Geschichten, die das Leben schreibet

Nach ein paar Tagen auf Mallorca kam ich diesmal mit einem ganz anderen Eindruck wieder in die Heimat.

Wie immer waren die meisten Besucher nicht nur zum sonnen auf Mallorca,  sondern sie wollten , wie sollte es anders sein, auch tanzend und feiernd  durch die Nacht ziehen. In Deutschland kommt meine Freude am Tanzen einfach zu kurz, deshalb zog es mich auch in die Nacht und das bunte Treiben. Ich nenne es gern Karneval der Nacht

Jedes Jahr gibt es den besonders beliebten Partyhit, der dann fast aus jede Ecke zu hören ist. In der Regel ist es Musik, die die Menschen richtig anheizt, eben richtiger Partykracher. Dieses Jahr war es nicht "Atemlos durch die Nacht", davon gab es im letzten mehr als genug zu hören. Für den Sommer 2016 entschieden sich die Menschen für einen anderen Titel und sie singen ihn mit voller Inbrunst mit, wenn der schlichte Text und die eingängige Melodie aus dem Lautsprecher tönt.

"Was ist das?" fragte ich mich, als ich die Stimmung des Liedes aufnahm. Trotz großer Bemühungen konnte ich die Hauptzeile nicht wirklich verstehen, obwohl Hunderte in Partyzelt die Titelzeile laut mitsangen. Ich verstand nur Bahnhof um genau zu sagen "Immala".  Hätte ja auch was spanisches sein können, englisch war es jedenfalls nicht. Der gesungene Text ging im Partylärm unter, nur die Hauptzeile, da waren sich alle einige, die konnten und wollten alle  möglichst laut mitsingen.

Dieser Partyhit hatte etwas, was die anderen Hits bis dato nicht hatten. Doch was war daran anders? Mit dem Ohrwurm ging ich wieder zurück ins Hotel und fragte die Mädels, mit denen ich nach Spanien gereist war, was das für ein Lied wäre. Sie klärten mich auf. Das hieße nicht "Immala" sondern "Die, die immer lacht" Achja ? Darin ist vom Lachen die Rede. Aber warum schwingt es trauriges in mir mit, wenn ich die Musik höre?

Das allwissende Internet gab mir die Auskünfte, die ich wissen wollte. Das war kein Partyhit, sondern eine Ballade, die schon 10 Jahre alt war. Geschrieben, vertont und gesungen von Kerstin Ott. Eine junge Frau, die vor 10 Jahren dieses einfache Lied für ihre Freundin schrieb. Musik machte sie damals nur zur eigenen Freude und zur Freude ihrer Freundin, die sich damals die Traurigkeit nicht abstreifen konnte. Auf eine CD gebrannt übergab sie ihrer Freundin die Ballade und ein paar anderen Freunden ebenfalls. Dadurch kam der Titel ins Internet, natürlich auf Youtube. Jemand hatte den Gesang der jungen Frau hochgeladen. Darauf wurde eine kleine Produktionsfirma aufmerksam, die die Ballade Besonders fand. Sie konnten die Urheberin nicht ausfindig machen und suchten nach Wegen, um mit ihr in Kontakt zu treten. Deshalb unterlegten sie die Aufnahme mit einem tanzbaren Beat und luden diese ebenfalls ins Internet hoch.

Nun mussten sie nur noch warten, bis die Urheberin sich entrüstet mit ihnen in Verbindung setzte. Darauf mussten sie nicht lange warten. Kerstin Ott rief den Produzenten an und die Ballade mit Beat nahm ihren Lauf und landete diesen Sommer sogar auf Malle und alle, die diesen Song hören, singen diesen Song lauthals mit und nicht nur dort, wie dieser Clip zeigt

Kerstin Ott, von Haus aus im handwerklichen Beruf als Malerin tätig, musste diesen erst mal an den Nagel hängen, denn wie sie in einem Interview beschreibt, konnte sie die zahlreichen Auftritte, die nun auf sie warteten, nicht mit ihrem Job vereinbaren. Außerdem erkannte man sie nun auf den Straße und auf der Malerleiter wieder. Jeder, der sie erkannte, wollte ein Autogramm von ihr haben und dafür musste sie von der Leiter, um nicht von der Leiter zu fallen.

Eine nette Geschichte, von Mensch und Ballade, fand ich. Das sind Geschichten, die nur das Leben schreiben kann.

Weil sich  hier mit dem neuen “"Einbettcode” keine Clips von Youtube einbinden lassen, kann der Interessierte den Song unplugged  hören direkt dort hören

La We

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