss es.

Ich hoffe, es wird für Ben Becker alles wieder gut und ich kann ihn bald wieder als Schauspieler genießen. Ein ungesunder Lebenswandel und Alkohol ruiniert nicht nur eine Bassstimme, sondern leider auch den ganzen Menschen. Ben Becker musste diese Lektion gestern auf schockierenden Weise lernen.
Bildquelle: www.musik-base.de
LaWe

Dienstag, 21. August 2007

(be)rühendes Video


Prinzessin Diana - GMX Video

LaWe

Montag, 20. August 2007

Freiheit für die Liebe

Fast hätt ich gedacht, die Welt hat sie vergessen, obwohl ihr Name in aller Munde war.

Bildquelle:Stern.deSogar wir Ostler kannten ihren Namen damals und in meinem Kopf spukte sie als die verruchteste Person Deutschlands. Mit Schmutz und Perversitäten brachte ich sie in Zusammenhang. Naja, der Kopf spekuliert und bastelt sich ein Bild, von dem, was er nur zu höhren bekommt. Dazu kommt noch die eigene Moralvostellung, die nicht auf den neusten Stand war. Damals wurde sie noch von Hinterweltler gefüttert.

Dann sah ich sie kurz nach der Wende das erste mal im Fernsehen. Ich selbst befand mich grad in einer Umschulug, die damals massenhaft an die Arbeitslosen weiter gereicht wurden. Der BWL Unterrecht sollte unser Wissen von sozialitischer Wirtschaft überschreiben. Nette Lehrer reisten an und schulten uns um.

Doch die ersten wirklichen neuen wirtschaftlichen "erleuchtenden" Erkenntnisse erwarb ich est über das Interwiev, was damals mit Beate Uhse In Fernsehen gezeigt wurde. Jeder Satz entsprach dem Inhalt und der Substanz mehrerer Unterrichtsstunden in BWL.

Ich schloß Beate Uhse in mein Herz und doch traute ich mich nicht in ihre Geschäfte, die schon kurz nach der Wende zahlreich auch bei uns aus dem Boden schossen.
"Nicht die Reichen fressen die Armen, sondern die Schnellen die Langsamen" war einer ihrer vielen Schlüsselsätze zur Wirtschaft, die sie während des Interwievs zum Besten gab.

Bis heut traute ich mich nicht in ihre - ok, bis auf eine Ausnahme - in einen Geschäft zu gehen, aber das steht auf einem anderen Blatt Papier.

Bildquelle=WDR.deDoch dafür leistete ich mir ihr Buch "Lusvoll am Markt" und erkannte erst nach dem Lesen, was die Frau geleistet hat und das an mehreren Fronten.

Dies und noch viel mehr werden wir vielleicht irgendwann einmal auch noch auf dem Bildschirm sehen könne, denn RTL bereitet die Verfilmung ihres Lebens vor.

Da kann ich nur sagen - SUPER - ich freu mich schon drauf und hoffe auf einen kitschfreien Film.
LaWe

Montag, 30. Juli 2007

Rückblick

Die Wanderin

Sie ist klein, die Wanderin. Mit großen freundlichen und neugierigen Augen schaut sie sich mit ungebrochener Begeisterung die Welt an. Mit dem Wanderhut sieht sie nicht nur lustig aus, er soll sie auch vor starker Sonne und Unwetter schützen. In ihrem Rucksack trägt sie ihre Erfahrungen und Menschenkenntnis.



An vielen Eindrücken zog sie schon vorbei. An freundlichen Menschen, denen sie mit einem freundlichen Lächeln antwortete. An wunderschönen Plätzen, die sie romantisch stimmten. Dort lies sie sich für eine Weile nieder. Aber auch ein paar schwierige Wege hat sie beschreiten müssen. Halsbrecherische Pfade, unwegsame Gelände, moorastigen Boden und plötzlich einbrechende Unwetter lernte sie schon kennen.

Ab und zu gesellte sich ein Reisebegleiter zu ihr. Die Unterhaltung war für sie eine willkommene Abwechslung. Weil die Reiseziele unterschiedlich waren, trennten sich dann ihre Wege irgendwann.

Der letzte Reisebegleiter war lange mit ihr auf Wanderschaft. Aber er war nicht allein. In seinem Rucksack versteckte es den von ihm heiß geliebten Freund Alkohol. Der Freund hatte ihm ja das Glück versprochen. Er glaubte fest an ihm. Jedoch war er ein trügerischer Freund. Verlangte den höchsten Tribut, den ein Mensch nur zahlen kann. Er zwang ihn urplötzlich den gemeinsamen Wanderweg zu verlassen und ihre Wege trennen sich ohne Abschied. Die Wanderin ist heut noch traurig, denn er war ein geistvoller und liebevoller Begleiter.

Nun ist sie wieder allein auf ihrem Weg. Noch kraftlos und mit Schwermut in Herzen schlägt sie sich durch eine Welt, die jetzt etwas dunkel geworden war, doch findet die Wanderin wieder auf den sicheren Weg zurück.

An vielen Menschen zieht sie erneut vorbei, erfreut sich wieder an ihrem Lachen, an ihren kleine Schwächen und sie ist jedem dankbar, der sie von Herzen zum Lachen bringt. Sie findet wieder zu ihrer alten Kraft zurück.

Nach einiger Zeit gesellt sich ein neuer Reisebegleiter zu ihr. Er scheint die kleine Wanderin unterhaltsam zu finden, denn er weicht nun nicht mehr von ihrer Seite. Sie sind so im Gespräch vertieft, das sie gar nicht bemerkt hatte, dass sie ausschließlich ihm folgt und sich nun auf seinem Pfad befindet. Aber der neue Reisebegleiter hat ihr Vertrauen und sie ist neugierig geworden, was es auf seinem Pfad zu sehen gibt. Dabei kommen sie sich immer näher, bis zu einer intensiven, innigen Umarmung.


Jetzt erst schaut sie sich um. Wo ist sie? Plötzlich ist alles hell geworden, woher kommt das viele Licht? An welchem Ort ist sie? Er konnte sie ent- und verführen, ohne dass sie es gemerkt hat.

Sie erkennt eine kleine Insel, sie ist noch kahl, keine Blumen, kein Strauch, keine Tiere. Aber das viele Licht, es blendet sie fast. Und was ist das? Unter ihren Füßen beginnt sich etwas ganz leicht zu bewegen. Sie schaut zu dem Boden. Eine kleine Pflanze durchbricht die Erde und ein kleiner zarter Keim hat sich seinen Weg ans Licht gesucht.

Auf der unbekannten Insel ist der Frühling eingezogen. Sie hat nur zwei Bewohner, die Wanderin und ihren Reisebegleiter und eine erste Grünpflanze. Die Pflanze ist noch klein und zerbrechlich, aber die Pflege der beiden wird sie wachsen lassen, bis die ersten Knospen ansetzen und im Sommer wird sich die erste schöne Blüte zeigen. Beide freuen sich schon darauf, sind neugierig, wie diese Blüte ausschauen wird.

Sie unterhalten sich und tauschen dabei weiter verliebte Blicke aus. Der Himmel ist wolkenlos und die Sonne erwärmt die Erde. Schon kommen die ersten Schmetterlinge, fliegen um die Pflanze und in ihrem Bauch. Noch hat sich die Blüte nicht geöffnet und die Schmetterlinge müssen noch warten, bis sie sich auf der Blüte ausruhen können.

Aber was ist das? Voller Sorge schaut die Wanderin auf den Himmel. Ganz weit oben ziehen dunkle Wolken auf, ganz klein, doch sie werden zusehends größer, es wird bedrückend.

Ach, was soll das schon sein, beruhigt sich die Wanderin. Ein Frühlingsregen wird kommen. Etwas heftig, aber wir sind ja nicht aus Zucker. Der Hut wird sie schützen und die Pflanze ist kräftig genug, kann einen Platzregen bestimmt schon vertragen. Wie aber schützt sich ihr neuer Reisebegleiter? Die Wanderin weiß es nicht.

Die Wolken haben nun schon die ganze Insel überdeckt, sie verdunkelt. Das Unwetter bricht aus. Kein heftiger erfrischender Frühlingsregen, nein klirrende Kälte breitet sich aus. Alles um sie herum versinkt plötzlich in Schnee und Eis. Nun kommt auch noch ein starker Sturm auf.

Die Wanderin ist klein, versucht sich mühevoll zu halten, aber sie findet einfach keinen Halt. Der Sturm reißt sie zu Boden. Nur noch mit Mühe kann sie sich wieder aufrichten. Aber es gibt hier ja nichts zum Halten, wie sie von der freien Natur gewohnt ist. Es sind noch keine Bäume da, in deren schützenden Windschatten sie sich stellen kann. Und die Pflanze ist noch zu klein.

Aber, der Reisebegleiter ist ja noch da. Wenn beide sich festhalten, können sie dem Kältesturm standhalten, sich gegenseitig Wärme spenden, bis sich der Sturm gelegt hat.

Ihre Augen suchen nach ihm und schließlich sieht sie ihn im dichten Schneetreiben. Gegen den Sturm gelehnt kämpft sie sich zu ihm durch. Er kennt die Insel, es ist ja seine Insel, kennt die schwierigen Wetterlagen, weiß bestimmt, was zu tun ist. Ihre Hände greifen nach ihm. Aber die noch warmen Hände erfrieren an dem Eispanzer, der sich um ihn gelegt hat. Die Hilferufe erreichen ihn nicht mehr, prallen an dem Eispanzer ab. Sie sieht in seine Augen, sie sind wie hinter Glas. Wieder und wieder versucht sie den Panzer zu durchbrechen, aber der Eispanzer ist schon zu dick geworden, undurchdringlich.

Jetzt ist sie noch mehr von der Kälte erfasst, schaut schnell im ihrem Rucksack nach, es sind aber keine Wintersachen drin. Warum sollte sie auch welche bei sich haben, war es doch eben erst Frühling. Um nicht zu erfrieren, muss sie sich bewegen, muss sie laufen. Darf nicht weinen, sich nicht aufgeben. Sie möchte schreien, aber jeder Ton erfriert in der Kälte.

Die Insel, ja, die Insel verlassen, das wäre die Rettung, aber sie findet keine Brücke mehr. Wo ist sie? Der Sturm hat sie weg gerissen und sie kann nicht schwimmen. Nun ist sie gefangen auf der Insel, mit dem Mann aus Eis. Und die kleine Pflanze, wie geht es ihr? Oh, auch sie hat schon gelitten. Viele Blätter sich schon erfroren. Sie wirft ihren Hut darüber. Wenigsten soll die kleine Pflanze geschützt werden vor der klirrenden Kälte.

Weiter schaut sie sich Hilfe suchend um, der Mann aus Eis ist schon zu einer Säule erstarrt. Sie friert unendlich bei seinem Anblick.

Aber da, ganz weit hinten auf dem Wasser sieht sie ein Boot. Es steuert auf die Insel zu. Der fremde Bootsführer hat die Hilferufe gehört und ist gleich zur Insel gekommen. Völlig erschöpft steigt sie in das Boot ein. Er will sie zurückbringen in wärmere Gebiete.

Auf der Rückreise dreht sie sich noch mal um, wirft noch einen letzten traurigen Blick auf die Insel, die Insel, die nun völlig aus Eis ist. Sieht im Abendlicht die erstarrte Silhouette des Eismanns und den Hut, den sie schützend über die Pflanze warf. Vielleicht hat die Pflanze dadurch eine Chance, die klirrende Kälte zu überstehen und beim nächsten Frühling kann sie dann vielleicht wieder zu neuen Leben erwachen....


LaWe

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Wo bin ICH ?

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meine Randbemerkungen

platt gemacht
Hallo Bo,. danke für die gute Kritik zum Film...
abendGLUECK - 19. Nov, 12:22
Was verbindet?
Hallo Bo,. erst mal sitzen alle in einem Boot - sie...
LangeWeile - 13. Nov, 19:59
Hallo Leni, ja...die...
Hallo Leni, ja...die Kleine macht sich gut und kommt...
LangeWeile - 13. Nov, 19:50

Wer bist du?

Online seit 1447 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 21. Nov, 16:38

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